Industrie mit der IFA zufrieden

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eröffnet am: 07.09.05 09:03 von: EinsamerSam. Anzahl Beiträge: 2
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07.09.05 09:03

24466 Postings, 5898 Tage EinsamerSamariterIndustrie mit der IFA zufrieden

"Auftragsmesse"

Industrie mit der IFA zufrieden

Die diesjährige Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin erweist sich für die Industrie als eine Goldgrube. Die lange mit Umsatzsorgen und wegen des Preisverfalls vor allem mit Margenproblemen kämpfende Branche wird plötzlich von einem Boom mit zweistelligen Zuwächsen überrascht. Auf der weltgrößten Branchenschau in Berlin bestellen die Händler in kaum erwartetem Ausmaß.

Die Zauberworte heißen hoch auflösendes Fernsehen HDTV und digitale Technik. Wermutstropfen für die Konsumenten: Angesichts der großen Nachfrage dürfte es bei einigen Produkten wie flachen TV-Geräten mit dem rapiden Preisverfall vorerst vorbei sein. Gefragt sind großformatige LCD- und Plasma-Fernseher, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Rainer Hecker, schon zur Halbzeit. Und der Kauf der Geräte ziehe die Bestellung anderer Digitalprodukte nach sich.

Hitachi-Manager Carsten Landshöft sagt: "Wir sind mit der IFA äußerst zufrieden. Es war eindeutig eine Auftragsmesse." Wie andere Unternehmen schließt Landshöft wegen der großen Nachfrage für LCD-Fernsehgeräte Lieferengpässe nicht aus. Dies habe dann natürlich auch Auswirkungen auf die Preise. "Erstaunlich war, dass die Händler bereits vom ersten Tag an geordert haben. Sonst waren die Einkäufer zum Auftakt immer etwas zögerlich", lautet das Fazit von Klaus Petri von Philips. Petri erwartet, dass zum Messe-Ende ein dreistelliger Millionenbetrag in den Auftragsbüchern stehen wird. Panasonic hat Sprecher Peter Weber zufolge seine gesetzten Ziele bereits nach vier von sechs IFA-Tagen erreicht. Auch der Kronacher TV-Geräte-Hersteller Loewe spricht von einem viel besseren Geschäft als bei der IFA 2003.

Die meisten Hersteller wollen mit neuen Plasma- und LCD-Flachbildschirmen die Kauflust der Kunden wecken. Toshiba und Canon arbeiten allerdings schon an einer Weiterentwicklung. Die von ihnen gemeinsam entwickelte Display-Technologie SED soll ab 2006 die Qualität heutiger Flachbild-Fernseher revolutionieren. Das Surface-conduction Electron-emitter Display soll die Vorzüge eines Plasma- oder LCD-Panels und die Stärken der Röhren-Fernseher verbinden. Die bereits totgesagte Röhre werde aber noch ein langes Leben haben, lautet die Prognose des chinesisch-französischen Herstellers TTE mit der Marke Thomson in Deutschland.

Für neue leistungsfähige Aufzeichnungsmedien sollte die IFA ursprünglich den Startschuss geben. Doch es scheint, als würden sich die Lager der Blu-ray-Disc und der HD-DVD einen ähnlichen Format-Kampf zu Lasten des Verbrauchers liefern, wie es bereits bei der Einführung der beschreibbaren DVD und einst auch der Videokassette der Fall war. Zuletzt waren die gemeinsamen Gespräche ohne erkennbare Annäherung für beendet erklärt worden, die Kluft zwischen beiden Lagern scheint derzeit unüberwindlich.

In Sachen Vernetzung der digitalen Unterhaltung zeigte unter anderem Philips auf der Messe, dass es einen großen Schritt nach vorn geht. Der niederländische Elektronikkonzern brachte seinen neuen Multimedia-Computer nach Berlin mit. Von bereits verfügbaren Multimedia-PCs traditioneller Computerhersteller will sich das Unternehmen mit seiner Entwicklung vor allem durch einfache und intuitive Bedienung unterscheiden.

