Franken: Ein Volksstamm muss ausgebürgert werden

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neuester Beitrag: 26.11.06 10:48
eröffnet am: 25.11.06 13:15 von: Talisker Anzahl Beiträge: 23
neuester Beitrag: 26.11.06 10:48 von: Clubfan Leser gesamt: 806
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bewertet mit 2 Sternen

25.11.06 13:15
2

36696 Postings, 6210 Tage TaliskerFranken: Ein Volksstamm muss ausgebürgert werden

Ziemlich sinnfrei, aber nett:


Franken! Ende! Schluss! Sense!
Wieder muss ein Volksstamm dringend aus der Bundesrepublik ausgebürgert werden

Von den Bayern bestohlen, den Thüringern angebettelt, den Hessen verlacht, den Böhmen nicht respektiert und den Schwaben für Bayern gehalten: Das erklärt, warum die Franken in Lebkuchen- und Versandhäusern wohnen. Milliarden Krüppelkiefern und zwei Buchen aus Billigpflanzländern simulieren eine Bestockung. Hügel, Ebene und Güllebach werden von einem Spinnennetz aus Wellness-Wanderwegen geknechtet. Ganze Dörfer sind 30 Klafter tief in die Krume einbetoniert, die meisten Kneipen in den Siebzigerjahren nach Vorbild ostdeutscher Plattenbauten verziert worden. Das erklärt, warum, wo Franken siedeln, alles vergebens ist.

Armut, wenig Licht, feuchte Bude und "Frankenschau" bilden ein explosives Gemisch. Der Welt ab- und dem Bier zugewandt, schreien die Franken "Basstschoo" und "Swerdschoowärdä". Das erklärt, warum sie ihre Zähne mit grober Leberwurst putzen. Als größtes Vergehen gilt den Franken zwischen Würgau, Schweinfurt und Oberkotzau die Nüchternheit vor zwölf Uhr. Das erklärt, warum sich sämtliche Einwohner trunken stellen, aber nur bis zwölf Uhr. Danach betrinken sie sich wirklich und hauen sich wieder aufs oder ihre Gäste übers Ohr. Für Zuwiderhandlungen gilt das sogenannte Lotrecht: Die Urteile fallen je nach Windaufkommen mal so, mal so aus. Bei fehlendem Wetter fallen sie ganz aus.

Als Nahrung dient den gemeinen Franken das Rauchbier, ein geschlämmter Flüssigkraftstoff auf Schinken- und Stockfischbasis. Das erklärt, warum ihre Gesichtsmerkmale der symmetrischen Anordnung entraten. Ferner haben sie ein Zuchtverfahren entwickelt, welches Essig an kleinen Beerensträuchern gedeihen lässt. Anschließend füllen sie ihn in Glasbehälter, die sie den Hoden milieugeschädigter Ziegenböcke nachempfunden haben, und saufen ihn gleich wieder weg. Das erklärt die an lesbischen Verkehrslotsen geschulten Grimassen.

Ihre Teller sind groß wie Schiebetüren, darauf dampfen Hochgebirge aus Sauerkraut, sieben Wurstringe, eine tote Oma, fünf Schnitzel und drei geschnittene Vierpfundbrote. Dieses Mahl wird von jeder Tochter bereits zum Frühstück in zwei- bis dreifacher Ausfertigung verschlungen. Zwei Bruttoregistertonnen Lebkuchen als Sättigungsbeilage kommen noch dazu. Das erklärt ihre "Figur".

Die Abfälle verkaufen die Franken für umgerechnet 3,50 Euro per Zentner Lebendgewicht als "Brotzeit" an Durchreisende und ihre Töchter als Treueprämie. Mädel, die auf diese kommode Art nicht an den "Mann" zu bringen sind, werden in den Nichtrauchergaststuben mit geöffnetem Mund als Fliegenfänger aufgestellt. Die Söhne schicken sie als Tanktour- und Terroristen nach Böhmen, wo sich weit über 120 Prozent von ihnen als Leihväter verdingen.

Der Streit mit den Thüringern um die Genese der gebratenen Wurst hält den Besatz an Franken erfreulich stabil, unbestechliche Beobachter jedoch nicht davon ab, die Nürnberger "Broodwerschd" eine gelungene Satire der fränkischen Weiber auf die Geschlechtsteile ihrer Männer zu nennen. Im Arbeitszustand, wohlgemerkt. Das erklärt, warum die Forschung davon ausgeht, die Franken pflanzten einander per Knospung fort. Gemüse kennen sie nicht, höchstens das junge Gemüse, welches sich gefälligst "zum Deufi" zu scheren habe, während ihre Vorfahren in einer ruhigen Ecke vor sich hin kompostieren und zu gegebener Zeit wieder in den Rohstoffkreislauf integriert werden.

