Hoyzer Dienstag bei Kerner im ZDF

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 06.02.05 22:00
eröffnet am: 06.02.05 11:48 von: Immobilienha. Anzahl Beiträge: 7
neuester Beitrag: 06.02.05 22:00 von: AbsoluterNe. Leser gesamt: 375
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

06.02.05 11:48
1

12850 Postings, 6710 Tage ImmobilienhaiHoyzer Dienstag bei Kerner im ZDF

das kann echt nicht war sein. Der einzige der bisher des Lügens und betrügens überführt wurde, die ganze Fussballlandschaft in Verruf gebracht hat und jetzt kriegt der auch noch ne Plattform um noch mehr eventuell unschuldige in Verruf zu bringen?

Wie Hoeness schon sagte, warum sitzt der nicht in U-Haft.  

06.02.05 11:53

10092 Postings, 5923 Tage NoRiskNoFunWürd mich mal interessieren, wieviel Gage der vom

ZDF für den Auftritt bekommt...  

06.02.05 11:56

12850 Postings, 6710 Tage Immobilienhaikommt drauf an ob am ende das ergebnis stimmt o. T.

06.02.05 12:26

8970 Postings, 6086 Tage bammieIst die Gier Schuld am Wettskandal?

Zuwenig Geld für Schiris


von Matthias Sommer

Stefan Szymanski ist einer der profiliertesten Sportökonomen. Er schrieb das Buch "Winners and Losers: The Business Strategy of Football" und untersuchte auch die Folgen korrupten Verhaltens einzelner Akteure auf die Sportindustrie. Szymanski diskutiert im folgenden Beitrag Gründe und Auswirkungen des Wettskandals.


Spielmanipulationen sind leicht auszumachen. In der Rückschau liegt nichts näher als im 4:2-Pokalssieg des SV Paderborn gegen den HSV ein manipuliertes Spiel zu erkennen: Zwei Elfmeter für den Regionalligisten wurden verhängt, ein Spieler des HSV vom Platz gestellt.

Ein Spiel zu manipulieren macht nur dann wirklich Sinn, wenn dies zu einem außergewöhnlichen Spielergebnis führt. Wettbetrüger machen Gewinne, indem sie große Summen auf ein nicht zu erwartendes Ergebnis setzen - denn nur so lassen sich hohe Profite erzielen. Folglich muß jedes überraschende Spielergebnis im Sport unsere Aufmerksamkeit erregen, während die überwiegende Mehrheit der Ergebnisse, die eben nicht zu einem Überraschungserfolg führen, aus wettmanipulatorischer Sicht uninteressant sind.

Diese Struktur liegt allen großen Spielmanipulationsskandalen zugrunde. Der vielleicht bekannteste ist der "Black Sox"-Skandal, in dem die heiß gehandelten Favoriten auf den Titel in der amerikanischen Baseball-Liga 1919 viel Geld dafür erhielten, daß entscheidende Spiel zu verlieren.

Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Angst und Gier. Gemeint ist zum einen die Angst des Manipulierenden durch Aufdeckung des Betrugs seine Lebensgrundlage zu verlieren und zum anderen die Gier nach dem Wettgewinn. Die Höhe eines Wettgewinns hängt natürlich von der Summe der Wetteinsätze ab - und Sportwetten haben immer große Summen angezogen; einige moderne Sportarten wie die Pferderennen verdanken ihnen überhaupt erst ihre Existenz. Um also einen potentiellen Spielbetrüger abzuschrecken, ist entweder eine hohe Aufklärungsrate erforderlich oder aber entsprechend hohes Gehalt.

Heute ist ein Wettbetrüger, der im großen Stil operiert, besser beraten, den schlecht bezahlten Schiedsrichter zu schmieren als einen hochbezahlten Kicker. Die Fußballstars hätten schließlich viel mehr zu verlieren. Bisher scheinen vom derzeitigen Betrugsskandal vor allem Spiele mit Beteiligung von Teams niedriger Spielklassen betroffen zu sein. Auch deren Spieler werden schlecht bezahlt. Es wäre am Ende also eher überraschend, wenn sich herausstellen sollte, daß in die Manipulationen auch Spieler der Ersten Bundesliga verwickelt sind.

Ganz im Gegensatz zu einer aktuellen Äußerung des Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der Betrugsskandal ließe sich "auf Geldgier und hemmungslosen Kapitalismus" zurückführen, ließe sich daher argumentieren, daß das eigentliche Problem die große Kluft zwischen den Gehältern der Top-Spieler und denen der Halbprofis in den anderen Spielklassen ist. Sollten Spielmanipulationen auch in den Top-Ligen bekannt werden, würden diese sofort mit der Furcht vor Punktabzug oder Lizenzentzug und dem damit verbundenen Verlust von TV- und Sponsorengeldern assoziiert.

