Gedenket der Toten-Gedenkstätten in Berlin

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neuester Beitrag: 07.08.07 16:04
eröffnet am: 07.12.06 12:19 von: Kicky Anzahl Beiträge: 24
neuester Beitrag: 07.08.07 16:04 von: gogol Leser gesamt: 2217
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07.12.06 12:19
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61415 Postings, 7467 Tage KickyGedenket der Toten-Gedenkstätten in Berlin

ich habe mal einiges über die Berliner Gedenkstätten zusammengetragen,weil Kleinlieschen so gerne auch noch das Reichskriegsgericht unter Schutz stellen möchte und weil ich denke ,wenn jemand gedenken möchte ,dann sollte er mal hierhin gehen.
Ich war schon erstaunt einiges zu erfahren,dass ich bisher nicht wusste,z.B.
Die Gedenkstätte Plötzensee für die Opfer des Nationalsozialismus aus dem In- und Ausland ist ein Ort des stillen Gedenkens. Zwischen 1933 und 1945 wurden hier fast 3000 Menschen nach Unrechtsurteilen der NS-Justiz hingerichtet. Der Raum, in dem die Hinrichtungen stattfanden, ist heute Gedenkraum. Im Raum daneben wird die Praxis der nationalsozialistischen Justiz dokumentiert.Zwischen 1890 und 1932 werden insgesamt 36 wegen Mordes zum Tode verurteilte Menschen unter freiem Himmel auf einem Gefängnishof durch das Handbeil hingerichtet. In den 12 Jahren des nationalsozialistischen Terrors zwischen 1933 und 1945 fallen dagegen in Plötzensee über 2.891 Menschen justizförmigen Tötungen zum Opfer.Durch das Kriegssonderstrafrecht sind ab 1939 praktisch alle Delikte mit der Todesstrafe bedroht.Am 14. Oktober 1936 entscheidet Adolf Hitler auf Vorschlag von Justizminister Franz Gürtner, dass die Todesstrafe in Deutschland künftig mit der Guillotine zu vollstrecken ist.Die Scharfrichter erhalten jährlich 3.000 Reichsmark als feste Vergütung und pro Hinrichtung 60, später 65 Reichsmark. Die Angehörigen der Hingerichteten müssen eine ?Kostenrechnung? bezahlen. Die Staatsanwaltschaft fordert für jeden Hafttag in Plötzensee 1,50 Reichsmark, für die Hinrichtung 300 Reichsmark und für das Porto zur Übersendung der ?Kostenrechnung? 12 Pfennige.Allein 677 Hingerichtete kommen aus der 1938/39 von Deutschland besetzten Tschechoslowakei. Mit der Verfolgung des politischen Widerstandes in der Tschechoslowakei ist der zumeist in Berlin tagende ?Volksgerichtshof? befasst, der eine Vielzahl von Todesurteilen verhängt.
253 Todesurteile werden in Plötzensee gegen Polen, 245 gegen Franzosen vollstreckt. Hierzu gehören sowohl Angehörige von Widerstandsorganisationen als auch Menschen, die nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt worden sind.
http://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/02_dt.html

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand
ist ein Ort der Erinnerung, der politischen Bildungsarbeit, des aktiven Lernens, der Dokumentation und der Forschung. Mit einer umfangreichen Dauerausstellung, wechselnden Sonderausstellungen und einem vielfältigen Veranstaltungs- und Veröffentlichungsangebot informiert sie über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus.Sie will zeigen, wie sich einzelne Menschen und Gruppen in den Jahren 1933 bis 1945 gegen die nationalsozialistische Diktatur gewehrt und ihre Handlungsspielräume genutzt haben.Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand betreut auch die Gedenkstätte Plötzensee.Seit April 2005 hat die Gedenkstätte Deutscher Widerstand die fachliche und organisatorische Verantwortung für das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt in der Rosenthaler Straße 39, Berlin-Mitte, übernommen. Hier arbeiteten während der Zeit des Nationalsozialismus hauptsächlich blinde und gehörlose Juden unter dem Schutz des Kleinfabrikanten Otto Weidt, dessen Werkstätte oft die letzte Zuflucht für die Verfolgten und ihre Angehörigen war.
Der Bendlerblock
Als Bendlerblock wird ein historischer Gebäudekomplex in der Nähe des Tiergartens am südlichen Rand des ehemaligen Diplomatenviertels bezeichnet. Bis 1945 ist die Geschichte des Hauses vom Militär bestimmt. Hier wird die deutsche Flottenrüstung geplant, hier sucht in der Weimarer Zeit die Reichswehrführung ihre Rolle im demokratischen Staat. Der Bendlerblock ist der Ort der "Lebensraum im Osten"-Ansprache Adolf Hitlers vom 3. Februar 1933, vor allem aber das Zentrum des Umsturzversuchs gegen das nationalsozialistische Regime am 20. Juli 1944.
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand befindet sich am historischen Ort dieses Umsturzversuches im ehemaligen Oberkommando des Heeres.   http://www.gdw-berlin.de/biblio/allg-d.php
Foto Ehrenhof im Bendlerblock


