Haiti existiert nicht mehr

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neuester Beitrag: 20.01.10 20:22
eröffnet am: 19.01.10 12:16 von: Happy End Anzahl Beiträge: 43
neuester Beitrag: 20.01.10 20:22 von: Katjuscha Leser gesamt: 1442
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bewertet mit 7 Sternen

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19.01.10 12:16
7

95440 Postings, 6988 Tage Happy EndHaiti existiert nicht mehr

Haiti existiert nicht mehr

Den klagenden Ausruf, wonach Haiti am Ende sei, hört man dieser Tage von vielen Überlebenden der Erdbebenkatastrophe. In der Tat: Der Staat existiert nicht mehr. Für eine Übergangszeit muss Haiti zu einem humanitären Protektorat der UN werden.

weiter: http://www.faz.net/s/...C19F5E7DA999BCE575~ATpl~Ecommon~Sspezial.html


Gesamte Spitze der UN-Mission ist tot

Zehntausende Menschenleben hat das verheerende Erdbeben in Haiti gefordert. Darunter: die gesamte Spitze der UN-Mission in Haiti. Bis zu 300 weitere Mitarbeiter der Vereinten Nationen werden noch vermisst.

weiter: http://www.sueddeutsche.de/panorama/99/500366/text/  
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17 Postings ausgeblendet.

19.01.10 15:35
1

33746 Postings, 4057 Tage Harald9sicherlich; aber um uns geht es hier nicht;

aber trotzdem kann man die unterschiedlichen Mentalitäten nicht wegdiskutieren









.......................
tschüss daisy  

19.01.10 15:39

15669 Postings, 5779 Tage cumanaWar ein Segeltörn mit dem Schwager von Cumana

aus is net weit.
Cumana  

19.01.10 15:39
1

7124 Postings, 5783 Tage Crossboy@ Börsenfan

Nee, stimmt schon. Mit der TUI kommst du so einfach nicht dahin...  

19.01.10 15:47
4

6254 Postings, 4573 Tage aktienbärWarum läuft es

eigentlich in Afrika vielfach so furchtbar schlecht?
Weil die bösen Europäer damals alles ausgebeutet haben?
Ein Freund, der 15 Jahre dort gelebt hat, meint, es läge an der
Mentalität.
So ein ein böser, böser Faschist.  

19.01.10 15:49
1

15669 Postings, 5779 Tage cumanaJa Bären haben ein braunes Fell.

19.01.10 15:51
1

6254 Postings, 4573 Tage aktienbärcumana

ist der letzte grösserer Küstenort im Osten von Venezuela.
Bekannt dafür ein wenig gefährlich zu sein, speziell für Touristen.  

19.01.10 15:51
8

97441 Postings, 7287 Tage Katjuscha@Crossboy und Harald

Ich will Mentalitäten auch nicht wegdiskutieren, aber diese entstehen nunmal aufgrund sozialer und ökonomischer Voraussetzungen und nicht umgekehrt. In Haiti kommen ja ganz normale geologische bzw. geographische Voraussetzungen hinzu. Dazu die historischen Fakten.

Erklär doch mal einem Haitianer, der jahrzehntelang durch eigene Regierungen und fremde Regierungen ausgebeutet wurde, der ohne entsprechende Werkzeuge dasteht, der keine Infrastruktur hat, weil die eigene Ernte durch westliche "Hilfsprogramme" zerstört wurde, der von Gewalt und Hunger umgeben ist, erklär dem mal, er solle jetzt so wie deutsche Trümmerfrauen sein Land wieder aufbauen, also ein Land, wo man gar nicht weiß wo man anfangen soll, und wo es ja auch vorher keine wirklichen Häuser gab, zumindest nicht für die Leute, von denen hier bezüglich "in die Luft schießen" gesprochen wurde. Und gerade die armen Leute werden ihre Blechhütten shon wieder aufbauen. Keine Angst! Nur soll so die Zukunft aussehen?
Insofern kann das Erdbeben, so krass es sich auch anhört, eine Chance für dieses Land sein, aber dann muss endlich die grundsätzliche politische und wirtschaftliche Struktur dort verändert werden. Hilfsmaßnahmen, die nur ausländische Produkte ins Land bringen, helfen sicher die Erdbebenfolgen zu überstehen, aber sie bauen dieses Land nicht auf. Und die Haitianer allein sind dazu einfach nicht in der Lage. Da fehlt es am nötigsten. Das ist mit Deutschland nach dem Krieg gar nicht zu vergleichen. Die wussten ja wenigstens was sie tun müssen, schließlich hatten sie trotz des Kriegs noch eine Landwirtschaft, Rohstoffe, eine (wenn dann auch fremdbestimmte) Verwaltung und sie hatten historisch gewachsene Strukturen.
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glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt. (albert schweitzer)

19.01.10 15:52

31733 Postings, 6235 Tage Börsenfan@aktienbär

was hat das mit haiti zu tun ?
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Ich sehe langsam rot hier !

