Grexit oder Fass ohne Boden?

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neuester Beitrag: 18.02.17 12:23
eröffnet am: 15.02.17 10:48 von: Rubensrembr. Anzahl Beiträge: 18
neuester Beitrag: 18.02.17 12:23 von: Rubensrembr. Leser gesamt: 1455
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bewertet mit 1 Stern

15.02.17 10:48
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43750 Postings, 4620 Tage RubensrembrandtGrexit oder Fass ohne Boden?

Seit ca. 10 Jahren ist Griechenland pleite. Es werden laufend umfangreiche Hilfen gewährt,
ohne dass eine nachhaltige Besserung eintritt. Von der Börse wissen wir, dass es nicht
sinnvoll ist, einem Pleite-Unternehmen weiterhin gutes Geld nachzuschmeißen.
Tatsächlich ist es Island gelungen, innerhalb von 4 Jahren den Pleite-Status erfolgreich
zu verlassen. Das ist jedoch nur möglich mit einer eigenen Währungspolitik. Innerhalb
der Euro-Währungsunion ist eine Gesundung Griechenlands nicht möglich, denn die
Euro-Zone ist eine Fehlkonstruktion.  

15.02.17 10:51
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Hauptsache, ihr habt Spaß.

15.02.17 10:57
1

12921 Postings, 7509 Tage Timchenschon der erste Satz ist falsch

Griechenland ist schon immer pleite gewesen.
Der Vergleich mit Island ist eine Beleidigung für alle Isländer.
Island kam nur in diese Lage, weil es seine bankrotten Banken rettete.
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Ein Optimist kauft Gold und Silber, ein Pessimist Konserven.

15.02.17 12:30

43750 Postings, 4620 Tage RubensrembrandtEs werden gigantische Summen verbrannt,

nicht nur für Griechenland, sondern auch für andere Pleiteländer, für Banken, für die
Rettung des Euros, für die Rettung von Sparguthaben usw. - ohne nachhaltige Besserung.
Diese Politik des Geldverbrennens schon seit Jahrzehnten hat natürlich auch Auswirkungen
auf die deutsche Bevökerung.  

15.02.17 12:31

3004 Postings, 6326 Tage DisagioIch merk noch nix.

15.02.17 12:46
3

14716 Postings, 4366 Tage Karlchen_VEs geht alles den erwarteten Gang...

Habe mich gestern mit nem Griechen unterhalten. Die Einkommensungleichheit nimmt enorm zu. Ist ja auch kein Wunder. Wenn man im Euro bleibt und deshalb intern abwerten muss, trifft die Misere die Bevölkerung sehr unterschiedlich. Die Vermögenden und die Gutverdiener halten sich weitgehend schadlos, die kleinen Krauter, Malocher und Rentner müssen die Suppe auslöffeln.

Man hat eben die brutalst mögliche Therapie gewählt - und gerade eine solche, die am wenigsten anschlagen dürfte. Was macht aber nicht alles für den heiligen Euro.  

15.02.17 12:48
1

43750 Postings, 4620 Tage Rubensrembrandt# 3 Das scheint mir von meiner

Erinnerung her falsch zu sein. Island rettete eben nicht die Banken, sondern ließ die
Banken pleite gehen, ganz im Gegensatz zur Euro-Zone.

http://finanzmarktwelt.de/...en-island-hat-gezeigt-wie-es-geht-10042/
2012 lobte der IWF das Verhalten der isländischen Regierung und den erzielten Erfolg. Das isländische Krisenprogramm sei ein Vorbild für andere Staaten, die von Hilfsprogrammen abhängig seien. Dadurch, dass den Steuerzahlern keine Bankenrettungskosten aufgedrückt wurden, konnte eine Massenarbeitslosigkeit und damit, so sagen wir es mal, eine Abwärtsspirale wie in Griechenland verhindert werden.
 

15.02.17 12:55

12921 Postings, 7509 Tage TimchenRubens da hast du recht

sie haben aber die Zahlungsverpflichtungen der Banken and die
privaten Sparer übernommen und gerieten dadurch in die
prekäre Schieflage.
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Ein Optimist kauft Gold und Silber, ein Pessimist Konserven.

