Irak vor Bürgerkrieg,Desaster.

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neuester Beitrag: 08.03.06 10:26
eröffnet am: 23.02.06 20:27 von: Pantani Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 08.03.06 10:26 von: Depothalbiere. Leser gesamt: 439
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23.02.06 20:27
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33505 Postings, 5645 Tage PantaniIrak vor Bürgerkrieg,Desaster.

Schiiten protestieren im Bagdader Stadtteil Sadr-City
Schauplatz des Anschlags in Bakuba
Die einstmals Goldene Moschee von Samarra

Moschee im Irak zerstört Iran beschuldigt "Zionisten"

Hintergrund Samarra und die Goldene Moschee

Irakische Feindschaft Schiiten und Sunniten

Hintergrund Schiiten


Donnerstag, 23. Februar 2006

Schiiten nehmen Rache
Irak vor Bürgerkrieg


Der Irak steht am Rande eines Bürgerkriegs. Nach dem Anschlag auf eine der wichtigsten schiitischen Stätten in dem Golfstaat eskalierte landesweit die Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten. Bei Protesten, Angriffen, Anschlägen und gezielten Racheaktionen wurden mehr als 130 Menschen getötet.
 
Die USA, die Vereinten Nationen und die Europäische Union richteten dringende Appelle an die Iraker, Frieden und Einheit zu wahren.
 
Sunnitische Vertreter lasteten die Gewalt in einer beispiellosen Kritik dem schiitischen Oberhaupt Ali al-Sistani an. Dieser hatte am Vortag den Anschlag auf die Moschee in Samarra scharf verurteilt und zu Demonstrationen aufgerufen, die Schiiten zugleich jedoch zur Ruhe aufgerufen.
 
Die größte sunnitische Partei zog sich aus Gesprächen über eine Regierung der nationalen Einheit zurück und verweigerte sich einem Krisengespräch mit Präsident Dschalal Talabani. Die Schiiten stehen unter dem Druck der US-Alliierten, eine Koalition über alle Religions- und Volksgruppen hinweg zu bilden. Die USA versprechen sich davon ein Nachlassen der Spannungen im Land.
 
Gemetzel an einer Straßensperre
 
Allein in der Umgebung von Bagdad und Basra zählte die Polizei mehr als 130 Tote. Die meisten von ihnen waren den Angaben zufolge Sunniten. In einem Dorf südlich von Bagdad fingen Extremisten an einer Straßensperre systematisch Demonstranten ab, die an einem von Sunniten und Schiiten gemeinsam abgehaltenen Protest gegen den Anschlag in Samarra zurückkehrten. 47 Menschen wurden erschossen.
 
In Bagdad töteten Augenzeugen zufolge schiitische Extremisten eine sunnitische Frau aus Samarra mit drei Schüssen in den Kopf. Bei Ausschreitungen schiitischer Demonstranten wurden sunnitische Geistliche getötet. Fußgänger wagten sich in Bagdad nicht mehr auf die Straße. "Um ehrlich zu sein, es ist einfach zu gefährlich, um unterwegs zu sein. Überall könnte es einen Hinterhalt geben", sagte ein sunnitischer Politiker. Die irakische Regierung weitete die Ausgangssperren im Land aus und versetzte ihre Sicherheitskräfte in höchste Alarmstufe.
 
Im südirakischen Basra starben offiziellen Angaben zufolge 25 Menschen. Dabei war unklar, ob in diese Bilanz auch elf sunnitische Häftlinge aufgenommen worden waren, die in der mehrheitlich schiitischen Stadt in der Nacht aus ihrem Gefängnis verschleppt und später erschossen aufgefunden worden waren.
 
Blutbad in Bakuba
 
In der von beiden Religionsgruppen bewohnten Stadt Bakuba nahe Bagdad wurden bei einem Bombenanschlag 16 Menschen getötet und mindestens 21 verletzt. Zuvor war ein Mann erschossen worden, als Extremisten eine sunnitische Moschee in der Stadt nordöstlich von Bagdad mit einem Kugelhagel eindeckten. In Samarra wurden darüber hinaus drei Journalisten des arabischen Fernsehsenders Al-Arabija erschossen. Sie waren in die Stadt gekommen, um über den Anschlag zu berichten.
 
Abstruse Verschwörungstheorien
 
Iraks Nachbarland Iran beschuldigte Israel und die USA, Drahtzieher des Anschlags vom Mittwoch zu sein. Im Internet warf eine Dachorganisation sunnitischer Rebellen, darunter der irakischen El Kaida, den Schiiten im Land vor, den Anschlag auf die Moschee selbst begangen zu haben. Damit wolle die Gemeinschaft ihre Angriffe auf die Sunniten rechtfertigen, hieß es in der Erklärung des "Rats der Mudschaheddin". Darauf werde es "eine schockierende Reaktion" geben.
 
