Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 16.01.10 21:14
eröffnet am: 15.01.10 21:54 von: DasMünz Anzahl Beiträge: 11
neuester Beitrag: 16.01.10 21:14 von: kiiwii Leser gesamt: 1089
davon Heute: 1
bewertet mit 3 Sternen

15.01.10 21:54
3

1605 Postings, 4902 Tage DasMünzHochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)

Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)

Zur verlustarmen und umweltfreundlichen Übertragung elektrischer Energie über weite Strecken hat sich weltweit die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) bewährt. HGÜ ist zudem die einzige Möglichkeit, technisch inkompatible Stromnetze miteinander zu verbinden.

Ein Prestigeprojekt von Siemens ist die 1.400 Kilometer lange HGÜ-Verbindung zwischen der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas und der im Süden des Landes liegenden Provinz Guangdong. Mit einer Übertragungsleistung von 5.000 Megawatt und einer Übertragungsspannung von 800 Kilovolt ist es eine der beiden derzeit im Bau befindlichen Verbindungen mit der höchsten Übertragungsspannung dieser Art. Mithilfe dieser HGÜ-Übertragung lassen sich pro Jahr über 30 Megatonnen CO2-Emission vermeiden. In Indien verbessert die 780 Kilometer lange HGÜ-Fernverbindung Ballia-Bhiwadi die Energieeffizienz im Vergleich zur konventionellen Drehstromübertragung so sehr, dass pro Jahr 250.000 Tonnen CO2 eingespart werden können.

Die HGÜ-Technik wird auch von europäischen Netzbetreibern immer stärker eingesetzt. So wird bereits Energie per Seekabel über den großen Belt zwischen den dänischen Inseln Fünen und Seeland sowie zwischen den Niederlanden und Großbritannien ausgetauscht. Jüngstes Projekt ist die Verbindung zwischen dem spanischen Festland und den Balearen. Von Mai 2011 an wird ein 250 Kilometer langes 250-Kilovolt-HGÜ-Seekabel mit einer Leistung von 400 Megawatt die Ferieninsel besonders umweltfreundlich und verlustarm mit Strom aus dem Festland versorgen.  
Angehängte Grafik:
hgu_458_neu2.jpg
hgu_458_neu2.jpg

15.01.10 22:44

17422 Postings, 4358 Tage Terrorschweinwie wird denn die Hochspannung gleichgerichtet?

sehr spannend das alles
-----------
<><><><><><><><><><><><><><><><><><><><>
Spirit of Terri - the smell of freedom
<><><><><><><><><><><><><><><><><><><><>

15.01.10 23:21

25551 Postings, 6857 Tage Depothalbierermit hochspannungagleichrichtern.

wie sonst ??
-----------
gott, vergib uns unsere schuld, unsere gläubiger weigern sich!

jetzt erst recht!! CO2 und spaß dabei !!

"politiker sind nicht an weisungen gebunden, wohl aber an überweisungen"

15.01.10 23:33

818 Postings, 3913 Tage DunsanyTheoretisch müsste das auch mit

einem Feld aus hochverdichteter Dunkelheit gehen.
-----------
Jetzt auch wissenschaftlich erwiesen:
Stress muss nicht krank machen

15.01.10 23:42
1

8008 Postings, 6191 Tage Rigomax#2Thyristoren, früher auch Quecksilberdampf-

gleichrichter.
Die HGÜ ist zwar eine effiziente Übertragungsmethode, hat aber auch ihre Nebenprobleme:

1. Bei sonst gleichen Werten ist der Kupferbedarf höher als bei einer Drehstromübertragung (bei der man "eigentlich" keinen Rückleiter braucht).

2. Um das auszugleichen, muß die HGÜ-Strecke mit entsprechend höherer Spannung laufen. Kann sie aber eben auch. Nur erfordert das halt entsprechende Isolationsmaßnahmen mit den damit verbundenen Kosten.

3. Am Anfang und am Ende einer HGÜ-Strecke stehen Stromrichterstationen, die wegen der hohen Spannungen sehr aufwendig sind. Transformatoren, wie bei Drehstromübertragungen, kann man natürlich nicht verwenden.

4. Eine HGÜ-Strecke ist deshalb von Haus aus eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Das ist eine drehstrombasierte Hochspannungsstrecke zwar auch. Aber die kann man mit Trafos an beiden Enden in ein Netz integrieren. Der Aufwand, eine HGÜ-Strecke zum Teil eines Verbundnetzes zu machen, ist aber wegen (u.a.) der Stromrichter erheblich höher als bei einer drehstrombasierten Hochspannungsstrecke. Dazu kommt ein höherer regelungstechnische Aufwand, der die HGÜ-Strecke auch noch etwas anfälliger gegen Störungen macht. Andererseits entfallt ein Teil der in einem Drehstromnetz unvermeidbaren Schwingungsprobleme, weil die Blindwiderstände der Leitungen keine wesentliche Rolle mehr spielen. Das Problem der Netzstabilität bei Laststößen hingegen bleibt.

Bei "dicken" Leitungen über große Entfernungen lohnt sich HGÜ sehr. Aber man sollte die beschriebenen Probleme auch kennen. Denn ich wage die Voraussage, daß demnächst einige von der Technik unbeleckte Politiker ankommen und sagen, man solle doch, bitte sehr, das deutsche Verbundnetz mal eben auf HGÜ umstellen, um so und so viele Tonnen CO2 zu sparen.  

15.01.10 23:55

3023 Postings, 5810 Tage Mathoumit dem Kommentar liegst Du nicht verkehrt

Stichwort Metrorapid oder wie zerstört man ein Technologiepotential.

btw: meinst Du das ist der passende Zeitpunkt so hochlastiges einzustellen, is ja kein Dipl. Forum hier (ähm Dipl. BWLers: um euch gehts grad nich)  

16.01.10 00:11
2

8008 Postings, 6191 Tage RigomaxHeute habe ich meinen schlauen Tag *g*.

16.01.10 00:25

3023 Postings, 5810 Tage MathouFehlt noch ne Auflisting von Kabelhersteller-AGs

dann mach ma *g  

16.01.10 00:27

129861 Postings, 5942 Tage kiiwiiFelten geht selten...

-----------
Virtus est medium vitiorum et utrimque reductum.

16.01.10 20:59

8008 Postings, 6191 Tage Rigomax.. aber ziemlich oft von Hand zu Hand ..

http://de.wikipedia.org/wiki/Felten_&_Guilleaume#1969_bis_heute

ein Jammer, auch was die alte Hackethal angeht (später "Kabelmetall").  

16.01.10 21:14

129861 Postings, 5942 Tage kiiwiiso isses

-----------
Virtus est medium vitiorum et utrimque reductum.

   Antwort einfügen - nach oben