Hintergründe IAA

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 13.09.05 07:02
eröffnet am: 12.09.05 07:31 von: moya Anzahl Beiträge: 5
neuester Beitrag: 13.09.05 07:02 von: moya Leser gesamt: 292
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

12.09.05 07:31
1

936205 Postings, 6149 Tage moyaHintergründe IAA

IAA/HINTERGRUND: Kostenprobleme und neue Konkurrenz - Autoschau der Hoffnung
 
FRANKFURT (dpa-AFX) - Für manchen Autohersteller geht es vielleicht sogar ums Überleben - andere wollen an alte Erfolge anknüpfen oder einen Trend einholen, den sie verschlafen haben. So oder so, die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) 2005 in Frankfurt ist für die Autobranche weltweit eine Messe der Hoffnungen. Die Branche leidet weiter unter Überkapazitäten und Kostenproblemen, erlebt einen knallharten Wettbewerb und hat sich zudem auf wichtigen Märkten in eine beinahe ruinöse Rabattschlacht manövriert. Insbesondere Volumenhersteller wie VW und die General-Motors-Tochter Opel sehen sich bedrängt. Von oben stoßen Premiumhersteller wie BMW in das Segment, von unten machen Koreaner und Japaner ihnen das Leben schwer. Die Koreaner mit Hyundai und Kia haben seit Jahresbeginn in Deutschland um traumhafte 35 Prozent zugelegt. Jetzt kommt mit den Chinesen, die erstmals auf der IAA ausstellen, ein neuer Billigwettbewerber hinzu.
DEUTSCHE AUTOINDUSTRIE SIEHT NEUE KONKURRENZ NICHT ALS AKUTE GEFAHR
Die deutsche Autoindustrie sieht die neue Konkurrenz von Marken wie Geely, Brilliance und Landwind allerdings nicht als akute Gefahr. "Die Chinesen werden nicht von heute auf morgen einen merklichen Anteil am deutschen Markt haben", sagt der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk. "Noch fehlt es an der Bekanntheit und Präsenz der Marken." Autoanalyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler ist sich aber sicher, dass die Chinesen ernst genommen werden müssen, "sie werden langfristig einen Marktanteil von fünf Prozent in zehn Jahren erreichen".
Nach Ansicht des Automobilexperten Ferdinand Dudenhöffer werden die Chinesen von Anfang an mit hohen Qualitätsstandards an den Start gehen - und bringen einen massiven Preisdruck. "Wer jetzt nicht seine Kostenstrukturen in Ordnung bringt, wird es schwer haben", sagt der Direktor des Center of Automotive Research der FH Gelsenkirchen.
KOSTENSENKUNG LAUTET OHNEHIN DAS GEBOT DER STUNDE
Kostensenkung lautet ohnehin das Gebot der Stunde. Opel hat mit seinem radikalen Sanierungsprogramm und dem Abbau von 9500 Stellen im zweiten Quartal operativ erstmals seit Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben. VW plant weitere Sparprogramme in Milliarden-Höhe - auch der designierte DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche steht unter Druck, weitere Sparerfolge zu erzielen. Die Korruptionsaffäre bei VW sowie Qualitätsprobleme und Rückrufaktionen haben das Image der Marken beschädigt.
Mit rund 80 Premieren wollen die Hersteller dem erwarteten Millionenpublikum ein neues Auto schmackhaft machen. Echte Hingucker werden aus deutscher Sicht sicher die neue S-Klasse von Mercedes- Benz, der Porsche Cayman, der erste Audi-Geländewagen Q7, die Kombis vom VW- Passat und vom 3er BMW oder die neuen Cabrios von Volkswagen und Opel sein.
FEINSTAUB-DEBATTE UND TREIBSTOFFEINSPARUNG
Die neuen Modelle sollen auch einen Ausweg aus der Rabattfalle bieten, in der die Anbieter - wie in den USA - inzwischen fast alle mehr oder minder tief stecken. Nach Expertenmeinung haben die Preisnachlässe inzwischen Höchststände von durchschnittlich bis 15 Prozent auf den Listenpreis erreicht - das wären fast 3.000 Euro pro Wagen, zu Lasten der Erträge. "Wegen der Belebung des Automarktes werden die Preisnachlässe in den nächsten Monaten sinken", ist Gottschalk überzeugt. "Das geht aber nicht per Knopfdruck."
Unter Druck sind die deutschen Hersteller auch in der Feinstaub- Debatte geraten, weil sie nicht schnell genug Rußpartikelfilter liefern können. Im Juli gingen die Zulassungen bei Wagen mit Dieselmotor in Deutschland um 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück - die Kunden sind wegen der Debatte um Fahrverbote verunsichert. Angesichts der Rekordpreise an den Tankstellen dürfte das Thema Treibstoffeinsparung und alternative Antriebe zu einem wichtigen Trend der weltgrößten Automesse werden, schätzt das Prognose-Institut B&D-Forecast (Leverkusen). Alle wichtigen deutschen Hersteller werden am Main ihre Hybrid-Modelle zeigen, die teilweise schon 2006 in Serie gehen könnten.
Gruß Moya 

