Go fuck yourself, Mr. President

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neuester Beitrag: 13.09.05 20:03
eröffnet am: 13.09.05 09:25 von: Rheumax Anzahl Beiträge: 5
neuester Beitrag: 13.09.05 20:03 von: Depothalbiere. Leser gesamt: 183
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13.09.05 09:25

8584 Postings, 7170 Tage RheumaxGo fuck yourself, Mr. President

Bushs Bauernopfer


Bush in New Orleans

                         
Der umstrittene US-Katastrophenschutzchef Michael Brown tritt nach dem Hurrikan-Desaster zurück, um seinen Präsidenten vom Absturz ins politische schwarze Loch zu retten.

 

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Von Peter Gruber, Washington

George W. Bush gab sich kurz und bündig. Nein, er habe heute noch nicht mit seinem zurückgetretenen Katastrophenschutzchef Michael Brown telefoniert, wischte der US-Präsident die Frage eines Reporters zur Seite. Und sein strenger Blick ließ keine Zweifel offen. Ein solches Telefongespräch werde es auch nicht mehr geben. Aus, vorbei und vergessen.

Zwei Wochen nachdem Hurrikan Katrina den Süden der USA verwüstete hat die Naturkatastrophe in der US-Regierung erste personelle Konsequenzen gefordert. Am Montag (Ortszeit) trat der heftig umstrittene Chef der US-Katastrophenschutzbehörde Fema, Michael Brown, dem Bush den Spitznamen ?Brownie? gegeben hatte, von seinem Amt zurück.

?Brownie, Sie machen einen tollen Job!?

Er nehme auch deswegen seinen Hut, um dem Präsidenten und seiner Behörde nicht zu schaden, beteuerte der 50-Jährige: ?Es ist wichtig, dass ich jetzt gehe, um eine weitere Ablenkung von den Aufgaben der Fema zu vermeiden.?

Bereits am Freitag war Brown, der keinerlei Erfahrung im Katastrophenschutz hat und früher Funktionär bei der internationalen Vereinigung für arabische Zuchtpferde war, als Koordinator der Hurrikan-Hilfe abgelöst worden. Experten hatten ihm vorgehalten, er habe viel zu spät, viel zu langsam und viel zu unzureichend auf die Katastrophe reagiert.

Dagegen hatte Bush selbst seinen Katastrophenmann nach dem Desaster noch ausdrücklich gelobt: ?Brownie, Sie machen einen tollen Job!?

Note ungenügend für Bush

Browns Rücktritt kommt alles andere als überraschend. Vor allem Bush brauchte dieses Bauernopfer, um seinen eigenen Absturz ins politische schwarze Loch zu stoppen. Denn seit die Bilder vom verwüsteten New Orleans, von Hunderten Toten und Zehntausenden Obdachlosen über die Bildschirme flimmern, zeigt seine Beliebtheitskurve in Umfragen steil nach unten.

Derzeit sind nicht einmal mehr vier von zehn Amerikanern mit ihrem Präsidenten zufrieden. Sechs von zehn geben ihm die Note ungenügend. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) halten Bushs Reaktion auf die Naturkatastrophe für mangelhaft. Knapp zwei Drittel (63 Prozent) sind überzeugt, dass die Bundesregierung beim Hurrikan-Einsatz versagt hat. Fast drei Viertel (70 Prozent) fordern eine Untersuchung über die Hintergründe der schleppenden Hilfe für die Betroffenen.

Schicksal der Betroffenen egal?

Vor allem Brown war in den Tagen nach der Katastrophe zur Symbolfigur einer für viele Betroffenen inkompetenten US-Regierung geworden. Die Kritik am Fema-Direktor färbte auch auf den Präsidenten ab. Bush sei das Schicksal der durchweg schwarzen und bitterarmen Hurrikan-Opfer egal, hieß es. Er lasse die Krisenregion im Stich, klagten andere. Dies sei nicht mehr derselbe Bush, der noch vor vier Jahren so souverän auf die Terrorattentate vom 11. September reagiert habe.

Jetzt versucht der Präsident in einer beispiellosen PR-Offensive, verlorenen Boden gut zu machen. Dreimal ist er bereits an die US-Golfküste gejettet, um sich dort mit Überlebenden der Katastrophe zu treffen. Am Montag ließ er sich im offenen Hemd stehend auf der Ladefläche eines Lastwagens durch die Straßen von New Orleans chauffieren.

Hermetisch abgeschirmt durch New Orleans

Bushs Strategen hatten den hemdsärmeligen Auftritt bis ins kleinste Detail fürs Fernsehen inszeniert: Der Präsident ist mittendrin im Geschehen, er hat die Lage unter Kontrolle, sollte die Botschaft ans Volk lauten. Nur die Bewohner von New Orleans durften nicht einmal in Bushs Nähe. Das Weiße Haus hatte den Präsidenten aus Angst vor Protesten hermetisch abgeschirmt.

Erst vorige Woche hatte Vizepräsident Dick Cheney die Wut des Volkes bei einem Besuch im Katastrophengebiet zu spüren bekommen. Mitten ihn seiner Rede wurde der Bush-Vize von einem aufgebrachten Zuhörer unterbrochen: ?Mr. Cheney, go fuck yourself!?

Plastikplanen gegen Atombomben

Ob Bush sich von dem Hurrikan-Desaster politisch wieder erholen kann, muss die Zeit zeigen. Im Moment ist das Vertrauen der Öffentlichkeit in ihren Präsidenten ziemlich gering. In einer am Montag veröffentlichten Gallup-Umfrage sind lediglich 22 Prozent der Amerikaner sehr zuversichtlich, dass die US-Regierung eine weitere Naturkatastrophe in den Griff bekommen kann. Im Fall eines Terrorattentats sind es sogar nur 21 Prozent.

Daran, so befürchten Beobachter, werde auch der neue US-Katastrophenschutzchef David Paulison nicht viel ändern, der Brown als Fema-Direktor ablösen soll. Vor ein paar Jahren hatte Paulison der überraschten Nation zur Vorsorge für einen nuklearen Terroranschlag empfohlen: Plastikplanen und Isolierband besorgen und bei Gefahr damit die Wohnung abdichten!  

13.09.05 09:27

8215 Postings, 7148 Tage SahneMoin Rheumax o. T.

13.09.05 09:33

8584 Postings, 7170 Tage RheumaxMoin Sahne

Sieht nich so aus, als ob ich die letzten Wochen hier viel verpasst hätte..
 

13.09.05 09:35

8215 Postings, 7148 Tage SahneNö,

das übliche Geschwafel der Meinungsmacher und derer die es werden wollen, ab und zu was nettes oder interessantes.
Wie immer also...  

13.09.05 20:03

25551 Postings, 7135 Tage Depothalbiererdumm nur, daß die ratte keiner abknipst

sowas passiert leider nur bei typen wie kennedy.  

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