Fünfmal mehr Spenden an Union und FDP

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 15.09.05 01:13
eröffnet am: 14.09.05 20:11 von: nichts Anzahl Beiträge: 25
neuester Beitrag: 15.09.05 01:13 von: schnabeltass. Leser gesamt: 341
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

14.09.05 20:11
1

2692 Postings, 5777 Tage nichtsFünfmal mehr Spenden an Union und FDP

Konzerne und Lobbyisten stecken viel Geld in Schwarz-Gelb. SPD und Grüne werden von der Wirtschaft nur spärlich bedacht. Linkspartei.PDS taucht in Liste der Zuwendungen gar nicht erst auf


Die politische Arbeit der SPD ist offensichtlich ein sehr undankbares Geschäft. Für die Partei hat sich die Rolle ihres Bundeskanzlers Gerhard Schröder als Genosse der Bosse jedenfalls nicht ausgezahlt: Großunternehmen und Wirtschaftsverbände überweisen ihre Spenden nach wie vor zum allergrößten Teil an CDU, CSU und FDP. Da kein Wirtschaftsunternehmen Geld ausgibt, ohne davon einen Nutzen zu haben, kann über die Art der erwarteten Gegenleistungen durchaus spekuliert werden.

Aufschluß darüber, welche Industriefirmen welche Parteien mit Finanzen versorgen, gibt jetzt eine im freien Online-Lexikon »Wikipedia« veröffentlichte Aufstellung des Bundestagspräsidiums. Seit Änderung des Parteispendengesetzes zum 1. Juli 2002 bekam demnach alleine die CDU aus der deutschen Industrie 4,441 Millionen Euro, die Schwesterpartei CSU wurde mit 2,1, die FDP mit 1,5 Millionen bedacht. Die SPD erhielt in diesem Zeitraum 1,52 Millionen Euro, den Grünen wurden 190000 Euro überwiesen. Gelb-Schwarz hat damit gut fünfmal mehr kassiert als die Parteien der jetzigen Regierungskoalition.

Die Spendenstrategie der Wirtschaftsunternehmen ist sehr unterschiedlich. Der Versicherungskonzern Allianz AG will es sich offenbar mit keiner Partei verderben, er spendete jeweils 120001 Euro an CDU, SPD und Grüne. Die CSU bekam 60001, die FDP 50001 Euro. Der Autokonzern BMW streute seine Spenden ebenfalls sehr breit, allerdings schon mit deutlich schwarz-gelber Präferenz: 229258 Euro gingen an die CSU, 226702 an die CDU, 166245 an die FDP. Ganz unten in der BMW-Liste steht die SPD mit 137120. Die Grünen gingen leer aus.

DaimlerChrysler konzentriert sich lediglich auf die großen Parteien: CDU und SPD bekamen jeweils 450000 Euro. Ebenso verfährt die Autofirma Porsche, die beiden Parteien jeweils 200000 Euro überwies. Altana (570000), Bosch (100000) und Commerzbank (150000) spendeten ausschließlich an die CDU. Nur an CDU und FDP zahlten die Familie Quandt (755000 und 220000 Euro), das Bankhaus Sal. Oppenheim (75000 und 150000 Euro) sowie Südwestmetall (600000 und 100000 Euro). Völlig aus dem Rahmen des Spendenmusters fällt die Tchibo Holding AG, die als einziges Unternehmen mit 200000 Euro lediglich die SPD unterstützte.

Die Linkspartei.PDS taucht in der Spendenübersicht nicht auf.



jungewelt.de  

14.09.05 20:14

21799 Postings, 7672 Tage Karlchen_INatürlich - die erwarten ja was.

Und dann setzen sie diese Ausgaben auch noch von den Steuern ab. Soll übrigens nach Kirchhoff so bleiben.  

14.09.05 20:20

112127 Postings, 6302 Tage denkideeParteispenden sollten endlich verboten werden

Landschaftspflege nennt Schreiber die sogenannten Spenden-Bestechungsgelder an die Politiker. Sind die Politiker nicht dankbar, wird ihnen der Hahn später zugedreht.  

14.09.05 20:32

11570 Postings, 6192 Tage polyethylenDen Inhalt der schwarzen

Koffer sollte man nicht vergessen.  :-)  

14.09.05 22:02

129861 Postings, 6224 Tage kiiwiiDie SPD ist eine reiche Partei mit Industriebesitz

in bedeutendem Ausmaß. Die braucht längst nicht soviel Spenden.

MfG
kiiwii  

14.09.05 22:04

21799 Postings, 7672 Tage Karlchen_ITja - und warum haben die "Wirtschaftsexperten"

der Union das nicht - können die nicht mit Geld umgehen?  