 
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07.12.06 12:21

9500 Postings, 5282 Tage Der WOLFBaut lieber immer neue ...

dan macht es auch nix wenn die bereits vorhandenen vergammeln ... haupsache der Erste wird seine Kohle los die er nicht hat ...


Gruesschen
 
Der WOLF
 

07.12.06 12:26

61415 Postings, 7467 Tage KickyDas Holocaust Denkmal

Für den Bau des Denkmals wurden 27,6 Millionen Euro aus Mitteln des Bundeshaushalts ausgegeben: 25,3 Millionen Euro für das Stelenfeld und den Ort der Information, 2,3 Millionen Euro für den Ausstellungsbau. Die Kosten nur für das Stelenfeld beliefen sich auf 14,8 Millionen Euro.Die Stiftung, die das Denkmal trägt, hat einen laufenden Jahresetat von 2,1 Millionen Euro, die aus dem Haushalt des Bundes-Kulturstaatsministers finanziert werden.
Der Architekt Peter Eisenman sieht im strukturellen Aufbau des Denkmals die einem scheinbaren System inhärente Instabilität. Andere Äußerungen, insbesondere in seiner Wettbewerbsbegründung, deuten darauf hin, dass er das Denkmal als Platzhalter sieht, aus dem Neues entsteht. Dies würde auch sein Zitat anlässlich der Eröffnung erklären: ?Graffiti wären gut?Auf der gewellten Grundfläche wurden 2711 innen hohle und zwischen 0,5° und 2° geneigte Betonquader (Stelen) in parallelen Reihen aufgestellt (54 Nord-Süd- und 86 Ost-West-Achsen). Die Stelen sind bei identischem Grundriss (2,38 mal 0,95 Meter) unterschiedlich hoch, zwischen ebenerdig (112 Stück im Gehweg) und 4,7 Meter. Von den nicht-ebenerdigen Stelen sind 367 kleiner als ein Meter, 869 haben Höhen von ein bis zwei Metern, 491 Stelen sind zwischen zwei und drei Metern hoch, 569 Stelen haben eine Höhe zwischen drei und vier Metern und 303 sind größer als vier Meter. Das durchschnittliche Gewicht einer einzelnen Stele beträgt ungefähr acht Tonnen. Die schwerste wiegt etwa 16 Tonnen.Ein unterirdisches, 930 m² großes Museum (Ort der Information) ergänzt den Komplex. Es enthält unter anderem eine Liste aller Namen der bekannten jüdischen Holocaustopfer. Es besteht aus Ausstellungsräumen (778 m²), Vortragsräumen (106 m²) und einem Buchladen (46 m²).
aus Wikipedia
ich enthalte mich eines Kommentars
übrigens hier kostet der Quadratmeter inzwischen bereits 35000.-EUR
http://www.berlin.ihk24.de/share/bw_archiv/bw2001/0107008a.htm  
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07.12.06 12:39

