Harte Zeiten für Rentner

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neuester Beitrag: 04.11.11 19:02
eröffnet am: 04.11.11 19:02 von: Rubensrembr. Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 04.11.11 19:02 von: Rubensrembr. Leser gesamt: 130
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43759 Postings, 4626 Tage RubensrembrandtHarte Zeiten für Rentner

Kaum ist Draghi Präsident der EZB, schon senkt er den Leitzins, obwohl inflationäre
Tendenzen erkennbar sind. Es scheint so, als wenn Draghi die Märkte mit Euros
vollscheißen will, vergleichbar mit Bernanke im Dollar-Raum. Kein Wunder Draghi
ist US-Goldman-Sachs Statthalter in der EZB und wird diese entsprechend umbauen,
d. h. nicht mehr Geldwertstabilität steht im Vordergrund, sondern Finanzpolitik.
Interessant ist, dass der Vorgänger Trichet die Leitzinsen ein paar Monate vorher
zweimal erhöht hat. Deutlicher kann der Wechsel gar nicht ausfallen. Die Kata-
strophenländer haben jetzt endgültig in der EZB die Macht übernommen. Draghi
ist Italiener und Niedrigzinspolitik dient Italien, außerdem vor allem den USA,
weil billiges Kapital die Nachfrage anfacht (für US-Produkte). Außerdem werden
jetzt in noch stärkerem Maße als unter Trichet von der EZB Staatsanleihen (z. B.
von Italien) aufgekauft, also das lustige "Gelddrucken" wird noch verstärkt. Blickt
man in die Gesichtszüge von Draghi, so beginnt man zu ahnen, dass der Mann
keinen Spaß versteht, notfalls über Leichen geht. Als Erstes müssen die Rentner
dran glauben, denn die Rente wird immer weniger wert. Dafür ist die Finanzindustrie
und die Journaille begeistert. Wer will jetzt aber noch Staatsanleihen aus dem
Euroland Italien haben? Wahrscheinlich nicht einmal China.  

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