Joseph Barbera ist tot

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eröffnet am: 19.12.06 14:31 von: sportsstar Anzahl Beiträge: 5
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19.12.06 14:31
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31036 Postings, 7002 Tage sportsstarJoseph Barbera ist tot

War ein genialer Kopf an der Seite von W. Hanna ! Wohl jeder hat seine Werke gesehen..

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Joseph Barbera ist tot

Der Starke ist am mächtigsten zu zweit

Von Andreas Platthaus



Joseph Barbera mit seinen Figuren Scooby Doo, Fred Feuerstein und Barney Geröllheimer (v.l.)
19. Dezember 2006 
Sie galten im Filmgeschäft als unzertrennlich wie vor ihnen nur Laurel und Hardy und nach ihnen nur Merchant und Ivory oder die Brüder Coen. Hanna/Barbera ist ein Markenzeichen im Trickfilm, und es hat Bestand seit 1940, als ?Puss Gets the Boot? herauskam, ein Kurzfilm des MGM-Studios, für den zwei Regiedebütanten gemeinsam verantwortlich zeichneten: William Hanna und Joseph Barbera.

Die Geschichte für ihren Erstling hätten sie kaum banaler wählen können. Eine böse Katze jagt eine pfiffige Maus. Natürlich geht alles gut aus. Auch für Hanna und Barbera: ?Puss Gets the Boot? wurde für den Oscar nominiert, aber den gewann dann ein Konkurrent aus dem eigenen Haus: ?The Milky Way? ihres Vorgesetzten Rudolf Ising. So blieb der Frieden im chaotischen MGM-Trickstudio erhalten, Hanna/Barbera durften weitere Trickfilme anfertigen und bekamen sogar eine eigene Abteilung eingerichtet.

Sieben Oscars für ?Tom und Jerry?

Joseph Barbera starb im Alter von 95 Jahren in seinem Haus in Los Angeles

1944 bekam ihr ?Yankee Doodle Mouse? den Oscar - wieder mit dem Paar aus Katze und Maus, dessen Name wie der ihrer Schöpfer nur im Gleichklang genannt wird: Tom und Jerry. In den folgenden drei Jahren triumphierten sie jeweils erneut, darunter 1947 mit dem grandiosen ?Cat Concerto?: Jerry stört Tom beim Klaviervortrag der zweiten Ungarischen Rhapsodie von Franz Liszt. Bis 1953 sammelten Hanna/Barbera mit ?Tom und Jerry? insgesamt sieben Oscars. Damit hatten sie als Abonnementssieger das Erbe von Disney angetreten.

Dabei waren beide nur durch die Wirtschaftskrise zum Trickfilm gekommen. Hanna, geboren 1910, war Journalist und mußte sich mangels Aufträgen 1931 als Hilfskraft verdingen: Er wusch die Farben von benutzten Trickfilmfolien ab, damit sie wiederverwertet werden konnten. Barbera, Jahrgang 1911, war in New York zum Buchhalter ausgebildet worden, fand aber nur mit seinem Hobby als Karikaturist in den frühen dreißiger Jahren noch ein Auskommen. Beide landeten schließlich in einem gemeinsamen Büro bei MGM in Hollywood, und dort wurden ?Tom und Jerry? geboren - und durch sie auch Hanna/Barbera.

Starkes Duo blieb sich treu

Mit Freund unter Freunden: Barbera (links) und sein kongenialer Partner William Hanna

Sie ergänzten sich perfekt: Hanna war der schnelle Schreiber, Barbera der virtuose Zeichner. Was der eine an Ideen entwickelte, brachte der andere als schnelle Skizzen zu Papier, und wenn sie den Studioleitern ihre Filmvorhaben vorstellten, machten sie daraus regelrechte Shows, in denen sie selbst die Rollen von Tom und Jerry spielten. Mehr als hundert Filme mit Katz und Maus schrieben und inszenierten Hanna und Barbera gemeinsam

