Geht die Rally an den Aktienmärkten weiter?

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eröffnet am: 21.11.04 11:25 von: moya Anzahl Beiträge: 1
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CHART-KOLUMNE: Geht die Rally an den Aktienmärkten weiter?

HAMBURG (S-T Systemtrade) -

Zum Wochenende hin bleiben die technischen Ausgangsbedingungen für die international wichtigsten Aktien-Indizes weiterhin interessant:
(1) Es dominieren unverändert intakte Aufwärtstrends in den meisten der von uns beurteilten Aktien-Indizes. Einige dieser Trendverläufe markieren neue Jahreshochs. 
(2) Die Schlusskurse vom letzten Donnerstag bestätigten den Bestand der Aufwärtstrends, markttechnisch wird eine allgemein hohe Bewegungsdynamik ausgewiesen.
(3)  Eine Ausnahme bildet hierbei lediglich der japanische Nikkei 225, der aktuell lediglich kurze Bewegungsschübe ausbildet hierbei seit Mitte August in einer Konsolidierungszone pendelt.
Die Randmärkte unterstützen diese positive Entwicklung derzeit auch weiterhin, als technisch kritisch (und auch wenn nur in Ansätzen) weisen wir jedoch auf einen ersten Stabilisierungsversuch innerhalb der Öl-Preis-Entwicklung hin, ebenso auf die unveränderte Schwäche im USD (auch wenn sich die US-Währung am gestrigen Donnerstag leicht erholen konnte).


BRENT-CRUDE-OIL
Der übergeordnete Abwärtstrend drückte den Preis für das Nordsee-Öl in knapp drei Handelswochen von einem Kursniveau über 52 USD auf 40 USD und tiefer und drang damit in ein Unterstützungsniveau ein, welches sich bereits im September in eng aufeinander folgenden Ebenen ausbildete. Hier scheint auch weiterhin wirklich ein Nachfrageüberhang zu existieren und dieser bremst derzeit den laufenden Trend aus. Im Groben unterstellen wir die Ausbildung einer Schiebezone in den Bereichen um 40 / 42 USD, was zu einer Stabilisierung der Markttechnik führt und somit die Reaktionsmöglichkeit für Brent-Crude-Oil erhöht.
In der Konsequenz rechnen wir aktuell mit einer höheren Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Kursverlauf auf der Oberseite korrigiert, als dass er im Anschluss an die Konsolidierung innerhalb o.g. Marken sofort wieder nach unten hin abdreht.


BUND-FUTURE
Im Kursverlauf des Bund-Futures sahen wir per Donnerstag eine Reaktion auf den Anstieg der letzten Tage (Ausbruch aus der jüngsten Konsolidierungs- / Schiebezone). Im Tief rutschte der Futures auf sein aktuell gültiges Unterstützungsniveau bei 117.34 zurück (Tagestief bei 117.39), konnte sich aber bisher oberhalb diesen Niveaus behaupten. Bis hierher gilt der übergeordnete Aufwärtstrend in seinem Bestand als nicht gefährdet und wir leiten noch kein erhöhtes Risiko für einen Impulswechsel her. Kritisch im Sinne der Definition wird es, wenn der Bund-Future Dezember-Kontrakt die 116.35 unterschreitet (letztes herleitbares Reaktionstief).

DAX DAX.ETR

Widerstände:      4171 / 4175 (ü - steht zur Disposition), 4191 (O);
Unterstützungen:  4101 / 4078 (u), 3983 (u), 3848 / 3836 (u), 3778 (u);

Aktuelle Korrekturpotentiale, bezogen auf den jüngsten tertiären  Aufwärts-
impuls  im DAX INDEX:
4068 / 4051   Minimumkorrektur
4010          Normalkorrektur
3969 / 3952   Maximumkorrektur

Mit einem Tageshoch bei 4191 markierte der deutsche Aktien-Index DAX am letzten Donnerstag ein neues Bewegungshoch im laufenden Aufwärtstrend, welches auf die letzten elf Monate auch als Jahreshoch bewertet werden muss.


