Freifahrtschein ins kollektive Massenbesäufnis

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neuester Beitrag: 30.01.08 22:12
eröffnet am: 30.01.08 20:03 von: Zwergnase Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 30.01.08 22:12 von: etküttwieetk. Leser gesamt: 242
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30.01.08 20:03
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30851 Postings, 7282 Tage ZwergnaseFreifahrtschein ins kollektive Massenbesäufnis

Ihr Göllscher, wir Düsseldorfer geben euch gerne Asyl ;)

Aber im Ernst, unter diesen Umständen bin ich froh, dass ich kein Karnevalist bin ...



Interview mit Günther "Bömmel" Lückerath, Bläck Fööss

"Der Karneval verliert seine Substanz"

Freifahrtschein ins kollektive Massenbesäufnis, Verrohung der Sitten, Vandalismus - die Bläck Fööss wehren sich in ihrem neuen Lied "Ävver bitte, bitte met Jeföhl" gegen die Missstände im heutigen Karneval. WDR.de sprach mit Fööss-Urgestein Günther "Bömmel" Lückerath.

WDR.de: Herr Lückerath, für viele Kölner gehören die Bläck Fööss zum Karneval wie die Pappnase und das Kölsch. Wie lange feiern die Fööss und die Kölner eigentlich schon zusammen?

Günther "Bömmel" Lückerath: Wir haben dieses Jahr unser 38-jähriges Bestehen. Bis auf eine Session, in der wir mal eine Auszeit genommen haben, waren wir immer dabei, heißt also, 37 Sessionen haben wir schon durchlebt.

WDR.de: Eine lange Tradition. Trotzdem haben Sie überlegt, den Karneval in diesem Jahr zu boykottieren. Was war los?

Lückerath: Es gab keine Diskussion, ob wir überhaupt am Karneval teilnehmen. Es ging nur um die Karnevalseröffnung am 11.11. am Altermarkt. Da haben wir in den vergangenen Jahren zunehmend Bauchschmerzen bekommen, weil sich die Zustände dort so horrormäßig entwickelt haben. Man hat als Gruppe keine Nähe mehr zu den eigentlichen Karnevalisten, die Plätze vorne sind reserviert für VIPs und Fernsehkameras. Das einfache Volk wird von Schwarzen Sheriffs in Schach gehalten und erfüllt weit hinten nur noch eine Statistenrolle. Hinzu kamen diese Alkoholexzesse. Es hat uns einfach keinen Spaß mehr gemacht, da aufzutreten.

WDR.de: Letztlich standen Sie aber wie in jedem Jahr dann doch am 11.11. auf der Bühne.

Lückerath: Wir haben das in der Gruppe durchaus kontrovers diskutiert. Es gab dann aber eine Mehrheit für einen Auftritt, weil wir uns gesagt haben, wir können vor Ort, an der Front sozusagen, mehr erreichen, als mit einem Boykott.

WDR.de: Und haben da auch ihr neues Lied "Ävver bitte, bitte met Jeföhl" gespielt, in dem Sie die Missstände im Karneval beim Namen nennen. Ist es nicht etwas paradox - einen Karnevals-Hit herauszubringen, der den Karneval kritisiert?

Lückerath: Wir kritisieren nicht den Karneval generell, sondern nur gewisse Umstände. Wir haben Sorge um die Entwicklung des Karnevals. Wir wollen die emotionale Grundlage dieses wunderbaren Festes wieder in die Köpfe der Leute bekommen. Deshalb ja: "Ävver bitte, bitte met Jeföhl." Leute feiert, trinkt, esst, tanzt - aber bitte, bitte vergesst die Emotion dabei nicht. Momentan wird das Fest von vielen missverstanden als Freifahrtschein ins kollektive Massenbesäufnis.

WDR.de: Das ist eigentlich aber doch schon immer so gewesen. Alkohol fließt an Karneval nun mal in Strömen.

Lückerath: Alkohol und gewisse Ausschweifungen gehören zum Karneval. Wir wollen auch auf keinen Fall sagen, ihr dürft das jetzt alles nicht mehr tun. Alles was wir sagen ist, dass auch ein Mindestmaß an Gefühl zu diesem Fest gehört. Wenn man in einer Kneipe steht mit tollen Leuten neben einem, dann kann man ermessen, wie schön der Karneval ist. Da darf natürlich auch Kölsch getrunken werden, auch eins zu viel. Wenn aber alles völlig sinnentleert ist und die Sitten verrohen - dagegen haben wir was.

WDR.de: Was meinen Sie konkret mit 'Verrohung der Sitten'?

Lückerath: Wenn Karneval Massen an Menschen nach Köln kommen, und dieses Fest teilweise dazu missbrauchen, sich nur vollzusaufen und anschließend ihre Aggressionen loszuwerden, dann wird Karneval einfach missverstanden. Es gibt jedes Jahr diese fürchterlichen Schlägereien, es gibt dieses Komasaufen, dass sich die Kinder die Kante geben und dann auf der Straße rumliegen. Es gibt den Hang zum Vandalismus, dass einfach mutwillig ohne jeden Sinn zerstört wird, was einem in den Weg kommt. All das sehen wir in jedem Jahr und haben es jetzt in unserem Lied angesprochen.

.... manuell gekürzt, weiter hier:

http://www.wdr.de/themen/freizeit/brauchtum/...kenstyle=karneval_2008
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Die Welt scheint nur noch voller Mißverständnisse zu sein ...

30.01.08 21:53
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19607 Postings, 5162 Tage etküttwieetküttIhr Düsseldorfer - ihr dürft gerne

Karneval zu uns kommen - ich gebe euch Asyl!

Bei uns wird nämlich Karneval noch "mit Gefühl" gefeiert *ggg*
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Wer daran glaubt, die Frau sei ein Engel,
verliert den Glauben an den ewigen Frieden des Himmels!

30.01.08 21:59
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45472 Postings, 6327 Tage joker67Ne,ne ,immer nur dieses Gefummel.

Wer will denn Gefühle? *g*
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Revierherbstmeisterschaft 07/08:

1. FC Schalke 04  3-0-0 -- 7:1 - 9
2. VFL Bochum     1-0-2 -- 3:3 - 3
3. MSV Duisburg   1-0-2 -- 3:5-- 3
4. B. Dortmund    1-0-2 -- 4:8 - 3

30.01.08 22:12

19607 Postings, 5162 Tage etküttwieetküttDenk mal mit dem Herz und lass den Rest weg ;-)

vielleicht kommste dann drauf *g*
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Wer daran glaubt, die Frau sei ein Engel,
verliert den Glauben an den ewigen Frieden des Himmels!

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