Gold erstrahlt in hellem Glanz

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neuester Beitrag: 22.11.04 07:53
eröffnet am: 22.11.04 07:41 von: bammie Anzahl Beiträge: 2
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22.11.04 07:41

8970 Postings, 5921 Tage bammieGold erstrahlt in hellem Glanz

Nach einer etwas längeren Atempause schickt sich der Goldpreis an, zu einem neuen Höhenflug anzusetzen. Zum Wochenschluss kostete die Feinunze (31,10 Gramm) in London über 445 Dollar ? so viel wie seit 1988 nicht mehr. Damit ist der Kurs in den zurückliegenden drei Jahren um fast 200 Dollar geklettert. Dennoch halten die meisten Analysten das Potenzial für das Edelmetall noch nicht für ausgereizt.

KAPSTADT/DÜSSELDORF. Für einen weiteren Anstieg spricht nach Ansicht vieler Experten eine Reihe von Faktoren. Kurzfristig etwa profitiert das Edelmetall vom rückläufigen Kurs des Dollars. Die US-Währung und der Goldpreis bewegen sich gewöhnlich in entgegengesetzter Richtung. Evy Hambro, Rohstoffexperte von Merrill Lynch Investment Managers, sieht in der Dollar-Schwäche und in der unsicheren Lage im Irak positive Einflüsse auf den Preis. Dazu sind handelbare Fondsanteile (ETF) eine neue Möglichkeit,
in Gold zu investieren. Diese ?Street Tracks Gold Trust? wurden erstmals am Donnerstag an der New Yorker Börse gehandelt. Das Instrument soll ? so die Erwartung ? neue Anlegerkreise für Goldinvestments erschließen, was wiederum die Nachfrage treiben würde.

Doch auch längerfristig bleibt der Ausblick für Gold positiv. Markus Bachmann spricht von einer ?strukturellen Aufwärtsbewegung? des Preises. Für das Jahresende prognostiziert der Edelmetallspezialist von Craton Capital in Johannesburg einen Goldpreis nahe des aktuellen Niveaus. Bis Ende 2005 könnte Gold sogar bei 500 Dollar oder leicht darüber liegen. Neben dem weiter schwachen Dollar und einer rückläufigen Minenproduktion begründet Bachmann seinen Optimismus mit der Suche verunsicherter Investoren nach sicheren Anlagen. Gold gelte daher in begrenztem Umfang als fester Bestandteil eines ausgewogenen Portfolios.

Auch David Davies von Andisa Securities in Johannesburg, der sich selbst als ein ?Goldbulle? bezeichnet, rechnet mit weiteren Gewinnen. Er prophezeit für Ende 2004 einen Preis von bis zu 470 Dollar. Und bis Ende 2005 erwartet Davies einen Anstieg um weitere 10 bis 15 Prozent. Langfristig spreche vor allem die hohe physische Nachfrage von jährlich rund 3 900 Tonnen für Gold. Sie übersteigt seit einigen Jahren die Produktion von rund 2 500 Tonnen.

Bisher wurde die Angebotslücke durch den Verkauf von Zentralbankbeständen geschlossen. Künftig erwartet Davies einen beträchtlichen Rückgang dieser Abgaben. Nur Deutschland, Frankreich und ? bedingt ? Italien hätten Interesse daran signalisiert, Gold abzustoßen. Die Banque de France will in den nächsten fünf Jahren etwa 500 bis 600 Tonnen aus ihren Goldreserven verkaufen. Dies soll Einnahmen von mehr als 200 Mill. Euro im Jahr bringen, teilte die Zentralbank am Freitag mit. Der Verkauf von Gold ist zum jetzigen Zeitpunkt für Notenbanken nicht allzu attraktiv. Da das Metall in Dollar fakturiert wird, drückt der starke Euro die Erlöse. Auf Euro-Basis ist der Goldpreis daher bislang nur wenig gestiegen.

