Hunderte Nigerianer sterben in Flammeninferno

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SPIEGEL ONLINE - 26. Dezember 2006, 12:57
URL: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,456577,00.html

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Hunderte Nigerianer sterben in Flammeninferno

Bei der Explosion einer Treibstoffleitung in der nigerianischen Metropole Lagos sind nach Augenzeugenangaben mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. Der Unglücksort ist mit verkohlten Leichnamen übersät.

Lagos - "Wir haben bis jetzt etwa 200 Tote, die bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind. Ihre Zahl wird aber noch steigen", sagte Ige Oladimeji vom nigerianischen Roten Kreuz in Lagos. Die Feuerwehr versuche, das gewaltige Feuer unter Kontrolle zu bringen. Nach Berichten von Augenzeugen hatten zwei Diebesbanden nacheinander dieselbe Leitung angebohrt, um illegal Treibstoff abzuzapfen. Eine erste Gruppe hatte bereits 150.000 Liter in mehrere Tanks gefüllt.

AFP

Unglücksort: Hunderte kamen in den Flammen ums Leben

Anschließend seien Hunderte Menschen gekommen, um sich Treibstoff abzuzapfen. Über dem dicht besiedelten Stadtviertel Adule Egba sind auch Stunden nach der Explosion noch dichte Rauchwolken zu sehen.

An der Unfallszene spielten sich grauenvolle Szenen ab. "Es ist schrecklich, überall liegen verbrannte Leichen, Tausende von Menschen sind hier, viele suchen nach ihren Verwandten und weinen laut", berichtete Oladimeji.

Vertreter der Regierung seien mittlerweile eingetroffen. Es herrsche großes Chaos. Die staatliche Gesellschaft Nigeria National Petroleum Corporation hat den Betrieb der Leitung eingestellt.

In Nigeria ist es bereits öfter zu ähnlichen Unglücken gekommen. Im Mai starben bis zu 200 Menschen bei der Explosion einer Pipeline, als Öl-Diebe in Lagos versuchten, den Rohstoff abzuzapfen. Immer wieder versuchen Arme und Arbeitslose, durch Plünderungen von Treibstoff- und Rohölleitungen den Lebensunterhalt ihrer Familien zu sichern.

dab/Reuters

 

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