Gier

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eröffnet am: 16.12.06 06:57 von: Pantani Anzahl Beiträge: 2
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Gier

Auch Hitler will mehr Pension

Margot Honecker, Ernst Welteke, Hans Eichel ? viele Menschen, die sich um unser Land verdient gemacht haben, müssen in Armut leben. Nun wehren sich die hungernden Greise: Immer mehr überwinden ihre Scham und klagen für eine menschenwürdige Pension. Sogar einer, der in seiner Amtszeit zu den beliebtesten Politikern Deutschlands gehörte, muss mit einer Hungerrente auskommen ? und will das jetzt nicht mehr länger hinnehmen.

?Ja es stimmt?, bestätigen Hitlers Anwälte Peter-Michael Brennessel und Rolf Bussibär. ?Wir klagen im Namen unseres Mandanten gegen die Bundesrepublik Deutschland. Er war immerhin zwölf Jahre Kanzler ? das steht ihm eine angemessene Pension zu.? Zwar hat Hitler in dieser Zeit nur sehr unregelmäßig ?geklebt?, und viele Unterlagen sind in den Wirren der letzten Kriegstage verloren gegangen. Aber, so Anwalt Brennessel, der seinerzeit auch für Erich Mielke eine Hut-Zulage erstritt, ?jeder weiß doch, was er geleistet hat ? alles steht in den Geschichtsbüchern, Landser-Heften und in italienischen Sadomaso-Comics.? Trotzdem wollen die Anwälte als Zeugen u. a. Bruno Ganz, Helge Schneider und Johannes B. Kerner vorladen.

Hitler selbst will sich nicht äußern, denn er hat einen Vertrag mit Stern-TV und soll sich dort exklusiv und einfühlsam von Günter Jauch verstehen lassen. Der rüstige 117jährige ist vor einigen Wochen klammheimlich nach Deutschland zurückgekehrt. Jahrzehnte lang lebte er im südamerikanischen Paranoiaguay (GLASAUGE berichtete), fing dort ein neues Leben an und wandelte sich zum langhaarigen Alt-Hippie, der mit befreiter Sexualität seine früheren Aggressionen überwand. Nun wohnt er mit seinen fünf Haremsfrauen Eva Braun, Eva Preußisch-blau, Eva Magenta, Eva Pink und Eva Herman-Göring in einem bescheidenen Reihenbunker in Mecklenburg-Vorpommern. Der überzeugte Vegetarier will dort in ökologischer Landwirtschaft Sauerkraut, Eichenlaub mit Schwertern und Kokain anbauen.

Davon allein kann Hitlers Landkommune aber nicht leben. Deshalb sieht man den schmächtigen Ex-Führer mit dem immer leicht nach Urin riechenden Poncho, seine Frauen und sein Lama zurzeit ständig in den Fußgängerzonen von Anklam, Wismar und Greifswald. Dort spielt die zottelige ?Hitler-Family? bis zu 100mal am Tag das Horst-Wessels-Lied auf Panflöten im Anden-Sound, bis ihnen die genervten Zuhörer etwas Kleingeld hinwerfen.

Nicht nur deshalb ist den Einheimischen ihrer neuer Nachbar nicht ganz geheuer: ?Der Name Adolf klingt irgendwie undeutsch? fürchten Enrico M. und Silvio Z., die wir im Jugendzentrum von Schweißtrow, einer ehemaligen Bushaltestelle, treffen. Auch die Pensionsforderungen des ?schwuchteligen alten Multikultisacks aus Ösi-Reich? (O-Ton Enrico) kommen bei ihnen nicht gut an: ?Mir ist gerade das Tätowier-Bafög gestrichen worden und dann wollen solche Bonzen noch mehr Kohle!? empört sich der 34jährige Arbeitlose. Obwohl er vor drei Jahren die Grundschule mit mindestens einem Fleißbienchen abgeschlossen hat, hat Enrico auf keiner seiner Bewerbungen je eine Antwort bekommen. Dabei hat er von seinem Traumberuf ?Formel-1-Weltmeister? schon früh Abschied genommen und sich für Jobs beworben, bei denen der Andrang nicht ganz so groß zu sein schien. Doch auch als iranischer Präsident, als schwarzer Gangster-Rapper und als Besitzer von Sat1/ProSieben wollte ihm keiner eine Chance geben. ?Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch als Trainer des 1. FC Köln war das einzige, was bei der ganzen Plackerei rausgekommen ist? weint der verzweifelte Jugendliche in sein Hakenkreuz-Taschentuch (?von Mutti gestickt?), aber da sei er ?wegen der Frauenquote? gegen Christoph Daum ausgeschieden.

Der Neu-Mecklenburger Hitler kennt die sozialen Probleme seiner norddeutschen Landsleute. ?Sobald er wieder genug Geld für Wellness-Wochenenden in Polen, Guido-Knopp-Bücher und Schäferhundefutter hat, will mein Mandant sich politisch engagieren?, brummt Anwalt Bussibär. Den reichhaltigen Erfahrungsschatz des Elder Reichs-Man dürfe man nicht brach liegen lassen. Einig sei er sich aber mit Kurt Beck, dass eine Rasur Voraussetzung für die erfolgreiche Jobsuche sei: Zwar könne man mit dem Bau von Autobahnen auch heute gewiss noch viel Gutes bewirken, doch das Hauptproblem Mecklenburg-Vorpommerns seien die vielen Langhaarigen und Bärtigen. Für sie will Hitler im nächsten Jahr eine ?Nacht der langen Rasiermesser? organisieren. Glasauge

Artikel erschienen am 15.12.2006

Artikel drucken WELT.de 1995 - 2006  

16.12.06 08:07

12570 Postings, 6192 Tage EichiNur durch Gier

(vgl. Begierde) kam das Leben zustande!  
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