 

12.09.05 07:35

936205 Postings, 6149 Tage moya IAA: Automesse mit 80 Premieren

 IAA: Automesse soll mit 80 Premieren der Branche neue Impulse geben
 
FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit rund 80 Premieren soll die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt der Autoindustrie neue Impulse geben. Nach den ersten Lichtblicken auf dem deutschen Automarkt erhoffen sich die heimischen Autobauer von der weltweit wichtigsten Branchenmesse eine nachhaltige Trendwende. International wollen die Hersteller ihre starke Position im Export weiter ausbauen. Zu der elftägigen Schau unter dem Motto "Faszination Auto" erwartet der Verband der Automobilindustrie (VDA) als Veranstalter vom 15. bis 25. September eine Million Besucher - das wären so viele wie vor zwei Jahren.
Rund 1.000 Aussteller aus 44 Ländern werden ihre neuen Modelle zeigen. Erstmals sind auch drei chinesische Anbieter - Geely, Brilliance und Landwind - vertreten. Die VW-Nobelmarke Bugatti wird nicht an der diesjährigen Messe teilnehmen. Echte Hingucker sind aus deutscher Sicht die neue S-Klasse von Mercedes-Benz, der Porsche Cayman, der erste Audi-Geländewagen Q7, die Kombis des VW- Passat und 3er BMW sowie die neuen Cabrios von Volkswagen und Opel.
AUTOKORSO MIT NEUEN MODELLEN DEUTSCHER HERSTELLER
Appetit auf den Besuch der IAA soll ein Autokorso mit den neuen Modellen der deutschen Hersteller machen. Prominente Sportler werden damit am Vortag der Schau eine Rundfahrt durch die Innenstadt drehen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet die Schau am 13. September.
Fahrpraxis können die Besucher in einem Parcours für Motorräder sowie einer Schlaglochpiste für Geländewagen sammeln. Bei einer Spritz-Tour mit Trainer bekommen Besucher Tipps zum Fahrverhalten und Benzin-Sparen. Symposien und Vorträge drehen sich um die Themen Abgastechnologien, Hybridantrieb und alternative Kraftstoffe. Eine Sonderschau zeigt neue Trends im Autodesign. Experten und Vertreter aus Industrie, Politik und Wissenschaft werden Themen rund um die Mobilität diskutieren.
IAA BIS 2011 IN FRANKFURT
Die weltgrößte Automesse wird bis 2011 in Frankfurt bleiben. Darauf haben sich der VDA und die Messe vor einigen Wochen geeinigt. Dieser Zeitraum umfasst drei Veranstaltungen in den Jahren 2007, 2009 und 2011. Seit 1951 findet die IAA in Frankfurt statt; immer wieder haben andere Messestandorte ohne Erfolg um die Messe gebuhlt. Frankfurt gehört ebenso wie Detroit, Genf, Paris und Tokio zu den Top-Automessen der Welt. Die IAA ist für die Öffentlichkeit vom 17. bis 25. September täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 15 Euro am Wochenende und werktags 13 Euro. An den Fachbesuchertagen am 15. und 16. September kostet eine Tageskarte 42 Euro.