14.09.05 22:07

13475 Postings, 7819 Tage SchwarzerLordNe, das ist anders.

Es ist eifnach nicht richtig, daß mit Mitgliedereinnahmen und Spenden statt Parteiarbeit dann Zeitungen, Radiosender etc. gekauft werden!

--------------------------------------------------

"Wir machen keine Schulden, das haben wir immer klar gemacht, wir weichen nicht in Schulden aus.?
(Hans Eichel , 01.09.02, ARD-Sendung Christiansen)

"Wir machen keine unbezahlbaren Versprechungen, und wir rütteln nicht an den Kriterien des europäischen Stabilitätspaktes.?
(Gerhard Schröder am 19.06.2002 vor der Bundespressekonferenz in Berlin)


 

14.09.05 22:15

129861 Postings, 6224 Tage kiiwiiDie Medienbeteiligungen der SPD.

Die Medienbeteiligungen der SPD. Zur Bedeutung der SPD-Beteiligungen im Zeitungsmarkt
von Horst Röper, Geschäftsführer des FORMATT-Instituts in Dortmund


Die Ursprünge der Beteiligungen der SPD an Presseunternehmen und Druckereien reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Da sich die junge Sozialdemokratie bei den etablierten bürgerlichen Medien kein Gehör verschaffen konnte, wurden eigene Medien gegründet. Die heutigen Pressebeteiligungen gehen überwiegend auf diese ehemaligen Initiativen und Aktivitäten zurück.

Auch der Streit über die sog. SPD-Presse ist alt. Standen einst eher die Inhalte im Vordergrund, stößt heute der Besitz einer Partei an Medienunternehmen auf Kritik. Gerade in den letzten Jahren ist der SPD dieser Besitz immer wieder streitig gemacht worden. Häufig nicht ausgeführt, aber unausgesprochen gemeint, ist der Vorwurf, die SPD beeinflusse über ihre Beteiligungen auch in die Inhalte von Medien und dies sei einer freien Presse abträglich. Darüber lässt sich  s t r e i t e n .



Ein anderer Vorwurf geht freilich fehl: Er lautet, die SPD betreibe Arkanpolitik, verschleiere ihren Besitz. Das Ausmaß der Beteiligungen wird in manchen Berichten krass überzeichnet.


Falsche Zuordnungen von Zeitungen zur SPD sind in den gerade in den beiden letzten Jahren häufigen Berichten über die Beteiligungen der SPD oft zu finden. Verantwortung für solche Fehler tragen für die Vergangenheit die SPD-Unternehmen in hohem Maße selbst. Viel zu lange hat die SPD über ihre Beteiligungen geschwiegen und damit Spekulationen den Boden bereitet.


Nach Jahren des Zauderns hat sich der Beteiligungskonzern vor einigen Jahren aber geöffnet und Transparenz über seine Beteiligungen hergestellt, nicht zuletzt auch durch den vorliegenden Geschäftsbericht. Dies ist für die Verlagsbranche immer noch nicht selbstverständlich. Zwar ist die Zahl der Verlage gestiegen, die über das eigene Unternehmen Auskunft gibt, aber immer noch ist die Verlagsbranche insgesamt sehr intransparent. Viele Verleger, die letztlich auch mit Informationen über Unternehmen verdienen, verweigern sich, wenn es um das eigene Unternehmen geht.


Trotz einiger Lücken im Kenntnisstand über die Eignerstrukturen von Zeitungsverlagen und trotz vermuteter verdeckter Beteiligung legt das FORMATT-Institut seit vielen Jahren in der Fachzeitschrift Media Perspektiven Analysen zur Branchenstruktur der Zeitungsverlage vor (1). Dabei werden insbesondere die zehn Verlagsgruppen mit den höchsten Auflagen berücksichtigt. Auf Anfrage der dd_vg. haben wir dieses Ranking nun erweitert, um den Rang der Holding im Zeitungsmarkt darzustellen. Berücksichtigt werden dabei alle Kapitalbeteiligungen an Zeitungsverlagen, sofern sie gerundet mindestens 25 Prozent ergeben. Die Grenze liegt auf der Höhe der Erfassungsschwelle für die Fusionskontrolle durch das Bundeskartellamt. Damit bleiben nicht qualifizierte Beteiligungen unberücksichtigt. Das Kriterium gilt für direkte und durchgerechnet auch für indirekte Beteiligungen. Bei der Addition zur Gesamtauflage einer Verlagsgruppe werden die Auflagen von Beteiligungsunternehmen anteilig berücksichtigt, d.h. ein Auflagenanteil in der Höhe der Kapitalbeteiligung wird angerechnet.