Wann das Fernsehsignal HDTV in Deutschland tatsächlich auch den Massenmarkt erobern wird, ist unterdessen noch offen. Georg Kofler, Chef des Abosenders Premiere, forderte auf der IFA ein "Digitalisierungsgesetz" mit einem konkreten Zeitpunkt für die Abschaltung des analogen Signals. Anders sieht das der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Vorsitzende der Rundfunkkommission, Kurt Beck (SPD). Die Zielsetzung, bis zum Jahr 2010 die Digitalisierung abgeschlossen zu haben, sei völlig ausreichend.

Panasonic-Europachef Joachim Reinhart hatte die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF für ihre Zurückhaltung beim HDTV scharf kritisiert. Die Hardware-Hersteller sehen in der zögerlichen Haltung eine massive Bremse für die technische Entwicklung. Auf der IFA war zu hören, dass Unternehmen und Verbände als Protest zunächst planten, für einen Tag an den Messeständen lediglich ein schwarz-weißes Signal auszustrahlen. Mit dem Hinweis auf ihre Versorgungsverpflichtung wies ZDF-Sprecher Alexander Stock die Kritik allerdings zurück. Noch gebe es einfach zu wenige Zuschauer, die dieses Signal empfangen könnten.

Quelle: dpa

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07.09.05 15:02

24466 Postings, 5898 Tage EinsamerSamariterIFA füllt die Auftragsbücher

Für über 2,5 Milliarden Euro geordert

IFA füllt die Auftragsbücher

Wirtschaftlich war die diesjährige Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin offenbar ein großer Erfolg. Die 1200 Aussteller aus 40 Ländern sprachen durchweg von guten Geschäften.

HB BERLIN. ?Die Ordertätigkeit liegt über den hochgesteckten Erwartungen?, sagte Rainer Hecker, Aufsichtsratschef der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), am Mittwoch zum Abschluss der weltgrößten Branchenschau.

In den Hallen unter dem Funkturm wurden an sechs Tagen Kaufverträge mit einem Volumen von deutlich mehr als 2,5 Mrd. ? geschlossen. ?Die meisten großen Aussteller berichten über einen zweistelligen Anstieg des Ordervolumens?, heißt es im vorläufigen IFA-Abschlussbericht.

Eine starke Nachfrage des Handels habe es für großformatige flache LCD- und Plasma-TV-Geräte gegeben. Gut geordert wurden laut Messe Berlin auch Navigations- und HiFi-Geräte sowie DVD-Recorder, MP3-Komponenten und digitale Fotografie. Aussteller berichteten, ihre IFA-Ziele seien schon nach wenigen Tagen erreicht worden und der Handel habe vom ersten Tag an geordert. Andere müssen Ware für den deutschen Markt bei den Mutterkonzernen nachordern. Wegen der großen Nachfrage seien vor allem im TV-Bereich Lieferengpässe nicht auszuschließen.

Die Branche habe mit der IFA einen enormen Wachstumsschub für das kommende Geschäftsjahr und für die Fußballweltmeisterschaft Mitte 2006 bekommen, erklärte Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Fachverbandes Consumer Electronics im ZVEI. Kamp hatte vor IFA-Beginn zweistellige Zuwachsraten für die deutsche Branche und einen gesamten Jahresumsatz von erstmals über 20 Mrd. ? prognostiziert.

Nach Angaben von Messegeschäftsführer Christian Göke ist die Zahl der internationalen Fachbesucher um 56 % gestiegen. Zur IFA kamen über 250 000 Besucher, knapp zehn Prozent weniger als 2003. Es habe eine deutliche Verschiebung des Privatbesucheranteils zu Gunsten der internationalen Fachbesucher gegeben, heißt es. Die nächste IFA ist für 2007 geplant.

Quelle: HANDELSBLATT, Mittwoch, 07. September 2005, 14:45 Uhr


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