Ich mag die net!

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eröffnet am: 23.02.06 14:31 von: EinsamerSam. Anzahl Beiträge: 1
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23.02.06 14:31

24466 Postings, 5840 Tage EinsamerSamariterIch mag die net!

Rarities 1971-2003

Rolling Stones

Früher stritten sich die Beatles mit den Stones-Fans, welche von beiden wohl die bessere Band sei. Heute kabbeln sich die Anhänger der Rolling Stones untereinander, welche Schaffensperiode, um es mal in klassischen Dimensionen auszudrücken, man denn der anderen, besser: den anderen, vorziehen sollte. Bei Lichte betrachtet führt das ins Leere, denn die Band ist unteilbar, weil ihre Mitglieder unteilbar sind. Erstaunlich ist wohl ein zu profanes Wort, um auszudrücken, wie wandelbar die Musik einer der Gruppen sein kann, die von Anfang an dabei waren.

Auf der vorliegenden CD sind Songs vereint, die eben dies widerspiegeln. Handverlesen von den Herren selbst. Kein "Best of " - vielmehr Schlaglichter aus unterschiedlichen Zeiten, und so angenehm jenseits des Kommerz. Da mag man sogar die "dance version" des Missgriffs "Miss You" nicht missen, um mal mit dem weniger Erfreulichen anzufangen. Aber damit beginnt die Scheibe ja zum Glück nicht, sondern mit dem "Fancy Man Blues", ein wundervoller "rockin? blues", als Flipside von "Mixed Emotions" bislang nur auf Single zu haben. Die A-Seite ist auch vertreten, in einer Maxiversion mit ein paar netten Overdubs dazu. Auch "Anyway You Look At It" war B-Seite, von "Saint Of Me" einer nicht so überzeugenden Nummer von "Bridges Of Babylon", das 1997 erschienen war. Aber wer die "kleine" Scheibe nicht kannte, dem ist bisher eines der schönsten Liebeslieder der Stones entgangen.

Die Geschichte von den fallenden Würfeln gibt es als halbakustische und reichlich gejammte Livefassung. Ob?s damals in 1972 so ein Hit geworden wäre? Mehr als fraglich. Aber verdammt echt ist "Tumbling Dice" auf der CD allemal. Highlights der Platte sind Live-Aufnahmen von "I Just Wanna Make Love To You" und "Mannish Boy?, beide aus der goldenen Feder von Muddy Waters, in den Londoner Frühzeiten einer der großen "inspirateurs" der Band. Sicher, "Wild Horses" gab?s auch schon auf der "Stripped"-LP von 1995, aber immer wieder gut, daran erinnert zu werden, dass die Stones sogar fähig sind, Country zu spielen. So gut immerhin, dass es die Byrds-Nachfolger von den Flying Burrito Brothers in den siebziger Jahren zu einer Coverversion inspirierte.

Die Stones sind in der Lage, trotz manch peinlicher Entgleisung, immer wieder zu ihren Wurzeln hinab-und zu wahrer Größe aufzusteigen. Das ist es wohl, was sie von den meisten anderen unterscheidet. So gesehen trägt die Combo den Titel "Größte Rock ?n? Roll-Band der Welt" nicht ganz zu Unrecht.

Quelle: n-tv.de

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