Hunde sollen in Dresden zum DNA-Test

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 01.04.05 12:47
eröffnet am: 01.04.05 12:47 von: Happy End Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 01.04.05 12:47 von: Happy End Leser gesamt: 259
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

01.04.05 12:47

95440 Postings, 7157 Tage Happy EndHunde sollen in Dresden zum DNA-Test

12 000 Hunde bald zum DNA-Test?

Dresden. Weil seit der Wende über stinkende Tretminen der Vierbeiner nur geredet, aber nicht gehandelt wird, fordern Dresdner Lokalpolitiker jetzt die Einrichtung einer Gen-Daten-Bank für Hunde und die Einführung von DNA-Tests. Mittels Abstrich am Hundehaufen könne so der Hundehalter ermittelt und mit Bußgeld belegt werden, sagte der CDU-Politiker Karl Jobig.

Jobigs Vorschlag fand im Ortsbeirat Dresden-Altstadt, der nur eine beratende Funktion für die Stadt hat, eine große Mehrheit. Die Stadt bekomme das Häufchenproblem nicht in den Griff - trotz Tütenzwang und Geldbußen von bis zu tausend Euro. "Man muss den Hund mitsamt Halter auf frischer Tat ertappen. Das ist schwierig - bei immer weniger Personal in der Stadt", sagt Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU).

Ortsamtsleiter Roland Putzger sieht in der Hunde-DNA-Datenbank die Lösung. Sie diene in erster Linie der Abschreckung. Für 20 Euro müsse der Halter bei einem Tierarzt von seinem Hund eine Probe abgeben. Ein Labor in Bayern würde das für diesen Preis machen und die Datenbank pflegen, so Putzger, der den Namen des Labors jetzt noch nicht nennen will.

Es fehle die gesetzliche Grundlage, den Halter dazu zu verpflichten, einen DNA-Test für seinen Hund durchzuführen, macht Sittel als größtes Problem aus. Gleichwohl werde die Verwaltung die Idee des Ortsbeirates prüfen, ergänzt Stadtsprecher Kai Schulz. Betroffen sind laut Sittel weit mehr als 12.000 registrierte Hunde in der Landeshauptstadt.

Der Preis von 20 Euro sei bei einer Massen-Analyse durchaus realistisch, erklärt Bernd-Andreas Schwarz vom Fachbereich Veterinärmedizin der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) in Leipzig. Doch wer zahlt, wenn sich bei der Kot-Analyse kein Halter ermitteln lässt? Laut Ordnungsbürgermeister Sittel gibt es mehrere tausend Streuner in Dresden.

© Leipziger Volkszeitung vom Dienstag, 29. März 2005
 

   Antwort einfügen - nach oben