Freiburg: Urgestein Finke schmeisst hin !! o. T.

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neuester Beitrag: 30.03.07 08:36
eröffnet am: 14.12.06 14:09 von: lassmichrein Anzahl Beiträge: 5
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14.12.06 14:09
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61594 Postings, 6253 Tage lassmichreinFreiburg: Urgestein Finke schmeisst hin !! o. T.

14.12.06 14:10

36814 Postings, 6286 Tage TaliskerUi. Das nenn ich das Ende einer Ära o. T.

14.12.06 14:11

61594 Postings, 6253 Tage lassmichreinDiesmal mit Text:




 

Donnerstag, 14. Dezember 2006

Eine Ära geht zu Ende
Finke hört auf


Die Ära von Trainer Volker Finke beim Fußball-Zweitligisten SC Freiburg geht am 30. Juni 2007 nach 16 Jahren zu Ende. Darauf verständigten sich der 58-jährige Coach und der Verein nach einer Mitteilung vom Donnerstag.
 
Das Präsidium sei in seiner Sitzung am Mittwochabend zu der Überzeugung gekommen, "dass Volker Finke mehr als jeder andere geeignet ist, mit der Mannschaft des SC die derzeit schwierige sportliche Situation zu meistern", heißt es in der Erklärung. Gleichzeitig habe man sich darauf verständigt, gemeinsam mit Finke die Nachfolge der sportlichen Leitung für die kommende Saison zu planen.


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14.12.06 14:12

8024 Postings, 7290 Tage maxperformanceer sucht den Nachfolger

Freiburg: Trennung am Saisonende

Finke sucht seinen Nachfolger

Am Mittwochabend fand eine fünfstündige Krisensitzung des Freiburger Präsidiums statt, auf der es um die sportliche Talfahrt ging und die Zukunft von SC-Trainer Volker Finke diskutiert wurde. Um 22 Uhr stand der Beschluss fest: Finke macht weiter und zwar unabhängig vom Ausgang der Partie beim Aufsteiger TuS Koblenz am Sonntag. Doch am Saisonende ist nach 16 Jahren Schluss.

Sorgenfalten, aber noch kein Schlussstrich: Volker Finke bleibt Freiburgs Trainer.© imago

"Wir sind überzeugt davon, dass es uns mit diesen Entscheidungen gelungen ist, in einer schwierigen Situation einen ganz wichtigen Schritt in die richtige Richtung zu machen", sagte Präsident Achim Stocker, "der SC Freiburg steht nicht nur für eine glaubwürdige, vernünftige und perspektivische Handlungsweise ? sie ist auf Dauer gesehen auch seine einzige Chance, im Profifußball eine gute Rolle zu spielen."

Somit trafen die Verantwortlichen eine Entscheidung, die nach den jüngsten Aussagen der Vereinsspitze als überraschend einzustufen ist.

Nach dem 0:4 im badischen Derby gegen den KSC am Montagabend rückten am Dienstag Präsident Achim Stocker und Vizepräsident Fritz Keller immer mehr vom Trainer ab. "Irgendwann geht alles zu Ende. Die letzten zwei, drei Jahre sind nicht so gelaufen, dass man zufrieden sein könnte", sagte der SC-Präsident. Und Keller fasste seine Situationsanalyse in dem Satz zusammen: "Wir sind am Tiefpunkt der letzten 20 Jahre angekommen."

Nun kam alles anders, Finke wird in seinem 16. Trainerjahr bei den Breisgauern die Chance erhalten, das Ruder im Abstiegskampf selbst rumzureißen. Ob er das schafft, bleibt abzuwarten.

Das Denkmal Volker Finke wackelte und bröckelte, gestürzt ist es noch nicht. Doch die Kratzer sind unübersehbar. Wer die vertrackte Situation des SC Freiburg beleuchten will, kommt um die Vergangenheit nicht herum: Aufstieg, märchenhafte Rettung in der Saison 93/94, 5:1 gegen Bayern München, UEFA-Cup - alles unter dem Trainer Volker Finke.

All das wirkt bis in das Jahr 2006 nach und kann ein Stück weit verständlich machen, was die derzeitige Lage so schwierig macht. "Finke kann sich nur selbst entlassen", hallen die einst gesprochenen Worte des SC-Bosses Stocker nach. Doch inzwischen stellt sich für einen Klub, der von Sponsoren und Zuschauereinnahmen abhängig ist, die Frage, ob es unter diesen Umständen weitergehen kann.

Die Talfahrt ist in vollem Gange, die fehlende Durchschlagskraft hat seit Jahren Bestand. Der Dauerkartenabsatz ist in zweieinhalb Jahren um mehr als 60 Prozent geschrumpft, die Atmosphäre rund um den Klub vergiftet. Zunehmend hatte es der Coach mit seiner misstrauischen Art selbst den Leuten schwer gemacht, die ihm gegenüber positiv eingestellt waren.

Beim 0:4 gegen den KSC waren die meisten Zuschauer nur noch fassungslos über die einmal mehr harmlose SC-Darbietung: "Es war schockierend, wie deprimiert unsere Fans waren", sagte SC-Vize Fritz Keller.

