Katzav nennt Deutschland "echten Freund"

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neuester Beitrag: 03.02.05 14:34
eröffnet am: 01.02.05 14:43 von: nixwußt Anzahl Beiträge: 9
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01.02.05 14:43

377 Postings, 5683 Tage nixwußtKatzav nennt Deutschland "echten Freund"


Israel wünscht sich umfangreiches Rüstungsgeschäft
Zum 40-jährigen Bestehen diplomatischer Beziehungen mit Deutschland wünscht sich Israel ein umfangreiches Rüstungsgeschäft. Deutschland möge die engen Beziehungen beider Staaten mit Verträgen über eine Lieferung von 100 gepanzerten Truppentransportern und zwei neuen U-Booten stärken, hoffen Militärvertreter.
HB TEL AVIV. In Berlin wird über die seit Monaten laufenden Gespräche weitgehend geschwiegen. Israelische Unterhändler streuen aber immer wieder Details über den Stand der Verhandlungen, um Deutschland zu drängen. Beide Staaten wollen die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich intensivieren.

Doch die Rüstungsgeschäfte gelten in Deutschland als politisch brisant. Mit dem von Krauss-Maffei Wegmann entwickelten gepanzerten Truppentransporter ?Dingo 2? sucht die israelische Armee Ersatz für ihre aus den 60er Jahren stammenden Transportpanzer, die weniger gegen Angriffe geschützt sind. Diese rollen aber auch in den besetzen Gebieten zu Kampfeinsätzen. Deutschland verzögere die Lieferung aus Sorge, die Panzerfahrzeuge könnten gegen Palästinenser eingesetzt werden, berichtete die israelische Tageszeitung ?Haaretz? nur Stunden bevor der deutsche Bundespräsident Horst Köhler zu einem Besuch eintraf.

Die israelische Armee wolle den Dingo für den Truppentransport und Armeepatrouillen nutzen, vor allem in den Palästinensergebieten, berichtete das Blatt weiter. Um das Geschäft zu erleichtern und finanzielle Rüstungshilfen der USA zu nutzen, soll das US-Unternehmen Textron Inc. die ?Dingos? mit Zustimmung der Bundesregierung fertigen. Aus Deutschland werden nur einige Teile geliefert, wie der Motor. Der Plan sieht weiter vor, dass das israelische Unternehmen Rafael einen Waffenträger anbringt, um im Gefecht verschiedene Maschinengewehre und einen Granatwerfer nutzen zu können.

Zu Wasser sollen zwei weitere U-Boote der ?Dolphin?-Klasse die israelische Marine aufrüsten. Drei Stück des Typs hat Israel aus Deutschland bereits bekommen. Israelischen Angaben zufolge sollen die neuen Boote zum Schutz der Küsten eingesetzt werden.

Eine Arbeitsgruppe beider Seiten prüft Möglichkeiten der Finanzierung des Milliardengeschäfts. Der deutsche Verteidigungsminister Peter Struck war bei einem Besuch Mitte vergangenen Jahres dem Vernehmen nach sowohl von dem israelischen Staatspräsidenten Mosche Katzav, als auch von Regierungschef Ariel Scharon auf das U-Boot-Geschäft angesprochen worden.

Die ?Jerusalem Post? berichtete aber, Berlin habe eine weitere Lieferungen abgelehnt, nachdem es Berichte darüber gab, dass Israel diese U-Boote mit Waffen für den Einsatz von Atomsprengköpfen ausgerüstet habe. Internationale Experten haben kontrovers diskutiert, ob dies technisch möglich ist. Nach israelischen Berichten sind solche Bedenken aber inzwischen ausgeräumt.

?Im nächsten Jahr wird sich wegen der politischen Situation mit Deutschland und Europa eine wunderbare Gelegenheit ergeben?, hatte der israelische Marinechef David Ben-Baschat einem Freundeskreis seiner Teilstreitkraft noch im Dezember berichtet. Im israelischen Außenministerium äußerte sich ein ranghoher Mitarbeiter zu Jahresbeginn überzeugt, dass U-Boot-Geschäft sei im Prinzip unter Dach und Fach.
 

01.02.05 15:00

8215 Postings, 6967 Tage SahneAber bitte zum Listenpreis

01.02.05 15:13

12570 Postings, 6016 Tage EichiIsrael hat nicht viel Freunde

und da ist Deutschland gerade recht.  

01.02.05 15:15

742 Postings, 5723 Tage Schwertfegernanana sahne

der titel "spendenweltmeister" muß täglich auf,s neue verteidigt werden!

die deutschen geben gern,weil sie viel haben.

gruß schwertfeger  

01.02.05 18:54

25551 Postings, 6954 Tage Depothalbierer"umfangreiches Geschäft" ???

unter geschäft verstehe ich, daß einer eine ware liefert und der andere bezahlt.

und nicht, daß es geschenke gibt.

 

01.02.05 19:49

4428 Postings, 6358 Tage Major TomDas falsche Signal, das falsche Engagement.

Die Rüstungsgeschäfte gelten in Deutschland nicht umsonst als politisch brisant und die dt. Regierung sollte sich überlegen, ob im Zuge einer leichten Entspannung im Nahost-Konflikt und einer vorsichtigen Annäherung zwischen den verfeindeten Gruppen, die beabsichtigte Lieferung von 100 gepanzerten Truppentransportern und zwei neuen U-Booten nicht äußerst kontraproduktiv wären.

