Für den Maschinenbau ist Optimismus Pflicht

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 15.04.03 13:17
eröffnet am: 15.04.03 13:17 von: Sahne Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 15.04.03 13:17 von: Sahne Leser gesamt: 67
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

15.04.03 13:17

8215 Postings, 6967 Tage SahneFür den Maschinenbau ist Optimismus Pflicht

Für den Maschinenbau ist Optimismus Pflicht

Hannover Messe: VDMA und Politik im Streit, wer seine ?Hausaufgaben? gemacht hat

VDI nachrichten, 11.4.2003
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau erwartet 2003 ?plus Null? bei der Produktion wegen Minus im Inlandsgeschäft und Plus bei der Auslandsnachfrage. ?Dies zeigt?, erklärte VDMAPräsident Diether Klingelnberg auf der Hannover Messe, ?den ,Musterschüler'' Maschinenbau hat die Krise noch nicht erfasst.?

Diether Klingenberg spricht für das, was Deutschland zur Werkstatt der Welt gemacht hat: ?Ohne die Investitionsgüterindustrie würden viele der besten Erfindungen im Labor verbleiben oder im günstigsten Fall im Deutschen Museum bestaunt werden?, bilanzierte er am 7. April in Hannover. Auf den Exportmärkten schlage sich der Maschinenbau auch jetzt in einem widrigen konjunkturellen Umfeld gut. Doch: ?Wo könnten wir stehen in Deutschland, wenn die Politik ihre Hausaufgaben gemacht hätte??
 Für Klingelnberg ist der Auslandserfolg ein Beweis dafür, dass die Unternehmen ihre Schularbeiten gemacht haben, weil sie eben dank technologischer Wettbewerbsfähigkeit Marktanteile dazu gewonnen haben. Speziell die Exporte in den Nahen und Mittleren Osten, nach China sowie Russland konnten abermals gesteigert werden. China rückte mit 38 % Steigerung von Rang 6 auf Rang 4 der wichtigsten Abnehmer vor.
Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer hatten 2002 im Schnitt einen Exportanteil von fast 70 %, in einzelnen Branchen auch schon über 90 %. In 15 von 31 Fachzweigen liegen die Deutschen bei der Weltmaschinenausfuhr an der Spitze, in weiteren zehn sind sie auf Platz 2.
 2001 erreichten die Firmen mit 133 Mrd. ! den höchsten jemals erzielten Umsatz. ?Den haben wir 2002 mit 131 Mrd. ! leider knapp verfehlt?, sagte Klingelnberg. ?Das hätte besser laufen können.?
Aufgrund des Irak-Krieges bleibe die Lage ?extrem störanfällig?, so Klingelnberg. ?Denn je mehr er kostet, desto später springt die Weltkonjunktur an und desto flauer läuft auch das Geschäft mit Investitionsgütern.?
Klingelnberg forderte die Politiker auf, ?endlich im Inland für ein positives Investitionsklima zu sorgen.? Der Veränderungsprozess müsse sofort beginnen. Die Zeit des Zerredens sei vorbei. ?Schmerzhafte Einschnitte sind heute notwendig, damit wir morgen nicht zu Amputationen kommen.?
Die Hannover Messe mit ihren 6200 Ausstellern zeige, wie sich der Wandel von der Industriegesellschaft des 20. Jahrhunderts zur industriellen Informations- und Kommunikationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts vollziehe. ?Ohne den Mut zur stetigen Veränderung? würde es keine so erfolgreiche Investitionsgüterindustrie geben, betonte Klingelnberg.
Deshalb z. B. haben ?Motion, Drive & Automation? den größten Raum auf der Hannover Messe 2003, denn deutsche Hersteller der Antriebs- und Fluidtechnik dominieren den Weltmarkt. Mit 100 000 Beschäftigten und 13,4 Mrd. ! Umsatz sind sie die größten Zulieferer im Maschinenbau.
Im Maschinen-Technologietrend liegt laut Klingelnberg auch die Mechatronik, das Zusammenspiel von Mechanik, Elektronik, Software und Sensorik. ?Der Wertanteil mechatronischer Komponenten in Maschinen liegt heute bereits bei über 60 %.? Von den Leistungen eines besonderen Stars der Maschinenbranche konnte Klingelnberg in Hannover wenig berichten, da größtenteils durch Ausstellerstreik nicht anwesend ? ?zu bewundern aber 2004 im Juni auf der Messe Automatic?, so der Arbeitstitel einer neuen internationalen Leitveranstaltung für Robotik und Automation in München. Klingelnberg: ?Das war schon in den letzten Jahren in Hannover eine Abstimmung mit den Füßen.?
Dem Fachverband Robotik und Automation im VDMA sei es nicht leicht gefallen, sich von Hannover zu trennen. ?Letztlich schien aber eine zielgerichtete internationale Fachmesse in München das bessere Konzept zu sein im Vergleich zu einem Mehrbranchenereignis in Hannover.?
 Nun wird sich die Hannover Messe ab dem Jahr 2005 noch stärker als bisher auf die Automatisierungstechnik konzentrieren, mit den beiden Schwerpunkten Fertigungstechnik und Prozesstechnik (siehe VDI nachrichten 13/03, Seite S 12). ?Dieses Angebot wird von den in Hannover verbleibenden Bereichen des VDMA als attraktiv angesehen?, so Verbandspräsident Diether Klingelnberg. ?Wir werden mit der Deutschen Messe AG über das neue zukünftige Konzept sprechen, um die Wünsche der Aussteller in dieses Konzept einzubringen.? VMA/KÄM

 

[...]

-->
 

   Antwort einfügen - nach oben