Harte Schweizer-Gerichte gegen Fussball-Rowdy

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 04.07.06 14:35
eröffnet am: 04.07.06 14:35 von: quantas Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 04.07.06 14:35 von: quantas Leser gesamt: 219
davon Heute: 1
bewertet mit 2 Sternen

04.07.06 14:35
2

15290 Postings, 5654 Tage quantasHarte Schweizer-Gerichte gegen Fussball-Rowdy

FC-Sion-Präsident Constantin für 30 Monate gesperrt

Christian Constantin. Foto Keystone

Bern/Sitten. Si/baz. Die Kontroll- und Strafkommission (KSK) des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) belegte Christian Constantin für sein Verhalten nach der Challenge-League-Partie Kriens - Sion (2:2) vom 5. Dezember 2004 mit einem Boykott für 30 Monate und einer Busse von 5000 Franken.

Der Boykott hat zur Folge, dass Constantin während zweieinhalb Jahren nicht als Präsident des FC Sion amten darf. Der Entscheid kann beim Verbandssportgericht des SFV angefochten werden. Ein allfälliger Rekurs hat aufschiebende Wirkung.

Verletzungen im Unterleib

Die Kontroll- und Strafkommission erachtet es als erwiesen, dass Constantin nach dem Spiel in Kriens dem Schiedsrichter Markus von Känel absichtlich das Bein gestellt und dessen Assistenten José Antonio Gonzalez von hinten einen Fusstritt in die Genitalien verpasst hat. Dies geschah, als das Schiedsrichtertrio nach dem Schlusspfiff vor den aufgebrachten Sittener Fans in die Kabine flüchten wollte. Von Känel stürzte zu Boden und zog sich dabei eine Brustkorbprellung zu. Gonzalez war infolge des Fusstritts während rund fünf Minuten bewusstlos und erlitt Verletzungen im Unterleib.

Das Amtsstatthalteramt Luzern war vom gleichen Sachverhalt ausgegangen. Es hat den Präsidenten des FC Sion zu sechs Wochen Gefängnis bedingt und zur Zahlung der gesamten Verfahrenskosten verurteilt. Christian Constantin bestreitet die ihm zur Last gelegten Tätlichkeiten. Er hat den Entscheid des Amtsstatthalteramts Luzern angefochten.

Zur Vermeidung von Doppelspurigkeiten führte die KSK keine eigene Untersuchung der Ereignisse durch, sondern stützte sich auf die Akten der Luzerner Strafverfolgungsbehörden. Der Sachverhalt vom 5. Dezember 2004 ist auch Gegenstand eines noch nicht abgeschlossenen Strafverfahrens im Kanton Luzern.

Baz 4.7.2006

 

   Antwort einfügen - nach oben

  1 Nutzer wurde vom Verfasser von der Diskussion ausgeschlossen: yurx