Nach dieser Methode sind bei der dd_vg. insgesamt 14 Tageszeitungen zu berücksichtigen, an der denen dd_vg. jeweils mindestens gerundet 25 Prozent des Kapitals hält. Unterhalb dieser Schwelle liegen u.a. folgende Beteiligungen: Schaumburger Nachrichten, Stadthagen (20,8%), mit 16.900 Exemplaren; Meininger Tageblatt (15,0%) mit 16.600; Westfälische Rundschau, Dortmund (13,1%), mit ca. 160.000.


Tageszeitungen mit Beteiligung der dd_vg.

Tageszeitung
                
§
Anteil in Prozent Verkaufte Auflage Anteilige Auflage


Neue Westfälische, Bielefeld  57,5  160.200  92.115

Cuxhavener Nachrichten  50,0  13.300  6.650

Morgenpost für Sachsen, Dresden  40,0  104.900  41.960

Sächsische Zeitung, Dresden  40,0   329.700  131.880

Nordbayerischer Kurier, Bayreuth  31,5  41.700  13.136

Freies Wort und stz Südthüringer Zeitung  30,0  109.800  32.940

Vogtland-Anzeiger/
Vogtlandpost, Plauen  30,0  11.512  3.45  

Neue Presse, Coburg  30,0  29.833  8.950

Frankenpost, Hof  30,0  57.574  17.272

Aller Zeitung/Wolfsburger Allgemeine  20,389  35.100  9.126

Peiner Allgemeine Zeitung  20,389  22.400  5.824

Neue Presse Hannover*  20,389  65.700  17.082

Hannoversche Allgemeine Zeitung*  20,389  162.300  42.198

Göttinger Tageblatt  20,2  48.200  12.387


Gesamtauflage  (nach ivw I/2002 )  1.192.219  434.974  




MfG
kiiwii  

14.09.05 23:03

21799 Postings, 7672 Tage Karlchen_IAuch dann nicht rumjammern

Ist denn mal so.

Wenn Zentrum und Liberale (Bundespräsident Heuss hat den Ermächtigungsgesetzen zugestimmt) mit den Nazis in gewisser Weise paktiert haben - dann ist da auch nix an Vermögen.


Hilft auch nix, dass sich die Union der CDU-Ost - der Blockpartei - unter den Nagel gerissen hat.  

14.09.05 23:07

129861 Postings, 6224 Tage kiiwiinö, niemand jammert. Nach der Wahl wird die SPD

ihre Beteiligungen abgeben müssen... und ich denke, das weiß sie auch



MfG
kiiwii  

14.09.05 23:11

21799 Postings, 7672 Tage Karlchen_IAch - kommt dann der CDU-Kommunismus?

Oder nur so eine Art Diktatur, wo den politischen Gegnern die Kohle abgenommen wird. Interessant. Aber warum nicht konsequent? Wie wäre es mit KZ´s.  

14.09.05 23:48
1

51340 Postings, 7469 Tage eckikiiwii weiß schon von Enteignungen.

Willst du hier den Bürgerkrieg? Das kann ja lustig werden. :-(

Grüße
ecki  

14.09.05 23:50

1179 Postings, 6169 Tage redium dann die Spenden steuerlich absetzen zu können!


@sehr lesenswert! CDU ein Minus von über fünf Millionen Euro! FDP ist mit 9,3 Millionen Euro verschuldet! SPD hat ein Immobilien- und Beteiligungs-Vermögen von 257 Millionen Euro!

 

http://www.daserste.de/plusminus/...g_dyn~uid,7f5655owde8h5s5q~cm.asp

 

14.09.05 23:55

129861 Postings, 6224 Tage kiiwii...Thx, redi

...das sagt alles.

MfG
kiiwii
 

15.09.05 00:00

41176 Postings, 7168 Tage Dr.UdoBroemmeMit den Enteignungen hats ja in Niedersachsen

erstmal nicht so geklappt - da hat das Bundesverfassungsrericht das Gesetz einkassiert mit dem die CDU die Medienbeteiligung nach Gutsherrenart neu regeln wollte.


Never argue with an idiot -- they drag you down to their level, then beat you with experience.  

15.09.05 00:00

1407 Postings, 5673 Tage CDUCSUThierse strahlt und sucht Einnahmequelle bei CDU

SPD hat ein Immobilien- und Beteiligungs-Vermögen von 257 Millionen Euro

un das alles legal! illegal? scheißegal!  

15.09.05 00:03

1179 Postings, 6169 Tage rediwieso hat die CDU kein Vermögen in höhe von ca.

270 Millionen! Immerhin investiert die SPD ja in Immobilien! Was macht die CDU/FDP?
 

15.09.05 00:06

41176 Postings, 7168 Tage Dr.UdoBroemmeDie bunkert den Bimbes auf schwarzen Konten

im Ausland und muss dafür zweistellige Millionenbeträge an Strafe zahlen - schon vergessen?


