Frauen trennen sich eher

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neuester Beitrag: 03.07.04 09:47
eröffnet am: 03.07.04 09:45 von: chrismitz Anzahl Beiträge: 2
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03.07.04 09:45

16576 Postings, 7362 Tage chrismitzFrauen trennen sich eher

2003 gab es auf Rügen 87 neue ?Scheidungswaisen?

Frauen streben schneller die Trennung vom Ehepartner an, als es Männer tun. Im vergangenen Jahr wurden auf Rügen 113 Lebensgemeinschaften geschieden. Betroffen waren auch 87 Kinder.

Rügen Verliebt, verlobt, verheiratet ? und dann ab zum Familiengericht. 22 Männer und 65 Frauen hatten im Jahr 2003 im Kreis Rügen genug von der Ehe sowie dem einst geliebten Partner und beantragten die Scheidung. 26 Paare traten diesen letzten Weg wenigstens noch gemeinsam an. Die Gerichte verteilten in insgesamt 113 Scheidungsfällen nicht nur das Hab und Gut sowie die Rentenversicherung unter den Ex-Eheleuten, sondern auch das Sorgerecht für die 87 gemeinsamen, minderjährigen Kinder. Das geht aus den Daten des Statistischen Landesamtes hervor.

  Männer scheinen übrigens etwas beharrlicher zu sein als Frauen. In den meisten Fällen nämlich werfen die Frauen die Flinte ins Korn und beantragen die Scheidung. Dieses Phänomen wird schon seit Jahren von den Statistikern beobachtet. Im Kreis Rügen beantragten im Jahr 2001 lediglich 47 Männer die Scheidung. Demgegenüber standen 104 Frauen. Im Jahr darauf reichten 40 Männer die Scheidung ein, aber 105 Frauen. Und im vergangenen Jahr waren es 22 Männer und 65 Frauen. Landesweit war das ganz genauso: Etwa ein Drittel der Trennungen gingen vom Mann aus und zwei Drittel von der Frau. In den meisten Fällen sind sich die Paare übrigens einig, dass sie nicht länger zusammen bleiben wollen.

  Doch was den Erwachsenen recht ist, muss den Kindern noch nicht billig sein. Psychologen wissen, dass sie die Hauptleidtragenden sind, wenn Mama und Papa nichts mehr voneinander wissen wollen. Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern 3050 Kinder zu so genannten Scheidungswaisen. Im Kreis Rügen hatten von den 113 Paaren, die sich trennten, 60 keine Kinder, 25 hatten jeweils ein Kind, 22 hatten zwei Kinder und sechs hatten sogar drei oder mehr Kinder. Insgesamt waren im Kreis Rügen 87 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.

  Übrigens gibt es auch regionale Unterschiede. Während im Kreis Rügen je 10 000 Einwohner 15,4 Ehen geschieden wurden, waren es landesweit 21,2. Am friedvollsten lebt es sich demnach im Kreis Parchim mit 11,7 geschiedenen Ehen je 10 000 Einwohnern, gefolgt vom Kreis Bad Doberan mit 12,8 und dem Kreis Mecklenburg-Strelitz mit 14,7.

  In den Städten geht es längst nicht so harmonisch zu. In Schwerin liegt die Quote mit 36,3 am höchsten, es folgt Neubrandenburg mit 31,7. Einzig in Stralsund ist es mit 17,2 Scheidungen auf 10 000 Einwohner etwas beschaulicher als in den anderen Städten.

 

03.07.04 09:47

16576 Postings, 7362 Tage chrismitzWeniger lassen sich scheiden

Die Scheidungen in der Hansestadt Wismar sind rückläufig. 2003 trafen sich weniger Paare vor dem Scheidungsrichter. Leidtragende sind vor allem die Kinder.

Wismar Verliebt, verlobt, verheiratet und dann ab zum Familiengericht. 28 Männer und 48 Frauen hatten im Jahr 2003 in Wismar genug von der Ehe sowie dem einst geliebten Partner und beantragten die Scheidung. 21 Paare traten diesen letzten Weg wenigstens noch gemeinsam an. Die Gerichte verteilten in insgesamt 97 Scheidungsfällen nicht nur das Hab und Gut sowie die Rentenversicherung unter den Ex-Eheleuten, sondern auch das Sorgerecht für die 73 gemeinsamen, minderjährigen Kinder. Das geht aus den Daten des Statistischen Landesamtes hervor.

