Internet-Auslandskäufe im Visier des Zoll

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eröffnet am: 29.06.06 19:30 von: Jessyca Anzahl Beiträge: 1
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5208 Postings, 6943 Tage JessycaInternet-Auslandskäufe im Visier des Zoll

Die Freigrenze für Waren aus Nicht-EU-Ländern bei Internet-Geschäften liegt bei 22 Euro. Was teurer ist, muss mit einer Zollgebühr und zusätzlich 16 Prozent Mehrwertsteuer belegt werden. Ein Gefeilsche um den Wert der Ware ?wie auf dem Jahrmarkt? erlebt das Zollamt oft beim Empfänger. Zollamtsmitarbeiter Münch: ?Eine zeitintensive Arbeit.?

Etwa 15 bis 20 Stunden pro Woche recherchiert Zollamtsmitarbeiter Oliver Seiz im Internet und fahndet nach Preisen gleichartiger Artikel. Das Zehnfache des vom Empfänger angegebenen Warenwerts ist die Regel. ?Die Unehrlichkeit? gerade im Ebay-Bereich, sagt sein Chef, ?ist schon ausgeprägt?.

Oft wissen Internetkunden z.B. auch nicht, dass sie Medikamente aus dem Ausland als Privatperson per Post gar nicht einführen dürfen. Aussortierte Tablettenpackungen mit chinesischen, kyrillischen und arabischen Schriftzeichen sind im Zollamt keine Seltenheit.

?Die heimische Wirtschaft und die Verbraucher schützen?, nennt Reinhard Münch die Hauptaufgaben des modernen Zolls.

Merke: Ebay-Käufe aus dem Nicht-EU-Ausland dauern besonders lange, da deutsche Beamte dazwischen geschaltet sind und der Käufer entrichtet Zollgebühr und MWSt, was den vermeindlich günstigen Artikel erheblich verteuert.
 

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