61415 Postings, 7467 Tage KickyDie Topographie des Terrors

Stillgelegte Baustelle des von Peter Zumthor entworfenen Neubaus für die Topographie des Terrors, April 2003
Das Projekt wurde aufgrund steigender Baukosten aufgehalten. Im April 2002 schließlich meldete eine mit den zentralen Arbeiten beauftragte Baufirma Konkurs an. Der jahrelange Stillstand, die verbauten 13 Millionen Euro - "Das ist alles ist sehr schmerzlich", so Nachama.Jetzt ist der Turm wieder abgerissen,der Wettbewerb neu entschieden.Am 24. Januar 2006 fand die Abschlusssitzung des Preisgerichts für den international ausgelobten, anonymen zweiphasigen Wettbewerb ?Topographie des Terrors? statt. Den ersten Preis gewann der Entwurf des Berliner Architektenbüros Heinle,
Wischer und Partner: die Architektin Ursula Wilms mit dem Landschaftsarchitekten Heinz W. Hallmann (Aachen).
12.10.2006
Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und die Stiftung Topographie haben die erforderlichen Vorabstimmungen für die Umsetzung des am 24. Januar prämierten Entwurfs für ein Dokumentationszentrum und die Herrichtung des Geländes soweit zum Abschluß gebracht, daß das gesamte Projekt im Maßstab 1:50 durchgezeichnet und kalkuliert ist. Gleichzeitig hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung den auf dem Gelände verbliebenen Bauschutt beseitigt und die notwendige Baufreiheit hergestellt (Diverse Quellen im Internet)
Mit der Eröffnung des Neubaus wird für 2007 gerechnet.Es wird ein Dokumentationszentrum.Geschäftsführender Direktor ist Rabbiner Dr. Andreas Nachama.
Auf dem Gelände der "Topographie des Terrors" zwischen Prinz-Albrecht-Straße (heute Niederkirchnerstraße), Wilhelmstraße und Anhalter Straße befanden sich von 1933 bis 1945 die wichtigsten Zentralen nationalsozialistischer Repressions- und Verbrechenspolitik.In räumlicher Nähe zum traditionellen Regierungsviertel etablierten sich in den überwiegend um die Jahrhundertwende entstandenen Bauten 1933 das Geheime Staatspolizeiamt, 1934 die SS-Führung und 1939 das Reichssicherheitshauptamt: In der Prinz-Albrecht-Straße 8 waren die Zentralen der Geheimen Staatspolizei mit ihrem ?Hausgefängnis? und des später neugegründeten Reichssicherheitshauptamts (RSHA), das benachbarte Hotel Prinz Albrecht diente als Sitz der Reichsführung-SS. Der Sicherheitsdienst (SD) der SS war in dem von K.F. Schinkel im 19. Jahrhundert umgebauten Prinz-Albrecht-Palais in der Wilhelmstraße 102 untergebracht, das 1941 zum repräsentativen Dienstsitz des Reichssicherheitshauptamts-Chefs ausgebaut wurde.  
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07.12.06 13:03

61415 Postings, 7467 Tage KickyDas Jüdische Museum in Berlin

Das Jüdische Museum Berlin ist ein Berliner Museum. Es zeigt dem Besucher zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte, die Höhe- und Tiefpunkte der Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland.
Der Libeskindbau Die Architektur des zickzackförmigen Neubaus zeichnet sich durch den Titan-Zink-Mantel, die ungewöhnlich geformten Fenster, die vielen spitzen Winkel in den Wänden, die schiefen Böden und den häufig sichtbaren Beton aus.
Durch den Eingangsbereich im Altbau gelangen Besucher über eine schwarze Schiefertreppe ins Untergeschoss des Neubaus, in dem sich die Hauptausstellung des Museums, weitere Sonderausstellungen und das Rafael Roth Learning Center befinden

.Nach dem Betreten des Neubaus trifft man zunächst auf drei sich kreuzende schiefe ?Achsen?: die Achse der Kontinuität, die an einer hohen, steilen zur Dauerausstellung führenden Treppe endet, die Achse des Exils und die Achse des Holocaust.Man kann im Garten die Erfahrung des Exils hautnah erfahren. Der Besucher fühlt sich erst fremd, dann ist der Gang durch den Garten geprägt von Unsicherheit, denn aufgrund des schiefen Bodens gerät man leicht ins Taumeln und die Betonsäulen beschränken die Sicht ungemein. Im Frühsommer, während der Blütezeit der Ölweiden, wirkt der Garten aufgrund des starken unbekannten Duftes noch fremder.Die Ähnlichkeit des Gartens des Exils mit dem Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas sorgte 1999 für Plagiatsvorwürfe von Libeskind gegen dessen Architekten Peter Eisenman; der Streit konnte jedoch beigelegt werden.
Die Achse des Holocaust endet am Holocaust-Turm. Dies ist ein Gedenkraum, ein dunkler, kalter, hoher Raum, in den nur durch eine Spalte in der Decke Tageslicht eindringt. Auf die meisten Menschen wirkt dieser Raum beklemmend und unfassbar. Der Raum hat jedoch nur symbolische Bedeutung und ist nicht etwa der Nachbau einer Gaskammer, wie viele Besucher denken. In etwa zweieinhalb Metern Höhe gibt es eine für Wartungsarbeiten angebrachte Leiter im Turm, die bis zur Decke führt. Die Meinung mancher Besucher, diese diene als Rettungsweg oder als Symbol für das Unerreichbare, entspricht nicht den Tatsachen.

