Finanzkrise einfach erklärt.

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neuester Beitrag: 23.11.06 15:46
eröffnet am: 03.07.06 20:18 von: Silberlöwe Anzahl Beiträge: 30
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03.07.06 20:18
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2531 Postings, 5356 Tage SilberlöweFinanzkrise einfach erklärt.

Veröffentlicht von Walter K. Eichelburg am 31.05.2006 um 13:42 Uhr

Teil 1
Finanzkrise - einfach erklärt
Von den Lesern meiner Artikel über das Finanzsystem kam der Wunsch nach einer einfachen Zusammenfassung, um diese an Interessierte ohne Vorkenntnisse im Finanzwesen weitergeben zu können. Daher wird hier versucht, einen Überblick über unser weltweites Finanzsystem und dessen Krise zu geben und einige konkrete Hinweise zur Vorsorge anzuhängen. Mit dem absehbaren Untergang des USD-Dollars werden auch alle anderen Papierwährungen, die darauf aufbauen, suspekt und fallen - das sind alle, auch der Euro. Eine Wiederholung der Asien-, Russland- und Argentinienkrisen weltweit - auch bei uns - folgt. Bald.


Was ist Geld?

Das Geld das wir in der Tasche oder am Bankkonto haben, erfüllt mehrere Aufgaben:

a.) Ein Tauschmittel
Geld erlaubt den indirekten Austausch von Waren. Im Gegensatz zu direkten Tauschgeschäft wo etwa Hühner gegen Getreide getauscht werden, wird immer nur Ware gegen Geld getauscht, was die Transaktion wesentlich einfacher macht.

b.) Eine Masseinheit für Werte
Ohne Geld wäre es etwa kaum möglich, eine Firmen-Buchhaltung zu machen, da darin alles in Geld-Werten dargestellt werden muss. Ebenso erlaubt die Preisauszeichnung dem Konsumenten eine sofortige Wertabschätzung.

c.) Ein Medium zur Wert-Aufbewahrung
Da Geld jederzeit in Waren und Dienstleistungen jeglicher Art umgetauscht werden kann, eignet es sich gut zur Wert-Aufbewahrung - es ist damit gespeicherte Arbeitskraft - aber nur, wenn das Geld stabil im Wert ist.

d.) Ein legales Zahlungsmittel
Für jede Art von Schulden wird Geld genommen, um diese zu tilgen. Die Staaten schreiben per Gesetz vor (Legal Tender Laws) welche Art von Geld zumindest zur Begleichung von Steuerschulden zu verwenden ist.


Was ist nicht Geld?:
Verschiedene Finanzanlagen (Assets) werden wertmässig in Geldeinheiten ausgedrückt, sind aber erst in Geld umzuwandeln, um damit bezahlen zu können:


Aktien (Stocks), sind Unternehmensanteile, diese können an einer Börse (nur) gegen/für Geld ge-/verkauft werden
Immobilien (Häuser, Gewerbeflächen, etc.) sind auch Wertanlagen, jedoch ist deren Kauf-/Verkauf wesentlich schwieriger
Investment-Fonds sind gebündelte und gemanagte Aktien und Anleihen, sind leicht kauf-/verkaufbar
Lebensversicherungen & Pensionsversicherungen sind auch gemanagte Wertanlagen, sind aber wesentlich schwieriger zu verkaufen
Anleihen (Bonds), sind Schuldpapiere mit einer bestimmten Laufzeit und einem Zinssatz, können aber jederzeit verkauft (gegen Geld umgetauscht) werden

Alle diese Anlageformen sind wertmässig im Wesentlichen von den aktuellen Zinsen und der Kredit-Verfügbarkeit abhängig. Sind die Zinsen niedrig und Kredite leicht zu bekommen, sind die Werte dieser Anlageformen hoch - und umgekehrt.

Sparguthaben/Kontoguthaben sind dagegen Geld und real ein Kredit an die Bank.


Zinsen:
Wird Geld als Kredit verliehen, dann sind dafür Zinsen zu bezahlen. Diese werden in der Regel als jährlicher Preis (als Prozentsatz der Kreditsumme) für das verliehene Geld angegeben. Beispiel: bei 5% Zinssatz pro Jahr sind für verliehene 1.000 Euro pro Jahr 50 Euro an Zinsen zu bezahlen.

Die Zinssätze in einem Währungsraum werden von den Zentralbanken (etwa der Europäischen Zentralbank - EZB) und vom Markt festgelegt. Dabei werden die "kurzen" Zinssätze (für täglich fälliges Geld) von der Zentralbank und die "langen" Zinssätze vom Markt nach den Inflationserwartungen festgelegt. Als Masstab dient hier die jeweilige 10-jährige Staatsanleihe, in Deutschland der 10-jährige "Bund", die Bundesanleihe.

Der Zins setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen:

Grundzins, der Preis dafür, dass Geld überhaupt aus der Hand gegeben wird
Risiko-Aufschlag, deckt das Kredit-Ausfallsrisiko ab
Inflations-Aufschlag, soll die laufende Geldentwertung kompensieren
Bank-Gewinnspanne, die Differenz zwischen Einlage- und Kreditzinsen
 
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04.07.06 00:52
1

7114 Postings, 6996 Tage KritikerTeil 1 ist gut und interessant.

Ab Teil 2 geht die Phantasie mit dem Verfasser durch!
Die Denkweise an der Ökonomie weit vorbei!

Größte Irrtümer:
Geld wird nicht wie eine Ware hergestellt. Es ist ein Zertifikat auf einen Teil der Volkswirtschaft = Brutto-Sozial-Produkt.

Gold besitzt nur Wert, wenn es zu Geld gemacht werden kann.
Daß Silber jetzt höher steigt, liegt an der industriellen Verwertung.
Als "letzter" Besitz, hat Gold keinen Wert. Denn, wenn Niemand Geld hat, kauft es auch niemand.
Eine Kuh hätte mehr Wert! Oder die letzte Quelle reinen Wassers.

Die meisten Betrachtungen vergessen, daß Geld mit der 4. Dimension gekoppelt ist, - mit der Zeit. Siehe: Inflation - Deflation.

Das Wesen Geld ist sehr schwer zu erfassen, daher können Politiker nicht damit umgehen. Die meisten banker auch nicht, sonst hätten sie den ? nicht hochgelobt.
MfG - Kritiker.  

04.07.06 07:30

2531 Postings, 5356 Tage Silberlöwe@Kritiker

Ich kann dem was du schreibst leider nicht zustimmen.

Geld wird leider schon wie eine Ware hergestellt.
Vorallem die USA ist Meister in Sachen Gelvermehrung.
Der Dollar ist die Weltleitwährung und wird von allen noch
als gutes Geld akzeptiert.
Die Frage ist nur wie lange noch.
Zum ersten mal in der Geschichte werden die Daten für die
Geldmengenausweitung in den USA unter Verschluß gehalten.
Warum wohl? Es gibt für mich nur eine Erklärung.
Die USA finanziert die hohen Rüstungsausgaben, in dem sie
massiv Dolllars druckt und damit alles finanziert.

Du schreibst, wenn niemand Geld hat kann keiner Gold kaufen.
Wenn dein Geld aber keinen Wert mehr hat, kannst du dir nichts mehr
zu essen kaufen darum.
Mit Gold und Silber aber sehr wohl, weil diese Metalle immer
einen realen Wert haben und der beste Inflationsschutz sind.

Schöne Grüße an dich.  

04.07.06 08:28

2531 Postings, 5356 Tage SilberlöweErdöl gilt als die heißeste Wette des Sommers

Erdöl gilt als die heißeste Wette des Sommers
Rohstoff peilt Rekordhoch an - US-Urlaubssaison und Irankonflikt treiben Preise - Kurschancen bei Energieaktien
von Daniel Eckert

Berlin - Kaufen, bevor die Motoren dröhnen. So könnte sich eine alte Börsenregel zu einer aktuellen Empfehlung für Ölaktien umformulieren lassen. Denn wenn in den USA die Motoren dröhnen - sprich die reiseintensive Ferienzeit ("Driving Season") beginnt, steigen die Preise für Öl und Ölprodukte in schöner Regelmäßigkeit stark an. So auch dieses Jahr: Zu Wochenbeginn kletterten die Notierungen für das schwarze Gold auf den höchsten Stand seit acht Wochen. Europäisches Öl der Sorte Brent notierte mit einem Preis von knapp 74 Dollar pro Faß nur noch knapp unter seinem Rekordhoch vom Frühjahr. Am 2. Mai hätte der Rohstoff mit 74,97 Dollar pro Barrel seinen bisherigen Höchststand markiert, um danach wieder um rund zehn Prozent nachzugeben.


"Die Phase der leichten Entspannung am Ölmarkt dürfte sich endgültig dem Ende nähern", kommentiert Sandra Ebner, Rohstoffanalystin bei der DekaBank, die aktuelle Situation. Sie ist nicht die einzige Marktbeobachterin, die schon bald mit neuen Rekordmarken rechnet.

Zwar sind die Rohöllagerbestände zuletzt recht hoch gewesen - was den Preisauftrieb tendenziell dämpft. Dafür gibt der Treibstoffmarkt Anlaß zur Sorge. Wegen Problemen bei der Umstellung vom Zusatzstoff MTBE auf Ethanol haben sich die Benzinlagerbestände zuletzt deutlich schwächer entwickelt als erwartet und liegen sogar noch unter dem niedrigen Vorjahresniveau. "Die Furcht vor Engpässen in den Sommermonaten könnte den Preisdruck erhöhen", fürchtet Ebner.


Weiteres Ungemach könnte auf die Verbraucher zukommen, sollte es in den nächsten Monaten zu neuen Hurrikan-Verwüstungen im Golf von Mexiko kommen. "Derzeit sind nicht einmal alle Schäden des zurückliegenden Jahres beseitigt, und wir befinden uns schon wieder mitten in der Hurrikansaison 2006", sagt HVB-Rohstoffspezialist Jochen Hitzfeld. Zwar erwarte das US-Wetterart in dieser wichtigen Förderregion keine so schlimme Stürme wie 2005. Dennoch dürften die Vereinigten Staaten den Prognosen der Meteorologen zufolge bis zum Ende der Unwettersaison im November von vier bis sechs Hurrikans der Kategorie 3 (Windgeschwindigkeiten über 180 Stundenkilometer) getroffen werden.


Vergangenes Jahr hatte sich der Ölpreis im Zuge der durch "Katrina" und die anderen Wirbelstürme ausgelösten Versorgungsangst um rund ein Viertel verteuert.


Und als ob das alles noch nicht genug wäre, hängt über dem Ölmarkt auch noch das Damoklesschwert geopolitischer Spannungen. "In den letzten Wochen war weithin ignoriert worden, daß es in Nigeria immer noch Produktionsausfälle von 650 000 Barrel pro Tag gibt", erklärt Ebner. Die Situation in dem vom Bürgerkrieg heimgesuchten zwölftgrößten Förderland bleibt weiter dramatisch. Der britische Energiekonzern Shell hat inzwischen sogar angekündigt, seine Produktion dort nicht eher wieder aufzunehmen, bis sich die Sicherheitslage stabilisiert hat.


Auch eine Lösung des Atomstreits mit dem Iran ist nicht absehbar. Da Nummer vier unter den Ölproduzenten eine Antwort auf das Verhandlungsangebot des UN-Sicherheitsrats auf die lange Bank geschoben hat, droht sich der Konflikt über die Sommermonate weiter zuzuspitzen. Der Botschafter Saudi-Arabiens in Washington warnte unlängst, im Falle eines Kriegs könnten auch saudische Ölanlagen in Gefahr geraten. Dann sei sogar eine Verdoppelung, wenn nicht Verdreifachung der Energiepreise möglich. "Dies ist eine klare Eskalation der möglichen Szenarien. Bisher sind die meisten Beobachter nur von einem Ausfall der iranischen Ölförderanlagen ausgegangen, der in bis zu 18 Monate hätten ausgeglichen werden können", sagt Hitzfeld.