Einmal im Jahr ist "Kärwa". Da setzen die Jungmänner ihre Markus-Söder-Masken auf, bewerfen einander mit Quelle-, Baur-, Adidas- und Puma-Umtauschwaren und versammeln sich um die Feuerwehrgerätevilla. Dort huldigen sie zu Klängen des Nachthemdenballorchesters J.B.O. einer naiv aus Fischtorte, Wurmmehl und Dillnougat geformten fünfohrigen Elke-Sommer-Statue. Mit Schlauchausrollen, Engel-Chanelling, Wettbrotzeitessen und Gerüstschraubenhochwerfen verleihen sie anschließend ihrer Freude an der Selbstverstümmelung Ausdruck und kämmen sich danach mit Dampfstrahlreinigern. Das erklärt, warum eine halbe Stunde später die "Frankenschau" eine öffentlich-rechtliche Zusammenfassung der wichtigsten Sachbeschädigungen und Körperverletzungen überträgt, deren DVD-Mitschnitte mit Hans-Wollschläger-Untertiteln auf dem Splatterschwarzmarkt Höchstpreise erzielen.

Damit wir nichts von ihren durchtriebenen Angriffsplänen erfahren, haben sie nebst ihrem gewaltbereiten Fatalismus einen Dialekt ersonnen, der uns zunächst über Lachkrämpfe lähmen soll. Das erklärt, warum sie Lothar Matthäus ungehindert als Fußballer einschleusen, Thomas Gottschalk die Moderation einer namhaften Samstagabendshow zuschanzen und ihren Kartoffelsalat containerweise als Requisite an Frank Castorfs Schreitheater verhökern konnten. Anstatt uns zu fragen, ob das dergestalt Gebotene wirklich Sport, Unterhaltung oder Kunst sei, sollten wir lieber geeignete Strategien entwerfen, die uns vor der fränkischen Bedrohung behüten.

MICHAEL RUDOLF

taz vom 25.11.2006, S. 24, 171 Z. (Kommentar), MICHAEL RUDOLF

http://www.taz.de/pt/2006/11/25/a0184.1/text
 

25.11.06 13:44

12570 Postings, 6126 Tage EichiDie

Franken und ihre Gedanken sind mir im Prinzip Bratwurst.  

25.11.06 13:54

36696 Postings, 6210 Tage TaliskerEichi, schreibst du für die taz?

Ziemlich sinnfrei, aber nett.
Gruß
Talisker  

25.11.06 14:26
3

1083 Postings, 5326 Tage ClubfanHalt aus der TAZ

Von der linken Ausgabe der "Bild"-Zeitung - das Niveau ist schon ziemlich das Gleiche. Soviel ich weiß, ist die TAZ aus Berlin. Ist das nicht diese Stadt, die sich Land nennt und ständig andere (vor allem südlichere Bundesländer) um Geld anbettelt? Auch Franken erwirtschaftet einen ganz netten Teil von dem, was in Berlin für den Wahlspruch "arm, aber sexy" ausgegeben wird. Also ungefähr so, als brauche ich viel Schminke, um gut auszusehen, such aber ständig einen neuen Dummen, der mich aushält. Und ausgerechnet von denen kommt sowas. Am besten, Berlin wird ausgegliedert. Dann sind sie pleite, können lästern, soviel sie wollen und kriegen halt einfach kein Geld mehr. Mal schauen, ob sie dann immer noch über andere (sind ja nicht nur Franken, über die in Berlin gelästert wird) herziehen, die es seit Jahren besser machen!  

25.11.06 14:59

13393 Postings, 6136 Tage danjelshakein sachsen haben wir das selbe problem wie die

bayern. nur bei uns sind's die sorben, die ausgebürgert werden sollten. *fg*

mfg ds


 

25.11.06 15:01

129861 Postings, 6149 Tage kiiwiioch nö...Blödsinn is doch auch Sinn, odda?

25.11.06 15:02
1

12175 Postings, 7078 Tage Karlchen_IIEin Berliner lästert nicht über Franken,

weil er sie für Beutebayern hält. Dem sind die Franken deshalb Wurst.  

25.11.06 15:12

12570 Postings, 6126 Tage EichiDie Franken

waren große Nazis.

Überall in den hiesigen Städten ist Adolf Hitler noch Ehrenbürger.

Und Nürnberg war bekanntlich die Hauptstadt der Reichsparteitage.  

25.11.06 15:14

129861 Postings, 6149 Tage kiiwiiWurst nicht. Es sind die besseren Preussen gewesen

Ansbach - Bayreuth
.
.
MfG
kiiwii

 

25.11.06 16:05

36696 Postings, 6210 Tage TaliskerClubfan,

du solltest ganz dringend ein wenig entspannter werden.
Bei der taz hats ne Seite (zufällig ganz hinten), die heißt "die Wahrheit". Solltest du mal ne taz in die Finger kriegen, sei gewarnt vor dieser Seite. Du würdest sie wohl nicht verstehen.
Und die taz würde natürlich deutlich getroffen dadurch, wenn Berlin ausgegliedert würde. Steht in #1 eigentlich auch was über die unübertroffene Logik, die den Franken zu eigen ist?
Gruß
Talisker  

25.11.06 16:29
1

1083 Postings, 5326 Tage ClubfanTalisker,

mach Dir mal um meine Entspannung keine Sorgen. Bei den Halbzeitergebnissen in Wolfsburg und Berlin bin ich das ganz sicher :-) Ich weiß allerdings auch, dass noch 45 Minuten vor mir liegen, in denen einiges passieren kann...

