Gaspreise sinken 2007 - auch bei Ihnen?

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eröffnet am: 22.12.06 16:19 von: denkidee Anzahl Beiträge: 2
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112127 Postings, 6295 Tage denkideeGaspreise sinken 2007 - auch bei Ihnen?

E.ON Ruhrgas beliefert Großkunden wie Stadtwerke. Diese könnten die Preissenkungen an ihre Kunden weitergeben. (Foto. dpa)

Gaspreise sinken 2007 - auch bei Ihnen?

Jahrelang kannte der Gaspreis nur eine Richtung: nach oben. Doch jetzt macht Deutschlands größter Versorger E.ON den Verbrauchern Hoffnung auf einen Rückgang. Bereits zum 1. Januar sollen die Großhandelspreise gesenkt werden. Doch längst nicht alle Anbieter werden günstiger - einige verlangen demnächst sogar mehr.

Überblick: Diese Anbieter haben die Preise geändert (Verivox.de)
Vorsicht: Diese Anbieter haben am kräftigsten erhöht (Verivox.de)

Wie E.ON mitteilte, ist ein weiterer Preisrückgang zum 1. April möglich, "wenn die Welt in Ordnung bleibt", so ein Vorstandmitglied. Auslöser des Preisverfalls ist der Rückgang der Mineralölpreise in den vergangenen Monaten. Wegen der Ölpreisbindung folgen mit gewisser Verzögerung die Gaspreise der Entwicklung am Ölmarkt.

Preise fast um die Hälfte gestiegen

Für Gas haben die Verbraucher 2005 fast doppelt so viel zahlen müssen wie im Jahr 2000. Laut Statistischem Bundesamt betrug der vorläufige Grenzpreis für Gas im Jahr 2005 pro Kilowattstunde 3,18 Cent und lag damit um rund 46 Prozent über dem Wert von 2000. Beim Grenzpreis handelt es um den Erlös der Gasversorger aus den Lieferungen an den Endverbraucher.

Wechsel nicht überall möglich

Es gibt leider immer noch keinen echten Wettbewerb auf dem deutschen Gasmarkt. Ein Anbieterwechsel ist derzeit nur in Berlin, Hamburg und Hessen möglich.

 
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112127 Postings, 6295 Tage denkideeTipps gegen die Gaspreiserhöhung

Tipps gegen die Gaspreiserhöhung

Widerspruch
Die Verbraucherzentrale Hamburg rät Gaskunden, eine Erhöhung von mehr als zwei Prozent nicht zu akzeptieren und umgehend Widerspruch einzulegen. Der Verbraucher sollte argumentieren, dass die Erhöhung im Sinne des Paragraphen 315 BGB unbillig ist. Der Paragraph legt fest, dass Energie-Preiserhöhungen in einem laufenden Vertrag nur dann zulässig sind, wenn die Gründe plausibel und nachvollziehbar sind. Der Kunde sollte den Versorger auffordern, die Angemessenheit der Preiserhöhungen nachzuweisen. Entsprechende Musterbriefe finden sich auf den Internetseiten vieler Verbraucherzentralen.

Nur unter Vorbehalt zahlen
Wenn sie Protest gegen die Preiserhöhung einlegen, können Verbraucher den geforderten Mehrpreis unter Vorbehalt zahlen und ihren Gasversorger gleichzeitig auffordern, die Preissteigerungen plausibel zu begründen. Damit besteht später die Möglichkeit, nach Musterverfahren oder behördlichen Entscheidungen zuviel gezahlte Beträge zurückzufordern. Nachteil: Kommt es zum Prozess, trägt der Verbraucher gegenüber dem Unternehmen die Beweislast, dass die Preiserhöhung unberechtigt war.

Mehrpreis verweigern
Eine weitere Möglichkeit ist, die alten Gaskosten zu zahlen, den Mehrpreis aber zu verweigern. Verbraucher gehen in diesem Fall zwar ein höheres Risiko ein, vom Energieversorger verklagt zu werden. Allerdings trägt in diesem Fall der Gasversorger die Beweislast dafür, dass der Preisaufschlag angemessen war. Nach Einschätzung des Deutschen Mieterbunds ist nicht damit zu rechnen, dass die Gasversorger ihre Preiserhöhungen einklagen, denn dann wären sie gezwungen, ihre Kostenkalkulation offenzulegen.

Zahlung nicht verweigern
Von einem kompletten Zahlungsboykott rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ab. Von Experten wird nicht bezweifelt, dass eine gewisse Preiserhöhung berechtigt ist. Wer seine Rechnung nicht in voller Höhe begleicht, muss nicht damit rechnen, dass ihm der Hahn zugedreht wird. Der Gasversorger darf nach geltendem Recht (BGH-Urteil vom 30.4.2003 Az: VIII ZR 279/02) weder die Versorgung einstellen noch damit drohen, wenn nicht die volle Gasrechnung gezahlt wird. Droht der Versorger dennoch einen Lieferstopp an, kann der Verbraucher eine einstweilige Verfügung beantragen.

Sammelklage
In Hamburg und Bremen gehen wütende Verbraucher gemeinsam vor Gericht gegen die hohen Gaspreise vor: Das Landgericht Hamburg verhandelt am 15. September eine Sammelklage von 52 Kunden des Anbieters Eon Hanse, der die Kosten seit dem Herbst stark erhöht hatte. Neben Verbraucherschützern und Mieterbund unterstützen auch der Grundeigentümer-Verband Hamburg und die Eigentümergemeinschaft Haus und Grund Schleswig-Holstein die Proteste.



 

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