Freude auf die MWSt-Erhöhung

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neuester Beitrag: 04.01.07 18:55
eröffnet am: 16.12.06 19:25 von: ostseebrise. Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 04.01.07 18:55 von: ORAetLabor. Leser gesamt: 700
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bewertet mit 8 Sternen

16.12.06 19:25
8

5497 Postings, 5362 Tage ostseebrise.Freude auf die MWSt-Erhöhung

Mehrwertsteuerfreie Insel hofft auf Aufschwung


Berlin - Die Bewohner der Nordseeinsel Helgoland sehen der Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent optimistisch entgegen.

"Das könnte einen Aufschwung für uns geben", sagte Bürgermeister Frank Botter (SPD) dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Helgoland ist als ehemalige britische Kolonie von Zöllen und Verbrauchssteuern befreit. Der Mehrwertsteuersatz auf Güter und Dienstleistungen liege auch 2007 bei null Prozent, bestätigte das schleswig-holsteinische Finanzministerium.

Die Insel werde außerdem davon profitieren, dass die Freigrenze für den mehrwertsteuerfreien Einkauf für Touristen von 175 auf 430 Euro angehoben wird, hieß es dem Bericht zufolge beim schleswig-holsteinischen Finanzministerium. (AFP)


 

16.12.06 19:39

8140 Postings, 5677 Tage checkerlarsendas wußt ich nicht

sehr interessant.  

16.12.06 19:50
3

4112 Postings, 7390 Tage Rexinibei einem preis von 34? für die schiffspassage

mußt du ja schon mindestens für 200 ? einkuafen um einen gleichstand zu erziehlen.
 

16.12.06 19:53

4112 Postings, 7390 Tage Rexini.

Preis             Erwachsene(ab 15 J.)   Kinder(4-14 J.)   Schwerbehinderte(ab 70%)  
Tages-Rückfahrkarte ? 34,00                  ? 17,50                 ? 25,00
Familienkarte1      ? 83,00                    -                        -
Einfache Fahrt      ? 26,00                  ? 13,50                    -
Saison-Rückfahrkarte2 ? 41,50                ? 21,00                 ? 31,00

Hunde (pro Tier)                             ? 17,00
 

16.12.06 19:54

5497 Postings, 5362 Tage ostseebrise.Kannste für 430 ?. Dein Hund allerdings nicht :-(




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17.12.06 19:58
1

5497 Postings, 5362 Tage ostseebrise.Zollfreier Einkauf

 
Wer clever einkauft, hat die Anreisekosten schnell wieder raus. Denn Helgoland bietet seinen Gästen ein Einkaufserlebnis der ganz besonderen Art: Da die Insel nicht zum Zollkodex der Europäischen Union gehört, präsentiert sie sich mit hochwertigen Spirituosen - unter Anderem mit über 850 verschiedenen Whiskysorten - Tabakwaren, Parfüms und vielem mehr als ein von Zoll- und Mehrwertsteuer befreites Einkaufsparadies. Daraus resultiert allerdings auch, dass hier spezielle Zollvorschriften bestehen, die beachtet werden müssen.


Zollbestimmungen hier:
http://www.helgoland.de/aktuel2z.htm

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17.12.06 20:03

1132 Postings, 5202 Tage centy01gielllt diesn auch ffffffffffffür Alllehol, dennn

mann chon intus hatt??  

04.01.07 18:30
1

31034 Postings, 6998 Tage sportsstarDie Mehrwertsteuer-Piraten von Helgoland

HANDELSBLATT,

Donnerstag, 4. Januar 2007,

Report

Die Mehrwertsteuer-Piraten von Helgoland

Von Nils-Viktor Sorge

Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel wird keine Mehrwertsteuer erhoben - folglich macht die Anhebung auf 19 Prozent den Felsen in der Deutschen Bucht für Käufer noch reizvoller. Und für sturmerprobte Unternehmer - denn die müssten ihren Kunden keine Mehrwertsteuer berechnen.


Luftbild von Helgoland. Foto: dpa
Bild vergrößernLuftbild von Helgoland. Foto: dpa

HELGOLAND. Wenn Kaufmann Rudolf Antony auf die Mehrwertsteuererhöhung zu sprechen kommt, lächelt er, und ein paar seiner Goldzähne blitzen hervor. ?Ich erhoffe mir davon schon einen gewissen Aufschwung?, sagt er und nickt, sein grauer Pferdeschwanz beginnt dabei zu wippen.