Was für Verbrauch ein Horrorszenario darstellt, bietet für Anleger jedoch auch Chancen. Bereits auf dem jetzigen Kursniveau haben Experten Nachholbedarf bei den Anteilscheinen von Förderunternehmen ausgemacht. "Die meisten Ölaktien hinken dem jüngsten Preisanstieg des Rohstoffs noch hinterher", konstatiert Thomas Deser, Energie-Experte bei Union Investment. Da die aktuellen Brent- und WTI-Notierungen fast doppelt so hoch seien wie die Produktionskosten, ließen die Bewertungen der Unternehmen noch problemlos Spielraum nach oben. Deser: "Die bevorstehende Bilanzsaison könnte den Kursen Impulse geben."

Zu den bei Analysten beliebtesten Ölwerten zählen Petrobras, Total und BP. Ein Außenseitertip ist Royal Dutch Shell: Nach Einschätzung von Marktkennern könnten die Niederländer ins Visier von Aufkäufern geraten.


Artikel erschienen am Di, 4. Juli 2006

 

06.07.06 22:49
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7114 Postings, 6996 Tage Kritiker@ Silberlöwe = tangierend!

Geld ist keine Ware - sondern nur das Etikett.
Mit dem Geld wird die Ware bewertet.
Geld ist ein Wert-Maßstab.
Dein Irrtum besteht darin, daß Du Geld überbewertest - übrigens Gold auch! Niemand braucht Gold! Deshalb hat es nur segmentierten Wert.
Zum Leben ist es überflüssig.

Auch der Dollar wird nicht als GUTES Geld acceptiert, sondern als notwendiges - wegen Export.

Das Maßgebende ist allein die Wertschöpfung!
Agrar oder industriell.
Ob diese Produkte dann getauscht werden oder irgendwie bewertet ist völlig sekundär. Das Geld dient dabei nur als Mittler.

Wenn die Ami's mehr Dollar drucken, sinkt sein Wert. Das ist dabei Alles. Vergleiche Aktien-Split.

Bei Inflation oder Deflation rettet das Gold nur darüber hinweg, weil es danach wieder normal weitergehe.
Wäre es hingegen die Endstation ist schlagartig das Gold wertlos.

Biete einem auf einer Insel gestrandeten 1 Barren Gold oder 1 Eier-legendes Huhn. Er wird das Huhn nehmen.

Fortsetzung: meine letzten 2 Sätze aus pos. 6

Und ich habe 1948 erlebt, als das Geld (Reichsmark) völlig wertlos war. Wichtiger waren die Lebensmittel-Marken.
Nach Gold hat kein Mensch gefragt.
MfG - Kritiker.  

12.10.06 19:53

2531 Postings, 5356 Tage Silberlöwe@Kritiker

So alt bist du, das du das miterlebt hast.
Wie alt warst du 1948?
Aber zu deiner oben aufgestellten Theorie.
Geld war dortsmals völlig wertlos, das ist mir klar.
Das man dortsmals auch nicht viel zu essen und trinken gehabt hat
ist auch klar, und das deswegen die Lebensmittelmarken gefragt waren ist sicher.
Ich glaube sogar, das auch keiner nach Gold gefragt hat, weil eben fast
keiner eines besessen hat.
Das heißt aber noch lange nicht, das Gold zu dieser Zeit wertlos war.
Lebensmittel konnte man sich wahrscheinlich nicht damit kaufen, weil
einem ja keiner rausgeben konnte.
Aber größere Sachen konnte man sich mit Gold mit Sicherheit kaufen,
und wurde auch von jedem geren genommen.
Auch mit dem Vergleich des Dollardruckens mit einem Aktiensplit binn ich
nicht einverstanden.
Das Geld, das den Markt überschwemmt, und damit wieder und immer wieder
neue Anleihen ausgegeben werden verursacht immer größere Schuldenberge,
an denen sich der Zins und Zinseszins anhaftet und immer bedrohlicher werden wird.
Überleg dir das mal.
Schöne Grüße an dich.
 

13.10.06 08:48

2531 Postings, 5356 Tage SilberlöwePapier gegen Gold

Veröffentlicht von Ferdinand Lips

Papier gegen Gold

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

Heute sprechen wir über Krieg. Aber nicht über den Irakkrieg. Ich spreche über einen besonderen Krieg. Er wird in die Geschichte eingehen. Es ist ein entscheidender Krieg mit vielen Schlachten. Es ist der Krieg zwischen Papier und Gold. Ein Krieg zwischen einem NICHTS, dem Papiergeld ohne Deckung und dem König der Metalle oder dem Metall der Könige - GOLD.

Papier regierte 20 Jahre lang, von 1980 bis 2000. In den nächsten 10 Jahren wird der König der Metalle - Gold das Szepter wieder an sich reissen und es nicht mehr abgeben.

Gold ist total unterbewertet. Der Krieg gegen das Gold dauert schon fast 100 Jahre. Aber seit 1994 ist es ein unversöhnlicher, tödlicher Krieg geworden. Damals haben Greenspan und sein Kollege McDonough in der Basler BIZ Einsitz genommen. Sie hatten kein gesetzliches Recht dazu. Aber seither ist die BIZ in Basel ein Instrument der Amerikaner geworden, wie die Weltbank und der IMF. Seither wird Gold auf den Tod massakriert und manipuliert, nur damit die $-Lüge noch etwas länger am Leben bleibt. In diesem Skandal spielen die Medien mit ihrer Desinformationspolitik eine traurige Rolle. Der bekannte Goldmarkt Experte Frank Veneroso behauptet, ohne diese Manipulation wäre Gold heute bei $500 bis $600. Denken Sie sich einmal aus, was dies für die Goldaktien bedeuten würde.

Ich werde Ihnen jetzt 7 Gründe nennen, warum Gold haushoch gewinnen wird.


1. Flucht aus den Börsen

Im Jahr 2000 hatten die Börsen ein übertrieben hohes Niveau erreicht. Dieses Niveau werden wir möglicherweise 20 und mehr Jahre nicht mehr sehen. Die Politik des festen Dollars der Mannschaft Clinton/Rubin/Greenspan hatte die Börse total in die Höhe gejubelt. Es wurde eine Börsenmanie geschaffen, wie sie die Welt noch nie erlebt hatte. Greenspan hat dies 1996 "Irrational Exuberance" auf deutsch "Irrationaler Überschwang" genannt. Er hat damals davor gewarnt. Aber da er inzwischen seine Seele verkauft hat, alles getan damit das Feuer lichterloh brannte. Die Rubin Politik des hohen Dollars diente dazu das Auslandkapital abzuzocken.

500 Mrd. US$ Ersparnisse der Welt werden Jahr für Jahr aus dem Ausland abgesaugt. Ohne diese Finanzspritze kann die US-Wirtschaft nicht mehr leben. Die USA können ohne sie auch keine Kriege führen. Die Amerikaner sind heute weltweit in 150 Ländern militärisch stationiert und das muss finanziert sein. Yale Professor Shiller hat den Ausdruck "Irrational Exuberance" als Titel für sein Buch verwendet. Es kam im Jahr 2000 heraus. Darin warnt der Professor vor den hohen Aktienkursen. Er sagt voraus, dass dieser "Irrationale Überschwang" in den nächsten Jahren schmerzhaft korrigiert wird. Er sagt, dass in den nächsten 10 bis 20 Jahren an den Aktienbörsen nichts zu holen sei, im Gegenteil sei die Situation sehr gefährlich.

Per 31. Dezember 2002 stand der Dow Jones um 28.85%, der S&P 500 um 42.40% und der Nasdaq um 73.55% niedriger als in 2000. Dagegen sind viele Goldminenaktien 100 und mehr Prozent gestiegen.
Der Crash ist in vollem Gang. Die Börse ist nach wie vor zu hoch. Das KGV des S&P 500 ist mit 24 immer noch übertrieben.

Wenn dieses Jahr die neuen Accounting standards angewendet werden sollen, dann ist dieses P/E sogar 48.6! Anfangs 2000 war der Dow überbewertet wie noch nie. 44.7X die Reingewinne. Er ist heute immer noch unglaublich hoch, nämlich 24.4X per 31.12.02. Solch hohe Bewertungen sind noch immer korrigiert worden. Und es wird auch diesmal nicht anders sein. Seit Anfang Börsengeschichte betrug das durchschnittliche P/E 13.5. Am Ende einer Börsenbaisse, wenn die Menschen nichts mehr von Aktien wissen wollten, gingen die P/E's sogar bis auf 7 zurück. Sie sehen es gibt also noch viel Raum nach unten.

Mir scheint dieses Jahr wird die Zeche bezahlt. Die Börse wird 2003 zum 4. aufeinanderfolgenden Jahr tiefer sein. Dabei werden viele Gesellschaften pleite gehen, Gesellschaften wie Enron, WorldCom etc. Schauen Sie was in Japan passiert ist. Der japanische Markt wird aber noch weiter sinken. In den USA erwarte ich die gleich schlechte Entwicklung. So ein klassischer Börsenkrach ist erst zu Ende, wenn niemand mehr etwas von Aktien wissen will. Bei totaler Unterbewertung. Es ist deshalb dumm heute Aktien zu kaufen oder zu halten.

Trotzdem glauben die meisten Menschen immer noch, dass die Börse sich morgen erholen wird. Besonders in Amerika. Da sind fast alle noch drin. Wenn die Investoren jedoch feststellen, dass die Reise weiter nach unten geht, kriegen sie es mit der Angst zu tun. Sie werden etwas suchen, was steigt und das ist Gold.


2. Der US-Dollar

Die Zukunft des Goldes hängt am Dollar. Jahrelang hat die Welt den Dollar als die Anlagewährung betrachtet. Die ist eine erstaunliche Logik, wenn man denkt, dass die USA ein Handelbilanzdefizit von 2 Mrd. $ pro Tag, 500 Mrd. $ pro Jahr hat, ein Haushalt Defizit von 160 Mrd. $ aufweist und eine massive Erhöhung der Geldmenge (M3 bis zu 20%). D.h. die USA zerstören ihre Währung um 20% pro Jahr. 2002 hat der $ gemessen an anderen Währungen 11% verloren. Die Administration Bush will jetzt den Dollar schwach machen. Sie ist bereit ihn zu opfern.

Man spricht heute viel von Inflation und Deflation. Was wird passieren?
Der Federal Reserve Gouverneur Bernanke erklärte am 22. November 2002: "Die US Regierung besitzt eine Technologie, genannt Notendruckpresse, bezw. ihr heutiges elektronisches Aequivalent, die es ihr ermöglicht, so viele Dollars zu produzieren, wie sie es wünscht und absolut kostenlos." Seither steigt der Goldpreis fast ununterbrochen. In seiner Rede vom 19.12.02 hat Alan Greenspan klar gemacht, dass wir keine Wiederholung der 1930er Jahre sehen werden. "Die Geldpolitik befreit von der Beschränkung des Goldes hat dazu geführt, sagte er: dass ständig mehr Papiergeld produziert wurde. Damit will man jedem deflationären Druck entgegen arbeiten." Er anerkennt, dass der Goldstandard das überlegene Währungssystem war.

Es ist aber nicht nur der Dollar. Alle Währungen der Welt befinden sich in einem ständigen Abwertungskrieg gegeneinander. 1997 in Asien. 2002 in Argentinien. Aber es ist der Dollar, der die Richtung anzeigt. Er wird schwach werden und das ist die beste fundamentale Voraussetzung für das kommende Interesse an Gold.

Wenn das Vertrauen in die Währungen kaputt geht, dann wollen die Menschen Sicherheit und kaufen Gold. Die Dollarbaisse ist heute erst am Anfang und so ist die Goldhausse.


