Kohl ist schuld!

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neuester Beitrag: 02.04.05 20:33
eröffnet am: 02.04.05 17:26 von: BarCode Anzahl Beiträge: 6
neuester Beitrag: 02.04.05 20:33 von: volvic Leser gesamt: 429
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02.04.05 17:26

69004 Postings, 6125 Tage BarCodeKohl ist schuld!

Nach 5 Jahren EEG (Gesetz zu erneuerbaren Energien) erwist sich offensichtlich: Das ganze ist ein Erfolgsmodell:

- In D wird inzwischen jährlich der Strom von 6 AKW durch erneuerbare Energien produziert.

- D ist Technologie-Spitzenreiter mit inzwischen rasant sinkenden Kosten

- 130.000 Arbeitsplätze in der Branche

- Exportschlager EEG: Tschechien, China, Frankreich, Österreich, Spanien, Taiwan - viele Staaten haben das deutsche Gesetzesmodell übernommen

Und wer hats erfunden: die Regierung Kohl, die 1990 mit einem Stromeinspeisegesetz den Run auf die grünen Stromquellen eröffnete. Wenn es dann letztlich in seiner jetzigen form erst von Rot-Grün erfolgreich umgesetzt wurde.

Die Quelle:

****Ökoenergie mit Imageproblem

Fünf Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz: Mittlerweile produziert Deutschland ökologisch so viel Strom, wie sechs AKWs liefern. Trotzdem hat der gute Ruf gelitten

BERLIN taz "Wer aussteigen will, muss wissen, wo er einsteigen will." Mit solchen Worten warf Kurt-Dieter Grill - damals energiepolitischer Sprecher der CDU - Rot-Grün Konzeptlosigkeit in der Energiepolitik vor: Der Standort Deutschland stand am Rand des Untergangs.

Das ist nun fünf Jahre her: Am 1. April 2000 trat das "Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien" in Kraft. Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), bezeichnet es als das "weltweit erfolgreichste Gesetz zum Ausbau regenerativer Energiegewinnung". Dank einer gesicherten Einspeisevergütung habe es einen boomenden Markt gegeben, der wiederum eine ungeahnte technologische Innovation mit sich brachte. "Und das hat wiederum zu rasant sinkenden Kosten geführt", so Lackmann.

Tatsächlich ist der Erfolg weltweit anerkannt: Nicht nur dass die deutschen Hersteller Marktführer sind, das Gesetz selbst wurde zum Exportschlager. Tschechien, China, Frankreich, Österreich, Spanien, Taiwan - viele Staaten haben das deutsche Gesetzesmodell übernommen.

Allerdings ist das keine Erfindung von Rot-Grün. Es war die Regierung Kohl, die 1990 mit einem Stromeinspeisegesetz den Run auf die grünen Stromquellen eröffnete. 60 Milliarden Kilowattstunden werden in diesem Jahr aus grünen Quellen gewonnen - so viel, wie 6 Atomkraftwerke liefern. Nicht nur, dass 35 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart werden, 130.000 Menschen leben mittlerweile auch von dieser Branche.

Allerdings ist die Erfolgsgeschichte zuletzt ins Straucheln geraten. In der nächsten Woche soll deshalb eine 3 Millionen Euro teure Image-Kampagne gestartet werden. "Eine so tiefgreifende Umwälzung der Energiewirtschaft muss man den Menschen erklären. Es geht darum, Vorurteile abzubauen", sagt Lackmann. Die Atomkraft habe gezeigt, dass Energietechnik ohne Akzeptanz in der Bevölkerung scheitern kann. Neben den Verbänden der erneuerbaren Energien, Herstellern und Betreibern beteiligt sich auch das Bundesumweltministerium an den Kosten. Angeblich will sogar Bauernpräsident Gerd Sonnleitner die Sache unterstützen.****

http://www.taz.de/pt/2005/04/02/a0300.nf/text

Gruß BarCode

 

 

02.04.05 17:40

12897 Postings, 7467 Tage TimchenWas willst du uns damit denn sagen ?

Ob ein Gesetz ein Erfolgsmodell für andere Länder wird, hängt doch stark davon ab, ob es freien Wettbewerb erreicht und Monopole abschafft und dabei nicht wieder durch teure Subventionen einzelne Interessensgruppen bevorzugt.