Antony handelt auf dem Helgoländer Oberland mit Ferngläsern, Kosmetik und dänischem Porzellan ? ein für die Insel typisches Gemischtsortiment wertvoller Produkte mit einem Sinn: Die Kunden sparen jede Menge Mehrwertsteuer, die auf Helgoland nicht anfällt. Schon vor dem Jahreswechsel war Antony ?deutlich billiger als die Konkurrenz auf dem Festland?. Und seit dem 1. Januar ist der Abstand noch größer geworden.

Helgoland freut sich auf die Mehrwertsteuererhöhung. Denn während Handel und Verbraucher in der übrigen Bundesrepublik dem Anstieg des Satzes von 16 auf 19 Prozent beinahe panisch entgegensahen, ist auf Deutschlands einziger Hochseeinsel alles beim Alten geblieben: Null Prozent auf Lebensmittel, null Prozent auf alle sonstigen Produkte und Dienstleistungen. Angela Merkels Steuer-Manöver auf dem Festland könnte den zuletzt wirtschaftlich gebeutelten Felsen für Touristen und Investoren daher attraktiver machen, hoffen jetzt viele der 1 650 Insulaner.

Ihre heutige Rolle als Mehrwertsteuer-Piraten verdanken die Helgoländer noch einer anderen mächtigen Frau. Nachdem die Insel von 1808 bis 1813 den Engländern als Schmuggelplatz gegen Napoleons Kontinentalsperre diente, erließ die englische Königin Victoria zum Dank später das Zolldekret, auf das die Mehrwertsteuerfreiheit zurückgeht. Die damals britische Insel wurde von Abgabenzahlungen gegenüber dem Mutterland freigestellt. Helgoland sollte seinen Gemeindehaushalt mit eigenen Einfuhrzöllen auf teure Verbrauchsgüter wie Spirituosen und Petroleum bestreiten.

Die Deutschen, die die Insel 1890 gegen ihre Ansprüche auf die Kolonie Sansibar erhielten, behielten dieses Prinzip bei. Helgoland gehört weder zum Zollgebiet der EU noch zum deutschen Steuergebiet. Es ist daher auch nach dem Aus der Butterfahrten Ende der 90er-Jahre ein Duty-Free-Paradies geblieben, das auch von den Einkäufen der Touristen lebt ? zuletzt allerdings immer schlechter, denn mit dem eigenen Auto und Billigfliegern wurden andere Ziele für die Deutschen interessant. Der Spar-Anreiz war den Menschen wegen der Discounter-Preisschlachten auf dem Festland nicht mehr so wichtig, Naturliebhaber glichen die Verluste nicht aus.

Die jüngste Hiobsbotschaft erreichte die gut einen Quadratkilometer große Insel am 9. Dezember: Die ?Wappen von Hamburg?, das 41 Jahre alte Flaggschiff und Symbol des Helgolandverkehrs für 1 800 Passagiere, hat ausgedient, gleichwertigen Ersatz wird es nicht geben. In den 70er-Jahren kamen jährlich mehr als 800 000 Gäste auf die damals oft als ?Fusel-Felsen? verspottete Insel, mittlerweile nur noch gut die Hälfte. Auch von den traditionellen Börtebooten, die die Passagiere von den Schiffen an Land bringen, gibt es deshalb weniger. Trotzdem müssen sich viele Insulaner an das Geschäft mit den Einkaufs-Touristen klammern. Die Steuererhöhung auf dem Festland soll nun die Wende zum Besseren bringen.

Vom Südhafen ist es zu Fuß gut eine Viertelstunde ins Helgoländer Ortszentrum. Andreas Cohrs hat in seiner Parfümerie außer Flakons auch Modelleisenbahnen im Schaufenster ? ?als Hingucker?, wie er sagt. Die Kunden schauen auf die Preisschilder: 798 Euro lautet die Empfehlung von Märklin für den TEE, die Cohrs zum Vergleich angegeben hat. Er selbst verlangt 670 Euro. Keine Mehrwertsteuer ? das macht einen ganzen Batzen Bares aus.

Von diesem Effekt erhofft sich auch Helgolands Bürgermeister Frank Botter einen Aufschwung für die Insel, zumal die Freigrenze für den mehrwertsteuerfreien Einkauf für Touristen zum Jahreswechsel von 175 auf 430 Euro erhöht wird. Doch die Insel müsse die Steuererhöhung noch anderweitig nutzen, um langfristig überleben zu können: Unternehmer sollen Helgoland als Steuerparadies für sich entdecken. ?Wir müssen den Menschen hier zukunftsfähige Jobs bieten?, sagt Botter und streift seine Wetterjacke über den Seglerpulli.