3. Der Schuldenberg

In den USA beträgt heute 32 Trillionen (Billionen) $. Aber nicht nur die USA, sondern die ganze Welt steckt voll in Schulden. Alles Papiergeld ist Schuldengeld. Keine Wirtschaft kann sich weiter entwickeln, wenn der Schuldenberg zu groß wird. Der US Konsument erstickt in den Schulden. Er kann nicht mehr konsumieren und er kann die Schulden nicht mehr zurückzahlen. Im Gegensatz zu den fleissigen Japaner hat er nicht gespart. Die Gesellschaftsgewinne sinken. Die wachsende Arbeitslosigkeit verschlimmert die Situation. Gesellschaften gehen pleite, Banken gehen pleite. Aktien gehen auf Null und Anleihen werden notleidend. Wenn diese Situation eintritt suchen die Leute nach Sicherheit, nach Gold.


4. Die Bankenkrise und die institutionelle Shortposition

Die Banken wanken. In der langen Börsenhausse haben viele Banken vergessen was vorsichtiges Banking ist und sind überengagiert. Wenn ihre Kunden, wie Enron und WorldCom oder die Swissair über Nacht untergehen, dann müssen sie ihre Kredite abschreiben. Je mehr die Wirtschaftskrise zunimmt, umso mehr müssen die Banken Angst haben.

Das beste Beispiel sind die Banken Japans. Nach der langen Krise seit 1989 geht es den japanischen Banken schlecht. Am 1. April 2002 ist zudem die Einlagenversicherung reduziert worden. Eine weitere Reduktion kommt im 1. April 2003. Die japanischen Kunden haben deshalb das Vertrauen in ihre Banken verloren. Sie ziehen ihre Guthaben ab und kaufen Gold. Sie gehen sogar soweit, dass sie das Gold nicht einmal bei den Banken lassen. Sie nehmen es nach Hause und vergraben es. Die Bankenkrise hat die ganze Welt erfasst.

Am schlimmsten sind die sogenannten Goldhandelsbanken dran. Sie haben von den Zentralbanken Gold geliehen und es sofort verkauft. Damit haben sie Treasury Bonds gekauft.
Aber sie müssen es eines Tages zurückkaufen, dann wenn die Zentralbanken ihr Gold wieder sehen wollen. Das wird aber nicht leicht sein, weil das Gold schon längst zu Schmuck verarbeitet ist und am Hals einer schönen Frau hängt.

Man nimmt an, dass die Zentralbanken die Hälfte ihres Goldes ausgeliehen haben. Das sind zwischen 15 bis 16,000 Tonnen. Wie wollen sie dieses Gold je wieder zurückkriegen: entweder gar nicht oder dann zu höheren Preisen.

Es ist heute Allgemeinwissen, dass Banken wie JP Morgan Chase, Citicorp, Deutsche Bank, Goldman Sachs aber vermutlich auch eine oder zwei Schweizer Banken einige Problem haben könnten, wenn das Gold zu stark und zu rapide steigt. Am schlimmsten scheint die Lage bei JP Morgan Chase zu sein, zwei Banken die gemäss GATA jahrelang die Goldmanipulation angeführt haben.

Die Zentralbanken sind mit dem gleichem Dilemma konfrontiert. Jahrelang haben sie ihr Gold ausgeliehen. Jahrelang haben sie dies getan um den Goldpreis drücken und den $ und US Obligationenmarkt zu schützen. Ein grosser Teil des Goldes ist weg, aber sie führen es immer noch als Bestand auf.
Der IMF gestattet ihnen ausgeliehenes Gold, wie auch verlorenes Gold nach wie vor in ihren Bilanzen zu führen, als wenn nichts passiert wäre. Dieser Tage haben wir gehört, dass auch ein Grossteil des Goldes von Portugal weg ist. Weg auf Nimmerwiedersehen.

Wenn das Publikum dies alles wüsste, würde es zu einer Goldpanik kommen. Das internationale Finanzsystem wäre dann in höchster Gefahr. Andere Zentralbanken, zu denen wahrscheinlich die Chinesen, Inder und Russen gehören machen diese stupide Politik nicht mit, sondern kaufen Gold. Sie kaufen Gold für Notlagen oder schwierige Zeiten. Ob Sie es glauben oder nicht, eines Tages werden die Zentralbanken Gold kaufen. Sie werden das Gold teuer zurückkaufen, das sie billig verkauft haben. Zu viel höheren Preisen.

Warum: Die Regierungen werden es brauchen für ein neues Währungssystem.


5. Gold ist knapp

Eine Studie von Howe/Bolser von Anfang Dezember sagt, es gibt kein physisches Gold mehr. Seitdem steigt der Goldpreis jeden Tag. Gold ist sehr, sehr knapp. Die physische Nachfrage sehr gross, vor allem im Osten.

Die jährliche Minenproduktion beträgt 2500 Tonnen, die jährliche Nachfrage 4000 Tonnen, d.h. ein Defizit von 1500 Tonnen pro Jahr. Dies ist seit Jahren so. Dieses Defizit konnte nur mit Zentralbank Verkäufen und dem Goldlending gedeckt werden, oder durch Terminverkäufe der Goldminen Gesellschaften. Gold Lending (Leihe) ist heute nicht mehr interessant. Wegen den tiefen Zinssätzen. Die Zentralbanken werden es mit der Angst zu tun bekommen. Sie werden ihr Gold zurück wollen. Goldgesellschaften, welche zu stark gehedged haben, werden ihre Hedges (Absicherung) zurück decken.

Das Goldangebot kann aber nicht über Nacht erhöht werden. Der Goldpreis wurde jahrelang durch Manipulation gedrückt. Exploration war deshalb uninteressant. Es ist sehr schwierig neue grosse Reserven zu finden. Und sollten Sie welche finden, dann dauert es Jahre bis ein Bergwerk steht und produzieren kann. Wenn man bedenkt, dass eine Tonne Gestein nur ein paar Gramm Gold enthält, dann kann sich denken, wie selten Gold ist. Diese Defizite werden deshalb noch 5 - 10 Jahre andauern. Sie könnten erst gedeckt werden wenn der Preis viel, viel höher ist.

Es sind neue Märkte entstanden. China eröffnet in Shanghai einen neuen Goldmarkt. Er wird den Banken von nun an erlauben Gold zu importieren. Bisher nur die Staatsbank. Man rechnet, dass die Chinesen pro Jahr 300 Tonnen mehr importieren werden. Ein grosser Goldmarkt ist in Dubai entstanden.

Goldinvestoren sollten wissen, dass der Goldaktien Markt ein sehr kleiner ist. Der Börsenwert aller Goldminen beträgt vielleicht $100 Mrd. Das ist weniger als die Bewertung von GE, oder Microsoft


6. Der Gold Dinar

Ich behaupte, dass die Welt über Nacht zu Prosperität und Vollbeschäftigung zurückfinden würde, wenn wir den klassischen Goldstandard wiedereinführen würden.
Es kann keinen Wohlstand geben mit Papiergeld ohne Deckung, das aus heisser Luft geschöpft wird.
Es kann keinen Wohlstand geben mit Confetti Geld.

Das haben die Asiaten begriffen. Solange es keine neue Goldwährung gibt, kaufen sie wenigstens physisches Gold als Anlage. In seiner frühen Geschichte ging das arabische Reich von Bagdad bis nach Barcelona. Die damaligen Araber hatten eine wunderbare Währung, nämlich den Gold Dinar.
Gold, Wohlstand, Wissenschaft und Kultur waren eins.

Dr. Mahathir Mohamad, Premierminister von Malaysia will jetzt den Gold Dinar wieder einführen, um den Handel zwischen Moslem Nationen zu erleichtern. Aber auch um sich vom Joch des Papierdollars zu befreien. Eine Gruppe von 6 arabischen Nationen (Saudi-Arabien, Oman, die Emirate, Qatar, Kuwait und Bahrain) wollen eine Zollunion gründen und den Gold Dinar einführen. Diese Nationen haben es satt dem unwürdigen Papier-Dollar-Standard ausgeliefert zu sein. Der islamische Gold Dinar will die Abhängigkeit vom imperialen US Dollar reduzieren. Die Moslem Nationen wollen ein System mit ehrlichem Geld aufbauen. Man kann ihnen dazu nur gratulieren.

Märkte nehmen gewöhnlich alles voraus. Dies ist sehr positiv für den Goldpreis.


Meine Damen und Herren, Ich habe Ihnen jetzt 6 Gründe genannt, weshalb der Goldpreis steigen muss. Ich kann Ihnen noch mehr Gründe aufzählen. Aber es gibt einen alles beherrschenden Grund. Gegen ihn ist alles unbedeutend. Ein Grund der alles dominiert. Es ist ein Naturgesetz, nämlich....


7. Die Macht der Zyklen

Jeder Mensch, der sein Vermögen erfolgreich aufbauen und verwalten will, muss sich nach dem grossen Ganzen orientieren. Die Wirtschaftsgeschichte der Welt ist gekennzeichnet von Hochkonjunktur und Krise, die sich gegenseitig ablösen. Boom and Bust. Hausse und Baisse. Das war immer so. Und es wird immer so bleiben.
Jeder Versuch von seiten der Obrigkeit, Hochkonjunktur, Boom oder Hausse künstlich zu verlängern sind unweigerlich gescheitert. Im Gegenteil, wenn man den Boom verlängern wollte, wurde der darauf folgende Bust nur verschlimmert.

Das Gute am ganzen daran ist, dass jeder Abschwung unweigerlich wieder von einem noch grösseren Aufschwung gefolgt ist. Dies hat der russische Oekonom Niolai Kondratieff herausgefunden.

Im Auftrag von Genosse Stalin hätte er nachweisen sollen, dass das kapitalistische System dem Untergang geweiht ist. Kondratieff kam jedoch zum Schluss, dass das kapitalistische System sich immer wieder erneuert.
Leider war Stalin mit seinem Professoren nicht einverstanden und sandte ihn zum Dank kurzerhand ins Gulag nach Sibirien.

Diese "langen Wellen" von Kondratieff, ein Zyklus von Aufschwung und Abschwung dauert ca. 60-70 Jahre. Eine Periode von Wirtschaftsexpansion ist unweigerlich gefolgt von einer Periode der Kontraktion oder sogar Depression. Während der Aufschwungsphase gibt es 3 ausgeprägte, unterschiedliche Perioden.

Weil diese Perioden die Charakteristiken der Jahreszeiten unseres Kalenders haben, Frühling, Sommer, Herbst und Winter bezeichnet der Zyklenanalyst Ian Gordon jede Konjunkturphase nach der betreffenden Jahreszeit.
Die Frühlingsphase ist z.B. die Phase, in der die Wirtschaft, wenn die Krise überwunden ist, sich wieder zu erholen beginnt. Die drei ersten Jahreszeiten sind Phasen des Wachstums, der Expansion und des allgemeinen Wohlergehens.

Seit 2000 hat nun die unangenehmste Phase begonnen - die Kondratieff'sche Winterphase. Das Wirtschaftsleben tritt jetzt seinen Winterschlaf an. Jeder der die Natur betrachtet, weiss was das bedeutet.

Die Winterphase im Wirtschaftsleben hat 2 Hauptursachen.

1. Da der Aufschwung mit mehr Kredit angeheizt wurde als das Wirtschaftswachstum vertrug, kann die Zinslast nicht mehr bedient werden.

2. Da zuviel Kredit in die Wirtschaft geflossen ist, sind entsetzlich schlechte Fehlinvestitionen gemacht worden. Diese kosten soviel, dass die exponentiell steigenden Schulden nicht mehr bedient werden können.