Sie trennten sich nie wieder: Treue um Treue, was diesen Erfahrungsschatz betraf. Selbst als MGM seine ruhmreiche Trickfilmabteilung 1957 sang- und klanglos schloß, blieben sie beisammen und gründeten kurzerhand ein eigenes Studio, das nun ihren eigenen Namen trug. Im Kino war die Zeit der lustigen Vorfilme vorbei, das Fernsehen wollte nicht viel bezahlen - bei MGM hatten Hanna/Barbera mit Budgets von zuletzt 50.000 Dollar pro Film hantiert, im eigenen Unternehmen blieben ihnen nur dreitausend. Ihr erstes Werk, ?Ruff and Reddy?, wandelte ein bewährtes Rezept leicht ab und bot dem Publikum diesmal ein Paar aus Katze und Hund. CBS kaufte den Film für sein Samstagmorgenprogramm, und so waren Hanna/Barbera wieder im Geschäft.

"Familie Feuerstein" und Familie Geröllheimer on Tour

Sie machten es ganz zu dem ihren. In den sechziger Jahren waren die erfolgreichsten amerikanischen Trickserien alle ihr Werk: ?Familie Feuerstein?, ?Yogi Bär?, ?Huckelberry Hund?. Später sollten noch Lucky Luke und die Schlümpfe dazukommen. Hanna/Barbera produzierten nur noch; die Zeit, als Barbera sich die Beine seines Schreibtischs hatte verlängern lassen, um im Stehen zeichnen zu können, weil er keine Zeit zum Hinsetzen hatte, waren vorbei. Sie traten weiterhin konsequent als Duo auf, bis Hanna 2001 starb. Nun ist ihm Barbera gefolgt: Am Montag starb der halbe Vater von ?Tom und Jerry? fünfundneunzigjährig in Los Angeles.

Text: F.A.Z., 20. Dezember 2006
Bildmaterial: AP, CINETEXT, Cinetext Bildarchiv, dpa, REUTERS

greetz
sports*
______________________________________________
Das Leben ist hart, doch Ariva ist härter..

 

19.12.06 14:35

61594 Postings, 6249 Tage lassmichreinDer "Vater von Tom und Jerry" ??? Echt ??

http://www.ariva.de/board/277942 ;-p

 

19.12.06 14:35

31036 Postings, 7002 Tage sportsstarSorry, trotz Vorschau zerhauen..

Joseph Barbera ist tot

Der Starke ist am mächtigsten zu zweit

Von Andreas Platthaus

19. Dezember 2006
Sie galten im Filmgeschäft als unzertrennlich wie vor ihnen nur Laurel und Hardy und nach ihnen nur Merchant und Ivory oder die Brüder Coen. Hanna/Barbera ist ein Markenzeichen im Trickfilm, und es hat Bestand seit 1940, als ?Puss Gets the Boot? herauskam, ein Kurzfilm des MGM-Studios, für den zwei Regiedebütanten gemeinsam verantwortlich zeichneten: William Hanna und Joseph Barbera.

Die Geschichte für ihren Erstling hätten sie kaum banaler wählen können. Eine böse Katze jagt eine pfiffige Maus. Natürlich geht alles gut aus. Auch für Hanna und Barbera: ?Puss Gets the Boot? wurde für den Oscar nominiert, aber den gewann dann ein Konkurrent aus dem eigenen Haus: ?The Milky Way? ihres Vorgesetzten Rudolf Ising. So blieb der Frieden im chaotischen MGM-Trickstudio erhalten, Hanna/Barbera durften weitere Trickfilme anfertigen und bekamen sogar eine eigene Abteilung eingerichtet.

Sieben Oscars für ?Tom und Jerry?

Joseph Barbera starb im Alter von 95 Jahren in seinem Haus in Los Angeles

1944 bekam ihr ?Yankee Doodle Mouse? den Oscar - wieder mit dem Paar aus Katze und Maus, dessen Name wie der ihrer Schöpfer nur im Gleichklang genannt wird: Tom und Jerry. In den folgenden drei Jahren triumphierten sie jeweils erneut, darunter 1947 mit dem grandiosen ?Cat Concerto?: Jerry stört Tom beim Klaviervortrag der zweiten Ungarischen Rhapsodie von Franz Liszt. Bis 1953 sammelten Hanna/Barbera mit ?Tom und Jerry? insgesamt sieben Oscars. Damit hatten sie als Abonnementssieger das Erbe von Disney angetreten.