Die Zukunft wird es vielen noch klarer verdeutlichen und vielen wird noch ein Licht aufgehen. Warten wir es doch ruhig und gelassen ab.

Gruß Timchen  

02.04.05 18:55

7336 Postings, 6427 Tage 54reabdie aufgeführten länder sind alles andere

als liberal in der versorgungspolitik. ich würde mich in dieser gruppe nicht wohl fühlen. staatsmafiöse monopolisten, die die verbraucher abzocken, dass es nicht mehr schön ist. als vobild in der energieversorgung gibt es in europa und anderswo wirklich bessere beispiele.  

02.04.05 19:07

69004 Postings, 6125 Tage BarCodeDie Grundstruktur von deren Energieversorgung

ist mir ehrlich gesagt schnuppe. Da sollen sie sich selber drum kümmern. Aber bei uns wird die Liberalisierung des Energiemarktes garantiert nicht vom EEG gebremst. Da haben einflussreiche ehemalige Monopol-Staatskonzerne (einst hießen sie z. B. VEBA oder VIAG) wohl mehr damit zu tun...

Gruß BarCode

 

02.04.05 20:14

7336 Postings, 6427 Tage 54reabman muß schon schauen, was kostet es und

was es bringt. kein rational denkender mensch wird glauben, dass wenn wir die mehrwertsteuer auf 25% erhöhen und mit diesen steuergeldern unsere arbeitslosen bei einem durchschnittsgehalt konfetti händisch herstellen lassen, das unsere probleme lösen wird. auf dem energiesektor glauben viele diesen unsinn jedoch.

man sollte sich mal die frage beantworten, weshalb wir die letzten 250 jahre ein historisch einmaliges wirtschaftswachstum hatten und heute uns in richtung stagnation bewegen. auch für die sogenannten aufstrebenden länder wie z.b. china ist die zeit der stagnation nicht mehr fern. dieses wachstum hat uns die billige ernergie ermöglicht! es war nicht primär unsere intelligenz oder der heilige geist. langsam haben wir alles was mit energieeinsatz zu den heutigen preisen verbunden ist ausgeschöpft und wir reisen in die stagnation wie jahrhunderte vor der industriellen revolution. weil wir bei uns die energie künstlich verteuern, erreichen wir den zustand der absoluten stagnation nur etwas früher und brutaler.

ich bin nicht gegen die forschung auf dem gebiet der alternativen energien. ich bin allerdings gegen einen zu frühen respektive falschen einsatz, wenn die alten alternativen immer noch um faktoren billiger sind (vor steuern). ich bin nicht für eine sinnlose konfettiproduktion. ein derartiges verhalten wird uns nur ärmer werden lassen. der frühere ostblock sollte abschreckung genug gewesen sein.



 


 

02.04.05 20:33

1380 Postings, 7588 Tage volvicgenau bear!

ich bin gegen jeden pseudo-ABM-schwachsinn!!! umweltschutz finde ich immer dann gut, wenn er effizient geschieht. panik und hau-ruck ist fehl am platz. sicher wäre es am gesündesten ab morgen alle pkws und lkws stehen zu lassen (nur ein beispiel), aber das können wir uns nunmal nicht erlauben, nix würde mehr funktionieren.

sanfter und intelligenter wandel ist das stichwort. verschmutzung da einschränken, wo man mit mittlerem aufwand am meisten erreichen kann. grobe verschmutzung und vergiftung (abfälle in den rein, autos ohne KAT, etc.) gehören verboten!

beim thema energie gibts leider zu viele ökö-lügen. war da nicht neulich was im spiegel, zur negativen ökö-bilanz von windkraft? ich weiss es leider nicht genau, aber die sorge in sachen ökö oft nur verarscht zu werden schwingt bei mir latent immer mit ...

volvic  

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