Bush will bei Wiederaufbau helfen
 
US-Präsident George W. Bush bekräftigte nach einer Kabinettssitzung in Washington seinen Appell an die Iraker, zu Ruhe und Ordnung zurückzukehren. Er versprach, bei der Suche nach den Tätern und beim Wiederaufbau des Schreins zu helfen. Außenministerin Condoleezza Rice sagte auf ihrer derzeitigen Nahost-Reise, ein Bürgerkrieg sei ausschließlich im Interesse von Terroristen wie dem El-Kaida-Anführer Abu Mussab al-Sarkawi.
 
Der UN-Sicherheitsrat, der seit dem US-geführten Einmarsch in den Golfstaat selten zu einer gemeinsamen Stimme in irakischen Angelegenheiten findet, äußerte sich alarmiert: "Die Mitglieder des Sicherheitsrates verstehen die Pein, die durch die Anschläge ausgelöst wurde, appellieren an das irakische Volk jedoch, den Tätern durch Zurückhaltung und Einheit zu widerstehen."
 
 

23.02.06 20:34
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33505 Postings, 5645 Tage PantaniDie Schiiten

Aschura-Prozession im Irak, 2004

Mittwoch, 22. Februar 2006

Die Schiiten
Der Imam hat das Wort


Die Schiiten stellen in der islamischen Welt eine Minderheit dar. Ihr Anteil von acht bis neun Prozent steht dem der Sunniten von rund 90 Prozent gegenüber. Im Irak stellen die Schiiten allerdings die Mehrheit der Muslime, er beträgt 54 Prozent. Nur im Nachbarland Iran können Schiiten mit 90 Prozent eine noch größere Mehrheit vorweisen.
 
Das herausragende Kennzeichen schiitischer Lehre ist der Glaube an den Imam. Er ist der oberste Führer der Gemeinde, ein von Gott auserwählter Leiter und eine Art Vertreter des Propheten. Er interpretiert die Offenbarung des Korans, vor allen Dingen dessen verborgenen Sinn, den die Gläubigen selbst nicht verstehen können. Er fungiert somit als eine Art Mittler zwischen Gott und der Gemeinde. Die Aussprüche der Imame besitzen für Schiiten dieselbe Lehrautorität wie der Koran. Die Sunniten besitzen keine solche unfehlbare Lehrinstitution.
 
Das Schisma des Islam
 
Der inner-islamische Bruch ereignete sich in der Frühgeschichte der Religion. Nachdem der Prophet Mohammed unerwartet und ohne Nachfolgeregelung 632 gestorben war, bildeten sich in der jungen muslimischen Gemeinde hierzu unterschiedliche Positionen heraus. Als "Schiiten" traten die Anhänger Alis (shi'at Ali: "Partei" des Ali), des Cousins und Schwiegersohns Mohammeds, in Erscheinung, die als Nachfolger Mohammeds einen direkten Abkömmling des Propheten forderten. Demgegenüber verlangte die sunnitische Mehrheit zwar auch einen Nachfolger aus Mohammeds Stamm, doch gleichzeitig sollte dessen Wahl durch einen Rat und seine öffentliche Huldigung vonstatten gehen.
 
Ali konnte sich nicht durchsetzen. In seiner Abwesenheit wurde noch 632 Abu Bakr zum ersten Kalifen gewählt. Zu Lebzeiten Alis folgten drei weitere Kalifen, die nach schiitischer Auffassung "unrechtmäßige" Kalifen waren, da sie nicht direkt von Mohammed abstammten. Ihre Wahl stellte somit aus schiitischer Sicht eine schwere Sünde dar.
 
Schauplatz Kerbela
 
Nach Alis Ermordung 661 versuchten die Schiiten erneut, die Macht an sich zu reißen. Ohne Erfolg, denn der Prophetenenkel Al-Hassan erklärte seinen Verzicht auf das Kalifat, und Alis zweiter Sohn Al-Hussain fiel im Jahr 680 in der berühmten Schlacht von Kerbela im heutigen Irak, womit alle direkten männlichen Nachfahren Mohammeds ausgelöscht waren.
 
Al-Hussain wurde zum Prototyp des schiitischen Märtyrers. Im Gedenken an Kerbela begehen die Schiiten am 10. Tag des Monats Muharram (Aschura) umfangreiche Trauerfeierlichkeiten mit Prozessionen und Selbstgeißelungen. Die mächtige Wiederbelebung dieser Tradition vollzog sich Ende April 2003. Nachdem die beiden Prophetenenkel Al-Hassan und Al-Hussain im Kampf um das Kalifat gescheitert waren, verlagerten die Schiiten ihre Hoffnung auf Herrschaft auf eine Endzeit, in der ein Mahdi (ein "Rechtgeleiteter") als Erlöser erscheinen und ein Friedensreich errichten wird.
 
