Fusionsnachrichten treiben Dow nach oben

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 01.02.05 12:59
eröffnet am: 01.02.05 12:59 von: bammie Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 01.02.05 12:59 von: bammie Leser gesamt: 111
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

01.02.05 12:59

8970 Postings, 6092 Tage bammieFusionsnachrichten treiben Dow nach oben

Die US-Bören haben am Montag Gewinne verbucht. Positive Unternehmensmeldungen versetzten die Anleger in Kauflaune. Von dem neuerlichen Ölpreisanstieg ließen sie sich die Stimmung nicht verderben.


Die US-Aktienmärkte haben die Gewinne bis zur Schlussglocke gehalten. Der Industriewerte-Index Dow Jones |INDU Chart für dow jones industrial average index 10489,94 0,60%| stieg um 0,6 Prozent. Zur Schlussglocke notierte der Index bei einem Stand von 10.489,94 Punkten. An der Nasdaq legte der technologielastige Composite Index |COMPX Chart für nasdaq composite index 2062,41 1,31%| um 1,3 Prozent auf 2062,41 Zähler zu. Milliardenschwere Fusionsankündigungen beflügelten die Phantasie der Anleger, daran änderte auch der im Handelsverlauf deutlich gestiegenen Ölpreis nichts.

In New York legte der Ölpreis um mehr als zwei Dollar zu. Der Preis für leichtes US-Rohöl stieg auf 48,15 Dollar von zuvor 46,05 Dollar. Die Entscheidung der Opec, die Fördermenge nicht zu drosseln, hatte zunächst für Entspannung gesorgt. Allerdings wollen die Mitglieder im März erneut über eine Senkung der Fördermenge beraten.

Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Zinssitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch, wurde am Montag der Chicagoer Einkaufsmanagerindex veröffentlicht. Dieser erhöhte sich auf 62,4 Punkte von 61,9 Punkten im Dezember. Analysten waren von einem Anstieg auf 60,0 Punkte ausgegangen. Der Index gilt als wichtiger Indikator für den landesweiten Einkaufsmanagerindex, der am Dienstag erwartet wird.

Milliarden-Deal im Tech-Sektor

Im Visier der Anleger standen die Telefon-Konzerne: Der US-Konzern SBC übernimmt die frühere Muttergesellschaft AT&T für rund 16 Milliarden Dollar. SBC verteuerten sich um 0,6 Prozent. AT&T fielen an der Nasdaq um 2,6 Prozent.

Zu den Gewinnern gehörten Citigroup, die sich um 1,4 Prozent verteuerten. Der amerikanische Versicherungskonzern Metlife kauft die Citigroup-Tochter Travelers Life & Annuity für fast zwölf Milliarden Dollar.

An die Spitze des Leitindex setzten sich indes Home Depot mit einem Plus von etwa zwei Prozent. Caterpillar stiegen ebenfalls um 1,9 Prozent. Auch Exxon tendierten rund ein halbes Prozent im Plus: Der Konzern hat die Erwartungen der Analysten im vierten Quartal 2004 übertroffen.

Im Minus notierten indes Procter & Gamble, die sich um etwa 1,7 Prozent verbilligten. Auch United Technologies, Pfizer und Verizon gehörten am Montag zu den Verlierern.

Irak-Wahl sorgt für Entspannung am Ölmarkt

An den internationalen Ölmärkten hat sich die Situation weiter entspannt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl kostete am Montagmorgen im elektronischen Handel der New Yorker Warenterminbörsen Nymex 46,55 Dollar und damit 1,3 Prozent weniger als am Freitag. Händler begründeten der Rückgang mit der Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), die Fördermenge in den kommenden Monaten nicht zu drosseln. Auch der vergleichsweise ruhige Verlauf der Wahl im Irak habe für Entspannung gesorgt.

SBC übernimmt AT&T

Der US-Telefonkonzern SBC kauft die frühere Muttergesellschaft AT&T für rund 16 Milliarden Dollar. Die Verträge seien am frühen Montagmorgen unterzeichnet worden, teilten die Unternehmen mit. Wie es am Montag hieß, erhalten die AT&T-Eigner für jede Aktie 0,77942 Papiere von SBC. Zudem wird ihnen eine Sonderdividende gezahlt, die sich auf eine Milliarde Dollar summiert. Der Kaufpreis entspricht damit dem Schlusskurs des AT&T-Papiers vom Freitag. SBC war 1984 als kleinste so genannte Baby Bell aus der Zerschlagung des damaligen Monopolisten AT&T hervorgegangen. Dem Deal müssen die Aktionäre und die US-Kartellbehörden noch zustimmen.

Ölpreis beschert Exxon hohen Gewinne

Der US-Ölkonzern Exxon Mobile hat im vierten Geschäftsquartal den Gewinn aufgrund hoher Rohöl- und Erdgaspreise deutlich gesteigert. Wie der Konzern am Montag mitteilte, legte der Nettogewinn von 6,65 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf 8,42 Milliarden Dollar zu. Das entspricht einem Gewinn je Aktie von 1,30 Dollar. Analysten hatten mit 1,07 Dollar je Papier gerechnet. Der Umsatz erhöhte sich auf 83,36 Milliarden Dollar. 2004 erwirtschaftete der Konzern einen Gewinn von 25,33 Milliarden Dollar.

Metlife kauft Citigroup-Tochter

Der US-Versicherungskonzern Metlife kauft die Citigroup-Tochter Travelers Life & Annuity für rund zwölf Milliarden Dollar. Das teilten die beiden Konzerne am Montag in New York mit. Metlife will zwischen ein und drei Milliarden Dollar in bar bezahlen und den Rest der Kaufsumme in Aktien. Citigroup will mit dem Verkauf ihr Geschäft vereinfachen und sich auf eine «disziplinierte Kapitalverwendung» konzentrieren. Mit dem Verkaufserlös könnten Akquisitionen erfolgen, aber auch das organische Wachstum solle begünstigt werde. (nz)
 

   Antwort einfügen - nach oben