Draußen bläst ihm der Wind aus Südwest ins Gesicht, während er in Richtung des alles überragenden Sendemastes der Deutschen Telekom auf dem Oberland marschiert. Botter kürzt den Weg über eine Wiese ab, die gespickt ist mit Ziegelsteinen und anderen Trümmerresten. Im Zweiten Weltkrieg zerbombten die Alliierten 1945 die deutsche Militärbasis Helgoland, zwei Jahre später versuchten sie als Besatzer vergeblich, die Insel komplett in die Luft zu jagen.

Vor dem rot-weiß lackierten Mast, der jetzt auf den Trümmern steht, bleibt Botter stehen und grinst. ?Alles, was unsere Insel über diesen Mast verlässt, ist mehrwertsteuerfrei.? TV-Sender, Call-Center, Internetdienstleister ? sie alle könnten nach Botters Vorstellung ihre Angebote von Helgoland aufs Festland funken, ohne ihren Kunden die Steuer auf die Rechnung zu schlagen. ?Wir würden Investoren Zucker in den Hintern pusten?, sagt der Bürgermeister. Zwei Baugebiete würden demnächst erschlossen, in denen sich auch Kleingewerbe ansiedeln könne.

Der erste Weg auf der Insel könnte sturmfeste Unternehmer in die Steuerkanzlei Forseti führen, benannt nach dem heidnischen Schutzgott des Helgoländer Süßwasserbrunnens. ?Stoßen Sie sich nicht den Kopf?, warnt Frank Winter Mandanten, die er in der kleinen Küche des 60-Quadratmeter-Büros im Dachgeschoss über der Volksbank empfängt.

Winter, früher Finanzbeamter, schiebt eine Plastik-Sonnenblume beiseite und blättert im rot eingebundenen Umsatzsteuergesetz. ?Wer Unternehmenssitz und Betriebsstätte auf Helgoland hat, muss Privatkunden für bestimmte Dienstleistungen keine Mehrwertsteuer berechnen?, bestätigt er den Bürgermeister. Das sehen immerhin auch der Deutsche Steuerberaterverband und das schleswig-holsteinische Finanzministerium so. ?Ab einer gewissen Umsatzgröße könnte daher auch ein Umzug lohnen", sagt Winter. Erst recht nach der Steueranhebung.

Ihn wundert es nicht, dass bereits zwielichtige Steueroasen-Finder die kleine Insel auf dem Radarschirm haben. ?Ziehen Sie um nach Helgoland?, rät etwa der selbst ernannte ?Finanz-Guru? Gerhard Kurtz in einer elektronischen Broschüre. So ließe sich die ?hässliche 19? umgehen. Bislang ist die große Invasion der Investoren zwar ausgeblieben. Den Flecken Erde, auf dem man lebt, in 45 Minuten umwandern zu können ? diese Aussicht schien vielen Landratten wenig verlockend. Einige Insulaner versuchen, die soziale Kontrolle zu umgehen, indem sie ihr Toilettenpapier online bestellen und in einer neutralen Verpackung bekommen. ?Die anderen müssen nicht auch noch wissen, ob ich zwei- oder dreilagiges Papier benutze?, sagt einer.

Doch die ersten Interessenten haben bei Bürgermeister Botter schon angerufen. Und eine Hand voll Schiffsgastronomen hat Helgoland bereits als Unternehmenssitz gewählt, um ihre Currywurst an Bord von Fähren steuerfrei anzubieten. Ein weiterer Unternehmer hat seinen Sitz vom Festland auf die Insel verlagert, um Inhalte von Online-Diensten von der Insel aus zu verkaufen ? ohne Mehrwertsteuer. Mit Fremden reden die Inhaber dieser Firmen nicht gerne. Zu tief sitzt offenbar die Furcht, Festland-Politiker könnten den Insulanern ihre Freiheit wieder nehmen und handstreichartig die Mehrwertsteuer auf Helgoland einführen.

Bürgermeister Botter dagegen besteht auf den Steuerprivilegien für seinen ?Stein?, wie er die Insel gern nennt. ?Wir haben sonst einfach keine Entwicklungsmöglichkeiten." Auch die im Südhafen geplante Marina für 240 Jachten sei wegen der mehrwertsteuerfreien Serviceleistungen für Skipper interessant. Auf dem Weg zurück in sein Büro blickt Botter noch einmal aufs Meer. ?Wir müssen endlich lernen, dass die Welt dahinten am Horizont nicht zu Ende ist.?

Quelle: http://www.handelsblatt.com/news/Politik/...iraten-von-helgoland.html

greetz
sports*
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Das Leben ist hart, doch Ariva ist härter..

 

04.01.07 18:55

3030 Postings, 5809 Tage ORAetLaboraWird in Helgoland auch über

quasi-Verteidungsfall diskutiert?

Oder gilt das nur für uns?  

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