Uwe Rogowski

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30.03.07 08:36
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61594 Postings, 6253 Tage lassmichreinBrutaler Abschied in Freiburg

SPIEGEL ONLINE - 30. März 2007, 08:01
URL: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,474735,00.html

TRAINER-VETERAN FINKE

Brutaler Abschied in Freiburg

Von Christoph Biermann

Ein bizarrer Streit zwischen Trainer und Präsidium gefährdet nicht nur den Aufstieg des SC Freiburg in die Bundesliga. Er wirft auch die Frage auf, ob aus dem einst "anderen" Club nun ein sturznormaler Verein wird.

Wenn man gerade glaubt, dass in der Welt des Fußballs der Vorrat an bizarren Situationen eigentlich verbraucht sein müsste, kommt meistens schon die nächste absurde Entwicklung daher. So wird Benno Möhlmann vielleicht die Spvgg Greuther Fürth erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Bundesliga führen, aber in der nächsten Saison den designierten Absteiger Eintracht Braunschweig in der Regionalliga übernehmen. Auch Volker Finke ist mit dem SC Freiburg auf einem guten Weg zurück in die Bundesliga, doch betreuen wird den möglichen Aufsteiger in der kommenden Spielzeit ein Mann namens Robin Dutt. Der war in seiner bisherigen Trainerkarriere mit den Stuttgarters Kickers zweimal Neunter und einmal Achter der Regionalliga Süd.

Freiburg-Trainer Finke: Der Verlust der Identität ist die größte Gefahr

Um zu verstehen, wie das passieren konnte, muss man zum Beginn der Saison zurückschauen. Damals raunten sich Freiburger Insider zu, dass es beim Sportclub lange keine so vielversprechende Mannschaft gegeben habe. Man konnte das zu Saisonbeginn sogar sehen, aber das Team verlor zunächst aufgrund von fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen und schlichtem Pech einige Punkte. Dann begann es schlecht zu spielen, und als es zum Ende der Hinrunde ein 0:4 daheim gegen den badischen Rivalen aus Karlsruhe setzte, drohte plötzlich sogar der Abstieg.

In dieser Zeit kam vieles an die Oberfläche, was im Club lange tief verborgen gegärt hatte. Denn so kuschelig, wie man sich das oft vorgestellt hatte, war es in Freiburg nie zugegangen. Pädagogisch geschickt und moralisch integer war Volker Finke zumeist mit seinen Spielern umgegangen, die Verantwortlichen des Clubs dagegen hatten ihn zumeist eher ruppig erlebt. Im 16. Jahr der Finke-Regentschaft sahen sie ihre Gelegenheit zum Aufstand gekommen. Angesichts der sportlichen Krise einigte man sich auf den Abgang des Trainers zum Saisonende. Und dann ging es los.

Nur: Plötzlich ging es wieder bergauf. Die Mannschaft gewann acht der vergangenen zehn Spiele, verlor keines, hat plötzlich nur einen Punkt Abstand zu einem Aufstiegsplatz und spielt so gut wie lange keine Freiburger Mannschaft mehr. Das zuvor Finke-müde Publikum entdeckt den Trainer wieder neu und die Mannschaft solidarisiert sich mit ihm. Nachdem Finkes Abschied auch ein Moment der Befreiung war (vielleicht sogar für ihn selbst), wurde die Situation mit jedem Erfolg absurder.

Um eine Wende in der Trainerfrage zu verhindern, verpflichte der Vorstand um Alt-Präsident Achim Stocker ohne Rücksprache mit dem Sportlichen Leiter Andreas Bornemann besagten Robin Dutt. Die Vereinsführung und der erboste Trainer grollen sich seitdem kaum noch verhohlen an. Die Chance auf einen glatten Übergang ins Post-Finke-Zeitalter ist längst vergeben. Plötzlich ist Breisgau brutal angesagt, und der SC Freiburg wirkt wie ein Club von vielen.

Wie sehr die Mannschaft davon beeindruckt ist, wird sich erweisen. Doch im Moment ist der Verlust der Identität vielleicht sogar die größere Gefahr für den Sportclub. Denn Finke hat nicht nur für den sportlichen Erfolg gesorgt, als er die Mannschaft in die Bundesliga und sogar in den Uefa-Cup führte. Er hat damit nicht nur die Voraussetzungen für verschiedene Ausbaustufen des Stadions und außergewöhnlich gute Trainingsanlagen geschaffen. Finke hat dem Club auch eine Idee von sich gegeben. Die Mannschaft bemüht sich auf dem Platz stets auch um schönen Kombinationsfußball, der Club mit seinem vorbildlichen Nachwuchszentrum ist inzwischen stetiger Produzent von Talenten. Mit dem ersten Solarstadion Deutschland gibt sich der Verein ökologisch, überhaupt war er so etwas wie das Alternativangebot im ansonsten streng ökonomischen orientierten Fußballgeschäft.

Was sich jedoch im Moment abspielt, gab es früher auf Kohle und nannte sich "Schalker Verhältnisse". Sollte die Mannschaft ihr sportliches Ziel trotz der Zerwürfnisse noch erreichen, würde man die Aufstiegsfeier aber erst recht gerne erleben. Denn wahrscheinlich wäre sie so zerdeppert wie das Geschirr auf einem Polterabend.


@MOD:

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Quelle: JP

 

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