Im Museumsneubau gibt es mehrere auf einer gebrochenen Linie angeordnete so genannte ?Voids?, vollkommen leere Räume, die sich vom Keller bis zum obersten Geschoss erstrecken. Sie sind mit Ausnahme des ?Memory Voids? von der Dauerausstellung aus nicht begehbar, von manchen Stellen aus aber einsehbar. Sie sollen an die leeren Stellen erinnern, die der Holocaust in Deutschland hinterlassen hat.
Die Installation ?Shalechet ? Gefallenes Laub? von Menashe Kadishman befindet sich im ?Memory Void?, einem der ?Voids?, der Leerstellen oder Hohlräume, die das Gebäude durchziehen. Es befindet sich im Erdgeschoss des Neubaus. Im Raum sind über 10.000 Gesichter aus Stahlblech unterschiedlicher Ausführungen auf dem Boden verteilt. Dem Besucher steht es dabei frei darüber zu gehen. Wenn man sich dafür entscheidet, über die Gesichter zu laufen, so erzeugt dies metallische Klänge. Es ist nicht möglich sich leise fortzubewegen. Dies ist jedoch die Absicht des Erfinders: Dadurch, dass man darüber geht, gibt man den Menschen ihre Stimme zurück.

Die zwei Jahrtausende deutsch-jüdischer Geschichte waren immer wieder gekennzeichnet von Immigration und Emigration oder Vertreibung und Flucht. Das Museum zeigt dazu eine Sonderausstellung Heimat und Exil. Emigration der deutschen Juden nach 1933.
aus Wikipedia gekürzt  
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Kadisman_im_jüd_Museum_Berlin.jpg
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07.12.06 13:10

61415 Postings, 7467 Tage KickyMuseumsbau Libeskind

 
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07.12.06 13:40

61415 Postings, 7467 Tage Kickyda gibt es auch noch die für die DDR-Zeit

wie das Russenmuseum in Karlshorst                                                      
http://www.museum-karlshorst.de/html/museum/da/index.shtml
und die Gedenkstätte Hohenschönhausen auf dem Gelände der früheren zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit
http://www.stiftung-hsh.de/document.php?cat_id=CAT_163&special=0
und das Stasimuseum in der Normannenstrasse
http://www.stasi-museum.de/
und nicht zu vergessen das Haus der Wannsee-Konferenz
http://www.ghwk.de/

und für die USA-Fans
http://www.alliiertenmuseum.de/de/0.php  

07.12.06 13:49

781 Postings, 4966 Tage koebesDas interessiert ja viele. o. T.

07.12.06 14:04

129861 Postings, 5985 Tage kiiwiiund was ist mit Dachau, Buchenwald, Neuengamme etc

und Auschwitz und Treblinka in Polen...

Warum werden die nicht erwähnt ?

.
MfG
kiiwii

P.S.: "Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B.R.)
 

07.12.06 14:06

10041 Postings, 6502 Tage BeMiHallo, kiiwii,

liegen die in Berlin?
Siehe bitte mal die Überschrift.

Grüsse
B.  

07.12.06 14:07

35854 Postings, 6046 Tage TaliskerGanz evtl. vielleicht, aber nur mit Unsicherheit

zu sagen, weil es Kicky um Berliner Gedenkstätten geht. Aber ich kann mich natürlich irren.
Gruß
Talisker  

07.12.06 14:14

129861 Postings, 5985 Tage kiiwiiSry, Ihr habt natürlich recht !! mea culpa.

Berlin, die Wurzel allen Übels.

Wie kann man nur so blöd sein !?

.
.
MfG
kiiwii

P.S.: "Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B.R.)
 