Diese Fehler müssen nun während der Winterphase korrigiert werden. Das war schon so während der Grossen Depression der 1930er Jahre. Da wir alle früheren Fehler wiederholt haben, wird es auch dieses Mal so sein. Ja es ist sogar möglich, dass es diesmal noch schlimmer kommt. Denn zum ersten Mal in der Weltgeschichte ist die ganze Welt auf einem Papiergeldsystem ohne Deckung. Das gab es noch nie. Bisher waren es nur einzelne Länder, heute die ganze Welt. In der Geschichte haben alle Papiergeldsysteme schlecht geendet, alle ohne Ausnahme.

Jede Kondratieffphase dauert ungefähr ¼ eines Zyklus oder ca. 15 Jahre. Da der Winter erst im Jahr 2000 begonnen hat, ist damit zu rechnen, dass er noch lange nicht zu Ende ist.

Was tut der Investor im Winter am besten. Die besten Anlagevehikel in dieser Periode waren immer Bargeld und Gold. Während dem Kondratieff Winter sind Anlagen wie Aktien, Renten und die meisten Immobilien ein Fluch. Wenn die Menschen finanziell unter Druck kommen, wollen sie schnell wie Kasse machen. Die Massenangst tritt ein.

Der bekannte Börsenbrief Herausgeber Richard Russell sagte einmal, als er nach den besten Anlage in der Krise gefragt wurde:

"Die beiden besten Anlagen sind zwei Dinge, welche die Menschen nicht haben, Bargeld und Gold. Gold ist Geld und war immer das beste Geld in der 5000 jährigen Geschichte der Menschheit. Man konnte damit die Notwendigkeiten des Lebens kaufen. Gold ist diametral entgegen gesetzt zu Papier."

In der Herbstphase will jeder Papier, vor allem Aktien, um so viel wie möglich zu verdienen. Es besteht dann überhaupt kein Interesse für Gold. Aber im Kondratieff Winter ist dies anders. Aktien, Anleihen und die meisten Immobilien werden dann zum Fluch und die Menschen werfen sie in ihrer Not und Verzweiflung auf den Markt.

Greenspan kennt die Regeln der Zyklen, aber da er seine Seele verkauft hat, hat er sie nicht respektiert. Er spricht heute nicht mehr vom "Irrationalen Überschwang".
Das kann er jetzt nicht mehr hören. Er der so viel Liquidität in das System gepumpt hat um die Asienkrise 1998, die Long-Term Capital Management Krise, die Mexikokrise, die Russlandkrise und die Argentinienkrise zu überwinden.
Er hat mit den halbstaatlichen Hypothekarinstituten Fannie Mae und Freddie Mac den entsetzlichsten und spekulativsten Immobilienboom der Weltgeschichte fabriziert.

Mit all dem hat er die grösste Seifenblase der Welt geschaffen. Trotzdem hängt jedermann an seinen Lippen. Greenspan's Seifenblase und Rubin's Dollarpolitik, die Derivativ Neutronenbombe, Japan's Deflation sind Zeitzünder, welche, wenn ausgelöst das ganze Kartenhaus jederzeit zum Einsturz bringen könnten. Um die Grössenordnung der Krise der USA Wirtschaft zu verstehen, braucht man nur nach Japan zu schauen. Ja, man kann fast behaupten, dass das japanische Szenario noch das beste Szenario ist, dass die USA Wirtschaft erwarten kann.

Davor hat Greenspan entsetzliche Angst. Denn er weiss Bescheid. Deshalb haben er und sein Kollege Bernanke die kürzlichen Reden gehalten und die Welt versichert, dass im Falle einer Krise, im Falle der Deflation jede Menge Geld gedruckt wird um das Schlimmste zu verhüten.

In Europa steht es allerdings nicht viel besser. Deutschland's Wirtschaft krankt. Sie krankt am Wohlfahrtsstaat, an den ineffizienten Strukturen, die sozialistische Regierungen und Gesetzgeber dem Land auf oktruiert haben.
Italien ist nicht besser. Die gegenwärtige Eurostärke ist nichts anderes als Dollarschwäche. Wenn die EU demnächst noch das sog. Armenhaus im Osten (Entschuldigung, man hätte diesen Ländern wirklich anders helfen können, aber keiner weiss Bescheid oder keiner gibt sich die Mühe) aufnimmt, dann wird auch die Eurostärke zu Ende sein. Der Euro wird dann wahrscheinlich zu einem Zwischending zwischen der früheren griechischen Drachme und der türkischen Lire.

Das sind gar keine ermutigenden Aussichten. Das sind auch keine ermutigenden Aussichten für die EU.


Schlussfolgerung

Meine Damen und Herren, wir müssen zum Schluss kommen. Ich habe Ihnen die Gefahren beschrieben. Es gibt ein berühmtes Buch mit dem Titel "Die Torheit der Regierenden" von Barbara Tuchman. Es sind unsere Eliten, die uns in die Wüste führen. Wir aber müssen überleben. Wir müssen uns rüsten für den Tag, wo es wieder Frühling wird.

Es gibt heute buchstäblich Berge von Papiergeld in der Welt. Aktien steigen, wenn es zu Massengier kommt. Gold dagegen steigt, wenn es zu Massenangst kommt. Wenn sich diese Berge von Papiergeld auf das Gold stürzen, dann wird der Goldpreis explodieren und höher steigen, als wir alle heute für möglich halten. Die Spekulanten, welche Gold schuldig sind, müssen dann um jeden Preis zurückkaufen, eindecken. Es wird zu einer Kaufpanik kommen. 3000 $, 5000 $ sind dann nicht mehr unmöglich, 10 mal mehr als heute!

Die Goldminen haben eine 20-jährige Durststrecke hinter sich. Da ich in der Goldminen Industrie tätig bin (ich bin Aufsichtsrat von Randgold Resources Limited, kotiert an der Londoner Börse und Nasdaq), weiss ich, dass die Gesellschaften in den mageren Jahren alles überschüssige Fett, alle unnötigen Kosten so drastisch und so schmerzlich eliminiert haben, dass jede Goldpreiserhöhung sich gleich in die Gewinn- und Verlustrechnung niederschlägt. Dies wird eine dramatische Auswirkung auf die Gewinne der Goldminen Gesellschaften haben. Ihr Gewinnanstieg wird die wildesten Träume übersteigen. Sie werden Dividenden zahlen, die alle Erwartungen übertreffen.

Die Investment Nachfrage nach Gold wird zurückkommen. Anleger, die verzweifelt sind, werden Gold kaufen.

Deshalb gebe ich Ihnen heute den Rat: Suchen Sie sich den besten Berater. Das ist äussert wichtig. Nach über 50 Jahren Erfahrung in der Vermögensverwaltung kann ich dies nicht genug betonen.

Kaufen Sie Gold. Damit steigt der Goldpreis. Aber kaufen Sie Goldminen, damit ihr Vermögen steigt.

Meine Damen und Herren, es wird eine Kaufpanik geben. Sie stehen vor der grössten Chance Ihres Lebens. Dies ist jetzt die einmalige Chance Ihres Lebens ein "Killing" zu machen, d.h. viel Geld zu verdienen.

Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen.



© Ferdinand Lips

Quelle: Referat anlässlich des 1. Goldbrief-Seminars am 25.01.2003 in München

 

13.10.06 20:09
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2531 Postings, 5356 Tage SilberlöweDie Inflation von 1914 bis 1923

Die Inflation von 1914 bis 1923

Seit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 vermehrte sich im Deutschen Reich die umlaufende Geldmenge und führte zu einer kontinuierlichen Geldwertverschlechterung und sinkender Kaufkraft. Mit der militärischen Niederlage 1918 blähte sich die Geldmenge weiter auf. Nach Bekanntgabe der im Londoner Ultimatum von 1921 festgesetzten Höhe der alliierten Reparationsforderungen beschleunigte sich die Inflation nochmals. Als sie im November 1923 ihren Höhepunkt erreichte, waren die Ersparnisse zahlloser Familien vernichtet. Vor allem die völlige Entwertung der als mündelsicher angesehenen Kriegsanleihen führte zu einem immensen Vertrauensverlust in den Staat und erwies sich als äußerst schwere Hypothek der Weimarer Republik.

Die Inflation 1914-1918

Das Kaiserreich besaß eine Goldwährung. Etwa ein Drittel des Geldumlaufs war durch Gold gedeckt, der Rest durch andere Sicherheitsmechanismen. Als im Zuge der Juli-Krise ein Krieg immer wahrscheinlicher wurde, zog die deutsche Bevölkerung in den letzten Juliwochen Goldmünzen im Wert von 100 Millionen Mark von den Reichsbankkassen ab. Am 31. Juli 1914 stellte die Reichsbank die Einlösung von Banknoten und Scheidemünzen in Gold ein. Um die staatlichen Goldvorräte zu erhalten, wurde die Goldwährung mit dem Ermächtigungsgesetz vom 4. August 1914 faktisch aufgehoben: Reichsbanknoten, Privatbanknoten, Reichskassenscheine und Scheidemünzen wurden von nun an bei allen öffentlichen Kassen nicht mehr gegen Gold eingetauscht. Zur Banknotendeckung wurden jetzt Schuldverschreibungen des Reichs zugelassen, und Darlehnskassen, die Kredite zur Förderung von Handel und Gewerbe gegen Sicherheiten gewährten, konnten sogenannte Darlehnskassenscheine als Zahlungsmittel in Umlauf geben. Damit hatte die Reichsregierung den Weg zur Staatsfinanzierung durch vermehrten Geldscheindruck beschritten. Die umlaufende Geldmenge verfünffachte sich von Kriegsbeginn bis 1918 auf 33 Milliarden Mark, während gleichzeitig der Münzgeldumlauf an der Gesamtgeldmenge auf nur noch 0,5 Prozent gegenüber ca. 56 Prozent im Jahr 1913 zurückging.

Da das Warenangebot bestenfalls stagnierte und in vielen Bereichen sogar rückläufig war, kam es zu immer stärkeren Preissteigerungen. Der Außenwert der Mark schmolz zusehends, am Devisenmarkt stieg der Dollarkurs unaufhaltsam. Verschärft wurde die Lage durch die stetig ansteigenden Kriegskosten, die sich schließlich auf 164 Milliarden Mark beliefen. Deren Finanzierung erfolgte vor allem durch Anleihen (97 Mrd. Mark), Schatzwechsel, Schatzanweisungen und ähnliche Schuldverschreibungen (57 Mrd. Mark), aber nur zu einem kleinen Teil durch Kriegsabgaben und Steuererhöhungen (10 Mrd. Mark). Die Folge dieser Form der Kriegsfinanzierung war eine immense Staatsverschuldung.

Schon die Mobilisierung bei Kriegsbeginn hatte den Zahlungsmittelbedarf sprunghaft gesteigert. Die von der Obersten Heeresleitung in den ersten sechs Mobilmachungstagen benötigten 750 Millionen Mark führten zu einer Knappheit beim Kleingeld bis zum 5-Mark-Stück, obwohl alle Münzstätten auf Hochtouren arbeiteten. Um den Zahlungsverkehr aufrecht zu erhalten, gaben Städte, Gemeinden und Firmen mit staatlicher Duldung im August und September 1914 eigenes Notgeld zu 50 Pfennig, 1, 2, 3 und 5 Mark aus. Als die kriegswichtigen Rohstoffe Kupfer und Nickel knapp wurden, stellte das Reich 1915/16 die Kupfer-/Nickelprägungen bis zum 10-Pfennig-Stück ein und gab stattdessen Münzen aus Eisen, Zink und Aluminium heraus. Doch die produzierten Münzmengen deckten den Bedarf nicht, zumal die Bevölkerung das alte, nicht außer Kurs gesetzte Kupfergeld hortete. Daneben horteten etliche Stadtverwaltungen und Behörden Kleingeld in Millionenhöhe, um ihren eigenen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Aufgrund des akuten Mangels an Kleingeld emittierten mehr als 2.000 kommunale und private Ausgabestellen 1915/16 wieder Notmünzen und Kleingeldersatzscheine. Für Kriegsgefangene wurde spezielles Lagergeld eingeführt.