Dabei waren beide nur durch die Wirtschaftskrise zum Trickfilm gekommen. Hanna, geboren 1910, war Journalist und mußte sich mangels Aufträgen 1931 als Hilfskraft verdingen: Er wusch die Farben von benutzten Trickfilmfolien ab, damit sie wiederverwertet werden konnten. Barbera, Jahrgang 1911, war in New York zum Buchhalter ausgebildet worden, fand aber nur mit seinem Hobby als Karikaturist in den frühen dreißiger Jahren noch ein Auskommen. Beide landeten schließlich in einem gemeinsamen Büro bei MGM in Hollywood, und dort wurden ?Tom und Jerry? geboren - und durch sie auch Hanna/Barbera.

Starkes Duo blieb sich treu

Sie ergänzten sich perfekt: Hanna war der schnelle Schreiber, Barbera der virtuose Zeichner. Was der eine an Ideen entwickelte, brachte der andere als schnelle Skizzen zu Papier, und wenn sie den Studioleitern ihre Filmvorhaben vorstellten, machten sie daraus regelrechte Shows, in denen sie selbst die Rollen von Tom und Jerry spielten. Mehr als hundert Filme mit Katz und Maus schrieben und inszenierten Hanna und Barbera gemeinsam

Sie trennten sich nie wieder: Treue um Treue, was diesen Erfahrungsschatz betraf. Selbst als MGM seine ruhmreiche Trickfilmabteilung 1957 sang- und klanglos schloß, blieben sie beisammen und gründeten kurzerhand ein eigenes Studio, das nun ihren eigenen Namen trug. Im Kino war die Zeit der lustigen Vorfilme vorbei, das Fernsehen wollte nicht viel bezahlen - bei MGM hatten Hanna/Barbera mit Budgets von zuletzt 50.000 Dollar pro Film hantiert, im eigenen Unternehmen blieben ihnen nur dreitausend. Ihr erstes Werk, ?Ruff and Reddy?, wandelte ein bewährtes Rezept leicht ab und bot dem Publikum diesmal ein Paar aus Katze und Hund. CBS kaufte den Film für sein Samstagmorgenprogramm, und so waren Hanna/Barbera wieder im Geschäft.

"Familie Feuerstein" und Familie Geröllheimer on Tour

Sie machten es ganz zu dem ihren. In den sechziger Jahren waren die erfolgreichsten amerikanischen Trickserien alle ihr Werk: ?Familie Feuerstein?, ?Yogi Bär?, ?Huckelberry Hund?. Später sollten noch Lucky Luke und die Schlümpfe dazukommen. Hanna/Barbera produzierten nur noch; die Zeit, als Barbera sich die Beine seines Schreibtischs hatte verlängern lassen, um im Stehen zeichnen zu können, weil er keine Zeit zum Hinsetzen hatte, waren vorbei. Sie traten weiterhin konsequent als Duo auf, bis Hanna 2001 starb. Nun ist ihm Barbera gefolgt: Am Montag starb der halbe Vater von ?Tom und Jerry? fünfundneunzigjährig in Los Angeles.

Text: F.A.Z., 20. Dezember 2006
Bildmaterial: AP, CINETEXT, Cinetext Bildarchiv, dpa, REUTERS

greetz
sports*
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Das Leben ist hart, doch Ariva ist härter..  

19.12.06 14:38

8274 Postings, 5491 Tage pomerolja das geht einem schon an die

19.12.06 14:45

26159 Postings, 6111 Tage AbsoluterNeulingMoin, sporti

http://www.ariva.de/board/277942
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Unter 4 Millionen Arbeitslose:
Danke, Münte!  

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