07.12.06 17:59

61415 Postings, 7467 Tage KickyBerliner Gedenkstätten gelten auch für Deutschland

sonst hätte sich der Bund nicht finanziell beteiligt an den Gedenkstätten der Greueltaten der Nazis oder gar alles bezahlt in der teuersten Lage der Metropole.
Natürlich ärgert viele Leute die Gestaltung des Holocaustdenkmals,hier gibt es ganau so wenig Einigkeit wie für das Gefallenendenkmal von Käthe Kollwitz in der Neuen Wache,das uns Helmut Kohl beschert hat.  
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08.12.06 17:36

61415 Postings, 7467 Tage Kickyzentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik

Die Neue Wache ist seit 1993 zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland. Das Gebäude wurde von 1816 bis 1818 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel für den preußischen König Friedrich Wilhelm III. als Gedenkstätte für die in den napoleonischen Kriegen Gefallenen errichtet. Von 1818 bis 1918 war hier die Königliche Wache untergebracht. 1931 schuf Heinrich Tessenow dort eine ?Gedächtnisstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges?. Ein zwei Meter hoher schwarzer Granitfindling, gekrönt mit einem Lorbeerkranz aus Edelstahl, wurde in der Halle des Denkmals aufgerichtet. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Neue Wache durch Bomben schwer beschädigt. Seit 1957 diente das restaurierte Gebäude der DDR als ?Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus?, in dessen Raummitte, die 1969 neu gestaltet worden war, eine Ewige Flamme brannte. Davor standen die Urnen mit der Asche eines unbekannten Soldaten und eines unbekannten KZ-Häftlings beigesetzt, umgeben von Erde aus Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs und aus Konzentrationslagern. Bis 1990 zog jeden Mittwoch die Große Ehrenwache vor der Gedenkstätte auf. Nach der Wiedervereinigung wurde die Neue Wache zur ?Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft?, wobei diese vage Formulierung starken Widerspruch hervorrief. Im Zentrum des Raumes steht seitdem die vergrößerte (und daher ebenfalls umstrittene) Skulptur ?Mutter mit totem Sohn? von Käthe Kollwitz.  
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08.12.06 17:42

2590 Postings, 5548 Tage brokeboyhmmmm ...

... ich bin dafür die nächste gedenkstätte in stuttgart zu errichten.  

08.12.06 17:55

129861 Postings, 5985 Tage kiiwiiWem oder wessen soll gedacht werden in Stuagert?

meinetwegen auch: an wen oder was oder worüber oder woran


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MfG
kiiwii

P.S.: "Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B.R.)
 

08.12.06 18:07

14250 Postings, 4981 Tage NurmalsoDa bauen die Chinesen eine Gedenkstätte

für die Reste der deutschen Industrie.  

08.12.06 18:18

61415 Postings, 7467 Tage KickyBerlin als Hauptstadt hat auch d.Last der Untaten

der Nazizeit zu tragen,unglücklicherweise fielen hier in der Regel alle Entscheidungen.Ich habe vor einiger Zeit neben dem Kammergericht in Schöneberg eine relativ kleine Austellung gesehen,die nur schriftlich die akkurate Erfassung des beschlagnahmten jüdischen Vermögens durch die Beamten der Finanzverwaltung belegte,absolut unfasslich diese Akribie mit Angabe des Schätzwertes

übrigens dieses Kammergericht war der Ort ,wo 1944 der Prozess des Volksgerichtshofs gegen die Hitler-Attentäter des 20. Juli 1944 stattfand ,es hat aber eine alte Geschichte und Wilhelm v.Humboldt und E.T.A.Hoffamnn waren hier Referendare.
Am 18. Oktober 1945 konstituierte sich im Plenarsaal des Gebäudes am Kleistpark das internationale Militärtribunal, dass sich nach der Vereidigung der Richter und förmlichen Anklageerhebung nach Nürnberg vertagte.  
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08.12.06 18:28

129861 Postings, 5985 Tage kiiwiiich seh das doch anders: die Last der Verbrechen

hat nicht (nur) Berlin zu tragen, sondern ganz Deutschland.

Berlin war aber das Verbrechernest, in dem alles beschlossen wurde.


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MfG
kiiwii

P.S.: "Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben" (B.R.)
 

