Ich will Börsenbuddhist werden!

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 20.01.10 08:17
eröffnet am: 19.01.10 20:23 von: Tony Ford Anzahl Beiträge: 10
neuester Beitrag: 20.01.10 08:17 von: Tony Ford Leser gesamt: 390
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

19.01.10 20:23
1

24571 Postings, 6864 Tage Tony FordIch will Börsenbuddhist werden!

Herzlich Willkommen im Gruppenthread der ?Börsenbuddhisten?!

Die Börse ist in den letzten Jahren als ?lukrativer Kapitalparkplatz der oberen Schicht!? verkommen und entfacht der vielen Spekulationen stellt man den Sinn der Börsen mittlerweile in Frage, denn Ziel der Börse kann es nicht sein Geld derartig stark zu vermehren, dass es sogar den Wert wertschöpfender Arbeit deutlich übersteigt.

Die Börsen dieser Welt sind mittlerweile zum Wirtschaftsfaktor geworden und sichern ein hohes Wachstum. Der Nachteil ist jedoch die Schnelllebigkeit und Substanzlosigkeit von Kapitalereträgen, was letztendlich zur Finanzkrise und den schwerwiegenden Folgen sowie Kosten geführt hat. Wäre der Anteil der wertschöfpenden von Substanz geprägten Arbeit deutlich höher, so würden wir nun nicht in einer solchen Krise stecken.

Doch wäre es nun falsch die Börse sowie Kapitalerträge zu verteufeln oder auch jegliche Spekulationen zu verbieten.

An dieser Stelle möchte ich nun die Lehren des Buddhismus ins Spiel bringen, die mir dabei helfen sollen, mich von der Gier zu befreien und an einem Teil meiner Erfolge andere Menschen teilhaben zu lassen und verantwortungsvoll mit den Gewinnen umzugehen, die letztendlich die Verluste und Leid der Anderen sind.

Wer sich wie ich auf die Lehre des Buddhismus einlassen und sein Verhalten stets kritisch hinterfragen will, der darf sich hier gerne zu Wort melden und darf sich bei Bedarf auch gerne der von mir seit Heute gegründeten Gruppe anschließen.

Wichtig ist jedoch, dass man sich über den Buddhismus ausführlich informiert (Wikipedia bietet sich hierbei an) und einem die Begriffe
?Vier Edle Wahrheiten?
?Edler Achtfacher Pfad?
?Karma?
?Nirwana?
?Die Tugenden der Fünf Silas?
bekannt sind.

Im Gegensatz zu vielen anderen Religionen zeigt der Buddhismus weniger einen richtigen Lebensweg und feste Bräuche auf, sondern ist vielmehr eine Ansammlung von menschlichen Weisheiten um seinen ganz persönlichen eigenen Weg möglichst ohne Leid bestreiten zu können.
Dabei zeigt Buddhismus bewusst den ?Mittleren Weg? zwischen Askese und Hedonismus auf, d.h. zwischen der Zurückhaltung & Genügsamkeit und Versuchung & Genuss. Sozusagen ist es für Jedermann geeignet und sperrt auch keine Religionen bzw. steht im Konflikt damit.  

19.01.10 20:45
3

24628 Postings, 4671 Tage zockerlillyschön und gut....

spende doch einfach einen teil der gewinne an diejenigen, die es brauchen und fertig ist die laube. mach kein gerede drum und freu dich darüber, anderen von deinem glück etwas abgegeben zu haben, die vorher ausgebeutet wurden.


tschüssi und schönen abend noch.  

19.01.10 21:05
1

24571 Postings, 6864 Tage Tony Fordhmm...

So nach dem Motto, ich beute die Menschen um mich herum aus und spende dann einen Teil davon, um etwas Gutes getan zu haben.
Dies ist mir persönlich zu wenig und da würde ich es mir an dieser Stelle zu einfach machen.

Dazu gehört eben auch, sein Handeln ständig auf den Prüfstand zu stellen und nach dem "Edlen Achtfachen Pfad" zu leben.
Dazu gehört auch, Weisheit anzustreben und ständig dazuzulernen und dies nicht nur in Fachwissen, sondern auch den Menschenkenntnissen.
Dazu gehört, dass man regelmäßig etwas dafür tut, um seinen Geist von den ständigen Lasten zu befreien, z.B. indem man Meditation und innere Einkehr übt und sich von den ständigen belastenden Gedankenfluss befreit, so dass sich der Geist entspannen kann und man leistungsfähiger und ausgeglichender wird.
Dazu gehört auch, seinen Körper und Emotionen besser zu verstehen können, um Emotionen "lenkbar" zu machen.

Es ist also mit einer Beichte und einer Spende allein nicht getan, dazu gehört eben ein Hinterfragen seiner Lebensgewohnheiten um sich vom täglichen Leid des Lebens befreien und ein wirklich glückliches Leben führen zu können.
Dies klingt als würde man täglich Leid ertragen müssen, doch wenn man sich die Ärgernisse im Alltag anschaut, so verdrängen wir dieses Leid ziemlich gut. Stress gehört heutzutage zum Alltag dazu, glauben wir, doch in Wahrheit ist es Leid, welches wir Tag für Tag erfahren, aber nicht erfahren müssten, wenn wir uns mit uns selbst viel tiefer auseinandersetzen würden.

Und in diese Richtung möchte ich gehen.  

19.01.10 21:08
3

24628 Postings, 4671 Tage zockerlillydann schalt am besten ariva ab.

wer seine innnere mitte finden will, sollte durch nichts gestört werden.  

