HILFE: Wirschaftsprüfer und Juristen

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neuester Beitrag: 26.08.03 10:45
eröffnet am: 26.08.03 09:06 von: maxperforma. Anzahl Beiträge: 14
neuester Beitrag: 26.08.03 10:45 von: blindfish Leser gesamt: 541
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26.08.03 09:06

Clubmitglied, 7958 Postings, 7048 Tage maxperformanceHILFE: Wirschaftsprüfer und Juristen

Wer kann mir  - Kostenlos,-) - Auskunft geben.

Habe im Juni 02 zwei kurze Gespräche mit
einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geführt.
Ziel ich suchte für meinen AG einen Partner
für die Plazierung eines geschlossen Immobilienfonds.
Das Erste Gespräch dauerte 15min, da der Experte
nicht im Hause war. Das zweite ca. eine Stunde.
Eine Zusammenarbeit kam nicht zu Stande, weil die
Herren weniger über Fonds wussten als ich.

Ein Jahr später kam eine Rechnung über 8(!!) Stunden Beratungsleistung, die ich
mit dem Hinweis auf die fehlende Geschäftsbeziehung zurücksendete.
Jetzt kommt ein Schreiben vom Anwalt mit der Drohung von
Zwangsmassnahmen. Alles total schlecht recherchiert mit
falschen Gesprächsteilnehmern und Datumsangaben.
Und das beste:"Unsere Mandantschaft hat Ihnen ausführlich rechtliche
Auskunft zu den o.g. Problemkreisen erteilt."

Wie ist die Rechtslage ? Wer kann mir Tipps geben? (bitte nur ernstgemeinte)
Danke im Voraus
gruß Maxp.  

26.08.03 09:43

4 Postings, 6075 Tage Da original ShaggyHi max,

1) existieren irgendwelche Vereinbarungen mit den Wirtschaftsprüfern (Vergütungssätze/h, Anfahrtszeit = Arbeitszeit)
2) wie sieht die Rechnung aus (Verweis auf Gebührenordnungen)?
3) ich gehe davon aus, dass noch kein Mahnbescheid existiert (sonst Widerspruch innrhalb von zwei Wochen nach Zustellung)

Grüße

Shaggy  

26.08.03 09:50

Clubmitglied, 7958 Postings, 7048 Tage maxperformanceHi Shaggy

1) keinerlei Vereinbarungen, weder mündlich
  noch schriftlich, Gespräche fanden in deren Büro statt

2) kein Verweis auf eine Gebühenordnung, lediglich Stundensatz (130€)
  mal angesetzte AZ

3) noch kein Mahnbescheid nur Schreiben vom Anwalt

gruß Maxp.  

26.08.03 09:53

16448 Postings, 7074 Tage chrismitzBeratung ist Beratung,


Ob es dir etwas gebracht hat, od. nicht.

Über die Höhe der Rechnung läßt sich streiten. Lohnt es sich aber (wie hoch ist die Rechnung)?
Kannst du die tatsächliche Beratungszeit nachweisen? Hast du ein Gesprächs-Protokoll od. etwas ähnliches?
Vielleicht ist es auch besser, gleich einen Anwalt zu Rate zu ziehen...ist jedenfalls meine Erfahrung.

Gruß  

26.08.03 10:06
Stundensatz von 130 EUR ist üblich und angemessen. Die Gebührenordnung für Wirtschaftsprüfer greift m.E. nicht, da sie nur für gesetzlich vorgeschriebene Tätigkeiten Anwendung findet. Du wirst also für die tatsächliche Zeit 130 Tacken (zzgl. Auslagen und MWSt) zahlen müssen, ob es was gebracht hat oder nicht.

Frage also, wie viel Zeit haben die WPs investiert. Deswegen stösst Chrismitz in die richtige Richtung: Hast Du Zeugen für die tatsächliche Beratungszeit?

Grüße  

26.08.03 10:07

3010 Postings, 6414 Tage JoBarWenn Du nicht vorher "kostenlos und unverbindlich"

vereinbart hast, ist es schon schlecht.
Noch schlechter wäre es wenn Du an der Eingangstür an einem Aushang mit den AGBs ( weiß nicht ob das auch für Anwalt & Co. gilt ) vorbeigelaufen bist, dann gelten die nämlich. Ich vermute mal, da würde sowas wie "... zahlen!" stehen.