Waren unmittelbar nach Kriegsbeginn Gold- und Silbermünzen in Umlauf geblieben, so wurden ab 1916 zunächst die Silbermünzen aus dem Verkehr gezogen, um zur Erzeugung kriegswichtiger Rohstoffe eingeschmolzen oder zur Bezahlung von Importen genutzt zu werden. Ähnlich verhielt es sich mit den Goldmünzen, die von der Bevölkerung im Rahmen der Sammelaktion ?Gold gab ich für Eisen? an den Staat abgegeben wurden. Zum Ausgleich für die aus dem Umlauf gezogenen Gold- und Silbermünzen wurde im letzten Kriegsjahr Papiernotgeld ausgegeben.


Die Inflation nach Kriegsende (1918-1923)

Im Zuge der Bewältigung der Kriegsfolgelasten setzte sich die Geldentwertung durch die Aufnahme neuer Staatsschulden unvermindert fort. Soziale Leistungen für Kriegsopfer und Hinterbliebene sowie die Umstellung der Kriegswirtschaft auf eine Friedensproduktion destabilisierten den Reichshaushalt in immer größerem Ausmaß. Zur hohen Staatsverschuldung kamen die aus dem Versailler Vertrag abgeleiteten Reparationsforderungen, die erstmals im April 1921 beziffert und von den Alliierten wenig später mit dem Londoner Ultimatum durchgesetzt wurden. Mehr als 132 Milliarden Goldmark wurden vom Deutschen Reich als Kriegsentschädigung in Dollar ($), Pfund (£) und Franc (FF) gefordert. Um nicht die Verantwortung für die innenpolitisch heftig umstrittenen Reparationszahlungen übernehmen zu müssen, trat die amtierende Reichsregierung unter Konstantin Fehrenbach zurück und wurde am 10. Mai durch ein von Joseph Wirth geführtes Kabinett ersetzt, das die alliierten Forderungen so weit wie möglich erfüllen wollte, um zu demonstrieren, daß die alliierten Forderungen auch bei bestem Willen unerfüllbar seien. Die "Erfüllungspolitik" führte zu einer starken Polarisierung und gab den rechten Oppositionsparteien Auftrieb in ihrer nationalistischen Hetze gegen Politiker wie Matthias Erzberger und Walther Rathenau.

Vor dem Hintergrund der innenpolitischen Auseinandersetzung beschleunigte sich der Währungsverfall. Die Einnahmen aus Steuern, Zöllen und Abgaben konnten den Finanzbedarf bei weitem nicht decken. Der Schuldendienst des Reiches lag bei 126 Prozent der Staatseinnahmen. Zur Deckung laufender Ausgaben mussten immer neue Kredite aufgenommen werden. Die Reichsbank diskontierte die Schatzanweisungen des Staates und überwies der Regierung immer größere Geldbeträge. Die steigende Verschuldung sowie der zur Begleichung der Reparationen in großem Umfang durchgeführte Devisenankauf ließen den Kurs der deutschen Währung immer weiter abrutschen und die Notenpressen immer mehr Geld drucken.

Bis 1922 blieb der 1000-Mark-Schein der höchste Wert in der Nominalkette. Als der Mord an Walther Rathenau im Juni 1922 das Vertrauen in die Stabilität der Republik im In- und Ausland tief erschütterte, verlor die Mark rapide an Wert. Zudem hatte sich das Kabinett Wirth bei den laufenden Reparationsverhandlungen festgefahren und verfügte über keine Mittel, um den insbesondere von Frankreich angedrohten Einmarsch ins Ruhrgebiet abzuwenden; im November trat das Kabinett Wirth zurück. Doch auch der nachfolgenden "Regierung der Wirtschaft" unter dem parteilosen Wilhelm Cuno waren die Hände gebunden, als belgische und französische Truppen dann tatsächlich Anfang Januar 1923 ins Ruhrgebiet einmarschierten, um sich in den Besitz von "produktiven Pfändern" für ihre Reparationsforderungen zu bringen. Auf den Einmarsch reagierte die Reichsregierung mit der Proklamation des passiven Widerstands, die gesamte Bevölkerung an Rhein und Ruhr trat in den Streik. Für die finanzielle Unterstützung der Streikenden druckten die Notenpressen immer mehr Geldscheine.

Die Geldschein-Nominale erhöhten sich nun in schneller Folge, bis die Reichsbank im November als höchsten Wert einen Geldschein über 100 Billionen Mark (100.000.000.000.000 M) drucken ließ. Zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs wurden riesige Mengen an Scheinen benötigt. Bis zu 133 Fremdfirmen mit 1.783 Druckmaschinen arbeiteten im Herbst 1923 für die Reichsdruckerei Tag und Nacht. Das dafür erforderliche Banknotenpapier wurde von 30 Papierfabriken produziert. Für den Druck stellten 29 galvanoplastische Werkstätten rund 400.000 Druckplatten her. Etwa 30.000 Menschen waren mit der Herstellung der insgesamt ca. 10 Milliarden staatlich ausgegebenen Inflationsscheine (10.000.000.000 Stück) beschäftigt.

Trotzdem reichten die verfügbaren Zahlungsmittel nicht aus, die Druckmaschinen konnten den schwindelerregenden Wertverlust während der Hyperinflation einfach nicht mehr durch vermehrten Notendruck ausgleichen. Deshalb wurden von mehr als 5.800 Städten, Gemeinden und Firmen eigene Notgeldscheine herausgegeben. Die Bevölkerung nahm alles als Zahlungsmittel an, was wie Geld aussah oder irgendwie "wertbeständig" wirkte. Insgesamt sind über 700 Trillionen Mark (700.000.000.000.000.000.000 M) als Notgeld und rund 524 Trillionen Mark (524.000.000.000.000.000.000 M) von der Reichsbank verausgabt worden.

Mit fortschreitender Inflation hatte sich die Versorgungslage der Bevölkerung laufend verschlechtert. Dem Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen konnten die Löhne und Gehälter nicht folgen. Der Reallohn sank auf ca. 40 Prozent seines Vorkriegsniveaus, weite Teile der deutschen Bevölkerung verarmten. Vermögenswerte schmolzen dahin. Ersparnisse wurden völlig entwertet, Spargelder von Generationen vernichtet. Feste Erträge oder Zinsen waren praktisch wertlos. Durch Mangel an Kaufkraft verloren auch Immobilien ihren Wert und wurden bei Notveräußerungen geradezu verschleudert. Das chaotische Geldwesen hatte einen geregelten Wirtschaftsbetrieb unmöglich gemacht. Oft erfolgten die Lohnzahlungen täglich. Jedermann versuchte, Bargeld schnellstmöglich in Sachwerte einzutauschen. Ladenöffnungszeiten richteten sich nach den Bekanntgabeterminen für aktuelle Wechselkurse. In Restaurants konnte sich die Zeche während der Mahlzeit verdoppeln. Kriminelle stahlen nun nicht mehr nur Geldbörsen, sondern durchsuchten ihre Opfer nach Wertsachen und rissen ihnen sogar Goldzähne heraus. Pfarrer hielten den Kirchgängern für die Kollekte nach den Gottesdiensten einen Wäschekorb hin.

Um aus dem Chaos herauszukommen, mußte ein Weg zur Einstellung des Ruhrkampfs gefunden werden. Dem Rücktritt der gescheiterten Regierung Cuno vom 12. August folgte einen Tag später die Ernennung des ersten Kabinetts unter Gustav Stresemann. Im Bemühen um eine Stabilisierung der Währung nahm das Reich im August 1923 eine wertbeständige Anleihe in Höhe von 500 Millionen Goldmark auf. Immer mehr Verwaltungs- und Wirtschaftsbereiche gaben wertbeständiges Notgeld als Waren- und Sachwertgutscheine aus. Diese Scheine lauteten auf Roggen, Weizen, Holz, Teer, Kohlen, Zucker, Speck, Strom und Gas. Es folgten Goldwertemissionen auf Mark-, Dollar- und Franc-Basis. Schließlich kursierten mehr als 2.800 verschiedene wertbeständige Geldscheinsorten in Deutschland.

Als die Regierung Stresemann am 26. September das offizielle Ende des Ruhrkampfs verkündete, reagierte die Bayerische Staatsregierung noch am selben Tag angesichts der nationalistischen und separatistischen Proteste gegen die Einstellung des passiven Widerstands mit der Verhängung des Ausnahmezustands in Bayern. Aus Furcht vor einer drohenden Eskalation des Konflikts zwischen Bayern und dem Reich folgte am nächsten Tag die umgehende Verhängung des Ausnahmezustands über das gesamte Reichsgebiet durch Reichspräsident Friedrich Ebert.

Zur Bekämpfung der Inflation wurde am 16. Oktober der Beschluß über die Errichtung der Deutschen Rentenbank verkündet. Als der Dollar wenig später einen neuen Höchstkurs von 40 Milliarden Mark erreichte, verstärkten sich in Sachsen Unruhen republikanisch-proletarischer Kräfte, die eine "großkapitalistische Militärdiktatur" befürchteten. Dem Beispiel der offenen Auflehnung Sachsens folgte nun auch Thüringen. Während der Konflikt zwischen Bayern und dem Reich bedrohlich eskalierte und immer mehr rechtsgerichtete Wehrverbände einen bewaffneten "Marsch nach Berlin" forderten, wurde in Aachen eine separatistische Rheinische Republik ausgerufen, und in Hamburg kam es zu bewaffneten Straßenkämpfen zwischen Kommunisten und der Polizei. Auf dem Höhepunkt dieser akuten Krise um die Reichseinheit verbreiterte sich die Bereitschaft zur Errichtung einer Militärdiktatur. Mit seinem Putschversuch vom 8./9. November 1923 wollte Adolf Hitler die chaotische Lage in seinem Sinne ausnutzen.

Mit der Währungsreform trat am 15. November eine neue Währungsordnung in Kraft, welche die Inflation schlagartig beendete. Im Zuge des komplizierten Stabilisierungsprogramms hatte die Deutsche Rentenbank ein Grundkapital von 3,2 Milliarden Rentenmark (= 3,2 Milliarden Goldmark) durch Aufnahme einer Grundschuld von Landwirtschaft, Industrie, Handel und Gewerbe erhalten. Der Kurs für einen Dollar wurde auf 4,2 Billionen Papiermark (= 4,20 Rentenmark) festgesetzt. Weil aber nicht genügend neue Rentenmarkscheine zur Verfügung standen, liefen einige Notgeld- und Inflationsscheine, zumeist wertbeständiges Notgeld, noch bis Mitte 1924 um.

Angesichts der katastrophalen Folgen der Inflation überdachten die Alliierten ihre Politik gegenüber dem Deutschen Reich. Der Amerikaner Charles Dawes entwickelte für die Reparationskommission 1924 einen neuen Zahlungsplan und schlug eine 800 Millionen Goldmark hohe Anleihe zur Stabilisierung der Mark vor. Dem Dawes-Plan folgend, erhielt die Reichsbank am 30. August wieder ihre frühere Funktion einer von der Regierung unabhängigen Notenbank. Im Oktober 1924 führte die Reichsbank die Reichsmark ein, gab aber noch bis 1937 weitere Rentenmarkscheine aus, weil die Reichsbank nicht alle Rentenbankkredite wie geplant tilgen konnte.