19.01.10 15:56
1

6254 Postings, 4573 Tage aktienbärHaiti,

immer nur von den bösen Weissen ausgebeutet:

"am 1. Januar 1804 unter dem Namen Haiti seine Unabhängigkeit von Frankreich,
sein Führer Dessalines erklärte sich nach dem Vorbild Napoleons zum Kaiser und regierte bis zu seinem gewaltsamen Tod 1806.

(...)
Haiti, die erste unabhängige Republik von Schwarzen und Mulatten, ... "

aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Haiti  

19.01.10 15:57
1

413 Postings, 4186 Tage flitzer99Papa Doc, Baby Doc

Also meine Motivation zum arbeiten hätte sich unter den beiden auch sehr in Grenzen gehalten. Der Aristid hat es ja dann versucht und lief angeblich auch ganz gut bis der Ami wieder die Finger im Spiel hatte. Nö Ihr, ich glaub da wüde ich auch nicht mehr tun als ich müsste.

Seh ich auch so Cumana, es gibt unter anderem auch noch ein Hafen für Hilfsgüter und wenn ich so ab und zu zum Himmel hoch schaue, dann seh ich da zeitweise so teile mit zwei Probellern, man nennt die bei uns Bananenhubschrauber oder auch Lastenhubschraube und an die kann man Container hägen. Aber wahrscheinlich fliegen die alle gerade nach Jemen mit Militärfahrzeugen unten dran.

Was das begraben angeht, ich weis nicht ob die Hammer und Schaufeln haben, jedoch kommen die angeblich nicht mit den Hilfsgütern in die Stadt, aber die sollen was weis ich wieviele Hundertausend tote aus der Stadt schaffen zum begraben ?  

19.01.10 16:01
2

6254 Postings, 4573 Tage aktienbärLaut Scholl-Latour

gestern abend bei Beckmann hat sich der Priester Aristid zum bösen Despoten
entwickelt. Hab auch entsprechendes im Inet gelesen.
Also ...  

19.01.10 16:03
1

6254 Postings, 4573 Tage aktienbärda u.a.

"der folgenden Präsidentenwahl, die Aristide daher mit über 91 Prozent der Stimmen gewann [21] [22]. Nach dem Amtsantritt 2001 wurde seiner Regierung auch noch Misswirtschaft und Korruption vorgeworfen. Es kam zu landesweit zunehmendem Widerstand, der von Kräften des ehemaligen Diktators Duvalier unter Einschluss für ihn tätiger Todesschwadronen angefacht wurde. Aristide versuchte, sich auch seinerseits durch die Mobilisation seiner Anhänger unter Einschluss der ebenfalls gewalttätigen ?Chimères? der ?Fanmi Lavalas? (FL) durchzusetzen. Unter bürgerkriegsähnlichen Zuständen kam es schließlich zum Zusammenbruch innerstaatlicher Ordnung [23] und im Februar 2004 mit Billigung durch den UNO-Sicherheitsrat [24] zur militärischen Intervention, bei der Chile, Frankreich, Kanada und die USA [25] Truppen schickten. Aristide verließ das Land - nach Darstellung der Opposition, der USA und von Frankreich freiwillig, nach eigener Angabe in Folge eines Putsches. An Stelle der ersten Interventionstruppen wurden dann 2004 im Rahmen von MINUSTAH rund 10.000 Blauhelm-Soldaten stationiert."

http://de.wikipedia.org/wiki/Haiti  

19.01.10 16:05
2

6254 Postings, 4573 Tage aktienbär@Börsenfan

Herr Oberlehrer, es ging hier auch um "Mentalitäten"  

19.01.10 16:05
5

15669 Postings, 5779 Tage cumanaAn Bär Du bist schnell und gut Bravo!!

Auf Grund der Sicherheitslage auch wenn mich hier einige Steinigen ist es
im Moment nicht anzuraten Venezuela zu besuchen.
Pro Monat 1400. Eintausendvierhundert Morde nur mal so.
Wohne in einem Bewachten Bezirk a la USA,nicht schön
Die Isla Magerita als Turi na jaa..
Genug geschwätzt soll auch die Kirchen mal den Arsch hochkriegen
sind ja alle dort Stockkatolisch.
Cumana  

19.01.10 16:11
2

6254 Postings, 4573 Tage aktienbärnett



http://www.margaritainfo.com/festlandziele_cumana.htm  

19.01.10 16:14
3

6254 Postings, 4573 Tage aktienbärDas ist doch

sehenswert:

"Er war ein Superstar seiner Zeit: Alexander von Humboldt (*1769 in Berlin, ?1859 in Berlin) Forschungsreisender, Universalgelehrter, vernetzter Denker, Technikfreak. In Amerika hat er einen Ruf wie sonst nur noch Kolumbus.
Am 16. Juli 1799 begann er in Cumaná, Venezuela, eine fünfjährige epochale Forschungsreise durch Süd- und Mittelamerika."
http://programm.ard.de/programmvorschau/...sErste/Expedition-Humboldt  

19.01.10 16:15
2

15669 Postings, 5779 Tage cumanaIst die einzige die alle Erdbeben überstanden hat

Vom Turm hat man eine herrliche Sicht bis ans Meer
Cumana  

19.01.10 16:17
1

97441 Postings, 7287 Tage Katjuscha@aktienbär, ich wusste gar nicht, dass

Schwarze keine Despoten und Rassisten sein können.

