Frage zu Abgeltunssteuer

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neuester Beitrag: 10.03.17 12:15
eröffnet am: 10.03.17 08:49 von: Rusher89 Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 10.03.17 12:15 von: plusminusnul. Leser gesamt: 848
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10.03.17 08:49

1 Posting, 1297 Tage Rusher89Frage zu Abgeltunssteuer

Guten Morgen zusammen,

ich bin neu hier und habe eine Frage zum Thema Abgeltungssteuer bzw. Verlustverrechnung, wo ich noch nicht so ganz durchblicke. Bestimmt steht irgendwo in den weiten dieses Forums bereits eine Antwort darauf. Habe auch eine Weile gesucht, jedoch nichts passendes gefunden - seht es mir also bitte nach.

Nun zum Thema - am besten anhand eines Beispiels:

Angenommen ich habe ein neues Depot Anfang des Jahres eröffnet und einen Fond für 10.000? gekauft. Diesen habe ich einige Wochen später für 12.000? wieder veräußert, also 2.000? Gewinn erzielt. Die Bank zieht jetzt automatisch von diesem Gewinn ja die 25% Abgeltunssteuer (zzgl. Soli + Kirchensteuer ab), sagen wir jedoch der Einfachheit halber 500?.

Nun habe ich im selben Depot eine Woche später Aktien gekauft für 10.000? und verkaufe diese nun für 9.000?, habe also 1.000? Verlust gemacht. Wird nun die vorher bereits gezahlte Abgeltungssteuer verrechnet, sprich bekomme ich die nun zurück? Also bekomme ich dann von der Bank 9.000? + meine gezahlten 500? Steuern?

Danke im Voraus!  

10.03.17 09:02
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6709 Postings, 1775 Tage spekulator@Rusher

Nein. Es gibt mit der Abgeltungsteuer 2 verschiedene Verlusttöpfe:

Aktien & Sonstige.

Gewinne aus Aktien können nur mit Verlusten aus Aktien gegengerechnet werden und umgekehrt.

Fonds, Zertifikate, Anleihen, Sparzinsen zählen zu "Sonstiges".

Heißt, wenn du mit einem Fonds 1000€ Verlust gemacht hättest, hättest du einen Teil der gezahlten Abgeltungsteuer zurückerhalten. So nicht.

Du kannst aber noch deinen Freistellungsauftrag heranziehen. So verringerst du gleich mal die Steuer"last". Wenn nicht, wird er sowieso bei der Einkommensteuererklärung berücksichtigt.

 

10.03.17 12:15
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183 Postings, 3155 Tage plusminusnull@Rusher

Noch eine Anmerkung zu deinem Beispiel: Selbst wenn Gewinn und Verlust im gleichen Verlusttopf wären, kannst du nur Gewinne mit Verlusten verrechnen und nicht mit den gezahlten Steuern.

Das bedeutet für dein Beispiel, wenn du 2000 Euro Gewinn machst und 1000 Euro Verlust, dann bleibt immernoch ein Gewinn von 1000 Euro, auf den du dann Steuern zahlen musst. Du bekämst also nicht die vollen 500 Euro zurück sondern nur 250 Euro. Die restlichen 250 Euro sind die Steuern auf deinen Restgewinn von 1000 Euro.  

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