19.01.10 21:18
2

19233 Postings, 4824 Tage angelamgoogle mal nach buddhistischer

ökonomie. es gibt schon menschen, die sich da gedanken gemacht haben. ich kann mir nicht vorstellen, dass du hier mit deinen gedanken richtig bist.  

19.01.10 21:39
1

15652 Postings, 5774 Tage cumanaKann den beiden Damen nur Recht geben

Hier bist Du garantiert Falsch.Ne Empfehlung ist das Buch ür Dich
Füren,Gestalten,Bewegen, von Laurens van den Muyzenberg. Wurde in
Zusammenarbeit mit dem Dalai Lama veröffentlicht.
Om Mani Padme Hum.
Cumana  

19.01.10 21:48
1

3240 Postings, 4493 Tage MountainbikerAlso, ich mach nix schlimmes.

Ich kaufe ab und zu Aktien von jemanden, der sie verkaufen möchte.
Und umgekehrt.
Dann geht das Spiel wieder von vorne los.
Warum soll ich mich deswegen mit einer Religion beschäftigen??

19.01.10 21:49
1

59073 Postings, 7023 Tage zombi17Oh Gott

Das ist doch das Dingen wo jede Buddelei unterbrochen wird um Käfer und Regenwürmer umzusiedeln.
Könnte ja meine Mutter oder die liebe Schwägerin sein.

Schade das Jesus gerade keine Zeit für Haiti hat: Paar Fische und Brote und alles wäre nur halb so wild. Die Verwundeten würde mit Handauflegen gesunden und die Toten würden durch dem magischen Blick wieder das Leben erlangen.


Willkommen im 21ten Jahrhundert.  

19.01.10 21:51
1

15652 Postings, 5774 Tage cumanaGiebts koi Sterne für bissigen Humor?

20.01.10 08:17
1

24571 Postings, 6864 Tage Tony FordNicht richtig?

Dass ich hier nicht richtig sein soll, zeigt mir, dass sich niemand mit dem wichtigen Thema auseinandersetzen will.
Es geht mir nicht darum jemanden zum Buddhismus zu bekehren, sondern lediglich die Lehren des Buddhismus als Vorlage zu nehmen, um sein emotionales Verhalten Börsenalltag auf den Prüfstand zu stellen.

Auch ich war noch vor wenigen Tagen der Meinung, dass ich Religionen nicht brauche, doch als ich mich über den Buddhismus und auch Hinduismus belesen habe, so sehe ich den Buddhismus weniger als eine Religion, sondern vielmehr als einen wirklich kluge  Lebensphilosophie, die die Lebensgewohnheiten auf den Prüfstand stellen kann.

Es geht mir in dieser Gruppe und Thread einfach darum, sich die kritischen Fragen zu stellen und ein wenig über die Börse, Wirtschaft, Gesellschaft zu diskutieren.

Und wenn man sein Handeln mal hinterfragt, so wird man feststellen, dass wir fast alle Entscheidungen emotional treffen und unsere Entscheidungen nur selten hinterfragen.

Beispiele:
Warum wählt man für ein bisschen mehr Lohn den schlechteren Arbeitsplatz? Weil wir unser Leben weitestgehend nur nach "Mehr" ausrichten und die Gier unser Leben bestimmt.

Warum neigt man häufig dazu an der Börse die Chancen zu suchen und die Risiken dabei zu "übersehen"? Weil man gierig ist und die Aussicht auf große Gewinne zu verlockend ist.

Warum hält man Abgeltungssteuer und Vermögenssteuer für ungerecht?
Weil man gierig ist und sein Vermögen als sein Besitztum sieht, von dem man nichts teilen will. Dabei verweist man auf andere Reiche Leute und schon wieder hat man damit emotional reagiert bzw. gehandelt.

Entscheidungen und Antworten sind sehr oft von Emotionen und Hass & Gier geprägt, denn allein die Aussage "Wir wollen die Steuern erhöhen!" löst einen sofortigen Reflex aus und die Angst vor dem Verlust veranlasst die Menschen dazu solche Dinge sofort abzulehnen, statt die Sache erstmal zu hinterfragen.
Niemand will etwas von seinem Kuchen abgeben, doch verlangt, dass andere etwas von ihrem Kuchen abgeben.

Solange man von diesem Besitzdenken nicht wegkommt und sein Glück neben der Familie in einem dicken Auto, einem netten Haus und einem netten Kontostand sieht, wird man auch kein menschenfreundlicheres intelligenteres System schaffen.
Da braucht sich niemand darüber beschweren, dass wir Dumpinglöhne, Ausbeutereien, Macht und Ungerechtigkeiten unser Leben prägen und erschweren.

Ich sage nur...
Abgeltungssteuer ist richtig
Vermögenssteuer wäre sehr richtig
Bankensteuer richtig

Gewinne die man erwirtschaftet, sollten auch der Gesellschaft zugute kommen. Wären alle Menschen dazu bereit, so müssten wir heute keine 86mrd? neue Schulden aufnehmen oder hätten einen solch großen Schuldenberg.
Der Wohlstand würde auf breiteren Schultern verteilt und das Wirtschaftswachstum wäre größer und die Steuerlast aller wäre dann auch wieder geringer.
Stattdessen aber krallt jeder sein Vermögen fest und zieht sich dabei die langfristige Grundlage unter den Füßen selbst weg.  

   Antwort einfügen - nach oben