Institutionelle setzen auf Bodenbildung

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eröffnet am: 17.07.02 10:31 von: Ramses II Anzahl Beiträge: 2
neuester Beitrag: 17.07.02 10:38 von: Wolkenstein Leser gesamt: 383
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17.07.02 10:31
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10635 Postings, 7335 Tage Ramses IIInstitutionelle setzen auf Bodenbildung

Institutionelle setzen auf Bodenbildung
                   
Marktteilnehmer berichten am Mittwochvormittag, dass institutionelle Anleger anscheinend auf eine Bodenbildung setzen. Vermehrt seien von dieser Seite kleinere Käufe zu erkennen. Diese Tendenz ziehe sich durch alle Branchen durch, heißt es.Insgesamt werde von einer technischen Erholung ausgegangen. Kurzfristig sei ein Fall auf das Niveau um 3.800 Punkte nicht zu erwarten. +++ Simon Steiner
                   vwd/17.7.2002/sst/tw  

17.07.02 10:38

118 Postings, 6656 Tage WolkensteinDer Markt im Fieber

Börsenkurse sind die Fieberkurven der Wirtschaft. Das Bild ist ein wenig schief, aber in einem Punkt stimmt es doch: Stark schwankende Kurse sind ein Indiz dafür, dass der Patient, also die Wirtschaft, mit einer schweren Krankheit zu kämpfen hat. In den letzten Tagen vollführen der Deutsche Aktienindex, der Dow Jones und der Dollar wieder einmal wilde Sprünge, die Kurse gehen im Laufe eines Tages unkontrolliert nach oben und unten, wobei die Tendenz insgesamt klar nach unten zeigt.

Die Krankheit hat einen Namen: die tiefe Vertrauenskrise in der amerikanischen Wirtschaft. Deshalb haben Händler, Banker und Spekulanten schon lange nicht mehr so gebannt wie am Dienstag auf jenen Mann geblickt, der während des endlosen Booms der neunziger Jahre das Vertrauen in Amerika schlechthin garantierte: Alan Greenspan. Der Präsident der US-Notenbank hatte in früheren Zeiten vor dem ?irrationalen Überschwang? gewarnt, der während der Hausse an der Wall Street in den Kursen steckte, dann verhinderte er nach den Anschlägen von 11. September eine Panik. Jetzt, bei seiner Halbjahresrede vor dem Bankenausschuss des Senats, wünschte man sich von ihm ein paar Sätze, mit denen die Unsicherheit und die Angst an den Märkten verfliegten sollten.

Diese Sätze sind am Dienstag im Senat nicht gefallen. Greenspan ließ seine Sorge über die Belastung der Wirtschaft durch Bilanzfälschungen und Insiderskandale erkennen, aber er versprach kein schnelles Ende der Krise. Außerdem konnte man aus seiner Rede herauslesen, dass die Notenbank bis auf weiteres bei ihren extrem niedrigen Zinsen bleiben wird. Das heißt: Das Marktfieber in der Welt wird anhalten.

Süddeutsche Zeitung


 

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