Was Du aber auf jeden Fall fordern solltes, ist eine detaillierte Aufstellung; kann ja sein, das die da irgendetwas widerlegbares aufführen.
Noch eines: Freiberuflern geht es zur Zeit ziemlich dreckig und die schließen reihenweise ihre Kanzleien. Könnte sein, daß sie deshalb noch versuchen bei Dir noch ein paar Euros zu holen.

Ansonsten mit einem Anwalt, der Ahnung von der Materie hat, reden. Aber wie gesagt vorher: s.o. :)


J  

26.08.03 10:24

10091 Postings, 6304 Tage big lebowskyGanz einfach:

Für den Vertragsschluss,den Aufwand und die Vereinbarung von Gebühren ist Dein angeblicher Vertragspartner beweispflichtig.

Im übrigen dürfte es sich hier um übliche vorvertragliche Verhandlungen gehandelt haben,die in der Regel nicht vergütungspflichtig sind.Denn die WP-Gesellschaft wollte mit Euch in`s Geschäft kommen.Wenn dieses Geschäft dann nicht zustande kommt,fällt das in die Risikosphäre des Anbieters(der WP-Gesellschaft).

Daher Rechnung zurückweisen,mit dem Hinweis darauf,dass es sich lediglich um ein vorvertragliches Anbahnungsgespräch gehandelt habe,dass etwa eine Stunde dauerte.Hinweis geben,dass Zahlungen nicht erfolgen werden und weitere Korresponden nicht zielführend ist.  

26.08.03 10:29

10041 Postings, 6500 Tage BeMiGuter Anwalt, empfehlenswert o. T.

26.08.03 10:32

4 Postings, 6075 Tage Da original ShaggyEinspruch

Wenn keine Gebühren ausdrücklich vereinbart sind, gilt die übliche und angemessene Vergütung.
Vorvertragliche Verhandlungen nein, sondern Beratung. Beim Anwalt kostet auch das erste Gespräch schon.

Grüße  

26.08.03 10:33

15990 Postings, 6709 Tage NassieFür Wirtschaftsprüfer

gibt es keine Gebührenordnung. Der Stundensatz mit 130 Euro ist sehr niedrig.
Üblicherweise für Partner mehr als 200 Euro.
Wenn es nur ein Sondierungsgespräch über eine mögliche Zusammenarbeit war fällt
kein Honorar an. Wp`s haben jeden Auftrag schriftlich zu bestätigen.
Daher kann in deinem Fall gar kein Auftragsverhältnis entstanden sein.
Auch die späte Abrechnung deutet darauf hin das da irgend etwas nicht stimmt.
Fordere von denen einen ausführlichen Stundennachweis an.  

26.08.03 10:35

Clubmitglied, 7958 Postings, 7048 Tage maxperformanceDanke für die Antworten

Zeugen für die Dauer der Gespräche habe ich einen,
da wir zu zweit dort waren. Ausserdem war ich an einem
der angegebenen Termine nachweislich in Wien (500km entfernt)

Was mich nervt ist die Beweislastumkehr. Die behaupten irgendwas
stockfalsches und ich muss beweisen, dass es nicht so war,
das nervt. Ehrliche Arbeit sieht für mich anders aus.
Wahrscheinlich ist es so wie JoBar vermutet, denen steht
das Wasser bis zum Hals

gruß Maxp.  

26.08.03 10:38

10041 Postings, 6500 Tage BeMiWer etwas behauptet,

muss es auch beweisen.

Ciao
Bernd Mi  

26.08.03 10:44

4 Postings, 6075 Tage Da original ShaggyWirtschatsprüferordnung

§ 51 WiPrO
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie kann mit Zustimmung des Bundesrates nach Anhörung der Wirtschaftsprüferkammer und der Arbeitsgemeinschaft für das wirtschaftliche Prüfungswesen eine Gebührenordnung für gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen erlassen.

Auch ohne schriftliche Bestätigung kannst Du vergütungspflichtig sein.

Max, keine Beweislastumkehr, beweisen müssen es ja die WPs. Bloss wenn deren Zeugen nicht die Wahrheit haben und dem Glauben geschenkt wird, hast Du ein Problem, gegenteiligen Beweis anzutreten.

Gruß



 

26.08.03 10:45

13436 Postings, 7232 Tage blindfish@max

sehe es ebenso wie big l!!!eine beweislastumkehr gibt es da nicht!! erstmal müssen die wp's beweisen, daß hier ein beratungsgespräch stattgefunden hat. da wird oft mit kanonen auf spatzen geschossen mit der einstellung, versuchen kann man es ja mal und die "naiven" werden schon zahlen... ich meine auch: es war ein anbahnungsgespräch, nicht zahlen und an big l's tipp halten...  

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