Gruß Moya

 

13.09.05 06:58

936205 Postings, 6149 Tage moyaIAA/ROUNDUP: BMW peilt Absatzplus von 9% an

IAA/ROUNDUP: BMW peilt Absatzplus von 9% an - Ergebnisprognose bekräftig
 
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Autobauer BMW BMW.ETR steuert dank neuer Modelle auf einen neuen Absatzrekord in diesem Jahr zu. BMW-Chef Helmut Panke konkretisierte am Montag erstmals den angepeilten Zuwachs. Bis zum Jahresende werde der Münchner Hersteller ein Absatzplus von neun Prozent erreichen, sagte der Vorstandschef am Rande der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt. Bisher hatte BMW lediglich von einer Absatzsteigerung im hohen einstelligen Prozentbereich gesprochen. Panke bekräftigte zudem die bisherige Ergebnisprognose. Danach peilt der Konzern ein Resultat "in etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres" an. Unterdessen sieht der Münchener Autobauer einen ersten Lichtblick in der laufenden Preisschlacht.
BMW werde sich dem Vorjahresergebnis "von unten annähern", bekräftigte der Konzernvorstand frühere Aussagen. Dabei werde der Überschuss auf Grund von positiven Steuereffekten näher am Vorjahresresultat liegen als das Ergebnis vor Steuern. Im vergangenen Jahr hatte BMW das beste Ergebnis seiner Geschichte erzielt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 3,55 (Vj: 3,21) Milliarden Euro, der Überschuss erhöhte sich von 1,95 auf 2,22 Milliarden Euro.
In diesem Jahr bläst den Münchenern jedoch ein härterer Wind ins Gesicht. Die Wechselkursbelastungen sollten in diesem Jahr steigen, bekräftigte Panke. Die anhaltend hohen Rohstoffpreise sollten sich auf Belastungen in Höhe von 200 bis 300 Millionen Euro summieren. Analysten rechnen zudem damit, dass der Konzern in diesem Jahr Belastungen aus Wechselkursschwankungen zwischen 500 und 800 Millionen Euro stemmen muss. Diesen Zahlen widersprach Panke grundsätzlich nicht, betonte jedoch, dass BMW gegensteuern werde. Die negativen Effekte sollten sich daher nicht voll auf das Jahresergebnis auswirken.
PERMANTE KOSTENOPTIMIERUNG
So arbeite BMW etwa permanent an Kostenoptimierungen und Produktivitätssteigerungen. Jährliches Konzernziel sei eine Produktivitätssteigerung um fünf Prozent. Bisher habe der Konzern dieses Ziel immer übertroffen, sagte Panke. Die frühzeitige Flexibilisierung von Arbeitszeiten und Produktion habe zudem dafür gesorgt, dass BMW heute nicht vor ähnlichen Lohnkostenproblemen wie etwa die Konkurrenten Volkswagen VOW.ETR oder Mercedes-Benz DCX.ETRstehe. Um die Wechselkursbelastungen abzufedern, habe der Konzern auch die jüngste Euro-Schwäche genutzt. "Wir haben bei einem Euro-Kurs von knapp über 1,20 Dollar kräftig Positionen gesichert", sagte Panke. Für das laufende Jahr ist der Konzern fast vollständig abgesichert, allerdings zu ungünstigeren Kursen als im vergangenen Jahr.
Nach Ansicht des Konzernvorstands dürfte sich die aktuelle Preisschlacht nicht weiter verschärfen. BMW werde voraussichtlich keine höheren Rabatte als bisher geben, sagte Panke. Daher erwarte er auch im kommenden Jahr für BMW stabile Nettopreise im Autoverkauf. Auch im schwierigen US-Geschäft, in dem der derzeit wohl heftigste Preiskampf tobt, sieht BMW eine Stabilisierung der Lage. Zudem betreffe das Problem vor allem die Volumenhersteller. Die von BMW gewährten Rabatte lägen bei etwa fünf Prozent - nach Ansicht von Panke ein selbst in Deutschland völlig normales Niveau. Mit der vollen Verfügbarkeit des 3ers und des 7ers habe der Konzern darüber hinaus zunehmend "frischere Autos" im Programm, für die weniger Rabatte notwendig seien.
HYBRID-ALLIANZ
Der BMW-Konzern, der sich in der vergangenen Woche der Allianz von General Motors und DaimlerChrysler zur Entwicklung eines Hybrid-Antriebs angeschlossen hatte, setzt nach den Worten Pankes jedoch unverändert weiter auf den Wasserstoff als die Antriebsart der Zukunft. Die Kunden erwarteten derzeit jedoch von jedem Hersteller auch mindestens ein Hybrid-Fahrzeug im Angebot. Wann BMW ein Hybrid-Fahrzeug, also einen Wagen mit einer Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor in Serie auf den Markt bringen wird, ließ der Konzernlenker noch offen. "Bis 2010 werden alle Hersteller ein Hybrid-Fahrzeug anbieten", sagte er lediglich. BMW werde daneben seine Forschungen zum Wasserstoff-Antrieb konsequent weiterführen. "Wir gehen unverändert davon aus, dass in 20 Jahren auf dem Weltmarkt zehn Prozent der Fahrzeuge durch mit einem Wasserstoff-Antrieb fahren werden."
BMW werde darüber hinaus die Verbrauchsreduzierung seiner Diesel- und Benzinmotoren weiter vorantreiben und die Leistung optimieren. Damit werde der Konzern auch in Zukunft auf mögliche weitere Benzinpreissteigerungen reagieren. "Denn wenn das mit den Benzinpreisen so weiter geht, könnte es durchaus zu einer Veränderung im Kaufverhalten der Kunden kommen", warnte Panke.