Also ...

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glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt. (albert schweitzer)

19.01.10 16:27
2

6254 Postings, 4573 Tage aktienbär@Katjuscha

Du solltest schon alles lesen:
Ich habe nur auf das vorhergehende P reagiert:

"Der Aristid hat es ja dann versucht und lief angeblich auch ganz gut bis der Ami wieder... "

An allem sind ja bekanntlich für viele Deutsche die Amis schuld, wie früher die Juden.
;-(((  

20.01.10 14:48

5261 Postings, 6248 Tage Dr.MabuseDie Gesprächskultur, die hier insbesondere

von Kastrajuscha oder wie auch immer gepflegt wird, ist schon imposant. Ja, es ist schon menschenfeindlich und an Menschenverachtung nicht zu überbieten, wenn man an die Selbstheilungskräfte gewisser Personen appelliert. Ich lege mich ja auch nicht den ganzen Tag ins Bett und begründe dies mit meiner Mentalität. Ergo: dann muss man mal klarstellen, dass an der sogenannten Mentalität etwas nicht stimmt. Dann ersticke ich die Menschen dort nicht mit Geldsäcken, sondern stelle ihnen mal eben ein paar Schubkarren und Schaufeln zur Verfügung. Für einen #Sack Zement wirds sicherlich auch noch reichen bei den zumindest in D mal wieder vor lauter Theatralik winselnden Spenden- und Wohltätigkeitsorgien, die durch GEZ-Einnahmen mitfinanziert werden. Aber es ist nicht "korrekt", so etwas zu denken geschweige denn gar auszusprechen.  

20.01.10 14:56

31005 Postings, 6724 Tage sportsstarDie Gesellschaft glaubt, sie existiere

aufgrund von moralischen Grundsätzen - das ist aber falsch, denn das übernehmen Gesetze.

Existieren diese nicht, bleibt es einem selbst überlassen, in wie weit man sich in die Gesellschaft eingliedert und für diese etwas leistet. Dem entspringt dann auch ein unterschiedliches Vorgehen des Individuum, und zwar auf legalem oder illegalem Weg!
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The only constant is change...

20.01.10 15:03
1

5261 Postings, 6248 Tage Dr.MabuseLöschung


Moderation
Moderator: Zwergnase
Zeitpunkt: 20.01.10 20:54
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Namensverunglimpfung

 

 

20.01.10 15:31
2

29411 Postings, 4744 Tage 14051948KibbuzimDu liegst meistens völlig daneben

das ist die traurige Wahrheit.
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Proletarier Aller Länder vereinigt Euch !
ONE BIG UNION

20.01.10 16:09
2

14212 Postings, 4939 Tage NurmalsoBörsenfan,

ich stand in der Vergangenheit schon ein paarmal mit dem Mietwagen kurz vor der haitianischen Grenze und habe überlegt, ob ich rüberfahre. Ein Sicherheitsproblem habe ich eher nicht gesehen. Ab und zu ein paar Dollar für ein paar wegelagernde Polizisten muss man aber immer einplanen. Allerdings ist das Land vom Klima wie die Dominikanische Republik, die Berge sind entwaldet (die Grenze sieht man dadurch auch aus der Luft sehr gut) und mich hätte nur die Hauptstadt interessiert. Dann nervt die Armut. Wenn man in solchen Gegenden zu Fuß unterwegs ist, was nicht ausbleibt, stecken einem manchmal fünf Kinderhände in der Hosentasche, die Bonbons oder Almosen haben möchten. Habe so etwas an anderen Ecken der Welt reichlich "genossen" und mir Haiti dann erspart.  

20.01.10 20:22

97441 Postings, 7287 Tage Katjuscha@Dr.Mabuse,

1. Richtig, aber die Schubkarren und Schaufeln müssen eben erstmal da sein. Was hat das mit Mentalität zu tun?

2. Nur mal so nebenbei. Es gab vor wenigen Jahren mal einen Hurrican in den USA, wo es ebenfalls zu Plünderungen kam, und viele Leute nicht ans aufräumen dachten. Überleg dir mal, ob das nicht vielleicht daran liegen könnte, dass in Ausnahmesituationen die Exetutive und Legislative nicht in voller Funktion ist. Der Mensch an sich kann bei entsprechender sozialer Vorgeschichte dann nicht zivilisiert reagieren. Das liegt aber in Haiti nicht mehr in ihrer Natur als in anderen Ländern der Welt, sondern das gesellschaftliche Ursachen, die ich gestern schon beschrieben hatte.

3. Welche Gesprächskultur wirfst du mir jetzt konkret vor? Das ich sage, was ich denke?
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glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt. (albert schweitzer)

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