19.12.06 14:29

61415 Postings, 7467 Tage KickyGedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Konzentrationslager Sachsenhausen (1936-1945)bei Oranienburg Das KZ Sachsenhausen wurde im Sommer 1936 von Häftlingen aus den Emslandlagern errichtet. Es war die erste Neugründung eines KZ nach der Ernennung des Reichsführers SS Heinrich Himmler zum Chef der Deutschen Polizei im Juli 1936. Die von SS-Architekten am Reißbrett als idealtypisches KZ konzipierte Anlage sollte dem Weltbild der SS architektonischen Ausdruck geben und die Häftlinge auch symbolisch der absoluten Macht der SS unterwerfen. Als Modell- und Schulungslager der SS und Konzentrationslager in unmittelbarer Nähe der Reichshauptstadt nahm Sachsenhausen eine Sonderstellung im System der nationalsozialistischen Konzentrationslager ein. Diese wurde unterstrichen, als 1938 die Inspektion der Konzentrationslager, die Verwaltungszentrale für alle Konzentrationslager im deutschen Machtbereich, von Berlin nach Oranienburg verlegt wurde. Zwischen 1936 und 1945 waren im KZ Sachsenhausen mehr als 200 000 Menschen inhaftiert. Häftlinge waren zunächst politische Gegner des NS-Regimes, dann in immer größerer Zahl Angehörige der von den Nationalsozialisten als rassisch oder biologisch minderwertig erklärten Gruppen und ab 1939 zunehmend Bürger der besetzten Staaten Europas. Zehntausende kamen durch Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit und Misshandlungen um oder wurden Opfer von systematischen Vernichtungsaktionen der SS. Auf den Todesmärschen nach der Evakuierung des Lagers Ende April 1945 starben noch einmal Tausende von Häftlingen. Etwa 3000 im Lager zurückgebliebene Kranke, Ärzte und Pfleger wurden am 22. April 1945 von russischen und polnischen Einheiten der Roten Armee befreit.
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22 D-16515 Oranienburg

diese Todesmärsche waren etwas völlig Unbegreifliches,Ende April als deutlich war ,dass der Krieg verloren war, hat man diese armen verhungerten Menschen,die sich kaum aufrecht halten konnten, mit Waffengewalt z.B. auf das tauende Eis im Greifswalder Bodden bei Lauterbach /Rügen getrieben,wo sie versanken  

19.12.06 15:41
1

8541 Postings, 5458 Tage kleinlieschenHey brokeboy - nimmt doch z.B.

einfach mal die ganzen Stelen mit -
wir können gut drauf verzichten
(auf Lea Rosh auch)
und Stuttgart spart Baukosten.

Gruß - kl.  

19.12.06 16:06
4

14250 Postings, 4981 Tage NurmalsoAch Lea Rosh,

die ist für mich irgendwie das Synonym für Verbissenheit und Arroganz. Kann sich noch jemand an die Aktion mit dem geklauten jüdischen Zahn erinnern, der in so eine Stele einoperiert werden sollte? Mal abgesehen von der formal gestörten Totenruhe, erschien mir die Tante damals völlig daneben.  

07.08.07 15:47
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61415 Postings, 7467 Tage Kicky400 Betonstelen des Holocaust- Mahnmals Risse

Berlin, 07.08.07
Zwei Jahre nach der Eröffnung des Holocaust- Mahnmals in Berlin haben sich bei einem großen Teil der 2711 Betonstelen Risse gebildet. Sie zögen sich teils mehrere Meter durch die bis zu 4,70 Meter hohen Betonblöcke. Nach Angaben der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas sind rund 400 Stelen betroffen.
Stiftungs-Geschäftsführer Neumärker lobte gestern trotz der Risse den für die Stelen verarbeiteten Beton. "Das ist eine einmalige Qualität." Nichts von Menschenhand sei aber perfekt. Planerisch sei alles bedacht worden. Die Ursache für die Schäden sei möglicherweise "eine Mischung aus extremem Winter und extremem Sommer". Vielleicht hätten auch Erschütterungen vom S-Bahn-Tunnel neben dem Mahnmal oder von der nahe gelegenen Baustelle für die neue US-Botschaft einen Anteil an der Rissbildung. Von der Baufirma, die die Betonstelen errichtet hat, war gestern keine Stellungnahme zu erhalten.
na da kann ja noch was auf uns zukommen,wenn schon die Witterungsbedingungen zu Rissen führen
und wie sagte doch Lübke so treffend "und was das alles kostet!"  
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07.08.07 16:04

13343 Postings, 5014 Tage gogoldenkt bitte auch an das Mauerdenkmal !!

hier wurden Kreuze abgebaut weil sie irgendwelchen leuten im wege waren, denn sie störten nun einmal den tourismus am check
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auf unserem Planeten gibt es nur Propheten  

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