Gruß Moya 

 

13.09.05 07:00

936205 Postings, 6149 Tage moyaIAA/ROUNDUP:Audi erwartet 2005 starkes Umsatzplus

IAA/ROUNDUP: Audi erwartet 2005 Umsatzplus von mehr als einer Milliarde Euro
 
FRANKFURT (dpa-AFX) - Audi VOW.ETR erwartet dank eines Rekordabsatzes im laufenden Jahr ein Umsatzplus von mehr als einer Milliarde Euro. Das sagte Audi-Chef Martin Winterkorn am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Montag. Betriebsbedingte Kündigungen auf dem eingeschlagenen Sparkurs schloss er aus. Man werde an dem derzeitigen Tarifvertrag nicht rütteln. Gemeinsam mit der Konzernmutter Volkswagen und Porsche wird Audi einen Hybrid- Antrieb entwickeln.
"Wir haben dabei das Ergebnis vor Steuern (EBT) des Vorjahres fest im Blick", ergänzte Finanzchef Rupert Stadler. Genauere Angaben machte er nicht. Laut Winterkorn wird Audi sein diesjähriges Rekord- Absatzziel von mehr als 800 000 Fahrzeugen noch deutlich übertreffen.
Das zum Halbjahr erreichte Absatzplus von 11,1 Prozent werde Audi aber voraussichtlich nicht bis zum Jahresende fortschreiben können. Der Absatz werde sich zwischen 800 000 und 860 000 Fahrzeugen einpendeln, sagte Winterkorn. Audi will die erfolgreichste Premiummarke weltweit werden. "Die neuen Modelle bestärken mich darin, dass wir gut in Fahrt sind", sagte Winterkorn. Im vergangenen Jahr hatte die VW-Tochter 24,5 Milliarden Euro umgesetzt.
Für den neuen sportlichen Geländewagen Q7, den Audi auf der IAA erstmals vorstellt, nannte Winterkorn ein Absatzziel von mehr als 60 000 Autos im ersten vollen Jahr. Eine Serienfertigung des Q7- Hybrid stellte Winterkorn ab dem Jahr 2008 in Aussicht. Auch ihn solle es mit Hybrid-Antrieb aus Verbrennungs- und Elektro-Motor geben. Ob auch andere Modelle als Hybrid-Fahrzeug folgen könnten, ließ der Manager zunächst offen: "Warten wir doch erst einmal den Bedarf ab."
Die Zusammenarbeit bei Hybrid-Antrieben laufe bereits seit geraumer Zeit, ein fester Vertrag oder eine Absichtserklärung seien aber noch nicht unterzeichnet worden. Winterkorn deutete an, dass Audi bei der Zusammenarbeit die Federführung haben könnte. Bei der Kooperation mit VW und Porsche setze der Konzern nicht nur auf die Kompetenz der drei Marken, "sondern auch auf die Kompetenz unserer Zulieferer". So würden die Ingolstädter etwa den für den Hybrid benötigten Elektromotor nicht selber entwickeln.
Den Bau eines Werks in den USA schloss Winterkorn grundsätzlich nicht aus. Im laufenden Jahrzehnt sei dies aber eher unwahrscheinlich. Über die Ausweitung der Modellfamilie des Q7, etwa mit einem noch kompakteren Geländewagen Q5, werde Audi im kommenden Jahr entscheiden. Ob dieses Auto dann in den USA gebaut werden könnte, ließ Winterkorn offen.
Finanzchef Stadler betonte, auch bei Audi müsse weiter gespart werden. Bei den Ingolstädtern werde permanent an Kostenoptimierungsprogrammen gearbeitet. "Natürlich drehen wir jeden Euro zwei Mal um", sagte Stadler. Audi hatte im Frühjahr mit einem neuen Tarifvertrag betriebsbedingte Kündigungen bis 2011 abgeschlossen, den Beschäftigten in Ingolstadt und Neckarsulm aber im Gegenzug längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich abgetrotzt.

