Interview mit Angela Merkel nach TV-Duell

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neuester Beitrag: 07.09.05 15:07
eröffnet am: 07.09.05 00:20 von: Happy End Anzahl Beiträge: 6
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07.09.05 00:20
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95440 Postings, 7267 Tage Happy EndInterview mit Angela Merkel nach TV-Duell

 

INTERVIEW MIT ANGELA MERKEL NACH TV-DUELL

"Schließlich bin ich ja keine Wirtschafts- und Steuerexpertin"

SPIEGEL ONLINE konnte die Kanzlerkandidatin der Union, Frau Angela Merkel, in einem Exklusivinterview zu ihrem Auftritt im Fernsehduell befragen.

SPIEGEL ONLINE: Frau Merkel, vor dem Duell waren die Erwartungen an Sie nicht sonderlich hoch. Ist es nicht enttäuschend, wenn die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler der Kanzlerkandidatin von vornherein nichts zutraut?

Merkel: Nun ich denke, dass sich das Coaching vom ehemaligen ?heute journal?-Moderator Alexander Niemetz ausgezahlt hat. Immerhin habe ich mich auf diese Konfrontation tagelang intensiv vorbereitet. Ich bin mir sicher, dass ich die Wähler davon überzeugen konnte, dass ich mit ausreichender Vorbereitungszeit einstudierte Antworten auch ohne Versprecher wiedergeben kann.

SPIEGEL ONLINE: Aber mal ehrlich, der Kanzler wurde bereits im Vorfeld für den haushohen Favoriten gehandelt. Hat Sie das kein bisschen eingeschüchtert?

Merkel: Anfangs war ich schon ziemlich nervös, vor allem befürchtete ich, dass wieder Fragen zu brutto und netto kommen. Sie wissen doch auch, das ist eine derart komplexe Materie, da kann man schon mal was verwechseln. Und schließlich bin ich ja keine Wirtschafts- und Steuerexpertin, dafür habe ich ja Herrn Prof. Kirchhof in mein Kompetenz-Team geholt.

SPIEGEL ONLINE: Apropos Prof. Kirchhof. Ihr Mann für alles erntet seit seiner Nominierung von allen Seiten Kritik für seine Konzepte. Weshalb halten Sie an ihm fest?

Merkel: Wissen Sie, das Problem ist doch dass Deutschland in ihm nicht den Visionär erkennt. Ich halte Herrn Prof. Kirchhof für den Medien-Coup schlechthin. Immerhin haben wir damit erreicht, dass in Deutschland nicht mehr über Arbeitsplätze oder Mehrwertsteuererhöhung diskutiert wird, sondern über Themen die die Bürger wirklich interessieren: Wie kann der Staat die Topmanager und Spitzenverdiener, also die Leistungsträger unserer Gesellschaft, steuerlich entlasten.

SPIEGEL ONLINE: Dies wollen Sie über eine Streichung der Nacht- und Feiertagszuschläge finanzieren. Halten Sie das nicht für sozial ungerecht?

Merkel: Ich verstehe diesen Vorwurf nicht. Weshalb sollte der Chefarzt mehr als die Krankenschwester bezahlen? Bei der Kopfpauschale sind wir ja auch für einen einheitlichen Beitragssatz. Gleiches Recht für alle, was ist daran ungerecht?

SPIEGEL ONLINE: Nun zur Außenpolitik. Auf die Frage ob die US-Regierung Fehler bei der Bewältigung der Hurrikan-Katastrophe gemacht habe, haben Sie geantwortet, dass Sie sich um das Wohl Deutschlands kümmern. Trauen Sie sich nicht Herrn Bush, der selbst die Hilfsmaßnahmen als inakzeptabel bezeichnet hatte, zu kritisieren?

Merkel: Völliger Unsinn. Ja selbstverständlich kritisiere ich Herrn Bush...wenn es was zu kritisieren gibt.

SPIEGEL ONLINE: Frau Merkel, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

07.09.05 00:25

69017 Postings, 6235 Tage BarCodeHm

Das kenn ich doch von irgendwoher...

Gruß BarCode  

07.09.05 00:37

1091 Postings, 5574 Tage gissmo1961wer liest den spiegel noch ausser dir

keiner-- macht nix,happy danke noch
fürs mitspielen bei den unglaublichen
ariva-bundesliga-power tipper
gruss Jimmy
 

07.09.05 09:02

95440 Postings, 7267 Tage Happy EndNa eben o. T.

07.09.05 09:06

50549 Postings, 6216 Tage SAKU*gg* Happy

Du hast echt zu viel Zeit ;o)

Gut isses trotzdem...  

07.09.05 15:07

95440 Postings, 7267 Tage Happy EndSchnauze

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