Never argue with an idiot -- they drag you down to their level, then beat you with experience.  

15.09.05 00:06

1407 Postings, 5673 Tage CDUCSUThierse hat doch genug vereinnahmt

Beispiel Kohl  

15.09.05 00:06

129861 Postings, 6224 Tage kiiwiinach Gutsherrenart geht gar nix...

...muß alles seine Ordnung haben...

MfG
kiiwii
 

15.09.05 00:07

41176 Postings, 7168 Tage Dr.UdoBroemmeNaja - Sozis können halt nicht mit Geld

umgehen *ggg*


Never argue with an idiot -- they drag you down to their level, then beat you with experience.  

15.09.05 00:07

1407 Postings, 5673 Tage CDUCSUDas war 1997

Das Grundgesetz schreibt in Artikel 21 vor: Parteien müssen "über Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben" Auf diese notwendige Transparenz über Parteieinnahmen und -ausgaben hat gerade die SPD bei der CDU-Spendenaffäre zu Recht immer wieder hingewiesen

Doch wie hält es die SPD bei sich selbst? Allein die Medienbeteiligungen der SPD sind mehr als 500 Millionen Mark wert Sie haben 1997 Gewinne in Höhe von 18,43 Mio DM erzielt Diese Erträge wurden im SPD-Rechenschaftsbe-richt nicht ausgewiesen, sondern mit anderen Ausgaben einfach verrechnet Die SPD rechnet sich in der Öffentlichkeit bewusst arm!

Die SPD nimmt heute über ihre Beteiligungen Einfluss auf fast 20 Tageszeitungen mit einer täglichen Auflage von 2,5 Millionen Darüber hinaus ist die SPD über die Tageszeitungen an etlichen Lokalradios beteiligt



Es besteht die Gefahr einer Machtkonzentration, wenn eine politische Partei Medienbeteiligungen in einem solchen Umfang besitzt Eine unabhängige Presse hat in der Demokratie eine außerordentlich wichtige Kontrollfunktion Diese wird missachtet, wenn Parteien bei ihren legitimen Vermögensanlagen gerade Finanzbeteiligungen im Medienbereich eingehen


Die SPD rechnet sich bewusst arm und verschleiert ihre Medienbeteiligungen


Der Wert der SPD-Medienbeteiligungen beträgt nach Schätzungen mehr als eine halbe Milliarde Mark In der SPD-Buchführung stehen dagegen nur magere 17,8 Millionen Mark Buchwert Wirtschaftswoche, 27400; Welt, 29400 Die SPD könnte also hunderte Millionen Mark, zum Beispiel für den nächsten Wahlkampf, mobilisieren, ohne sie überhaupt ausweisen zu müssen



Die Medienbeteiligungen haben 1997 einen tatsächlichen Gewinn in Höhe von 18,43 Millionen Mark abgeworfen, der im SPD-Rechenschaftsbe-richt nicht ausgewiesen ist Der Gewinn wurde einfach mit Ausgaben zum Beispiel für die neue Parteizentrale in Berlin "verrechnet" Die SPD-Schatz-meisterin Wettig-Danielmeier sprach noch am 15 März von einem Gewinn in Höhe von nur "sieben bis zehn Millionen Mark
 

15.09.05 00:08

41176 Postings, 7168 Tage Dr.UdoBroemmeGenau kiiwii

Deswegen war das auch schon das zweite Gesetz des Herrn Wulf, das vom Verfassungsgericht einkassiert worden ist...


Never argue with an idiot -- they drag you down to their level, then beat you with experience.  

15.09.05 00:08

1179 Postings, 6169 Tage redider zweistellige Millionenbetrag scheint noch

nicht bezahlt zu sein! :-((( Frechheit!

***
Der ehemalige Bundeskanzler und Parteivorsitzende Helmut Kohl: ?Ich weiß von der Sache nichts.?Doch die Partei muss Strafe zahlen, wie Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sagte: ?Das sind für 1999 genau 41 Millionen ... DM. Die CDU schuldet diesen Betrag dem Bund.?
***  

15.09.05 01:13

335 Postings, 6214 Tage schnabeltasseSchön finde ich ...

... wie die Herren Gewerkschafter es zu wirtschaften verstehen. Man schaue sich nur an, was aus der arbeitnehmerfreundlichen Coop geworden ist. Vor 10 Jahren in aller Munde, heute erinnert sich noch manch alter Herr und in 10 Jahren wird wohl jeder das Debakel vergessen haben.  

   Antwort einfügen - nach oben