Gruß Moya 

 

13.09.05 07:02

936205 Postings, 6149 Tage moyaMercedes-Chef Zetsche stellt sich hinter smart

Mercedes-Chef Zetsche stellt sich hinter smart
 
FRANKFURT (dpa-AFX) ? Der neue Mercedes-Chef Dieter Zetsche hat sich erneut hinter die Kleinwagenmarke smart gestellt. Zugleich bestätigte er das Absatzziel der Mercedes Car Group DCX.ETR für 2005. Das smart-Team um Ulrich Walker habe seine Rückendeckung und werde die nötige Zeit erhalten, um die Sanierung wie geplant umzusetzen, sagte Zetsche am Montag auf der Automesse IAA der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Im laufenden Jahr sei er optimistisch, dass die Mercedes Car Group dank der erfolgreich eingeführten neuen Modelle mehr Fahrzeuge als 2004 verkaufen werde. Im Vorjahr wurden rund 1,2 Millionen Autos abgesetzt.
Zetsche betonte, das von seinem Vorgänger Eckhard Cordes gestartete Sparprogramm CORE werde wie vorgesehen weitergeführt. Die Umsatzrendite, die Ende 2004 auf 3,3 Prozent abgesackt war, soll bis 2007 bei 7 Prozent liegen. Die ersten kurzfristigen Ziele des CORE-Programms seien umgesetzt worden. Jetzt schaue man sich an, wie die Kostenstruktur dauerhaft verbessert werden kann, sagte Zetsche.
Ob es über Abfindungsregelungen und nicht neu besetzte Stellen einen deutlichen Personalabbau bei Mercedes in Deutschland geben könnte, wollte Zetsche nicht sagen. Nach Branchenschätzungen hat Mercedes einen Überhang von mehreren tausend Stellen. Derzeit laufen Gespräche zwischen Konzern und Betriebsrat.
Im weiteren Jahresverlauf schloss Zetsche weitere Restrukturierungskosten nicht generell aus. In den ersten beiden Quartalen hatte DaimlerChrysler wegen smart insgesamt 1,1 Milliarden Euro an Rückstellungen verbucht.
Im Streit um den Verkauf der DaimlerChrysler-Beteiligung MTU Friedrichshafen deutete Zetsche eine Lösung an. Eine Klärung sei in den nächsten Tagen möglich, sagte er. Der Konzern streitet seit Monaten mit den Familiengesellschaftern über die Veräußerung des Dieselmotorenbauers. Zuletzt hatte die Familie Maybach DaimlerChrysler ihre Anteile von 7,2 Prozent zum Kauf angeboten. Damit stockt das Unternehmen seinen Anteil von 88 auf 95,2 Prozent auf. Es wird erwartet, dass auch der Familienstamm Brandenstein-Zeppelin in Kürze den restlichen Anteil von 4,8 Prozent an DaimlerChrysler verkauft. Der Autokonzern will mit dem Verkauf von MTU mindestens eine Milliarde Euro einnehmen.

Gruß Moya 

 

   Antwort einfügen - nach oben