Ab 2006/2007 könnte sich laut Davies ein weiterer Rückgang der Minenproduktion auf den Preis auswirken. Besonders stark dürfte dieser im angestammten Goldland Südafrika ausfallen. Gründe dafür sind die Tiefe der Minen und die hohen Lohn- und Explorationskosten. Für einen stabileren Goldpreis spricht zudem der Trend zu Fusionen. Erst vor vier Wochen unterbreitete Goldförderer Harmony, weltweit die Nummer sechs, ein feindliches Übernahmeangebot für seinen größeren Lokalrivalen Gold Fields, weltweit auf Platz vier. Zusammen würden die beiden Südafrikaner zum weltweit größten Goldproduzenten aufsteigen.

Trotz der stabilen Marktlage wird vereinzelt vor zu großer Euphorie gewarnt. Zu viele Ausbruchsversuche des Goldpreises hätten sich in den vergangenen Jahren nur als ein Strohfeuer entpuppt, heißt es. Kelvin Williams, Marketing-Chef des Goldförderers Anglogold Ashanti, hat noch im September zur Vorsicht gemahnt. Ihm macht vor allem der dramatische Rückgang der Nachfrage bei Goldschmuck Sorgen, die immerhin 75 Prozent des Gesamtabsatzes ausmacht. Die Nachfrage der Schmuckbranche nach Gold sei in den letzten fünf Jahren um fast 25 Prozent gefallen, sagte Williams.  

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8970 Postings, 5921 Tage bammieGewinnmitnahmen gefährden Rally des Goldpreises

Mit 448 $ je Unze ist der Goldpreis zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit mehr als 16 Jahren geklettert. Die anhaltende Dollar-Schwäche bleibt der Hauptgrund für die Entwicklung.
Marktteilnehmer schließen einen Test des charttechnischen Widerstands bei 450 $ nicht aus. Das nächste Preisziel liegt dann bei 462 $. Am Freitag schloss das Edelmetall bei 447,05 $. Allerdings nimmt mit dem steigenden Preis auch die Gefahr von Gewinnmitnahmen zu. Es ist möglich, dass sich einige Händler entschließen, ihre Gewinne für das laufende Jahr zu sichern. Das würde den Preis entsprechend unter Druck setzen. Technische Analysten sehen eine erste Unterstützung bei 440 $ und dann 432 $.
Die hohe Nachfrage, die den Goldpreis in den vergangenen Tagen stützte, könnte Händlern zufolge auch von neuen Anlageprodukten ausgegangen sein: Am Donnerstag wurden an der New Yorker Börse handelbare Gold-Fondsanteile eingeführt. Ähnlich wie bei börsengehandelten Zertifikaten können Investoren hierüber an der Entwicklung des Goldpreises partizipieren. Das könnte im Vorfeld der Börseneinführung zu einem Nachfrageanstieg geführt haben.
Die französische Zentralbank gab am Freitag bekannt, dass sie sich mit dem Finanzministerium geeinigt habe, in den nächsten fünf Jahren 500 bis 600 Tonnen Gold zu verkaufen. Die Veräußerung ist Teil des Zentralbankenabkommens. Von der Meldung sollten daher keine negativen Folgen für den Goldpreis ausgehen.
Der Silberpreis dürfte sich weiterhin im Windschatten des Goldes bewegen. Die Notierung kletterte am Donnerstag bis auf 7,72 $ je Unze. Zum Wochenschluss waren es 7,56 $. Kommt es beim Gold zu dem erwarteten Anstieg, erwarten Analysten für Silber einen Test des Widerstands bei 7,75 $.
Industrielle Nachfrage unterstützte den Platinpreis: Das Metall beendete die Woche mit 856 $, nachdem es am Donnerstag bis auf 844 $ gefallen war - 35 $ unter Wochenhoch. Auslöser waren unter anderem die Analysten von Johnson Matthey. Sie erwarten für 2005 zum ersten Mal seit 1998 ein ausgeglichenes Angebot-Nachfrage-Verhältnis und schließen auch einen leichten Angebotsüberschuss nicht aus.  

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