Intershop:Stellungnahme zu Ermittlungsverfahren

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 03.05.01 19:20
eröffnet am: 03.05.01 19:20 von: physik Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 03.05.01 19:20 von: physik Leser gesamt: 560
davon Heute: 2
bewertet mit 0 Sternen

03.05.01 19:20

658 Postings, 7181 Tage physikIntershop:Stellungnahme zu Ermittlungsverfahren

Lest den Bericht aus der FTD (gibts hier im Board), lest die Stellungnahme von Intershop-
 und urteilt selbst
 (ich glaube, es ist nicht noetig, hier in duerren Worten (`Luegner!`, `Helden!`) seine Meinung dazuzukleben...)

 von www.intershop.de (nach Hinweis von user Steinpilz)

 Stellungnahme zu Medienberichten über Ermittlungsverfahren gegen Vorstände der
 Intershop Communications AG
 Hamburg, 3.5.01. - In einem Zeitungsartikel vom 3. Mai 2001 wurde über ein
 Ermittlungsverfahren der Hamburger Staatsanwaltschaft gegen die Vorstände der
 Intershop Communications AG wegen eines angeblichen Verstoßes gegen         88§
 Börsengesetz berichtet. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat dies auf Anfrage bestätigt.
 Hierzu stellt Intershop folgendes klar:
 1. Weder der Intershop Communications AG, noch seinen Vorständen ist der Inhalt der Strafanzeigen
 oder Einzelheiten der darin erhobenen Vorwürfe bislang bekannt. Insofern ist es dem Unternehmen
 derzeit nicht möglich, zu Vorwürfen im einzelnen Stellung zu nehmen. Grundsätzlich stellt der         88§
 Börsengesetz auf Kursmanipulation durch vorsätzliche Falschinformation ab. Der Vorstand der
 Intershop Communications AG weist alle in diese Richtung lautenden Vorwürfe mit aller Entschiedenheit
 zurück und wird sich mit allen Mitteln gegen anderslautende Behauptungen zur Wehr setzen.
 Kursmanipulationen wären weder im Interesse des Unternehmens, noch im persönlichen Interesse der
 Vorstände. Der Vorstand hat seit mehr als 12 Monaten keine Aktien der Intershop Communications AG
 veräußert. Der Vorstand sieht sich jederzeit in der Lage, durch die Offenlegung interner
 Geschäftsunterlagen Vorwürfe wegen vorsätzlicher Kursmanipulation zu widerlegen.
 2. Die Medienberichte können den Eindruck erwecken, allein die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens
 würde bedeuten, dass hinreichende Hinweise für eine Straftat vorliegen. Dieser Eindruck ist falsch.
 Keineswegs vermutet die Staatsanwaltschaft Hamburg ein strafbares Handeln der Vorstände, Stephan
 Schambach und Wilfried Beeck. Die Staatsanwaltschaft ist vielmehr dazu verpflichtet, nach dem
 Eingang von Strafanzeigen ein Ermittlungsverfahren einzuleiten.
 Auf Nachfrage bestätigt der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hamburg, Rüdiger Bagger: "Die
 Staatsanwaltschaft hat im Falle Intershop den Sachverhalt nach Eingang der Strafanzeigen zu prüfen.
 Die Staatsanwaltschaft hat vorliegend die Ermittlungen nicht von Amts wegen aufgenommen, sondern
 ist einzig infolge der Strafanzeigen tätig geworden. Dieses Vorgehen entspricht den Grundsätzen
 unseres Rechtsstaats und erfolgt in Deutschland täglich. Die Aufnahme von Ermittlungen bedeutet dabei
 selbstverständlich nicht, dass sich derjenige, gegen den das Verfahren gerichtet ist, auch strafbar
 gemacht hat. Im Gegenteil, nahezu 65% aller Ermittlungsverfahren werden wieder eingestellt."
 3. Zudem wurde berichtet, das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) stehe kurz vor
 dem Abschluss von Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Ad-hoc-Publizität gem.           §
 15 WpHG durch Intershop und habe sich "bisher gescheut", ein Bußgeld zu verhängen.
 Diese Behauptung ist falsch. Auf Nachfrage teilte das BAWe gegenüber Intershop mit, dass mit
 Bußgeldverhängung kurzfristig nicht zu rechnen sei. Nach Prüfung durch das Fachreferat werde das
 Verfahren gegebenenfalls an das Rechtsreferat überwiesen. Das BAWe hatte im Januar 2001 in einem
 Auskunftsersuchen Intershop um die Zurverfügungstellung von Informationen im Zusammenhang mit
 seiner Ad-hoc-Meldung vom 2. Januar 2001 gebeten. Diesem Ersuchen ist Intershop ausführlich
 nachgekommen. Bereits vorher hatte Intershop von sich aus sowohl den Privataktionärsverbänden als
 auch dem BAWe unaufgefordert angeboten, Einsicht in die Geschäftsunterlagen zu nehmen, um
 aufgekommene Unsicherheiten bezüglich der Informationspolitik von Intershop schnellstmöglich
 auszuräumen.

   
     

   Antwort einfügen - nach oben