George Bush und Genossen sind blöd und verrückt

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eröffnet am: 24.08.06 07:08 von: Happy End Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 24.08.06 10:28 von: Depothalbiere. Leser gesamt: 174
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24.08.06 07:08
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95440 Postings, 6982 Tage Happy EndGeorge Bush und Genossen sind blöd und verrückt

Interview mit Douglass North


?George Bush und Genossen sind blöd und verrückt?

Der Wirtschaftshistoriker Douglass North schlägt Geld als Lösung des Nahost-Konfliktes vor. Gegen die aktuelle Nahost-Politik Amerikas erhebt der Nobelpreisträger schwere Vorwürfe. Mit seiner Meinung überschreitet der Amerikaner nicht zum ersten Mal die Grenze zur Sozialphilosophie. Berühmt wurde North mit seinen Arbeiten zur langfristigen ökonomischen Entwicklung in Europa und Amerika. Schon hier betont er die Rolle formeller und informeller Regeln - dazu zählen neben Rechtsregeln auch ethische Normen, Sitten und Gebräuche.

Herr North, haben Sie als Ökonom eine Idee, wie man den Konflikt im Nahen Osten in Griff bekommen kann?

Klar. Geben wir den Israelis doch 5 Milliarden Dollar. 2,5 Milliarden Dollar müssen sie den Palästinensern abgeben, damit diese ihre Wirtschaft entwickeln und mit der israelischen vernetzen können. Eine solche wirtschaftliche Integration von Israel und Palästina ist notwendig, um Frieden in der Region zu sichern, darüber kann es gar keinen Streit geben. Die Vorteile einer solchen Lösung für beide Seiten wären monumental. Also, warum nicht?

Aber wo soll so eine Summe aber herkommen?

Die Vereinigten Staaten geben für so viel Unsinn so viel Geld aus. Das ließe sich schon aufbringen.

Und das soll klappen?

Es gibt ein wesentliches Problem. Es ist den Verhandlungsführern wohl leider nicht möglich, die Bevölkerungen kollektiv zum Wohlverhalten zu verpflichten, erst recht nicht für die Zukunft. Diese Erkenntnis ist wichtig.

Das heißt, wir müssen tiefer graben. Also: Wo kommt dieser Fundamentalismus her, der Menschen dazu bringt, Soldaten zu entführen und Flugzeuge in die Luft zu sprengen?

Fundamentalismus gibt es in jeder Religion. Und Religionen gibt es überall. Es gibt keine menschliche Gesellschaft, die nicht versucht hat und versucht, mit Hilfe von Glaubenssystemen Dinge zu erklären, die nicht rational sind. Nun ist es mir egal, an was für verrückte Dinge Sie glauben. Aber wenn Sie mich umgekehrt dazu zwingen wollen, an das zu glauben, woran Sie glauben, dann haben wir ein Problem. Solche Übergriffe der Intoleranz sind im Laufe der Geschichte von allen Religionen ausgegangen, auch vom Christentum, nicht nur jetzt vom Islam.

Wozu soll es gut sein, Menschen zur "Rechtgläubigkeit" zu zwingen?

Das hat mit dem inneren Zusammenhalt von Gesellschaften zu tun. Sie brauchen einen gemeinsamen Nenner. Ein Weg, den zu schaffen, besteht darin, den Leuten ein gemeinsames Glaubenssystem zu vermitteln. Das ist dann eine informelle Institution. Wie genau die jeweiligen Glaubenssysteme aussehen, hat mit der jeweiligen Kultur, mit den Erfahrungen einer Gesellschaft zu tun. Zum Fundamentalismus artet der Drang zum gemeinsamen Glaubenssystem erst aus, wenn er als solcher formalisiert wird.

Wenn sich intolerante Glaubenssysteme durchgesetzt haben, läßt sich das Rad dann noch zurückdrehen? Formale Institutionen wie Gesetze kann man durch politische Entscheidung verändern; informelle Institutionen wie die Glaubenssysteme einer Gesellschaft hingegen entziehen sich doch der Kontrolle.

