IBM erscheint günstig, muss sich aber beweisen

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eröffnet am: 18.07.02 07:57 von: jack303 Anzahl Beiträge: 5
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18.07.02 07:57

6045 Postings, 7116 Tage jack303IBM erscheint günstig, muss sich aber beweisen

Technologie
IBM erscheint günstig, muss sich aber beweisen

18. Juli 2002 Mit Kursgewinnen von etwas mehr als zwei Prozent auf 72 Dollar im nachbörslichen Handel reagierten die Aktien des Computerriesen IBM zunächst auf die Umsatz- und Ertragszahlen des zweiten Quartals. Im regulären Handel hatten die Papiere schon 2,43 Prozent auf 70,69 Dollar zulegen können.

Der Markt schien damit einen Gewinn von 84 Cents je Aktie vor Sonderposten positiv zu honorieren. Analysten hatten 83 Cents erwartet. Allerdings erinnern alleine diese Zahlen fatal an die Unsitte der 90er-Jahre, die Analystenschätzungen gerade so zu übertreffen. Die war in Zeiten des Aktienbooms eingerissen, in dem Unternehmen krampfhaft darum bemüht waren, die exorbitant hohen Erwartungen der Analysten auf keinen Fall zu enttäuschen. Das dürfte zu einer gewissen Kreativität in der Bilanzierung geführt haben.

Absoluter Ertrags- und Umsatzrückgang

Dazu könnten - zumindest in Ansätzen - selbst Unternehmen des besten Standings verleitet worden sein. Absolut betrachtet ist der operative Gewinn im Vergleich mit dem Vorjahr von 1,17 Dollar je Aktie auf gerade noch 25 Cents ja Aktie gefallen. Der Umsatz ging um sieben Prozent auf 19,7 Milliarden Dollar zurück und zwar über alle Produktsegmente. Das ist allerdings doch etwas besser, als befürchtet.

Das Management erwartet vom zweiten Halbjahr eine deutliche Verbesserung beim Verkauf von Chips und einen leichten Umsatzanstieg im Servicebereich. Das zurückliegende zweite Quartal sei dagegen eines der schwierigsten der vergangenen zehn Jahre gewesen, sagte Unternehmenschef Samuel Palmasino. Er reagierte darauf mit dem Abbau von Arbeitsplätzen und dem Verkauf von Unternehmensbereichen mit geringer Rentabilität. Beispielsweise der unrentablen Festplattensparte.

Günstige Bewertung mit Fragezeichen

Palmasino geht davon aus, im Gesamtjahr einen Gewinn von vier Dollar je Aktie erzielen zu können. Wie das Quartalsergebnis entspricht auch das exakt den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Damit stellt sich unterschwellig die Frage, ob das Unternehmen nicht mehr die Chance oder gar den Willen hatte, auf die jüngsten Entwicklungen in der Diskussion über die Bilanzierung zu reagieren. Es stellen sich dabei die Fragen, welchen Zweck die Aktienrückkäufe - immerhin wurden dafür im zweiten Quartal allein 1,8 Milliarden Dollar aufgewendet - verfolgen und wie es aussieht, mit der Verbuchung der Mitarbeiteroptionen auf der Kostenseite.

Denn selbst wenn man den Optimismus des Unternehmens über den Verlauf des zweiten Halbjahres teilt, würde allein durch die Berücksichtigung der Optionen das Kurs-Gewinn-Verhältnis von attraktiven 18 auf über 21 steigen. Allerdings läge selbst das mit Blick auf die jüngere Vergangenheit noch auf einem angemessenen Niveau, wenn die Wirtschaft tatsächlich wieder in die Gänge kommt. Fragezeichen könnten sich sowohl im Chip- als auch im Servicesektor stellen. Denn wenn generell die IT-Ausgaben nicht steigen - wo sollen die Aufträge für IBM herkommen?

