Kassen erneut mit Milliardendefizit

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eröffnet am: 27.08.03 14:04 von: Nassie Anzahl Beiträge: 2
neuester Beitrag: 27.08.03 14:32 von: gurkenfred Leser gesamt: 100
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27.08.03 14:04

15990 Postings, 6708 Tage NassieKassen erneut mit Milliardendefizit

27. August 2003 Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten sechs Monaten nach Informationen dieser Zeitung abermals ein Defizit in Milliarden-Höhe ausgewiesen. Das geht aus ersten Berechnungen der Spitzenverbände der Kassen hervor, welche die Daten bis zum Monatsende dem Bundesgesundheitsministerium übermitteln müssen.

Nach Angaben aus Kassenkreisen haben die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) ein Defizit von etwa 900 Millionen Euro verbucht, bei den Ersatzkassen beläuft es sich auf deutlich mehr als 700 Millionen Euro. Auch die Betriebs- und Innungskassen dürften Millionen-Fehlbeträge ausweisen. Sprecher der Kassen wollten sich dazu nicht äußern.

Schwache Einnahmen, steigende Ausgaben

In der gleichen Zeit des Vorjahres hatten die AOK ein Defizit von 850 Millionen Euro erwirtschaftet. Bei den Ersatzkassen überstiegen damals die Ausgaben die Einnahmen um gut eine Milliarde Euro. Zum Jahreswechsel hatten auch mehrere große Kassen ihre Beitragssätze angehoben.

Die neuen Fehlbeträge werden mit schwachen Einnahmen und steigenden Ausgaben, etwa für Arzneien, begründet. Im Kompromiß für die Gesundheitsreform ist für 2003 ein Defizit auf Vorjahresniveau einkalkuliert. 2002 waren es mehr als drei Milliarden Euro.

Sozialexperte Storm: Kaum Auswirkungen auf Gesundheitsreform

Nach Einschätzung des Sozialexperten der CDU Andreas Storm hat das neue Milliarden-Defizit der gesetzlichen Krankenkassen keine Auswirkungen auf die geplante Gesundheitsreform. Da bereits mit bis zu zwei Milliarden Euro Neuverschuldung gerechnet wurde, werde es im nächsten Jahr dennoch zu einer deutlichen Beitragssenkung kommen, sagte der Unions-Politiker am Mittwoch im Deutschlandradio Berlin.

Durch die Reform liege das Entlastungspotential für die Krankenkassen bei gut 20 Milliarden Euro, sagte Storm. Dies ermögliche eine Reduzierung des Beitragssatzes auf 13 Prozent oder darunter. Zu Beginn der nächsten Legislaturperiode könne dann über eine weitere Systemreform oder einen Systemwechsel beraten werden. Die CDU werde voraussichtlich im Dezember ihre Richtungsentscheidung dazu treffen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung  

27.08.03 14:32

19522 Postings, 7009 Tage gurkenfredich lach mich schlapp:

"werde es im nächsten Jahr dennoch zu einer deutlichen Beitragssenkung kommen, sagte der Unions-Politiker am Mittwoch im Deutschlandradio Berlin."

bin gespannt, ob die sich da nächstes jahr noch dran erinnern können. ich glaube nicht....


mfg
gf
 

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