Geld schießt doch Tore

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neuester Beitrag: 23.08.05 17:06
eröffnet am: 23.08.05 15:37 von: SAKU Anzahl Beiträge: 11
neuester Beitrag: 23.08.05 17:06 von: bernstein Leser gesamt: 409
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23.08.05 15:37

50457 Postings, 6143 Tage SAKUGeld schießt doch Tore

Fußball: Wissenschaftler untermauert Stammtischthese

Geld schießt Tore - diese Stammtischthese ist nun endlich wissenschaftlich untermauert. Der Wirtschaftsprofessor Bernd Frick von der Privat-Universität Witten/Herdecke kommt in seiner Studie "Die Voraussetzungen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolges in der Fußball-Bundesliga" zu dem Ergebnis, dass der sportliche Erfolg eines Vereins unmittelbar mit seiner Finanzkraft zusammenhängt.

23.08.2005

"Natürlich kann Geld Tore schießen. Der FC Schalke 04 ist dafür das beste Beispiel", sagte der 46 Jahre alte Sportökonom.

Statistisch eindeutiger Zusammenhang
Für seine Untersuchung wertete Frick Daten der Bundesliga- Spielzeiten 1981/1982 bis 2002/2003 aus. Gemeinsam mit seinem Kollegen Robert Simmons von der Lancaster University Management School analysierte Frick anhand der Trainergehälter und Marktwerte der Spielerkader der Eliteclubs die Auswirkungen leistungsabhängiger Bezahlung im Profi-Sport.

"Wenn sich der Marktwert einer Mannschaft um zehn Prozent erhöht und die anderen Bundesligisten ihren Kader nicht finanziell aufrüsten, stellt das einen zusätzlichen Sieg pro Saison sicher", erklärte Frick. Es gebe einen statistisch eindeutig nachweisbaren Zusammenhang zwischen Geld und sportlicher Leistungsfähigkeit. Als Beleg führt Frick in seiner Studie die Bundesliga-Spielzeiten 1990/1991 bis 1999/2000 an. In diesem Zeitraum lagen die Spielergehälter des späteren deutschen Meisters um 75 Prozent über dem Durchschnitt aller Vereine, die der drei Absteiger um 34 Prozent darunter.

Motivation durch monetäre Anreize
Auch die Spielstärke eines einzelnen Fußballers könne anhand seiner Bezahlung bestimmt werden. "Die Qualität eines Spielers ist über sein Gehalt abschätzbar", sagte Frick. Dies gelte insbesondere auch für Fußballtrainer. Daher sollten nach Ansicht des Forschers finanzschwache Vereine ihr Geld anstatt in teure Spieler in einen guten und damit vergleichsweise kostspieligen Coach investieren. "Der Konkurrenzkampf um die Trapattonis und Magaths dieser Welt lässt darauf schließen, dass die Person des Trainers sehr wichtig ist", so Frick.

Der Betriebswissenschaftler ist davon überzeugt, dass seine Ergebnisse auch auf andere Sportarten übertragbar sind: "Fast alle Sportler lassen sich durch monetäre Anreize motivieren". Als Beispiel nannte er die russische Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa, die derzeit den Weltrekord Zentimeter um Zentimeter verbessert. "Warum sollte Isinbajewa 5,15 Meter springen, wenn sie weiß, dass sie für jeden Weltrekord 50.000 Euro bekommt."  

23.08.05 15:42

95440 Postings, 7194 Tage Happy EndUnd dafür braucht´s ´ne Studie?

23.08.05 15:43

16571 Postings, 6641 Tage MadChart*ggggg*

Diese Studie hat den Nobelpreis verdient  

23.08.05 15:47

1533 Postings, 6288 Tage Hadschi Halef Oma.und was ist mit dem BVB *ggg*

Gruß

Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawud al Gossarah  

23.08.05 15:47

244 Postings, 5814 Tage Jup der WalWarum schiesst Dortmund dann keine;-)) o. T.

23.08.05 16:01

776 Postings, 7157 Tage graziani31...

Hm, der Prof. war mal einer meiner "Lehrer" an der Uni. Rein statistisch gesehen ist doch interessant, einen Zusammenhang "zu beweisen". Im Übrigen, Hadschi und Jup: Dortmund ist ein Beweis der Studie, denn "...dass der sportliche Erfolg eines Vereins unmittelbar mit seiner Finanzkraft zusammenhängt...". Schließlich ist Dortmund auf Einkaufstour gegangen, ohne entsprechende Finanzkraft zu haben.

Gruß,
graziani  

23.08.05 16:04

95440 Postings, 7194 Tage Happy EndVielleicht sollte er mal Studien machen

zu folgenden Thesen:

"Der Ball ist rund."

"Das nächste Spiel ist das schwerste."
 

23.08.05 16:20
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26159 Postings, 6039 Tage AbsoluterNeulingKorrelation &#; Kausalität

Ich kann es nicht oft genug wiederholen.

Wer sagt denn, dass es nicht genau umgekehrt ist? Dass ein sportlich erfolgreicher Verein mehr bezahlen kann (CL-Teilnahme, Sponsorenqualität etc.) oder dass es eine gemeinsame Ursache für beides gibt (Umfeld, Qualität des Management etc.)?

Peinlich für einen Professor - der sollte es wirklich besser wissen.
Naja, ist halt 'ne Privatuni...


A.N.
(vincit sedendo)

geschichtsunterricht ist das eine, die wahrheit oftmals eine andere. war in meck/pomm und es gab nur einen, der bei diesem lehrer je eine 1+ in der mündl. prüfung bekam.

 

23.08.05 16:21

26159 Postings, 6039 Tage AbsoluterNeulingKorrelation ≠ Kausalität...

...sollte es natürlich heissen...
A.N.
(vincit sedendo)

geschichtsunterricht ist das eine, die wahrheit oftmals eine andere. war in meck/pomm und es gab nur einen, der bei diesem lehrer je eine 1+ in der mündl. prüfung bekam.

 

23.08.05 16:56

776 Postings, 7157 Tage graziani31Bei jeder Studie gibt es Lücken,

denn es geht immer nur um eine These, und natürlich kann bei jeder These Scheinkorrelation das Ergebnis beeinträchtigen. Hrn. Frick nehme ich zumindest ab, daß er solche Dinge berücksichtigt hat. Aber in dem Interview - oder was auch immer das war - ging es anscheinend um die These "Geld schießt Tore" und nicht um "Tore machen Geld" o. so ähnlich.
Außerdem ist der Prof. nicht immer an einer Privatuni gewesen. (Das nur zur These "Na ja, ist halt 'ne Privatuni..." und der Scheinkorrelation.) ;-)

Gruß
graziani  

23.08.05 17:06

12104 Postings, 6754 Tage bernsteinnicht nur geld

schießt tore sondern auch der gerd,früher in das des gegners,heute ins eigene und
bekommt dafür auch noch geld.  

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