Während die Inflation für Millionen von Zeitzeugen ein traumatisches Erlebnis war, gab es einige Profiteure. Da die Reichsbank der Industrie laufend kurzfristige Kredite aus der vermehrten Banknotenausgabe zur Verfügung stellte, konnten viele Unternehmen ihren Besitz mit Hilfe der fortschreitenden Geldentwertung erweitern. So baute etwa der Großindustrielle Hugo Stinnes durch die Aufnahme hoher Schulden sein Wirtschaftsimperium auf. Gemäß dem Grundsatz "Mark = Mark" konnten Kredite, die in höherwertigem Geld aufgenommen worden waren, mit entwertetem Geld zurückgezahlt werden. Schulden lösten sich in nichts auf. Ein noch größerer Profiteur war jedoch der Staat. Seine gesamten Kriegsschulden in Höhe von 164 Milliarden Mark beliefen sich bei der Währungsumstellung am 15. November 1923 auf gerade einmal 16,4 Pfennige. Am Ende der Inflation war der Papierwert der ersten Inflationsscheine größer als die Kaufkraft ihres Nennwertes. So verwendete man die Scheine vielfach zweckfremd und überdruckte sie zu Eintrittskarten, Mitgliederausweisen, Quittungen, Festtagsglückwünschen oder nutzte sie für politische Propagandazwecke.

(mk)

Henning Wenzel: Inflation
 
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13.10.06 20:22

2531 Postings, 5356 Tage SilberlöweJugoslawien 1993-94

Die schlechteste Episode der Hyperinflation in der Geschichte: Jugoslawien 1993-94
Unter Tito ließ Jugoslawien ein Haushaltsdefizit laufen, das finanziert wurde, indem man Geld druckte. Dieses führte zu Rate der Inflation von 15 bis 25 Prozent Inflation pro Jahr. Nach Tito übte die kommunistische Partei nach und nach vernunftwidrigere Wirtschaftspolitik aus. Diese vernunftwidrige Politik und das Auseinanderbrechen von Jugoslawien (Jugoslawien besteht jetzt aus nur Serbien und Montenegro), führten zu schwereres Vertrauen nach dem Druck oder des Geldes anders herstellen, um das Geschäft der Regierung und der sozialistischen Wirtschaft zu finanzieren. Dieses verursachte die Hyperinflation.

Bis zum den frühen neunziger Jahren verwendete die Regierung herauf alle seine eigenen Vorbehalte der starken Hartwährung und proceded, um die Sparungen der starken Hartwährung der privaten Bürger zu plündern. Sie tat dies, indem sie immer auferlegten machen schwierigere Beschränkungen auf privaten Bürgern zu ihren Sparungen der starken Hartwährung in den Nationalbanken zugänglich.

Die Regierung ließ ein Netz der Speicher laufen, an denen Waren zu künstlich niedrigen Preisen vorhanden sein sollten. In der Praxis dieses hatte Speicher selten alles zu verkaufen und Waren waren an den freien Märkten nur vorhanden, in denen die Preise über den amtlichen Preisen weit waren, die Waren in an den Regierung Speichern verkaufen sollten. Alle Regierung Benzinstationen waren schließlich geschlossen und Benzin war nur von den Straßenrandhändlern vorhanden deren Geschäft aus einem Auto bestand, das mit einer Plastikdose Benzin sitzend auf der Haube geparkt wurde. Der Marktpreis war das Äquivalent von $8 pro Gallone. Die meisten Autoinhaber gaben oben fahren und bauten auf allgemeinen Transport. Aber die Belgrad Durchfahrtberechtigung (GSP) hatte nicht die Fonds, die für das Halten seiner Flotte des Funktionierens mit 1200 Bussen notwendig sind. Stattdessen ließ sie weniger als 500 Busse laufen. Diese Busse wurden überfüllt und die Karte Sammler konnten nicht an Bord erhalten, Fahrpreise zu sammeln. So könnte GSP nicht Fahrpreise sammeln, obwohl es hoffnungslos kurz von den Fonds war.

Lieferwägen, Krankenwagen, Feuer-LKWAS und Abfall-LKWAS waren auch kurz vom Kraftstoff. Die Regierung verkündete, daß Benzin nicht an Landwirte für Fallernten und -errichten verkauft würde.

Trotz des Regierung hoffnungslosen Druckes des Geldes hatte sie noch nicht die Fonds, zum der Infrastrukturs in Kraft zu halten. Topfbohrungen entwickelten sich in den Straßen, Aufzüge gestopptes Arbeiten, und Bauvorhaben wurden geschlossen. Die Arbeitslosigkeit Rate überstieg 30 Prozent.

Die Regierung versuchte, der Inflation durch imposing Preiskontrollen zu widersprechen. Aber, als Inflation die gebildeten Regierung Preiskontrollen fortsetzte, erhielten die Preisproduzenten lächerliches Tief, das sie stoppten zu produzieren. Im Oktober von 1993 waren die Bäcker, die gestoppt wurden, Brot und Belgrad bildend, ohne Brot für eine Woche. Die Gemetzelhäuser lehnten ab, Fleisch an die Zustandspeicher zu verkaufen und dieses bedeutete Fleisch wurde für viele Sektoren der Bevölkerung unvailable. Anderes speichert, geschlossen für Warenbestand anstatt verkauft ihre Waren zu den Regierung Mandat Preisen. Als Landwirte ablehnten, an die Regierung zu den künstlich niedrigen Preisen zu verkaufen, schrieb die Regierung, Regierung vernunftwidrig verwendete starke Hartwährung vor, um Nahrung von den fremden Quellen zu kaufen anstatt entfernt die Preiskontrollen. Das Ministerium der Landwirtschaft riskierte auch, einen Hunger zu verursachen, indem es Landwirte nur 30 Prozent des Kraftstoffs verkaufte, den sie für das Errichten und das Ernten benötigten.

Später versuchte die Regierung, Inflation zu bändigen, indem sie Speicher erforderte, Papierarbeit einzuordnen, jedesmal wenn sie einen Preis aufwarfen. Dies hieß, daß viele der Speicherangestellten ihre Zeit dem Füllen aus diesen Regierung Formen sich widmen mußten. Anstelle von bändigender Inflation erhöhte diese Politik wirklich Inflation, weil die Speicher Zunahmepreise durch einen grösseren Sprung neigten, damit sie nicht Akte Formen für eine andere Preiszunahme so bald haben würden.

Im Oktober von 1993 verursacht einer neuen Währungsrechnungseinheit. Ein neuer DinarWAR eine Million der alten Dinare wert. In Wirklichkeit entfernte die Regierung einfach sechs null von den Banknoten. Dieses selbstverständlich stoppte nicht die Inflation und zwischen Oktober 1, 1993 und Januar 24, nahmen 1995 Preise um 5 quadrillion Prozent zu. Diese Zahl ist 5 mit 15 null nach ihr.

Im November von 1993 schob die Regierung hinaus, auf die Hitze in den Zustandwohnanlagen sich zu drehen, in denen die meisten der Bevölkerung lebten. Die Bewohner reagierten zu diesem Zurückhalten der Hitze, indem sie elektrische Raumheizungen verwendeten, die wirkungslos waren und überbelasteten das elektrische System. Die Regierung Energie Firma mußte Verdunkelungen dann bestellen, um Elektrizität zu konservieren.

Die Sozialstruktur fing an einzustürzen. Diebe beraubte Krankenhäuser und Kliniken der knappen pharmazeutischer Produkte und dann verkauft ihnen vor den gleichen Plätzen, die sie beraubten. Die Bahnarbeiter streikten und schlossen hinunter System Schiene Jugoslawiens.

In großen einem psychiatrischen Krankenhaus 87 starben Patienten im November von 1994. Das Krankenhaus hatte keine Hitze, gab es keine Nahrung, oder Medizin und die Patienten wandering um blankes.

Die Regierung stellte das Niveau von Rentenbezügen ein. Die Rentenbezüge sollten im Postamt gezahlt werden, aber die Regierung gab den Postämtern genügende Fonds nicht, um diese Rentenbezüge zu zahlen. Die Pensionäre richteten in den langen Linien außerhalb des Postamtes aus. Als das Postamt aus Zustandfonds heraus lief, um die Rentenbezüge zu zahlen, würden die Angestellten den folgenden Pensionär in der Linie zahlen, was Geld sie empfingen, als jemand hereinkam, einen Brief oder ein Paket zu verschicken. Mit Inflation würde Sein was es war, der Wert des Rentenbezugs sich drastisch verringern, wenn die Pensionäre nach Hause gingen und am nächsten Tag zurückkamen. So warteten sie in Linie wissend, daß der Wert ihrer Rentenbezugzahlung mit jeder Minute sich verringerte, die sie in Linie warten mußten.

Viele jugoslawische Geschäfte lehnten ab, das jugoslawische Bargeld an allen zu nehmen und die deutsche Mark wurde effektiv das Bargeld von Jugoslawien. Aber die Regierung Organisationen, Beschäftigte im öffentlichen Dienst und Pensionäre zahlend noch erhalten in den jugoslawischen Dinaren so dort waren noch ein aktiver Austausch in den Dinaren. An November 12, waren 1993 die Verbrauchssteuer 1 DM = 1 Million neue Dinare. Bis zum November 23 war die Verbrauchssteuer 1 DM = 6.5 Million neue Dinare und am Ende November war sie 1 DM = 37 Million neue Dinare. Am Anfang Dezember streikten die Busarbeiter, weil ihre Bezahlung für zwei Wochen mit nur 4 DM gleichwertig war, als sie eine Familie von vier 230 DM pro Monat kostete, um zu leben. Bis zum Dezember 11. war die Verbrauchssteuer 1 DM = 800 Million und an Dezember 15. war sie 1 DM = 3.7 Milliarde neue Dinare. Die Durchschnitt tägliche Rate der Inflation war fast 100 Prozent. Als der Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen in den freien Märkten ablehnte, Nahrung für jugoslawische Dinare zu verkaufen, schloß die Regierung hinunter die freien Märkte. An Dezember 29 war die Verbrauchssteuer 1 DM = 950 Milliarde neue Dinare.

Ungefähr trat dieses mal dort ein tragisches Ereignis auf. Wie üblich, warteten Pensionäre in Linie. Jemand überschritt durch ihre Linie tragende Beutel vom Lebensmittelgeschäft vom freien Markt. Zwei Pensionäre erhielten, also kippen Sie an ihrer Situation und am Anblick von jemand anderes mit Lebensmittelgeschäft um, daß sie Herzangriffe hatten und nach rechts dort sterben.

Am Ende Dezember war die Verbrauchssteuer 1 DM = 3 Trillion Dinare und an Januar 4, 1994 war sie 1 DM = 6 Trillion Dinare. An Januar 6. erklärte die Regierung, daß das deutsche Deutsche ein amtliches Bargeld von Jugoslawien war. Ungefähr dieses mal verkündete die Regierung einen neuen neuen Dinar, der bis 1 Milliarde der alten neuen Dinare gleich war. Dies hieß, daß die Verbrauchssteuer 1 DM = 6.000 neue neue Dinare war. Bis zum Januar 11 hatte die Verbrauchssteuer ein Niveau von 1 DM = 80.000 neue neue Dinare erreicht. An Januar 13. war die Rate 1 DM = 700.000 neue neue Dinare und sechs Tage später war sie 1 DM = 10 Million neue neue Dinare.

Die Telefonrechnungen für das Regierung bearbeitete Fernsprechsystem wurden von den Briefträgern gesammelt. Leute schoben das Einlösen dieser Wechsel hinaus, soviel wie mögliches und Inflation dort realen Wert auf nahe bei nichts verringerte. Ein Briefträger fand, daß, nachdem er versucht hatte, auf 780 Telefonrechnungen zu sammeln, er nichts erhielt, also am nächsten Tag er Haupt blieb und die ganze Telefon gezahlt das Äquivalent einiger amerikanischer Pennies sich berechnet.