17.02.17 20:37

43750 Postings, 4620 Tage RubensrembrandtRogoff

Na, wie klingt das.

http://www.capital.de/dasmagazin/...itt-us-aufschwung-trump-8509.html

Den Deutschen sollte klar sein, dass sie in der Zukunft eine Rechnung bezahlen müssen. Die wahre deutsche Schuldenlast ist höher, als die Zahlen es vermuten lassen. Sie sind nicht in der Bilanz zu sehen, aber eines Tages werden sie fällig.  

17.02.17 20:40

982 Postings, 1466 Tage NoTrailDer Börsen-Crash war schuld!

17.02.17 20:45

43750 Postings, 4620 Tage RubensrembrandtWofür?

Dass du Unsinn postest?  

17.02.17 21:17

982 Postings, 1466 Tage NoTrailDamit reihe ich mich doch nahtlos ein, Rubibubi

17.02.17 21:29

43750 Postings, 4620 Tage RubensrembrandtTut mir leid, aber ich muss ein bisschen

auf Niveau achten.  

18.02.17 11:39

43750 Postings, 4620 Tage RubensrembrandtGriechen heben wieder Milliarden vom Konto ab

https://www.nzz.ch/wirtschaft/...iechen-heben-milliarden-ab-ld.146171

Griechen bringen Geld in «Sicherheit»

Die Bevölkerung scheint mit ihrer Geduld am Ende. Konsum und Binnenkonjunktur lahmen, Investitionen tendieren gegen Null, die Arbeitslosigkeit bleibt hoch. Auch die Rentner, die in vielen Fällen ihre Familien unterstützten, können wegen der Kürzungen kaum helfen. Die neuen Diskussionen um eine Staatspleite und einen Grexit sorgen für erhebliche Verunsicherung. Die griechischen Bürger haben seit Jahresbeginn mehr als 2,7 Mrd. ? von ihren Bankkonten abgehoben.  

18.02.17 11:47

43750 Postings, 4620 Tage RubensrembrandtGeld unter Matratzen

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...ab/19406064.html

Viele Menschen halten ihr Erspartes in Truhen, Safes und unter ihren Matratzen versteckt. Dies ergibt sich aus Informationen aus Kreisen des Verbandes der griechischen Banken, die am Freitag in der griechischen Presse veröffentlicht wurden.  

18.02.17 11:53

43750 Postings, 4620 Tage Rubensrembrandt60 % halten ? für einen Fehler

https://www.nzz.ch/international/...ewig-gruesst-der-grexit-ld.145797

60 Prozent der Griechen halten den 2001 erfolgten Beitritt zur Euro-Zone inzwischen für einen Fehler. Gleichwohl lehnt die Mehrheit einen Grexit ab, da dieser als Schmach empfunden würde.  

18.02.17 12:21
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43750 Postings, 4620 Tage RubensrembrandtRealitätsverweigerung

https://www.nzz.ch/meinung/...opaeer-fuerchten-die-wahrheit-ld.145346

Die Schulden Griechenlands, die Ende 2015 bei 179 Prozent der Wirtschaftsleistung lagen, sind auf Dauer tatsächlich nicht tragbar. Und das Hilfsprogramm der Europäer basiert auf ziemlich unrealistischen Zielen. Illusorisch ist vor allem die Vorstellung, Griechenland werde ab 2018 über Jahre hinweg einen hohen Primärüberschuss von 3,5 Prozent verbuchen. Das ist Schönfärberei. Hält man sich an die Fakten, gibt es nur zwei Optionen: Entweder befreit sich Griechenland aus dem Korsett des Euro, oder die Gläubiger gewähren einen substanziellen Schuldenschnitt. Von beidem wollen die Europäer aber nichts wissen.  

18.02.17 12:23

43750 Postings, 4620 Tage RubensrembrandtAllerdings:

Substantielle Schuldenschnitte sind im Fall Griechenlands bereits gemacht worden.
Und sie haben auf Dauer nichts gebracht, da die Lage in Griechenland inzwischen
wieder so hoffnungslos ist wie vor dem letzten Schuldenschnitt.  

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