Charttechnisch betrachtet befindet sich die Aktie in einem ?Niemandsland?. Seit Anfang des Jahres hat das Papier einen steilen Abwärtstrend etabliert. Sollte der nach oben durchbrochen werden und sich gleichzeitig die Stimmung an den Börsen verbessern, dürfte die Aktie Potenzial nach oben haben. Und damit gilt es, sowohl die Konjunkturentwicklung, als auch die Stimmung und das Kursverhalten der Aktie genau zu beobachten, um rechtzeitig reagieren zu können.

quelle. faz.net

 

18.07.02 07:58

6045 Postings, 7116 Tage jack303..

18.07.02 08:09

20520 Postings, 7166 Tage Stox DudeIBM und Intel stiegen trotz der relativ schwachen

18.07.02 08:32

1940 Postings, 6843 Tage JudasLest mal den Bericht bei Onvista ,7.12 Uhr zu IBM o.T.

18.07.02 08:34

6045 Postings, 7116 Tage jack303@judas, den hier ?

18.07.2002 07:12

WDHLG-FOKUS1-IBM-Quartalsgewinn bricht ein - Gedämpfter Ausblick

Armonk, 18. Jul (Reuters) - Der weltgrößte Computerkonzern IBM  hat im zweiten Quartal im Zuge der Nachfrageschwäche in der Branche einen kräftigen Gewinneinbruch verzeichnet. Das US-Unternehmen führte dies zudem auf milliardenschwere Sonderbelastungen durch Personalabbau, Umstrukturierung und den bereits angekündigten Verkauf der verlustreichen Festplatten-Sparte zurück. Der Gewinn im abgelaufenen Quartal habe 56 Millionen Dollar oder 0,03 Dollar je Aktie betragen nach 2,04 Milliarden Dollar Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte der in Armonk im US-Bundesstaat New York ansässige Konzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Analysten bezeichneten die Ergebniszahlen als insgesamt positiv. IBM-Aktien reagierten nachbörslich zunächst mit deutlichen Kursgewinnen auf die Quartalsbilanz, gaben diese nach einem abgeschwächten Umsatzausblick für das viel beachtete Dienstleistungsgeschäft aber größtenteils wieder ab. Der Computerkonzern, der eine breite Produktpalette von Mikrochips über Großrechner bis zu Software-Angeboten abdeckt, gilt als Indikator für die Entwicklung in der gesamten Technologiebranche. MILLIARDENSCHWERE SONDERAUFWENDUNGEN Den Gewinn vor Sonderposten im abgelaufenen Quartal gab IBM mit 0,84 Dollar je Aktie an. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Mittel mit 0,83 Dollar gerechnet. Der Quartalsumsatz fiel IBM-Angaben zufolge auf 19,65 Milliarden Dollar von 20,83 Milliarden Dollar vor Jahresfrist. Die Sonderaufwendungen bezifferte der Konzern auf 1,4 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr prognostizierte Finanzchef John Joyce nach dem Verkauf der Festplatten-Sparte einen Gewinn je Aktie von rund vier Dollar. Damit nannte er ein Gewinnziel unterhalb der bisherigen Prognosen von Analysten. Diese hatten nämlich zwar auch vier Dollar vorausgesagt, dabei aber die - das Konzernergebnis belastende - defizitäre Festplatten-Sparte noch berücksichtigt. IBM-Chef Sam Palmisano, der Anfang März Louis Gerstner an der Konzernspitze abgelöst hatte, erklärte: "Mit Blick in die Zukunft sind wir weiter zuversichtlich, dass IBM weiter Marktanteile in den wachstumsstarken Bereichen unseres Geschäfts halten oder dazugewinnen kann." ANALYSTEN: IBM HAT SICH GUT GEHALTEN Branchenexperten werteten die Quartalsergebnisse als positiv gemessen am schwierigen Umfeld. Trotz der Probleme der gesamten Technologie-Branche habe sich IBM gut gehalten, sagte Fondsmanager Sunil Reddy von Fifth Third Bank. In dem von Analysten besonders beachteten Dienstleistungsgeschäft setzte der wegen seiner Unternehmensfarbe "Big Blue" genannte Konzern im vergangenen Quartal mit 8,7 Milliarden Dollar rund ein Prozent weniger um als vor einem Jahr. "Insgesamt sieht das recht gut aus", sagte Analyst Tom Bittman von Gartner Inc. "Viele der Dienstleistungsverträge hätten in diesem Quartal einfach beendet werden können, aber offensichtlich laufen sie weiter." Finanzchef Joyce schwächte allerdings die Umsatzerwartungen für das Dienstleistungsgeschäft ab. Demzufolge erwartet der Konzern in dieser Sparte nur noch ein moderates Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr, nachdem er bislang ein prozentual zweistelliges Plus im vierten Quartal in Aussicht gestellt hatte. Im nachbörslichen Instinet-Handel legten IBM-Titel zunächst auf 73 Dollar zu, notierten später aber mit 70,75 Dollar nur noch knapp über ihrem Schlusskurs an der Wall Street von 70,69 Dollar. lex/mer

Quelle: REUTERS
 

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