Ist hier eine andere Abbildung des irrationality der politischen Richtlinien der Regierung. James Lyon, ein Journalist, gebildet Zwanzig Stunden internationale Telefonanrufe von Belgrad im Dezember von 1993. Die Rechnung für diese benennt war 1000 neue neue Dinare und sie kam an Januar 11. an. Mit der Verbrauchssteuer für Januar 11. von 1 DM = 150.000 Dinare würde sie weniger als einen deutschen Pfennig gekostet haben, um den Wechsel einzulösen. Aber die Rechnung war nicht bis Januar 17. passend und bis dahin erreichte die Verbrauchssteuer 1 DM = 30 Million Dinare. Dennoch war der Wert des freien Marktes jener Zwanzig Stunden der internationalen Telefonanrufe ungefähr $5.000. So gab die Regierung trotz für starke Hartwährung gegurtet werden James Lyon $5.000 Wert der Telefonanrufe im Wesentlichen für nichts.

Sie war gegen das John Law, zum abzulehnen, persönliche Überprüfungen anzunehmen. Einige Leute schrieben persönliche Überprüfungen wissend, daß an den wenigen Tagen, die sie für die Überprüfungen zur freien Inflation dauerte, heraus soviel wie 90 Prozent der Kosten des Umfassens jener Überprüfungen abwischen würde.

An Januar 24, stellten 1994 die Regierung den Superdinar vor, der bis 10 Million der neuen neuen Dinare gleich ist. Die jugoslawische Regierungsbeamtposition war, daß die Hyperinflation "auftrat, weil von den unjustly eingeführten Sanktionen gegen die serbischen Leute und den Zustand."

Unter werden die Bilder von einigen der hohen Wertbargeldanmerkungen gezeigt, die während der Periode der Hyperinflation geherausgeben werden. Zuerst die Anmerkungen Nervensäge die Bilder der berühmten Leute aber, nachdem die Inflation, die dort entwickelt wurde, eine Gefahr war, daß die Anmerkung mit der Abbildung einer berühmten Person auf ihr vollständig wertloser folgender Monat werden würde und daß Person sie für eine Beleidigung halten würde. So nach einer Periode Zeit bohren die Bargeldanmerkungen nur generische Bilder.
 

13.10.06 23:40

2983 Postings, 5367 Tage klaus3132@silberlöwe

also bisher konnte ich deine post verstehen und fand sie recht interesant.
allerdings hatte ich mit "Jugoslawien 1993-94" so meine probleme.
hast du den mal selbst gelesen ??? ;-)

mfg
me  

14.10.06 01:13

63759 Postings, 5991 Tage Anti LemmingDen Jugoslawien-Text

hat offenbar ein Übersetzungscomputer verunstaltet.  

14.10.06 01:45
2

63759 Postings, 5991 Tage Anti LemmingWas macht Gold eigentlich so wertvoll?

Im Wesentlichen seine Knappheit und dass es so schön glänzt. Wäre es wie andere Edelmetalle grau und unansehnlich, hätte es nie diesen Kult- und Wertstatus erlangen können. Das Begierden weckende "Glitzern" in Verbindung mit der Knappheit schafft das Interesse und den hohen Preis.

Gold muss aber nicht für ewige Zeiten knapp bleiben. Gold ist ein chemisches Element, das es im gesamten Universum gibt. Es entsteht bei Supernova-Explosionen aus anderen Elementen niedrigerer Ordnung durch harte Gammastrahlung. Höchstwahrscheinlich findet sich Gold auch auf dem Mond, auf dem Mars und auf der Venus. Wäre es technisch möglich, die dortigen Goldvorkommen zu bergen und zur Erde zu bringen, wäre es mit dem Run auf Gold bald dahin. Man stelle sich nur mal eine Welt vor, in der es Gold im Überfluss gibt - Bestecke, Autotürgriffe, Wasserhähne allerorten. In dem Moment würde Gold nicht mehr viel wertvoller sein als Stahl.

Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Physiker eines Tages die Gammabestrahlung niedrigerer Elemente, wie sie bei Supernovaexplosionen stattfinden, auf der Erde simulieren. Immerhin ist es Ihnen ja bereits gelungen, in Fusionsreaktoren die Kernverschmelzungs-Prozesse im Inneren unserer Sonne (Helium zu Wasserstoff) experimentell nachzubilden. In 30 Jahren sollen solche Fusionreaktoren sogar kommerziell Strom erzeugen (französisches ITER-Projekt). Die Herstellung von Gold - unter hohem Druck und mit harter Strahlung - dürfte im Vergleich technisch einfacher sein als die Zündung des solaren Feuers in Fusionsreaktoren.

Es war schon immer ein Fehler, die Kraft technologischer Revolutionen zu unterschätzen. Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass das Telefon-Kabelnetz einmal überflüssig wird, weil man heute über das Internet (IP-Telefonie) oder drahtlos über Handys telefonieren kann?

Wer garantiert mir, dass Gold nicht auch eines Tages durch hochmoderne synthetische Produktion schlagartig entwertet wird?

Sollte Gold synthetisch erzeugt werden können - wobei der Preis freilich vertretbar niedrig sein muss - wäre es schlagartig vorbei mit der Gold-Hausse.

In der heutigen Überflussgesellschaft ist Gold ein schöner Schmuck und eine begehrte Rarität, die sich alte Herren auch gern in ihre Tresore legen. Am Wochenende holen sie die Barren dann manchmal zum Streicheln oder zum Putzen raus. Der Wert speist sich vor allem aus der traditionellen Überlieferung (Goldmasken im alten Ägypten, Goldschätze im prähispanischen Lateinamerika usw.)

Doch wenn es hart auf hart kommt - wie 1948 - wollen die Leute Brot, Eier und Fleisch. Von Gold wird niemand satt. Es ist sogar denkbar, dass jemand, der kurz vor dem Verhungern steht, einen ganzen Goldbarren für ein Huhn hergibt. Denn noch wertvoller als Gold ist das nackte Überleben.


Und weil der Mensch ein Mensch ist,
Drum braucht er was zum Essen, bitte sehr!
Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt,
Das schafft kein Essen her.


Brecht/Eisler

 

14.10.06 03:30
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311 Postings, 5745 Tage feierabendzocker@Anti

ich kann Dich beruhigen - ich arbeite in einem Forschungsinstitut, wo man durch Teilchenbeschuss neue Elemente kreieren kann. Ich habe mit diversen Forschern gesprochen. Alle meinten, es sei ohne grosse Probleme möglich, Gold synthetisch herzustellen. Aber man bedenke, man bekommt nur ein paar Atome (!) aufs mal. Der Aufwand ist viel zu gross, dass es rentieren wird. Alleine die Stromkosten wären ein vielfaches höher als der Wert des Goldes. Und das wird sich nicht ändern, jedenfalls nicht in den nächsten paar Generationen. Insofern, schöner Gedanke, aber ohne grossen Einfluss auf den Goldpreis.  

14.10.06 03:53

99785 Postings, 7505 Tage KatjuschaWie hab ich mir das nach dem Crash vorzustellen?

Renne dann alle Leute mit Goldbarren rum, wenn sie ins Lebensmittelgeschäft gehen?

Also Gold und Geld immer so strikt voneinander zu trennen, halte ich heutzutage für völlig abwegig.

Im Übrigen gabs in den letrzten 20 Jahren immer Phasen mit hohen defiziten, hohen Geldmengen oder Immobilienblasen. Aber nicht umsonst gibt es Leute/Gremien, die das innenpolitisch und weltpolitisch steuern. Klar gibts da immer merkwürdige Statsiktiekn und genau wie bei Unternehmensbilanzen zeitweise geschönt wird, passiert das auch in den Volkswirtschaften. Aber das passiert halt zeitweise um Ungelichgewichte zu schönen, und somit Panik zu vermeiden. Wenn sich die Ungleichgewichte dann wieder eingerenkt haben, nivilliert sich das Ganze und alles ist wieder in bester Ordnung.

Diese Crashszenarien lese ich nun seit 10 Jahren. Und die Begründungen werden alle 3 Jahre ad absurdum geführt. Wenn dann mal wieder alle paar Jahre solche Ungleichgewichte vorhanden sind, kommen die gleichen Theorien. Aber ich wette die angefürhten Voraussetzungen sind in 1-2 Jahren nicht mehr vorhanden. Dann hat der Immobilienmarkt ne sanfte Landung hingelegt, die Konjunktur und Inflation pendelt sich bei normalen raten ein, an den Aktienmärkten haben wr eher seitwärts gerichtet Kurse, und die Crashpropheten haben ausgeträumt.  

14.10.06 07:56

2531 Postings, 5356 Tage Silberlöwe@Klaus

Der Text wurde technisch überzetzt, ist nicht schön zu lesen.
Man sieht aber ganz deutlich, das eine Hyperinflation heutzutage
möglich ist und in der Geschichte von den Römern angefangen
bis heutzutage immer wieder passiert ist.
Schöne Grüße an dich  

14.10.06 08:15

2531 Postings, 5356 Tage Silberlöwe@Katjuscha

Also mit einem Goldbarren würdest du in so einer Situation
nicht einkaufen gehen können, weil dir keiner soviel
Wechselgeld zurück geben könnte.
Aber mit einem Dukaten z.B oder einer Unze Silber würdest du
sicherlich bezahlen können.
Der Vorteil daran wäre, das du bei den Edelmetallen keinen
Kaufkraftverlust wie beim Geld erleiden würdest.
Wie oben schon erwähnt möchte ich dir noch eines sagen,
verfolge mal die Geschichte zurück, was man mit dem lieben Geld
schon alles aufgeführt hat.
Wie schon dieses alte Sprichwort sagt und für Regierungen zutrifft,
die damit z.B Kriege finanzieren wollen und andere Machenschaften.
Lasset und den Schatz heben, jetzt sofort, obwohl es keiner wußte, das
es ihn gibt, er war die ganze Zeit über hier.
Heute drückt man in den USA unzählige Dollars, reines Falschgeld
aus dem Nichts erzeugt, ein toller Schatz eben.
Zur Zeit der Römer gabe es eine Währung in Gold u. Silber.
Am Anfang waren es fast reine Silber u. Goldmünzen, dann bagann
man den Schatz zu heben, und schmolz die Münzen ein, mischte sie mit
Eisen und Kupfer. Das ging so lange, bis fast kein Gold u. Silber
mehr in den Münzen war. Das Volk betrügte man hier schon mit
einer Hyperinflation. Auch der erste u. zweite Weltkrieg wurden so finanziert.
Im zweiten Weltkrieg gab es plötzlich sogenannte Wechsel, hiermit wurde
der Schatz gehoben, der nicht da war.
Wie gesagt, die Geschichte hat es immer wieder gezeigt, das man uns
normales Volk belogen und betrogen hat.
Wer glaubt, das es heutzutage nicht mehr passieren kann, der solls glauben,
ich werde auf jeden Fall alles nur erdenkliche dagegen schon vorher tun.
Ich muß jetzt leider weg.
Schöne Grüße an dich.
 

14.10.06 09:17
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63759 Postings, 5991 Tage Anti LemmingFeierabendzock

Ich wusste, dass die Gold-Synthese unverhältnismäßig teuer ist im Beschleuniger. Aber wie lange noch? Wenn es der Menschheit gelänge, die Energieversorgung durch Fusionreaktoren zu revolutionieren (ITER-Projekt) und damit extrem billig Strom zu erzeugen (klar, auch zurzeit noch eher eine Schnapsidee), dann wäre zumindest das Energieargument schon mal vom Tisch.

Stell Dir vor, Dir hätte jemand 1960, als die ersten quäkenden Transistorradios rauskamen, erzählt, in 40 Jahren gibt es kleine tragbare Computer mit 200 Millionen Transistoren und integriertem Bildschirm, mit denen man überall auf der Welt in Cafés über Funk (WLAN, Internet) sein Post empfangen und beantworten kann? Der hätte Dir einen Vogel gezeigt.  

14.10.06 09:24

63759 Postings, 5991 Tage Anti LemmingSilberlöwe - Goldbarren-Einkauf

Wenn keiner rausgeben kann auf die Goldbarren beim Einkauf, müsste man eine kleine Feile oder einen Meißel dabei haben und kleine Stückchen abhobeln ;-))

Ashes to ashes, and dust to dust...  

