Gesuchter Verbrecher flüchtete verschleiert

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eröffnet am: 21.12.06 09:15 von: Happy End Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 21.12.06 12:14 von: kleinlieschen Leser gesamt: 244
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21.12.06 09:15
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95440 Postings, 7267 Tage Happy EndGesuchter Verbrecher flüchtete verschleiert

Gesuchter Verbrecher flüchtete verschleiert

LONDON. Die Schlangen waren lang an der Passkontrolle des Londoner Flughafens, und vielleicht deshalb durfte die tiefverschleierte Frau nach einem kurzen Blick auf die Ausweispapiere passieren. Das war ein Fehler.

Unterm Kopftuch verbarg sich nämlich einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes. Ausgerüstet mit dem Pass seiner Schwester und weitgehend verhüllt durch den "Iqab", den Ganzkörperschleier, schlüpfte Mustaf Jamma durch die Kontrollen: Ein mutmaßlicher Polizistenmörder mit einem umfangreichen Vorstrafenregister.

Aufgedeckt von der "Times", entwickelte sich die peinliche Posse zu einem Skandal allererster Ordnung. Seitdem der ehemalige Außenminister Jack Straw die muslimischen Frauen aufgefordert hatte, den Schleier abzulegen, besetzt die Kopftuch-Debatte einen Spitzenplatz in der öffentlichen Diskussion. Die Flughafen-Panne, die von den Behörden allerdings noch nicht offiziell bestätigt wurde, scheint nicht geeignet, den Schleier-Freunden neue Sympathien zu verschaffen.

Der Vorfall ereignete sich bereits vor einem Jahr und kam jetzt am Rande eines spektakulären Prozesses ans Licht. Ein Gericht verurteilte einen gebürtigen Somalier zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Am Überfall auf ein Reisebüro, das mit den tödlichen Schüssen auf die herbeieilenden Polizistin endete, war allerdings auch dessen Bruder beteiligt, glaubt die Polizei.

Zu einer Festnahme kam es jedoch nicht. Obwohl sein Steckbrief an jedem Baum hing, gelang es dem Mann, dessen Name mit Mustaf Jamma angegeben wird, unterzutauchen und mit dem Flugzeug das Land zu verlassen.

Jamma, der durch seinen Bart gar nicht weiblich wirkt, nutzte offenbar eine bisher wenig bekannte Lücke in den Sicherheitsvorkehrungen. Britische Flughäfen gelten eigentlich als äußerst korrekt. Bedroht durch terroristische Anschläge, ist man dazu übergegangen, jeden Koffer penibel zu überprüfen. Die Personenkontrollen sind allerdings nicht ganz so dicht. Nur bei der Einreise muss sich wirklich jeder Passagier eingehenden Überprüfungen stellen. Bei der Ausreise dagegen werden nur Stichproben gemacht, wurde jetzt zugegeben. Verschleierte Frauen bitte man nur zur Gesichtkontrolle, wenn konkrete Verdachtsmomente vorliegen, erklärte das Innenministerium.  

Quelle: http://www.nachrichten.at/  

21.12.06 12:03
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8541 Postings, 5695 Tage kleinlieschenWozu gibts eigentlich Paßfotos?

Oder sind darauf die Frauen ebenfalls verschleiert abgelichtet?

Gruß - kl.  

21.12.06 12:07
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8758 Postings, 5513 Tage DSM2005man muß die Kontrolleure auch mal verstehen


es sind schon viele Kontrolleure beim Lüften des Schleiers in Onmacht gefallen...weil man ja nie weiß, was man da zu sehen bekommt....es trifft einen auf jeden Fall unvorbereitet.......

so lässt man den Schleier eben da wo er hingehört....übers Gesicht


reiner Selbstschutz eben






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Liebe geht durch den Magen, Pils durch die Blase.
 

21.12.06 12:14

8541 Postings, 5695 Tage kleinlieschenSowas ist doch Realsatire-

und eigentlich auch garnicht so lustig, wenn nach den Anschlägen und der permanenten Gefahr die Kontrollen dermaßen lax durchgeführt werden.

Gruß - kl.  

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