Wenn Bundeskanzler Gerhard Schröder die USA zu größerem Einsatz für eine Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern aufgefordert hat, dann sollte er sich die Chance, einer Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern näher zu kommen, nicht durch Rüstungslieferungen zunichte machen lassen - bei aller Freundschaft.

Ciao!
 

03.02.05 10:23

377 Postings, 5683 Tage nixwußtWas für einer Freundschaft - keine Waffen!!!


...nur auf Amis kann man sich verlassen

Berlin blockiert Dingo-Waffendeal mit Israel
Von Gerrit Wiesmann, Berlin

Die Bundesregierung blockiert den Verkauf deutscher Truppentransporter an Israel.
Sie befürchtet den Einsatz in Palästinensergebieten.

"Das Geschäft wird es unter dieser Regierung nicht geben", hieß es in Berliner Regierungskreisen.
"Das wissen auch die Israelis." Die Bundesregierung befürchtet, dass das israelische Militär das wendige Panzerfahrzeug Dingo 2 aus deutscher Entwicklung in den Palästinensergebieten einsetzen könnte.

Mit der Entscheidung riskiert Deutschland zum 40. Jahrestag der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen Streit mit Israel. Zwar geben sich Diplomaten in Berlin zuversichtlich, dass die israelische Regierung in absehbarer Zeit vom Anliegen stillschweigend Abschied nehmen wird. Dennoch registrieren sie mit Sorge, dass die Position der Bundesregierung in verschiedenen israelischen und anderen internationalen Veröffentlichungen Thema geworden ist.

Absage trifft US-Hersteller

Obendrein könnte die US-Regierung nicht allein wegen außenpolitischer Interessen die Seite des traditionellen Partners Israel ergreifen. Es gibt auch wirtschaftliche Gründe: Die 103 von Israel gewünschten Fahrzeuge soll nämlich der US-Rüstungskonzern Textron unter Lizenz in den USA herstellen. Neben dem eher bescheidenen Auftragsvolumen von 99 Mio. $ gilt der Technologietransfer vom deutschen Dingo-Konstrukteur Krauss-Maffei Wegmann an den US-Partner als besonders interessant.

Das deutsche Außenwirtschaftsgesetz ermöglicht der Bundesregierung gerade deshalb aber ein Vetorecht. Vor Baubeginn in den USA müsste Berlin wie beim Export normaler Waffen die Lieferung der Dingo-Baupläne genehmigen. Von diesem "Erlaubnisvorbehalt" würde Berlin in diesem Fall auch Gebrauch machen, hieß es. Doch seien die Gespräche zwischen Jerusalem und Washington nicht so weit, dass sich etwa der Bundessicherheitsrat unter Leitung von Kanzler Gerhard Schröder mit dem Thema beschäftigen müsste.

Die Regierungen Israels und der Vereinigten Staaten verhandeln seit Oktober über das Waffengeschäft. Israel will sich den Kauf der in den USA gefertigten Dingo 2 großteils vom US-Steuerzahler über das "Foreign Military Assistance"-Programm der Washingtoner Regierung finanzieren lassen. Offiziell waren deutsche Regierungsvertreter in diesen Prozess noch nicht eingebunden. Doch hat es in den vergangenen Wochen offenbar Kontakte gegeben. "Alle Beteiligten sind über die Haltung der Bundesregierung informiert", hieß es in deutschen Regierungskreisen.

Generäle mchten öffentlich Druck

Wegen der Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern hatte Rot-Grün bereits 2002 der israelischen Regierung bei einem ähnlichen Anliegen einen Korb gegeben. Damals hatte sich Jerusalem nach der Lieferung von Fuchs-Transportpanzern aus Bundeswehrbeständen erkundigt - und nach der Absage jegliches Interesse aus diplomatischen Gründen öffentlich dementiert. Der Verlauf dieser Gespräche gilt in Berlin als Beispiel dafür, dass Interessenunterschiede zwischen Deutschland und Israel nicht unweigerlich in einem öffentlichen Streit münden müssen.

Allerdings geben sich Israels Generäle weniger zurückhaltend. Unter Berufung auf nicht genannte Mitglieder des "Militär-Establishments" berichtete etwa die israelische Tageszeitung "Haaretz" am Dienstag, dass Deutschland das Dingo-Geschäft auf die lange Bank schieben wolle. Allerdings äußerten diese Militärs laut "Haaretz" die Hoffnung, dass der geplante Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen und die Wiederaufnahme der Gespräche mit den Palästinensern zu einem Meinungswechsel führen würden. Diese Möglichkeit wird in Berliner Regierungskreisen allerdings zurückgewiesen.

 

03.02.05 14:17

25551 Postings, 6954 Tage Depothalbiererach so, deswegen. lizenzbau in den USA für

läppische 99 mio.

da bleibt ja nix wesentliches an lizenzgebühren hängen.

richtig, daß ein deal zu solch schlechten bedingungen abgelehnt wird.  

03.02.05 14:34

377 Postings, 5683 Tage nixwußtes geht nicht nur um Knete

für der ein oder anderer Freund ist der Technologietransfer
viel  interessanter  

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