Deine Sorge, dass ich diese Seite nicht verstehe, ist nett, aber unbegründet. Ich lese weder TAZ noch Bild - auf das gleichmäßig tiefe Niveau dieser Blätter (auf unterschiedlichen Seiten) begeb ich mich nicht herab.

Die TAZ würde wahrscheinlich nicht getroffen durch eine Ausgliederung - mit irgendwas müssten in diesem Fall die Bewohner ja Feuer machen oder sich zudecken :-)

So, Halbzeit ist rum; bis denne  

26.11.06 09:13

36696 Postings, 6210 Tage TaliskerSpeziell für Clubfan: Über Schweine in Franken

Gaaaanz ruhig ein- und ausatmen...


jetzt erst lesen:


                
§
Polizei jagt Wildschweine durch Unterfranken
25. Nov 17:02

Eine Gruppe junger Wildschweine hat in unterfränkischen Ortschaften für Verwirrung gesorgt. Ein Spaziergänger wurde ins Bein gebissen, ein Schwein randalierte in einer Modeboutique.

Eine von Jägern aufgestöberte Wildschweinrotte hat am Samstag die unterfränkische Polizei in Atem gehalten. Die verschreckten Tiere waren am Vormittag unter anderem in der Altstadt von Veitshöchheim und in Margetshöchheim aufgetaucht und hatten dort heillose Verwirrung gestiftet. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein Spaziergänger von einem Schwein in den Unterschenkel gebissen, ein anderes Schwein rannte eine Radfahrerin um, die leicht verletzt wurde. In Veitshöchheim drang ein Wildschwein in eine Modeboutique ein und richtete dort einigen Schaden an. Danach zerstörte es ein Gartentor und versteckte sich in einem Hinterhof, wo es schließlich von einem Polizisten niedergestreckt wurde.

Insgesamt wurden drei der Schwarzkittel von der Polizei erlegt. Zwei weitere wurden bei Verkehrsunfällen getötet. Nach rund zwei Stunden konnte die Jagd abgeblasen werden. Ein Jäger erklärte, es habe sich bei den wild gewordenen Schweinen um Jungtiere gehandelt. (nz)

http://www.netzeitung.de/vermischtes/455341.html
 

26.11.06 10:18

1083 Postings, 5326 Tage ClubfanTalisker

Da brauch ich nicht groß ein- und ausatmen, da entdeck ich jetzt nichts Schlimmes dran. Kommt in ländlichen Gebieten halt vor, kennt man in der Großstadt als Verhalten halt nur von Menschen (auch in fränkischen Großstädten, keine Sorge, war nicht als Spitze gedacht).

Mal abweichend vom Thema Franken, von denen aber auch einige Ahnung von BWL und Marketing haben:
die Rolle der MODs hier, vor allem Deine Talisker... ich glaub, ich mach da auch mal einen eigenen Thread auf, vielleicht beteiligen sich ein paar, vielleicht auch nicht. Da bring ich als Opfer sogar diesen Thread wieder nach oben :-)

http://www.ariva.de/board/275829

@ danjelshake: ich wohne in Sachsen :-)
 

26.11.06 10:22

13393 Postings, 6136 Tage danjelshakelass mich raten... im südwesten von sachsen? ;)

26.11.06 10:30
1

1083 Postings, 5326 Tage Clubfandanjelshake

wenn du damit in der nähe von leipzig meinst... ja  

26.11.06 10:33

12175 Postings, 7078 Tage Karlchen_IIIn Franken gilt es was, wenn man eine

Ausbildung in BWL und Marketing hat?

Das bestätigt dann aber Posting 1.  

26.11.06 10:36

1083 Postings, 5326 Tage ClubfanKarlchen II

*grins* jetzt rat mal, warum ein Franke nach Sachsen zieht  

26.11.06 10:38
2

13393 Postings, 6136 Tage danjelshakena weil sachsen schöner is als bayern/franken!

26.11.06 10:42
1

1083 Postings, 5326 Tage ClubfanDanjel

Für die Antwort kann es nur einen Grünen der Rubrik "witzig" geben *grins*  

26.11.06 10:42

12175 Postings, 7078 Tage Karlchen_IIDas trifft aber kaum für die platte Gegend um

26.11.06 10:44

13393 Postings, 6136 Tage danjelshakeschade, dass man nicht in "gut analysiert"

umwandeln kann *fg*

@ karlchen... da hast du recht.

mfg ds


 

26.11.06 10:45
1

1171 Postings, 6392 Tage ER2DE2Meinungen

Uns Franken haben außerfränkische Meinungen noch nie interessiert!  

26.11.06 10:48
1

1083 Postings, 5326 Tage ClubfanIn Bautzen mag der Senf besser sein :-)

aber sonst fühl ich mich hier ganz wohl (natürlich kein Vergleich zur Heimat, aber das ist wohl bei jedem so)  

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