  Wer kirchlich geheiratet hat, kennt die Formel: ?Ich verspreche dir die Treue in guten wie in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis dass der Tod uns scheidet.? Doch auch, wer auf den kirchlichen Segen verzichtet, möchte in der Regel mit seinem Partner alt werden. Immer seltener geben sich die Paare dazu jedoch die Chance.

  Zurzeit trennen sich vor allem die Paare, die um die Wende, also in den Jahren 1987 bis 1990, geheiratet haben. Sie haben 14 bis 17 Jahre miteinander verbracht. Von den insgesamt 3677 Scheidungen in Mecklenburg-Vorpommern fielen im vergangenen Jahr allein 776 in diese Kategorie, also etwa jede fünfte Ehe. Allerdings hatten auch 404 Paare genug voneinander, die bereits 1977 oder noch früher geheiratet hatten, also schon die Silberhochzeit hinter sich hatten. Bei anderen kommt die Reue eher. 58 Paare, die erst 2001 geheiratet hatten, waren 2003 schon wieder geschieden. Auch neun Paare, die 2002 vor den Standesbeamten getreten waren, gaben sich den Laufpass.

  Selbst bei denen, die wirklich schon ein Weilchen miteinander ausgehalten haben, steht nicht immer alles zum Besten. Obwohl sie bereits miteinander alt geworden sind, ließen sich vergangenes Jahr zehn über 70 Jahre alte Männer scheiden, sechs davon hatten mehr als 36 Jahre mit ihrer Partnerin verbracht. Auch fünf über 70-jährige Frauen traten den Weg zum Scheidungsrichter an. Als relativ stabil erweisen sich zurzeit die Ehen, die zwischen 1991 und 1994 geschlossen worden sind. Hier liegen die Scheidungsraten so niedrig wie bei den Paaren, die sich vor 1983 trauen ließen. Entsprechend den Eheschließungsjahren sind die meisten der Geschiedenen derzeit zwischen 40 und 45 Jahre alt. Es folgt die Gruppe der 35- bis 40-Jährigen und dann die der 45- bis 50-Jährigen. Besonders störanfällig sind Ehen, die an den beliebten Schnapszahl-Daten wie dem diesjährigen 4.4.2004 geschlossen werden. Nach der Standesämter-Statistik halten sie im Schnitt nur drei bis vier Jahre, während an x-beliebigen Tagen geschlossene Verbindungen es bundesweit immerhin auf durchschnittlich acht bis neun Jahre bringen.

  Männer scheinen übrigens etwas beharrlicher zu sein als Frauen. In den meisten Fällen nämlich werfen die Frauen die Flinte ins Korn und beantragen die Scheidung. Dieses Phänomen wird schon seit Jahren von den Statistikern beobachtet. In Wismar beantragten im Jahr 2001 lediglich 26 Männer die Scheidung. Demgegenüber standen 67 Frauen. Im Jahr darauf reichten 29 Männer die Scheidung ein, aber 61 Frauen. Und im vergangenen Jahr waren es 28 Männer und 48 Frauen. Landesweit war das ganz genauso: Etwa ein Drittel der Trennungen gingen vom Mann aus und zwei Drittel von der Frau. In den meisten Fällen sind sich die Paare einig, dass sie nicht länger zusammenbleiben wollen.

  Doch was den Erwachsenen recht ist, muss den Kindern noch nicht billig sein. Psychologen wissen, dass sie die Hauptleidtragenden sind, wenn Mama und Papa nichts mehr voneinander wissen wollen. Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern wieder 3050 Kinder zu Scheidungswaisen. In Wismar hatten von den 97 Paaren, die sich trennten, 43 keine Kinder, 37 hatten jeweils ein Kind, 15 hatten zwei Kinder und zwei hatten sogar drei oder mehr Kinder. Insgesamt waren in Wismar 73 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.

  Es gibt jedoch auch regionale Unterschiede. Während in Wismar je 10 000 Einwohner 21,1 Ehen geschieden wurden, waren es landesweit 21,2. Am friedvollsten lebt es sich demnach im Kreis Parchim mit 11,7 geschiedenen Ehen je 10 000 Einwohnern, gefolgt vom Kreis Bad Doberan mit 12,8 und dem Kreis Mecklenburg-Strelitz mit 14,7. In den Städten geht es nicht so harmonisch zu. In Schwerin liegt die Quote mit 36,3 am höchsten, es folgt Neubrandenburg mit 31,7. Einzig in Stralsund ist es mit 17,2 Scheidungen auf 10 000 Einwohner etwas beschaulicher als in den anderen Städten.

 

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