In Rechtsfragen sind die Unterschiede zwischen Sunniten und Schiiten erstaunlich gering. Im Wortlaut des Gebetsrufs weichen sie von den Sunniten geringfügig ab. Die Schiiten kennen die Institution der Zeitehe - eine vereinfachte Form der Eheschließung von begrenzter Dauer mit Entlohnung der Ehefrau. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass nach schiitischem Recht Männer und Frauen zu gleichen Teilen erben.
 
 

23.02.06 21:12
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33505 Postings, 5645 Tage PantaniIran beschuldigt "Zionisten"

Wirre Vorwürfe, wild ausgestoßen - innenpolitisch will Mahmud Ahmadinedschad mit antiwestlicher Hetze punkten

Hintergrund Samarra und die Goldene Moschee

Irakische Feindschaft Schiiten und Sunniten

Hintergrund Schiiten


Donnerstag, 23. Februar 2006

Moschee im Irak zerstört
Iran beschuldigt "Zionisten"


Der Iran beschuldigt Israel und die USA, Drahtzieher der Zerstörung der Goldenen Moschee im irakischen Samarra zu sein. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad warnte westliche Regierungen vor dem Zorn der moslemischen Welt.
 
"Diese Schandtaten sind von einer Gruppe von Zionisten und gescheiterten Besatzern verübt worden", sagte Ahmadinedschad vor Tausenden Anhänger in einer Rede, die auch im staatlichen Fernsehen übertragen wurde. Die Menge skandierte "Tod Amerika" und "Tod Israel".
 
Ahmadinedschad warnte indirekt die USA und Israel, dass sie nicht sicher seien vor dem Zorn und der Macht der Länder, die nach dem Angriff auf die Goldene Moschee nun Gerechtigkeit walten lassen würden. Im Iran leben überwiegend schiitische Moslems.
 
Unbekannte hatten am Mittwoch die Goldene Moschee in Samarra in die Luft gesprengt und den Schrein dabei schwer beschädigt. Im Irak machen aufgebrachte Schiiten dafür Sunniten verantwortlich. Der Anschlag hat die Angst vor einem Bürgerkrieg zwischen den beiden moslemischen Religionsgruppen im Irak geschürt.
 
Bereits am Mittwoch hatte der geistliche Führer des iranischen Regimes, Ajatollah Ali Chamenei, Israel und die USA für den Anschlag verantwortlich gemacht. "Das ist ein politisches Verbrechen und seine Wurzeln können bei den Geheimdiensten der irakischen Besatzer und der Zionisten gefunden werden", hieß es in einer im iranischen Fernsehen verlesenen Erklärung des Ajatollah.
 
Die dominierenden Kräfte hätten unheilvolle Pläne, mit denen sie etwa die Unsicherheit im Land vergrößern und religiöse Konflikte auslösen wollten. "Das heutige Verbrechen in Samarra fügt den üblen Taten der irakischen Besatzer ein neues Kapitel hinzu."
 
 

23.02.06 21:17

12104 Postings, 6763 Tage bernsteinvon mir aus

können die sich allein aufressen.hilfe für mindestens 20 länder streichen dann ist
auch genug geld für tamiflu da.  

23.02.06 21:20
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33505 Postings, 5645 Tage PantaniJa Bernstein,aber das Öl ist dort.

 

Gruss Pantani.

 

23.02.06 21:24
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12104 Postings, 6763 Tage bernsteindie sollen mal ihre geheimpläne

aus den tressoren holen dann brauchen wir bald kein öl mehr.aber so lange damit noch
genug kohle gemacht wird,passiert das nicht.  

23.02.06 22:31
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4428 Postings, 6477 Tage Major TomWas kann man von einem Irren auch erwarten?

Allerdings hätte ich da ein "Geschenk" für seine Durchgeknalltheit, Herrn Präsident Madmud Ahmadinedschad:


ariva.de


Damit kann er dann steppen und "Tod Amerika" resp. "Tod Israel" skandieren, bis der Bär tanzt oder auch der Pfleger kommt:


ariva.de


Ciao!

ariva.de

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KITA ARIVA!

 

23.02.06 22:36
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33505 Postings, 5645 Tage PantaniStimmt Major,der Typ sieht

schon wie ein Irrer aus.

 

Gruss Pantani.

 

08.03.06 10:26
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25551 Postings, 7073 Tage Depothalbiererseine durchgeknalltheit sieht wie ein irrer aus.

da kann ich nix weiter zu sagen.

aber immerhin schaut er wesentlich intelligenter drein, als bspw. bush.  

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