Natürlich kann man etwas tun. Zuallererst gilt es zu verstehen, wie es dazu gekommen ist. In dieser Hinsicht sind eben Präsident George Bush und seine Genossen so blöd und so verrückt. Man kann nicht einfach alle Leute umbringen, die anderer Meinung sind. Wenn man versucht, sie zu verstehen, dann muß man noch lange nicht gutheißen, was sie tun - aber man kann immerhin mit ihnen kommunizieren.

Neigen Menschen in Gesellschaften, die wirtschaftlich erfolglos sind, besonders zu religiösem Fundamentalismus? Haben sie etwas zu kompensieren, weil ihnen ein anderer Zusammenhalt fehlt?

Gute Frage. Vielleicht. Aber das ist nicht sicher. Wir wissen viel zuwenig über kognitive Grundlagen und Mechanismen menschlicher Entscheidungen. Und vor allem kann man so nicht erklären, warum ausgerechnet gut ausgebildete, halbwegs vernünftiges Geld verdienende Menschen in westlichen Ländern in reifen Jahren zum Islam konvertieren und zu Attentätern werden, wie jetzt in England.

Trotzdem - sind die islamischen Gesellschaften wegen ihrer Religion ökonomisch unterlegen? Was fehlt ihnen?

Aufgrund ihres Glaubenssystems fehlen ihnen wesentliche Institutionen, die sich im Westen herausgebildet haben. Im Westen hat nicht zuletzt die Kirche dafür gesorgt, daß sich beispielsweise das Streben nach Wohlstand durchgesetzt hat. Im Islam gibt es das nicht. Es gibt auch kein Unternehmen in der Form, wie wir es kennen: mit grundsätzlich unbegrenzter Lebensdauer. Alle Unternehmen in der islamischen Welt sind klein und sterben mit ihrem Besitzer. Die islamische Gesellschaft wird erst weiterkommen, wenn sie Wirtschaftsformen entwickelt, die sich emanzipieren und über die Lebensdauer von Individuen herausgehen, die also unpersönliche, anonyme Tauschprozesse zulassen. Komplexe Gesellschaften brauchen Institutionen, die anonyme Tauschprozesse zulassen. Daran fehlt es übrigens auch in China.

Aber China ist wirtschaftlich ungeheuer erfolgreich!

Klar. Die Chinesen holen auf wie verrückt. Aber irgendwann werden sie mit einem fundamentalen Dilemma konfrontiert sein. Alle Reformen, die sie bisher ins Werk gesetzt haben, basieren auf dem Prinzip des persönlichen Austausches, auf Kontakten zu wichtigen Personen. Das paßt nicht zu einer so großen Volkswirtschaft. Davon werden sie sich verabschieden und Institutionen verankern müssen, die universelle und einklagbare gleiche Rechte für jedermann garantieren. Sonst kippt der Prozeß irgendwann. Dann wird das System ersticken an Profiteuren, die sich ihre Machtposition zu sichern suchen. Auch ohne die Einführung von demokratischen Prozessen wird es nicht gehen. Politisch ist China weiter eine kommunistische Diktatur.

Das Gespräch führte Karen Horn.

Quelle: faznet.de

 

24.08.06 08:19

112127 Postings, 6015 Tage denkideeAus dem Angriffsetat von über 350 Milliarden $

Auszüge aus 1

Herr North, haben Sie als Ökonom eine Idee, wie man den Konflikt im Nahen Osten in Griff bekommen kann?

Klar. Geben wir den Israelis doch 5 Milliarden Dollar. 2,5 Milliarden Dollar müssen sie den Palästinensern abgeben, damit diese ihre Wirtschaft entwickeln und mit der israelischen vernetzen können. Eine solche wirtschaftliche Integration von Israel und Palästina ist notwendig, um Frieden in der Region zu sichern, darüber kann es gar keinen Streit geben. Die Vorteile einer solchen Lösung für beide Seiten wären monumental. Also, warum nicht?

Aber wo soll so eine Summe aber herkommen?

Aus dem jährlichen Angriffsetat von über 350 Milliarden Dollar

 

24.08.06 10:28

25551 Postings, 6852 Tage Depothalbierernee, das geht nicht, dann kriegen ja northrop und

co weniger.

und die bezahlen die us regierung ja schließlich dafür, daß sie mehr kriegen.
 

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