Hurraaa. Deutsche Manager erholen sich langsam

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neuester Beitrag: 04.02.08 11:31
eröffnet am: 04.02.08 10:35 von: Dieindermitte Anzahl Beiträge: 10
neuester Beitrag: 04.02.08 11:31 von: ahri.de Leser gesamt: 300
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

04.02.08 10:35
1

1552 Postings, 4693 Tage DieindermitteHurraaa. Deutsche Manager erholen sich langsam

Ich bin ja sooo erleichtert. Ich machte mir schon Sorgen um unsere verarmten deutschen Manager, die sowieso schon so in Ketten gehalten werden und für ihr Geahlat manchaml sogar mal eine Unterschrift leisten oder gar arbeiten müssen

 

aber dann kam diese Meldung, die mich beruhigt:

Manager kaufen Aktien im großen Stil

Deutschlands Manager im Aktien-Kaufrausch: Top-Führungskräfte haben die Börsenabstürze der vergangenen Wochen einer Zeitung zufolge genutzt, um sich in großem Stil mit Aktien einzudecken. Damit handeln sie gegen den Rat von Strategen.

 

Frankfurt am Main - Deutsche Manager lassen sich nicht schockieren von den Kursabstürzen am deutschen Aktienmarkt - im Gegenteil: Sie kaufen für Millionen Papiere der eigenen Unternehmen. Neben Vorständen von Commerzbank , RWE , E.on , und Hypo Real Estate haben zuletzt sieben Siemens -Vorstände Aktien des Mischkonzerns für über 5,5 Millionen Euro erworben, wie das "Handelsblatt" berichtet. Allein Konzernchef Peter Löscher steckte über vier Millionen Euro in Papiere seines Konzerns.

 ....................................weiter siehe Link  http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,532882,00.html

 

 

04.02.08 10:42

1552 Postings, 4693 Tage DieindermitteVerstümmelung des Tages

Sollte oben eigentlich "Gehalt" heißen  

04.02.08 10:49

1241 Postings, 5516 Tage Jablwas hast du denn gegen hochbezahlte Manager?

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des Waldes Dunkel zieht mich an
doch muss zu meinem Wort ich stehn
und Meilen gehn
bevor ich schlafen kann

04.02.08 10:53

1552 Postings, 4693 Tage DieindermitteIm Prinzip nichts generelles, wenn sie ihr Geld

wirklich wert sind.

Aber was rechtfertigt manchmal ein Gehalt von Euro 20 Mio p.a. ?  

04.02.08 10:55
2

16755 Postings, 7003 Tage ThomastradamusSoll das ein Neid-Thread werden?

Möchtest Du mit jemandem tauschen, der quasi rund um die Uhr 7 Tage die Woche in seinen Job eingebunden ist, entsprechend kein Privatleben hat, Frau und Kinder oft weder beim Frühstück noch nach Feier"abend" zu Gesicht bekommt? Und dann kommst Du mit Deinem "gar arbeiten müssen"...*kopfschüttel*

Andere erlauben sich, freitags um 12:00 den Stift nieder zu legen und bei drohender Mehrarbeit von einer Wochenstunde in den Streik zu treten.

Jeder wie er mag - und wenn er gewählt hat, soll er sich nicht beschweren!


Gruß,
T.
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04.02.08 11:00

1552 Postings, 4693 Tage DieindermitteThomastradamus. Das soll kein Neidthread

werden, auch wenn meine überspitzte Formulierung das vielleicht annehmen ließ.

Mir kamen bei dem Thread nur 2 Punkte, die mir da nicht schmecken:

Wenn ich an NOKIA denke, sehe ich, wie weit Management und soziale Verantwortung sich auseinander entwickeln.

Außerdem klafft die Schere zwischen arm und reiucher auch immer weiter.

Von Interessenskonflikten garnicht erst zu sprechen  

04.02.08 11:07
1

1241 Postings, 5516 Tage JablDieindermitte

die Frage ob sie ihr Geld wert sind oder nicht stellt sich gar nicht. Wenn ich für mein Unternehmen einen Geschäftsführer einstelle und der Meinung bin, das er für diesen Job 20 Mio im Jahr bekommen soll, dann ist das ganz allein meine Entscheidung. Es ist ja schließlich auch mein Geld. dass er bekommt. Außerdem zahlt es dadurch sehr viel Lohnsteuer und stärkt damit den solidarischen Gedanken. Du weißt ja bestimmt, dass über 50% des Steueraufkommens von 10% der Steuerzahler erbracht werden. Davon partizipieren vor allem die unteren Einkommensschichten. Das ist sehr sozial.
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des Waldes Dunkel zieht mich an
doch muss zu meinem Wort ich stehn
und Meilen gehn
bevor ich schlafen kann