Es gibt ein einfaches Mittel gegen den Spielbetrug: Der Schiedsrichter muß besser bezahlt werden. Zur Zeit verdient ein Schiri etwa 3000 Euro pro Partie; da nimmt sich ein Schmiergeld von 50 000 Euro recht verlockend aus. Wenn man dem Mann aber das Zehnfache seines derzeitigen Salärs zahlte, wäre das Schmiergeld gleich weniger interessant.
Ein Wettverbot jedenfalls funktioniert nicht. Am besten hält man sich über mögliche Spielmanipulationen durch enge Kontakte zu den Buchmachern auf dem laufenden. Mittlerweile ist bekannt, daß das Management bei Oddset über die Vorgänge im Bilde war und die Verantwortlichen sogar informiert hat; nur die reagierten nicht. Spielmanipulationen im Sport hat es in der Vergangenheit immer dort gegeben, wo das Wetten verboten war. Und das nicht zuletzt, weil es keinen legalen Buchmacher gab, der den Wettbetrug hätte aufdecken können.

Stefan Szymanski ist Professor für Ökonomie am Imperial College in London

 

06.02.05 14:17

12850 Postings, 6710 Tage Immobilienhairealitätsverlust?

ich glaube in dieser republik gibt es locker 5-6 mio menschen die für 3000 euro pro spiel sofort ihren job kündigen würden und jedes wochenende bundesliga pfeiffen würden, und zwar ohne sich irgendwie beeinflussen zu lassen weil das zu wenig geld ist. 10k pro monat zzgl. fahrspesen, davon träumen viele nur.  

06.02.05 14:29

1533 Postings, 6172 Tage Hadschi Halef Oma.3000 Euro pro Spiel??!!Wo kann man sich bewerben?

Also ich find das jetzt nicht so schlimm das Hoyzer einen Auftriit bei JBK hat...ich werde es mir wohl anschauen, könnte interessant werden.

Denn ich kann es mir echt nicht vorstellen, dass er der einzige ist der im deutschen Fußball manipuliert....sehr sehr unwahrscheinlich...

und was Hoeneß Forderun nach U-Haft betrifft...typisch bayerischer Populismus

Gruß

Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawud al Gossarah  

06.02.05 22:00

26159 Postings, 5923 Tage AbsoluterNeulingHoyzers Märchenwelt


 Hoyzers Märchenwelt

Zweifel an seinen Aussagen vor der Berliner Staatsanwaltschaft

Von UWE BÖDEKER und WOLFGANG HEISE


Berlin ? Schnelle Autos, heiße Mädels und viel Geld. Das war die Traumwelt des jungen Betrugs-Schiris Robert Hoyzer (25).

Aus dem Traum ist längst ein Albtraum beim Geständnis vor der Staatsanwaltschaft geworden. Doch nach den ersten Aussagen stellt sich immer mehr die Frage: Wie glaubwürdig ist Robert Hoyzer wirklich?

?Fakt ist, er hat schon einmal gelogen. Ob er jetzt einfach nur andere mit reinziehen will, wird sich zeigen?, ist Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel wenig überzeugt von Hoyzers Aussagen, dass auch Kollege Jürgen Jansen in den Wett-Skandal verwickelt sein soll.

Irgendwann im Sommer 2004 muss Hoyzer den Verlockungen des süßen Lebens erlegen sein. Es klappte doch auch alles: Aufstieg zum Zweitliga-Schiedsrichter und in seinem Kiez in Charlottenburg, im Café King genoss er das Gefühl ?Heute ein König!? ? jeden Tag, jeden Abend, jede durchsoffene Nacht. Die Gebrüder Ante, Milan und Philip S. waren längst seine Freunde geworden.

Die schwache Hoyzer-Seele wurde bearbeitet. Er sah die schnellen Autos, Mercedes, Porsche, die seine falschen Freunde  fuhren.

Laut Nachrichtenmagazin Spiegel gab es eine Spritztour in den Main-Taunus-Kreis, in den FKK-Club Oase. Er wollte am süßen Leben lecken und merkte lange nicht, dass er bei den Wettbetrügereien nur die kleine Maus ist, die mit Speck geködert wurde.

Seine schöne, neue Traumwelt brach vor zwei Wochen zusammen. Flüchtet er jetzt noch immer vor der Wahrheit, hat er alles beim Geständnis ausgepackt? Oder hat er Märchen erzählt?

Was ist, wenn die Wettbrüder ihm nur vorgetäuscht haben, dass sie Kontakt zu Bundesliga-Schiri Jürgen Jansen haben, um ihn zum nächsten Betrug zu ermutigen? ?Er belastet Jansen mit ganz schwachen Aussagen?, sagt Strigel.

Die nächste Frage stellt sich: Hoyzer bekam 67.000 Euro und einen Plasma-Fernseher. Die Wettbrüder kassierten aber rund 2,5 Millionen Euro durch vier Spiele. Waren es wirklich nur vier? In Zockerkreisen wird das bezweifelt.

Jetzt müssen die Ermittler feststellen, welche Aussagen von Hoyzer stimmen und welche seiner Märchenwelt entsprungen sind. Keine leichte Aufgabe.

Bayern-Manager Uli Hoeneß ist entsetzt: ?Es wundert mich, dass ein Mann wie Hoyzer noch frei rumläuft und Kollegen anschwärzen kann.?


Da muss ich dem Hoeness ausnahmsweise einmal Recht geben.

Absoluter Neuling

 

   Antwort einfügen - nach oben