Harald Schmidt is back

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neuester Beitrag: 18.08.05 01:22
eröffnet am: 18.08.05 00:18 von: kiiwii Anzahl Beiträge: 5
neuester Beitrag: 18.08.05 01:22 von: BeMi Leser gesamt: 637
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18.08.05 00:18

129861 Postings, 6151 Tage kiiwiiHarald Schmidt is back

MfG
kiiwii
ariva.deWo ist eigentlich das rot-grüne Inkompetenzteam ?  

18.08.05 00:19

10212 Postings, 6306 Tage r4llebin mit dabei

ariva.de

 

 

greetz  

 

18.08.05 00:55

99682 Postings, 7495 Tage KatjuschaHeute aus Sankt Studio o. T.

18.08.05 01:08

10041 Postings, 6668 Tage BeMiIhr solltet lieber ARD sehen! o. T.

18.08.05 01:22

10041 Postings, 6668 Tage BeMiDie Story dazu

die story: Tod in Teheran

Freiheitsliebe oder religiöse Gewalt?

Saskia Schnell (teleschau - der mediendienst)

(tsch) Im Herbst 1998 fielen einer Terrorwelle im Iran zahlreiche Schriftsteller und Politiker zum Opfer. Unter den Toten befanden sich auch Dariush Foruhar, ehemaliger Arbeitsminister des Landes, Politiker einer nationalbürgerlichen Partei und Kritiker der khomeinistischen Gesetzgebung, sowie seine Frau Parvaneh. Der WDR-Autor Thomas Giefer zeigt in seiner Dokumentation "Tod in Teheran" die revolutionären Entwicklungen und Umstände im Iran, die zur Ermordung des Ehepaars Foruhar führten. Er begleitet die Tochter Parastou durch religiösen Fanatismus und staatlichen Terror, bei ihrer Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Der spannende Dokumentarfilm läuft zur nächtlichen Stunde um 0.30 Uhr im Ersten.



WDR
Parvaneh und Darius Foruhar wurden im November 1998 vom iranischen Geheimdienst ermordet.  

"Das erste Mal reiste ich 1979 in den Iran, zu Zeiten der damals noch rein iranischen Revolution," berichtet Thomas Giefer. Die folgenden Jahre beobachtete der Autor die iranischen Entwicklungen "mit Enttäuschung und Entsetzen", denn er musste feststellen, dass aus den ursprünglichen Idealen islamische wurden, die letztendlich den Islamisten an die Macht verhalfen. Vor sechs Jahren drehte er für Arte zum 20. Jahrestag der Revolution den Film "Abschied vom Gottesstaat?", wobei er die Gelegenheit bekam, den bürgerlichen Vertreter Dariush Foruhar kennen zu lernen. Foruhar präsentierte sich ihm als "beeindruckend aufrechter Mann" in einer schwierigen politischen Zeit, der beim Volk Vertrauen genoss.

"Mein Vater wurde mit elf Messerstichen getötet und meine Mutter mit vierundzwanzig. Ihre Körper wurden verstümmelt. Das Haus war verwüstet, und viele politische Dokumente meiner Eltern sind verschwunden", erklärte Parastou Foruhar der heute verbotenen Tageszeitung Aftab-e-Emrouz. Auch Thomas Giefer erfuhr mit Bestürzung von der brutalen Ermordung des Ehepaares, da er die Foruhars erst kurze Zeit vorher zu einem Interview getroffen hatte. "Die Idee zu meinem Film 'Tod in Teheran' kam dann fast automatisch, nachdem Parastou Foruhar zu mir Kontakt aufnahm und mich um diverses Filmmaterial bat, das ich über das Leben und das politische Engagement ihrer Eltern in der Vergangenheit gedreht hatte. Sie reichte dieses an Verwandte und Freunde weiter, die es verbreiteten. Mittlerweile ist daraus ein Kultfilm geworden, der auf dem Schwarzmarkt kopiert wird", sagt Giefer.

"Die Dreharbeiten waren sehr schwierig, da wir mehrmals verhaftet, uns die Kameras weggenommen wurden und wir Teile des Filmmaterials auf Anweisung der Geheimpolizei löschen mussten." Wichtig war Giefer, den Foruhar-Mord nicht von dem eigentlichen politischen Kontext, dem religiösen Fanatismus und dem demokratischen Widerstand, zu lösen. Die Entwicklung der iranischen Revolution wird in seinem Film nicht in Nachrichtenform aufgearbeitet, sondern anhand emotionaler Momente, wie Zeugenaussagen, Demonstrationen und religiösen Ritualen. "Somit wird deutlich, dass unser herkömmliches Bild vom Iran neu definiert werden muss, da es eine erstaunlich ausgeprägte, intellektuelle Zivilgesellschaft gibt."

Parastou Forhur, die als Künstlerin und Malerin arbeitet, organisiert seit dem Tod ihrer Eltern jedes Jahr unter schwierigsten Bedingungen eine Trauerfeier in Teheran. Die Behörden und politische Schlägertruppen legen ihr ständig Steine in den Weg, doch sie schafft es immer wieder, dass das Gedenkfest stattfinden kann. "Obwohl sie nicht politisch tätig ist, setzt sie sich in ihrer Arbeit mit dem iranischen System und der Rolle der Frau auseinander, sodass sie zu einem starken Symbol geworden ist", bemerkt Giefer bewundernd.

Titel die story: Tod in Teheran
Sendedatum 17.08.2005
Sendezeit 00:30:00
Sender ARD
Produzent WDR


 

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