Kfz-Steuer vor dem Aus?

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neuester Beitrag: 13.07.04 20:31
eröffnet am: 11.07.04 08:26 von: bilanz Anzahl Beiträge: 5
neuester Beitrag: 13.07.04 20:31 von: SchwarzerLo. Leser gesamt: 329
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11.07.04 08:26

5698 Postings, 6764 Tage bilanzKfz-Steuer vor dem Aus?

 

Aus den Bundesländern kommen positive Signale zu der Überlegung, die Kraftfahrzeugsteuer abzuschaffen. Die Finanzminister von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Hartmut Möllring (CDU) und Karl-Heinz Paqué (FDP), sagten der "Berliner Zeitung", sie hielten es grundsätzlich für einen richtigen Ansatz, die Kfz-Steuer aufzugeben und dafür die Mineralölsteuer anzuheben. Es müsse aber sichergestellt sein, dass den einzelnen Bundesländern keine finanziellen Ausfälle entstünden. Die Einnahmen aus der Kfz-Steuer stehen bislang den Ländern zu.

Das Bundesfinanzministerium erwägt nach einem Bericht der "FAZ", die Kfz-Steuer in der Mineralölsteuer aufgehen zu lassen. So könne der hohe Verwaltungsaufwand der Kfz-Steuer vermieden werden.

Für die Operation sei allerdings ein Steuertausch Bedingung: Dabei würden die Länder ihre Kompetenz für die Kfz-Steuer auf den Bund übertragen und der Bund im Gegenzug die Versicherungsteuer den Ländern überlassen. Das Aufkommen der beiden Steuerarten ist etwa gleich groß, es liegt bei rund acht Mrd. Euro jährlich.

Umweltpolitisch richtig

Auch der ADAC findet "die Idee überlegenswert", schreibt die "Bild". Allerdings, warnt eine Sprecherin, die Umstellung müsse aufkommensneutral sein. Das heißt, es dürfe vor allem nicht für Pendler zum "Abkassiermodell" werden. Umweltpolitisch richtig sei es allemal, so der ADAC: Wer viel fährt, zahlt auch drauf."

Möllring und Paqué halten den Vorschlag, den Ländern als Ausgleich lediglich die Versicherungssteuer zu überlassen, nicht für ausreichend. Gerade den ostdeutschen Ländern beschere sie kaum Einnahmen. Möllring schlug vor, den Bundesländern einen Anteil an der dann erhöhten Mineralölsteuer zu überlassen.

Quelle NTV 11.07.04

Da werden sich die Automobilisten an den Grenzen zu anderen Ländern freuen.
Am Beispiel Schweiz:
Jetzt schon tankt jeder 2. Deutsche der in der Grenzregion zur Schweiz wohnt, ennet der Grenze in der Schweiz seinen Sprit.
Der Benzinpreisunterschied zur Zeit ca. 00.25 Euro.
50 Liter Most Ersparnis für den Grenztank-Touristen über 12 Euro erspart.
Wie hoch nach einer Abschaffung der Kfz-Steuer, der Spritpreis in Deutschland sein wird, entzieht sich meiner Kenntnis.
Mein Fazit:
Es wird die Automobilisten in den Grenzregion freuen und die Gelackmeierten sind diejenigen, die davon nicht profitieren werden können.

Oekologisch ist die ganze Sache sicher richtig, es wird aber, durch die massiv höheren Preise auch zu einem nie geahnten Benzin-Tourismus führen werden.

Oder ist es am Ende mit dem Label "Umweltschutz" eine versteckte Steuererhöhung?

 

11.07.04 09:14

13475 Postings, 7865 Tage SchwarzerLordDas wäre eine wirkliche Reform!

Den Besitz von etwas, hier eines Autos, zu "bestrafen" ist schon mehr als merkwürdig. Ich bin hier schon seit Jahren für die Forderung: Mineralölsteuer rauf und KfZ-Steuer weg. Wäre weniger Bürokratie und ein Stück Weg vollbracht zur verbrauchsabhängigen Umweltbelastungsbesteuerung. Den Benzintourismus wird man sicher nie unterdrücken können. Ist halt Glück wenn man in Grenznähe wohnt.  

13.07.04 19:31

7538 Postings, 7254 Tage Luki2Autohalter zahlen Kfz-Steuer nicht


jetzt schon ????

Immer mehr Autohalter zahlen Kfz-Steuer nicht

Hamburg (dpa) - Immer mehr Autohalter zahlen ihre Kfz- Steuer nicht. Bis Ende 2002 zählten die Finanzämter laut Bundesfinanzministerium knapp 1,3 Millionen «säumige Kraftfahrzeugsteuerpflichtige». Die Steuerrückstände beliefen sich auf knapp 272 Millionen Euro. Das Bundesfinanzministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung.


© WELT.de  

die fangen ja schon früh an nicht zu zahlen.

Gr. luki2  

13.07.04 20:22

16576 Postings, 7361 Tage chrismitzEs wird immer Vor-u. Nachteile geben,

bei solchen Entscheidungen.
Ich denke aber, es geht hier weniger um Gelackmeierter od. Profiteur, denn die hat es u. wird es immer gegeben, sondern um Gerechtigkeit.

Die Ökosteuer soll dort greifen, wo man nicht auf die Umwelt achtet. Also die Vielfahrer!
Wieso soll einer, der sein Auto nur mal am WE benutzt, da er sonst mit der Bahn od. Fahhrad zur Arbeit fährt, so viel für seien Sprit bezahlen? Er achtet auf die Umwelt, wird aber trotzdem "bestraft"!

Das fände ich auch eine gute Maßnahme. Natürlich muß eine Lösung für die Pendler gefunden werden.

Gruß

PS: Endlich mal ein (auch für mich) interessanter Beitrag bilanz!  

13.07.04 20:31

13475 Postings, 7865 Tage SchwarzerLordIch glaube ...

... wir finden hier eine Ariva-Allparteienkoalition. Unfaßbar, aber doch wahr.  

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