Betrachten wir die bisherige Entwicklung in einem Gesamtbild, fallen folgende Sachverhalte auf:
- innerhalb der breit gefassten Konsolidierungszone, welche seit Jahresanfang besteht, konnte sich der DAX im Zuge des laufenden Aufwärtstrends an die obere Bereichsgrenze im Bereich um 4175 schieben und diese sogar leicht übersteigen (aktuelles Hoch bei 4191).
- oberhalb dieser Bereichsgrenze können wir keine weiteren sinnvollen Widerstände herleiten, da alle potentiellen Hürden aus Kursverläufen von 2002 und früher herrühren und wir hier kaum noch mit alten Schieflagen rechnen.

- analysieren wir nur den jüngsten Trendverlauf für sich betrachtet, so fällt die unverändert hohe Bewegungsdynamik auf. Hauptindiz für diese Aussage ist die Tatsache, dass der DAX in den letzten Wochen (besonders in der letzten Entwicklungsphase der Trendentfaltung), nicht einmal sein errechnetes minimales Reaktionspotential auch wirklich ausschöpfte. In der Konsequenz unterstellen wir dem DAX somit eine hohe Trendstabilität und daraus schlussfolgernd, auch eine hohe Trendzuverlässigkeit.
Aus diesen technischen Fakten heraus und in der Erwartung, dass die Randmärkte keine wirklich belastende Entwicklungen durchführen, lässt sich folgende Aussage formulieren:


Wir gehen zur Zeit davon aus, dass der DAX mittelfristig eine gute Chance hat, die obere Begrenzung der seit Anfang 2004 gültigen Konsolidierungszone nachhaltig zu überwinden und dass sich daran eine fortgesetzte Entfaltung des Aufwärtstrends anschließt. Mit Blick auf die Annahme, dass wir oberhalb der 4175 / 4200 kaum mit nennenswertem "alten" Widerstand rechnen müssen, sollte eine erneute mittelfristige Beschleunigung des Aufwärtstrends ab 4200 durchaus zu erwarten sein. Ein potentielles Kursziel für unsere optimistische Erwartungshaltung können wir auf Grund fehlender Chartmarken auf der Oberseite kaum herleiten, wir halten aber Kurse von 4300 / 4400 zum Jahresende hin durchaus für realistisch.


Der Vorteil der Technischen Analyse gegenüber jeder anderen Art der Marktbeurteilung ist die Tatsache, dass wir eine Fehlererkennung haben. Im aktuellen Falle wissen wir, dass wir unser optimistisches Szenario überdenken müssen (und positionsmäßig die "Reißleine" ziehen sollten), wenn der DAX-Index sein errechnetes minimales Korrekturpotential (aktuell bei 4068 / 4051) unterschreitet. Tritt dieser Fall ein, unterstellen wir einen deutlichen Abfall der mittelfristig relevanten Bewegungsdynamik und in der Konsequenz einen deutlichen Abfall der Wahrscheinlichkeit auf eine Trendfortsetzung.

In der Konsequenz heißt das: ...
... wir bleiben auch weiterhin bullish. Wir rechnen mit einer mittelfristigen Fortsetzung des Aufschwungs in Richtung 4300 / 4400, noch im Laufe dieses Jahres. Kurzfristig sind Reaktionen immer möglich. Solange sie das errechnete minimale Korrekturpotential nicht unterschreiten, stellen sie unserer Ansicht nach auch keine ernsthafte Trendgefährdung dar.


Aus praktischer Sicht bedeutet dies: wir halten an einer bestehenden Long-Position fest. Der Stop-Kurs für diese verbleibt im Bereich um 4065 im FDAX, der unteren Begrenzung der angepassten Minimumkorrektur auf den laufenden Aufwärtsimpuls.
Gruß Moya

 

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