Immer weniger Aktionäre stimmen in Deutschland ab

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neuester Beitrag: 08.09.05 08:28
eröffnet am: 08.09.05 08:20 von: quantas Anzahl Beiträge: 2
neuester Beitrag: 08.09.05 08:28 von: geldschneide. Leser gesamt: 142
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08.09.05 08:20

15324 Postings, 5712 Tage quantasImmer weniger Aktionäre stimmen in Deutschland ab


Präsenz von noch 46 Prozent

cei. Frankfurt, 7. September

Die Hauptversammlungen deutscher Firmen sind von Jahr zu Jahr schlechter besucht. 2005 waren im Schnitt 46% des stimmberechtigten Kapitals an den Treffen der 30 grössten deutschen Firmen repräsentiert, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), eine Lobbyorganisation der Kleinaktionäre, mitteilt. 1998 waren es bei den DAX-Unternehmen noch 61% gewesen. Das geringere Interesse hat vor allem mit Änderungen im Aktionariat zu tun. Innerhalb weniger Jahre haben deutsche Banken und Versicherungen ihre Industrie- und Überkreuzbeteiligungen stark abgebaut, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Bei den Käufern der Dividendentitel handelte es sich oft um ausländische Investoren oder Kleinanleger. Beide Gruppen nehmen ihr Stimmrecht nur selten wahr. Wegen der geringen Präsenz machten in Deutschland bereits Vorschläge die Runde, Aktionäre mit einer Sonderdividende zu belohnen, wenn sie an der Hauptversammlung teilnehmen.

Dies würde indessen zu einer Zweiklassengesellschaft unter den Aktionären führen. Zudem folgen deutsche Firmen trotz sinkender Präsenz an den Aktionärstreffen vermehrt den Grundsätzen einer «verantwortungsvollen Unternehmensführung» (Corporate Governance), auf die besonders angelsächsische Anleger pochen. Mehr als die Hälfte des Streubesitzes dürfte bei DAX- Firmen mittlerweile in ausländischen Händen liegen. Von «Aktionärsschützern» werden oft die Vorkommnisse bei der Deutschen Börse herangezogen, um Massnahmen zu fordern, welche die Beteiligung an Hauptversammlungen erhöhen. Dort hatten sich opponierende Aktionäre gegen den Kauf der Londoner Börse gestellt und den Rücktritt des Managements erzwungen. Die angriffigen Hedge-Funds konnten dabei allerdings auch auf das stillschweigende Einverständnis manch längerfristig orientierter Fonds zählen. Zudem erreichte die Präsenz an der Aktionärsversammlung der Deutschen Börse mit 60% des Kapitals einen Spitzenwert unter den DAX-Werten - von «Zufallsmehrheiten» kann somit nicht die Rede sein. Im Vorjahr waren nur 32% des Kapitals vertreten gewesen. Es ist ein wenig wie mit Volksabstimmungen: Wenn es um die Wurst geht, steigt offenbar auch bei Aktionären die Motivation, ihre Stimme abzugeben.

 

Moderation
Zeitpunkt: 08.09.05 12:59
Aktion: Forumswechsel
Kommentar: Börsenboard

 

 

08.09.05 08:28

6685 Postings, 6460 Tage geldschneiderWoran das wohl liegen mag??

In Amerika sind es noch viel weniger.

Feedback machte seine Hauptversammlung am 22. Dezember. Um ein Delisting anzukündigen.
Absichtlich, weil wer hatte schon vor dem Jahresende noch Zeit sich die Einladung anzusehen, geschweige denn zu der Hauptversammlung zu erscheinen, außer ein paar einsame Rentner.

Das genaue Datum des Delisting wurde da allerdings nicht genannt. Nun warteten die Aktionäre auf die Ankündigung des Delistings, die nicht kam. Im April wurden dann alle Aktien von denAktonären ausgebucht mit 0!

Schöne Enteignung. Bis heute hat keiner etwas von seinem Geld mehr etwas gesehen, man mußte sogar noch was drauflegen. Um das Anrecht die alten Anteile nicht zu verlieren.
Wenn die Aktien wieder neu notiert werden.  Bis heute Fehlanzeige.

 

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