04.02.08 11:11
2

16755 Postings, 7003 Tage ThomastradamusDu vergisst, dass sich die soziale

Verantwortung nicht allein auf Deutschland bezieht. Ein Firmenchef hat in erster Linie seine soziale Verantwortung der gesamten Belegschaft gegenüber...unabhängig von deren Standorten. Da kannst Du genauso Topmodels, Sportgrößen und Schauspielstars an den Pranger stellen - die haben eine viel geringere Verantwortung (nämlich nur sich selbst gegenüber), und verdienen noch viel mehr.

Ob nun ein CEO 20 Mio. oder 1 Mio. verdient, würde daran nicht die Bohne ändern - auch nicht das Klaffen der Schere.

Hier sehe ich eher die Politik in der Pflicht, die Voraussetzungen für die soziale Verantwortung zu schaffen. Dass dies nicht einfach ist, versteht sich von selbst. Aber dies an Gehältern ein paar weniger Leute fest zu machen, halte ich für wenig zielführend.

Gruß,
T.
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04.02.08 11:29
2

445 Postings, 5548 Tage ahri.deOb es Zivis nach

ein Manager sein Geld wert ist, entscheiden schlicht die Eigentümer (Aktionäre) - nicht die Allgemeinheit - das geht sonst niemanden was an. Problematisch ist es, wenn kleinanleger nicht von ihrem Recht gebrauch machen könne, weil Mehrheitsaktionäre Politik betreiben- aber: große Beteiligungen sind Meldepflichtig, wo irrationale Politik betrieben wird, kaufe ich halt einfach keine Anteile. Davon abgesehen, wenn ich nicht auf die HV gehe, habe ich halt mein Recht verwirkt. Dax Unternehmen müssen per Definition eine große Anteilsstreuung aufweisen, und wenn niemand von seinen Rechten gebrauch macht, dann darf sich keiner beschweren.

Ganz anders ist das aber bei Staatsunternehmen, bei WestLB, Bahn, und co hat die Allgemeinheit sehr wohl was zu sagen, denn man ist ja schließlich mittelbarer  Besitzer.

Außerdem ist das doch wunderbar, dass soviel an Steuern dann bezahlt werden - aus meiner Sicht ist natürlich niemand 20 mio wert, ich wüsste nicht was jemand für 20 mio kann, was jemand anderes für eine mio nicht könnte.


Bezüglich den Subventionen: Die Allgemeinheit ist selber schuld, wenn man Subventionen bezahlt, und damit Strukturwanderl verhindert und unwirtschaftliche Bedingungen wirtschaftlich machen will. Ist zwar schön, wenn Nokia hier auch Gewinn gemacht hat, wenn wo anders aber mehr Gewinn gemacht wird, ist klar das man dahingeht. Allenfalls hat das Management von nokia einen Schaden durch den imageverlust gemacht, und das falsch kalkuliert.


Schuld an dem ganzen ist aber unser Sozialstaat, der meint, sich mit Subventionen gegen wirtschaftliche Vernunft stellen zu können. Desweiteren sollte man den Rumänen mal eins vor den latz knallen, und die Finanzierung der EU sowie die Fördergelder überdenken - denn wenn damit Marktverzerrungen zu Lasten der Nettozahler geschehen, ist das nicht okay. Wenn Nokia nach Rumänien geht, weil die Löhne niedriger sind, und damit Kosten gespart werden, dann ist das rational und okay - wenn das aber durch Marktverzerende Subventionen und Vergünstigungen passiert, welche Rumänien nur wegen den Zahlunge anderer EU Staaten sich leisten kann, dann st das mehr als fragwürdig.

Aber: Die Unternehmen spielen mit den vom Staat vorgegebenen Spielregeln - die Spielregeln macht die Politik - und diese haben hier auch die Verantwortung zu tragen. Dort wo die Spielregeln aber nicht eingehalten wurden (ggf. Subventionsbetrug) sind rechtliche Konsequenzen natürlich absolut gerechtfertigt, und man sollte sich mit Rückzahlungen und Strafen nicht zurückhalten.

Nokia kann sicherlich auch nicht viel über CSR lernen.

mfg  

04.02.08 11:31
1

445 Postings, 5548 Tage ahri.deähh das mit den Zivis ist falsch.....

da sollte nur ein Ob rein, aber diese "Autovervollständigung" hat mir einen Streich gespielt.
lg  

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