Intel enttäuscht trotz jüngster Gewinnwarnung

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eröffnet am: 17.07.02 07:38 von: jack303 Anzahl Beiträge: 3
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6045 Postings, 7115 Tage jack303Intel enttäuscht trotz jüngster Gewinnwarnung

Technologie
Intel enttäuscht trotz jüngster Gewinnwarnung

17. Juli 2002 Mit einem Gewinn pro Aktie in Höhe von neun Cents je Aktie im zweiten Quartal des laufenden Jahres enttäuscht Intel die Erwartungen des Marktes, denn der war von einem Gewinn von elf Cents ausgegangen. Dabei hatte das Unternehmen den Markt erst Anfang Juni mit einer Gewinn- und Umsatzwarnung geschockt.

Und nicht nur das. Denn würden außerordentliche Faktoren berücksichtigt, wäre der Gewinn sogar noch schwächer ausgefallen. Gleichzeitig fällt die Marge von 53 Prozent auf 51 Prozent, was die Profitabilität beeinträchtigen dürfte.

Zweifel an der weiteren Entwicklung bleiben

Auch die Ankündigung weitere 4.000 Stelle zu streichen und Investitionsausgaben zu kürzen, macht nicht unbedingt einen überstarken Eindruck. Das lässt immerhin eine gewisse Skepsis des Unternehmens selbst über die weitere Wirtschaftsentwicklung vermuten. Intel selbst geht für das dritte Quartal von einem Umsatz zwischen 6,3 und 6,9 Milliarden Dollar aus, Analysten erwarten im Durchschnitt 6,72 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen sieht zwar im zweiten Halbjahr die Nachfrage etwas anziehen, aber die Frage ist, ob das nicht eher Zweckoptimismus ist. Denn während immer mehr Branchenanalysen mit den optimistischen Einschätzungen vom Jahresbeginn aufräumen und die Erwartungen nach unten anpassen, liefert sich Intel gleichzeitig auch noch einen Preiskampf mit dem Erzrivalen AMD.

Dazu kommt das aktuelle Umfeld mit Blick auf die Bilanzen und die Diskussion über die Ethik der Manager. Das könnte dazu führen, dass die Unternehmensgewinne in Zukunft nicht mehr so stark wachsen können, wie sie das in der Vergangenheit taten. Denn in dem Moment, in dem die Unternehmensvorstände mit ihrer Unterschrift für die Richtigkeit der Bilanzen haften müssen, werden sie es sich zweimal überlegen, wie hoch der ausgewiesene Gewinn sein wird. Auch die Verbuchung der Mitarbeiteroptionen dürfte eine Rolle spielen. Immerhin könnte allen das bei Intel dazu führen, dass der prognostizierte Gewinn pro Aktie um 25 Prozent fallen würde.

Aktie ist nicht billig

Vor diesem Hintergrund erscheint die Aktie immer noch teuer zu sein. Denn ausgehend von einem erwarteten Gewinn pro Aktie von 60 Cents für das Gesamtjahr 2002 errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 31. Das ist nicht billig. Würden die Mitarbeiteroptionen als Kosten verbucht werden, läge das KGV sogar bei 41.

Werden Unternehmen in ihrer Bilanzierungspraxis konservativer und bleibt gleichzeitig der Erholung der Gewinne aus, dürften viele Aktien trotz stark gefallener Kurse noch nicht günstig sein. Selbst Intel nicht, nachdem es mit Kursen unter 19 Dollar rund 75 Prozent seines Wertes vom Hoch im August des Jahres 2000 verloren hat. Die Aktie dürfte zwar einer der grundsoliden Werte im Technologiebereich sein. Allerdings dürfte es für Anleger das Beste sein, erst einmal einen Stimmungswandel zum Positiven abzuwarten.

 

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