Info für Zeichnungsfreudige

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neuester Beitrag: 11.05.00 15:58
eröffnet am: 11.05.00 14:41 von: tonda Anzahl Beiträge: 2
neuester Beitrag: 11.05.00 15:58 von: MJJK Leser gesamt: 261
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11.05.00 14:41

76 Postings, 7593 Tage tondaInfo für Zeichnungsfreudige

Kurz vor dem Börsengang verkaufte der Frankfurter Eichborn Verlag Aktien an seine Starautoren. Wie erst jetzt bekannt wurde - zum Schleuderpreis. Der Autor Hans Magnus Enzensberger erhielt 30000 Aktien für 1,7 Euro pro Stück. Kollege Walter Moers trafs noch besser. Der Erfinder des Comics "Das kleine Arschloch" bekam gleich eine halbe Million Papiere. Preis: ein Euro. Anleger sollen nun neun bis zwölf Euro zahlen (Zeichnungsfrist: 3. bis 5.Mai). Eichborn, der "Fachverlag für Unverschämtheiten" (Eigenwerbung), wird damit seinem Anspruch gerecht. Das neue MONEY-Urteil: nicht zeichnen.

Originaltext aus FOCUS-MONEY Nr.19  

11.05.00 15:58

2311 Postings, 7662 Tage MJJKRe: Info für Zeichnungsfreudige

Ein "Kurz vor dem Börsengang" ist schon ein wenig bedenklich - auch wenn man nicht weiß, was "Kurz" heißt.

Ansonsten fällt hier nichts besonders negativ auf: Dass eine Firma ihren Chefs, Mitarbeitern, Hauptakteuren oder Fonds-Anlegern vor dem Börsengang einen Aktienanteil verkauft, tritt sehr häufig ein. Vgl. dazu die Anteilswerte bei den IPO's. Dass die Aktien billiger als bei der IPO verkauft werden, ist auch normal, weil kein reeller Aktienhandel mit Wertbestimmung stattfindet und keine IPO-Bewertung vorliegt. Folglich wird der Wert des Unternehmens und damit der einzelnen Aktie nach dem "Stuttgarter Modell" berechnet, und dessen Ergebnis liegt i.d.R. tiefer als der folgende Ausgabekurs.
 

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