Ich gehe nächsten Sonntag wählen

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neuester Beitrag: 13.09.05 19:02
eröffnet am: 11.09.05 22:26 von: Cashmasterx. Anzahl Beiträge: 7
neuester Beitrag: 13.09.05 19:02 von: joker67 Leser gesamt: 455
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11.09.05 22:26

10957 Postings, 6597 Tage CashmasterxxIch gehe nächsten Sonntag wählen

Ich gehe nächsten Sonntag wählen

Ja, natürlich! 85.37% 
Nein, keinen Bock! 14.63% 

11.09.05 22:28
5

45483 Postings, 6357 Tage joker67Gar nicht wählen ist ja wohl die schlechteste

aller Lösungen.  

11.09.05 22:29

10957 Postings, 6597 Tage Cashmasterxxmeine meinung,gibts aber.

 

 

 

 

Alles wird gut! SPD/Die Grünen

 

12.09.05 01:36

140 Postings, 6792 Tage biodataich habe noch nie gewählt,

und bleibe dabei
denn,
alle parteien belügen und betrügen doch nur...  

12.09.05 10:48

10957 Postings, 6597 Tage Cashmasterxxup

 

 

 

 

Alles wird gut! SPD/Die Grünen

 

12.09.05 14:28

10957 Postings, 6597 Tage Cashmasterxxbiodata

wie alt bist denn, wenn ich fragen darf?

 

 

 

 

Alles wird gut! SPD/Die Grünen

 

13.09.05 19:02
2

45483 Postings, 6357 Tage joker67Warum Menschen nicht wählen gehen

Berlin (rpo). Die letzten Umfragen machen deutlich: Am 18. September könnte es im Bundestag zu einem Patt kommen. Die drittstärkste Kraft in Deutschland scheint dies kalt zu lassen: Vorraussichtlich jeder fünfte Wahlberechtigte wird auch am Sonntag zu Hause bleiben. Wahlforscher und Parteistrategen zerbrechen sich seit Jahrzehnten über Ursachen und Auswege die Köpfe.
Für die Wahlkämpfer stellt diese Gruppe eine Herausforderung, aber auch eine große Chance dar. Das hat zuletzt die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gezeigt, bei der die enorme Mobilisierung von 583.000 ehemaligen Nichtwählern für die CDU der Schlüssel zum Erfolg war.
Die Gründe für die Wahlenthaltung sind so unterschiedlich wie die Milieus, aus denen die Nichtwähler stammen. Oft wird eine niedrige Wahlbeteiligung als Ausdruck von Politikverdrossenheit gewertet, als Ausdruck einer Vertrauenskrise, gar als "elektorale Fahnenflucht". Untersuchungen zeigen jedoch, dass sich die Motive nicht darauf reduzieren lassen. Der Politologe Thomas Kleinhenz etwa geht davon aus, dass die definitiv Parteiverdrossenen sogar nur etwa ein Drittel der Wahlverweigerer ausmachen.

Viele haben andere Gründe, wie Studien belegen. Da gibt es zum einen die "technischen Nichtwähler", die zum Beispiel wegen eines Umzugs nicht erreichbar sind. Sie machen etwa drei bis vier Prozent der Wahlberechtigten aus. Weitere zwei Prozent bleiben erfahrungsgemäß wegen plötzlicher Erkrankung oder anderen Unwägbarkeiten zu Hause. Nur vier bis fünf Prozent gelten als so genannte Dauer-Nichtwähler, die die Wahl grundsätzlich verweigern, entweder aus religiösen Gründen wie die Zeugen Jehovas oder aus ideologischen, weil sie die parlamentarische Demokratie als Ganzes ablehnen.

Randständig, saturiert oder enttäuscht

Die größte Gruppe bilden die "konjunkturellen Nichtwähler", die von Wahl zu Wahl zwischen Beteiligung und Abstinenz wechseln. Sie interessieren die Experten am meisten, weil sie als mobilisierbar gelten und die parteipolitischen Kräfteverhältnisse deutlich beeinflussen können. Besonders groß ist ihr Anteil im Osten, wo Wahlnorm und Parteibindungen schwächer ausgeprägt sind als im Westen, wie die Parteienforscher Jürgen Falter und Harald Schoen in einer Studie zur Bundestagswahl 2002 darlegen.

Die Vermutung, dass Nichtwähler zum Großteil in sozial schwachen Schichten oder gesellschaftlichen Randgruppen zu finden sind, gilt inzwischen als widerlegt. Auch wenn die Wahlbeteiligung mit wachsender Bildung steigt - Politologe Kleinhenz kommt in seiner Studie aus den 90er Jahren zu dem Ergebnis, dass die meisten Nichtwähler sowohl sozial als auch politisch "Bürger der Mitte" sind.

Dass Enttäuschung und Wut eine große Triebfeder sind, lässt sich inzwischen auch im Internet nachlesen. Unter der Webadresse ich-gehe-nicht-hin.de, einem User-Blog des Internetportals politik-digital.de, finden Nichtwähler ein Forum, um ihr Verhalten zu begründen. Die meisten machen dort ihrem Zorn über die politische Klasse Luft. Ein Teilnehmer bringt die vorherrschende Stimmung auf den Punkt: "Mein Eindruck seit 'zig Jahren ist: Vor der Wahl bin ich der mündige Bürger, nach der Wahl wird alles zum Stammtischgeschwätz."

 

greetz joker;-)

 

 

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