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18. Juli 2002 Unternehmensnachrichten

IBM-Quartalsgewinn bricht ein - Analysten insgesamt zufrieden

Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat im zweiten Quartal im Zuge der Nachfrageschwäche in der Branche einen kräftigen Gewinneinbruch verzeichnet. Das US-Unternehmen führte dies zudem auf milliardenschwere Sonderbelastungen durch Personalabbau, Umstrukturierung und den bereits angekündigten Verkauf der verlustreichen Festplatten-Sparte zurück. Der Gewinn im abgelaufenen Quartal habe 56 Millionen Dollar oder 0,03 Dollar je Aktie betragen nach 2,04 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte der Konzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Analysten bezeichneten die Ergebniszahlen als insgesamt positiv. Der Computerkonzern, der eine breite Produktpalette von Mikrochips über Großrechner bis zu Software-Angeboten abdeckt, gilt als Indikator für die Entwicklung in der gesamten Technologiebranche. Den Gewinn vor Sonderposten gab IBM mit 0,84 Dollar je Aktie an. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Mittel mit 0,83 Dollar gerechnet. Der Quartalsumsatz fiel auf 19,65 Milliarden Dollar von 20,83 Milliarden Dollar vor Jahresfrist. Die Sonderaufwendungen bezifferte der Konzern auf 1,4 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr prognostizierte Finanzchef John Joyce nach dem Verkauf der Festplatten-Sparte einen Gewinn je Aktie von rund vier Dollar. Damit nannte er ein Gewinnziel unterhalb der bisherigen Prognosen von Analysten. Diese hatten nämlich zwar auch vier Dollar vorausgesagt, dabei aber die - das Konzernergebnis belastende - defizitäre Festplatten-Sparte noch berücksichtigt. (Reuters)

Consors: Nachsteuerverlust im 1. Halbjahr 159 Millionen Euro

Das konsolidierte Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter der Consors Discount-Broker AG, Nürnberg, beläuft sich im ersten Halbjahr 2002 auf voraussichtlich minus 159 Millionen Euro. Davon entfallen minus 40 Millionen Euro auf die gewöhnliche Geschäftstätigkeit verglichen mit minus 36 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2001 und minus 119 Millionen Euro auf Sondereffekte. Diese Sondereffekte sind auf Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Aktiva gemäß US GAAP Rechnungslegungsvorschriften infolge der Verluste an den Börsen und des schwierigen Marktumfeldes zurückzuführen. (Ad hoc)

AMD weist Quartalsverlust aus

Der US-Mikroprozessor-Hersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat für das abgelaufene Quartal einen Verlust ausgewiesen. Der Nettoverlust habe im zweiten Quartal 184,9 Millionen Dollar oder 0,54 Dollar je Aktie betragen nach einem Gewinn von 17,4 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte der im kalifornischen Sunnyvale ansässige Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Mittel einen geringeren Verlust von 0,45 Dollar erwartet. Der Umsatz fiel den Angaben zufolge binnen Jahresfrist um 39 Prozent auf 600,3 Millionen Dollar. Analysten hatten einen Umsatz in dieser Höhe erwartet. Auch für das laufende dritte Quartal geht AMD den Angaben nach trotz eines erwarteten moderaten Umsatzwachstums zum Vorquartal von einem Verlust aus. (Reuters)

SAP-Partner Commerce One reduziert Quartalsverlust

Der amerikanische SAP-Partner Commerce One hat im zweiten Quartal seinen Verlust deutlich reduziert und einen Umsatzeinbruch verzeichnet. Der Anbieter von Software für Internet-Marktplätze nannte am Mittwoch nach US-Börsenschluss einen Quartalsverlust von netto 71,1 Millionen Dollar oder 0,25 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte der Verlust noch bei 2,07 Milliarden Dollar gelegen. Der Umsatz brach zum Vergleichszeitraum um drei Viertel auf 27,8 (Vorjahresquartal 101,3) Millionen Dollar ein. Vor Sonderposten habe der Verlust bei 38,4 Millionen Dollar oder 0,13 Dollar je Aktie gelegen im Vergleich zu einem Minus von 96,7 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Fehlbetrag vor Sonderbelastungen von 0,14 Dollar gerechnet. SAP hält nach früheren Angaben 20 Prozent an dem US-Unternehmen. (Reuters)

Escada wandelt Vorzugsaktien in Stammaktien um

Die Escada AG wird ihre stimmrechtslosen Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien umwandeln. Ein entsprechender Beschluss des Vorstands wurde vom Aufsichtsrat gebilligt, wie der Luxusmodekonzern am Mittwoch ad hoc mitteilte. Damit will sich Escada auf die Bedürfnisse des Kapitalmarkts ausrichten. Die Umwandlung der Aktiengattungen wird im Verhältnis 1:1 stattfinden. Die Escada-Stamm- und Vorzugsaktionäre stimmen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 18. September über die Maßnahme ab. (vwd)

Übernahmegerüchte um Brau und Brunnen

Der Aktienkurs des Getränkekonzern steigt, obwohl die Geschäfte nicht so gut laufen. Gerüchten zufolge gibt es massive Aufkäufe eines internationalen Konzerns. Eine Übernahme scheine nur noch eine Frage der Zeit zu sein. (Die Welt, S. 17)

Wirtschaftsnachrichten

Brasilien senkt Leitzins um 0,50 Prozentpunkte auf 18 Prozent

Die brasilianische Zentralbank hat am Mittwoch ihren Leitzins (Selic) um 0,50 Prozentpunkte auf 18 Prozent gesenkt, nachdem sie in den vergangenen drei Monaten das Zinsniveau zur Inflationsbekämpfung unverändert gehalten hatte. Der geldpolitische Ausschuss (Copom) habe mit fünf gegen zwei Stimmen für die Zinssenkung votiert, teilte die Zentralbank in Brasilia weiter mit. Zugleich nahm die Zentralbank jetzt eine neutrale Haltung ein, nachdem sie zuvor eher auf eine Lockerung der Geldpolitik eingestellt war. Die Zentralbank hatte zuletzt im Februar und März den Leitzins um jeweils 0,25 Prozentpunkte ermäßigt. (Reuters)

Hayami fordert Japans Regierung zu strukturellen Reformen auf

Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Masaru Hayami, hat die Regierung des Landes erneut zu strukturellen Reformen aufgefordert. Diese seien notwendig, um die expansive Geldpolitik der BoJ zu unterstützen, sagte Hayami am Donnerstag vor einem Parlamentsausschuss. Er verwies darauf, dass die BoJ ihre Politik des billigen Geldes, die die Wirtschaft gestützt und die Finanzmärkte stabilisiert habe, fortsetzen werde. Mit Blick auf die Wechselkursentwicklung äußerte Hayami die Vermutung, dass der Abwertungstrend des US-Dollar bald zu einem Ende kommen könnte. Die zuletzt verzeichnete Schwäche des Dollar begründete er mit den Defiziten der US-Leistungs- und -Haushaltsbilanz. Am Mittwoch hatte die BoJ ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in Japan den fünften Monat in Folge hochgestuft. In ihrem Monatsbericht hieß es, dass die konjunkturelle Talsohle so gut wie erreicht sei. (vwd)

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Text: @la  

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