14.10.06 11:07

2983 Postings, 5367 Tage klaus3132also das man die

erste zeit nach solch einem crash nichts für sein gold auf der strasse kaufen kann sollte klar sein.ich denke aber vielmehr daran das es mein kapital sichern sollte und zur zeit ist Gold das einzige was mir diesbezüglich einfällt ;-)
naja,immobilien sollten auch ganz gut sein.....nur habe ich mir noch keine gedanken gemacht wie sich das auf die kredite auswirkt *gg*

@silberlöwe
das du den text nicht geschrieben hast hab ich mir gedacht,aber ich war mir nicht sicher ob du ihn dir auch mal durchgelesen hast ;-)

mfg
me  

14.10.06 12:16

2531 Postings, 5356 Tage Silberlöwe@klaus3132

Gold ist nicht das einzige!
Du solltes dabei auf keinen Fall Silber ausser acht lassen.
Das was die wenigsten wissen ist, das momentan weniger Silber als Gold
vorhanden ist.
Silber ist billig und wird schon jahrelang, mit den größten Shortpositionen
die es je bei einem Rohstoff gegeben hat künstlich unten gehalten.
Der jenige, der jetzt Silber pysisch hinterlegt, quasi als eiserne
Reserve, wird wenn diese Shortbombe platzen wird, fürstlich belohnt werden,
davon bin ich überzeugt.
Mit Silber wird viel mehr als mit Gold zu verdienen sein.
Schöne Grüße an dich.
 

14.10.06 12:56

2983 Postings, 5367 Tage klaus3132hmm....

dan werde ich silber in meine überlegungen und recherchen mit einbeziehen,thx silberlöwe ;-)

mfg
me  

14.10.06 13:44

311 Postings, 5745 Tage feierabendzocker@Silberlöve

Ist bei Siberzertis eine "Garantie" vorhanden, dass der Wert umgetauscht werden kann? Also besitzt zB die ABN, wenn ich 1000 Zertis auf eine Unze habe, das Silber auch Physisch, damit sie den Wert auch zurückzahlen resp. umtauschen kann? Oder kann man beim "Platzen der Silberblase" davon ausgehen, dass alle Banken, die Silberzertis emittiert haben, reihenweise umknicken, und ich dann schmerzhaft erfahren muss, was ein Emittentenrisiko ist? Ich spreche nicht dein obiges Szenario an, dass gleich alles KOllabiert, sondern "bloss" der Silberpreis seinen fairen Wert wieder erhält

herzlichen Dank!

 

23.11.06 15:35

2531 Postings, 5356 Tage Silberlöwe@feierabendzock

Die Zertifikate sind mit ziemlicher Sicherheit nicht physisch gedeckt.
Ich wäre mir nicht mal beim Silber EFT sicher, das ich, wenn es ernst wird,
physisches Silber ausgefolgt bekomme.
Am besten ist man in so einer Situation mit reinem Silber oder guten Aktien dran.
Schöne Grüße  

23.11.06 15:39

2531 Postings, 5356 Tage SilberlöweAmerikas große Depression (3/3) Teil 1

Amerikas große Depression (3/3)

Als am 24. Oktober 1929 die Börse in New York crashte, verloren unzählige Menschen binnen weniger Stunden den Großteil ihres Vermögens. Die Verzweiflung über das Platzen der Börsen-Bubble nahm eine ganze Reihe von Maklern und Anlegern so sehr mit, daß sie Selbstmord verübten. Mit einem Schlag ging der Traum vom ungebrochenen Wirtschaftaufstieg zu Ende. Diese Gewitterwolken brauten sich schon Jahre früher zusammen, doch die Masse ließ sich von der Sonne blenden.

Der Crash von 1929 ist aus zweierlei Gründen von entscheidender Bedeutung. Aus Sicht des vernünftig handelnden Kleinanlegers dient er als Lehrbuchbeispiel für die zerstörerische Dynamik einer Blase. Der Hochmut des Booms, kommt immer vor dem tiefen Fall des Crashs. Aus Sicht der Freiheit gibt es kein besseres wirtschaftshistorisches Beispiel, daß den Zusammenhang zwischen Wirtschaftskrise und Freiheitseinschränkungen besser verdeutlicht. Der in den 30er Jahren als Antwort auf den "Schwarzen Donnerstag" von 1929 entworfene New Deal erhöhte den staatlichen Einfluß auf den Bürger auf dramatische Art und Weise. Steuererhöhungen, Mindest- und Höchstpreise, Kartellbildung, Arbeitsbeschaffungsprogramme sind nur einige der Maßnahmen, die die individuelle Freiheit massiv einschränkten und die Krise in eine langjährige Depression auswachsen ließen.


Auf der Suche nach der Ursache - Der Boom der 1920er

Doch der Reihe nach. Das vorliegende Buch - "America?s Great Depression" - des amerikanischen Ökonomen Murray N. Rothbard ist im deutschsprachigen Raum nahezu unbekannt, gerade weil es im Unterschied zu den populären Erklärungen des Crashs von 1929 eine gänzlich andere Interpretation vorschlägt. Die Mainstreaminterpretation ist sehr stark keynesianisch inspiriert und sieht im Nachfrageausfall privater Anleger den Hauptgrund für den Kollaps der Wirtschaft. Diese Ansicht teilt unter anderem der amtierende Vorsitzende der FED, Ben Bernanke. Rothbard verweist hingegen auf die Niedrigzinspolitik der FED in den 1920er Jahren als Verursacher. Diese habe die Geldmenge in den 8 Jahren zwischen 1921 und 1929 um insgesamt 61,8% erhöht. Dies entspricht einem jährlichen Anstieg von rund 7,7%. Diese Inflationierung der Geldmenge (zum Begriff der Inflation siehe "Inflation - Fakten und Irrtümer" oder Teil 2 der Serie "Was ist eigentlich Geld?") trug von Anfang an den Samen der Zerstörung in sich. Ein Crash war somit unausweichlich und für die wenigen Köpfe, die die wahre Ursache des Konjunkturzyklus erkannten, während der 1920er vorhersehbar. Dazu zählte unter anderem der Lehrer von Murray N. Rothbard, Ludwig von Mises, der in seiner Habilitationsschrift "Theorie des Geldes und der Umlaufmittel" (1912) zum ersten Mal eine stimmige Konjunkturzyklustheorie vorlegte.

Ähnlich wie in den 1990ern träumte man in den 1920ern vom Ende des Konjunkturzyklus. Von nun an, so die weitverbreitete Stimmung, würde es ständig nach oben gehen, die Gefahr von Rückschlägen wäre ein- für allemal gebannt. Symptomatisch für diese Hurra-Stimmung ist die Fehleinschätzung eines der einflußreichsten Makroökonomen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Rüdiger Dornbusch, der unter anderem am MIT und an der University of Chicago lehrte: "Der jetzige Aufschwung wird für immer andauern. Wir wollen keine Rezession, wir brauchen keine, und weil wir die Instrumente haben, diesen Aufschwung fortzusetzen, werden wir auch keine bekommen." (NY Times, 30. Juli 1998 "This expansion will run forever"). Sein intellektuelles Gegenstück im Boom der 1920er war der bekannte Ökonom Irving Fisher, der noch am 5. September 1929 in der New York Times die Bevölkerung in trügerischer Sicherheit wiegte: "Die Aktienkurse haben ein dauerhaftes Niveau erreicht. Sie sind nicht zu hoch, und die Wall Street wird nichts dergleichen wie einen Crash erleben."

Nur einige wenige Ökonomen warnten in den 1920ern und in den 1990ern vor dem Platzen der Blase. Vor allem die Vertreter der weiter unten dargelegten "Österreichischen Konjunkturzyklustheorie" sahen die Unausweichlichkeit eines Crash voraus. (Österreich bezieht sich auf die international verbreitete "Österreichische Schule", die in Österreich, genauer gesagt in Wien mit Carl Menger 1871 ihren Anfang fand. Sie stützt sich auf eine bis in das Spätmittelalter zurückreichende Tradition.)

In den 1920ern war es vor allem Ludwig von Mises, der die Bevölkerung und die Politiker vor den katastrophalen Auswirkungen der Geldmengenausweitung zu warnen versuchte. Für die 1990er fand der der US-amerikanische Ökonom Mark Thornton in seinem lesenswerten Paper "Who Predicted the Bubble? Who Predicted the Crash?" (Wer sah die Bubble voraus? Wer sah den Crash voraus?) heraus, daß die Mainstream-Ökonomen, die Analysten und Reporter fast ausnahmslos die Bubble nicht einmal in Ansätzen erkannten. Jene wenigen Ökonomen mit einem profunden ökonomischen Hintergrund, d.h. die sich auf die "Österreichische Schule" stützen, lagen hingegen mit ihrer Warnung vor einem Crash richtig.

Wie in den 1920ern waren auch die 1990er vor dem Crash von 2000 eine Epoche der rapiden Geldmengenausweitung, die sich bis in die heutigen Tage fortsetzt. Es ist das große Verdienst von "America?s Great Depression", die verschiedenen Kanäle im Zentralbank- und Bankenwesen freizulegen, durch die die Ausweitung der Geldmenge tatsächlich vonstatten ging. Diese sehr technischen Ausführungen in Teil 2 spielen für die Krisenvorsorge des Kleinanlegers keine entscheidende Rolle. Auf jeden Fall verdienen jedoch Teil 1 und Teil 3 des leider nur auf Englisch verfügbaren Werkes gelesen werden.


Die Konjunkturzyklustheorie

In Teil 1 von "America?s Great Depression" legt Rothbard in gewohnter Souveränität die Grundlagen der "Österreichischen Konjunkturzyklustheorie" dar. Diese Theorie versucht einen stimmigen Ansatz über die Gründe für das aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenkende Auf und Ab - den Boom und die Rezession - zu entwickeln. Auf Ludwig von Mises aufbauend, erkennt Rothbard ebenfalls in der Geldmengenausweitung den Grund für den Konjunkturzyklus. Die Ausweitung der Geldmenge löst zuerst einen künstlichen Boom aus, der jedoch aufgrund seiner mitverursachten Verzerrungen in der Wirtschaftsstruktur früher oder später zusammenbrechen muß. Solche Booms gab es in der Geschichte immer wieder (wie z.B.: Südsee-Blase, Mississippi-Blase, Gründerzeitboom, dot.com-Bubble). Allerdings ist es kein Zufall, daß mit dem Aufkommen der Zentralbanken im 20. Jahrhundert und der vollständigen Abkoppelung vom Goldstandard die Häufigkeit von wirtschaftlichen Krisen und Hyperinflationen dramatisch zunahm. Ein Entwicklung, die sich auch nach der Jahrtausendwende ungebrochen fortsetzt. (siehe z.B. das Bilderbuchbeispiel Island).

Diese Boomphase kommt zu einem vorläufigen Ende, sobald die Geldmengenausweitung abflacht. Diese kündigt sich vor allem, aber nicht nur, in einem Anstieg der Zinsen an. Im Gefolge der Zinserhöhung kommt es zu einer Deflation, d.h. zu einem Rückgang der ungedeckten Geldmenge, in deren Fahrwasser die notwendige strukturelle Korrektur die Verzerrungen der Inflation wieder auflöst. Im Normalfall läuft diese Korrektur in einer relativ kurzen, aber scharfen Rezession auslebt. Damit kommt ein gewöhnlicher Konjunkturzyklus zu seinem Ende.

Sollte die Zentralbank hingegen versuchen, das Abkühlen der Wirtschaft mit abermaligen Zinssenkungen zu verhindern, dann verschärft sie die strukturellen Probleme und beschleunigt die Geldentwertung, die sich bis zu einer nahezu alle Werte vernichtenden Hyperinflation auswachsen kann. Dies war etwas 1923 in Deutschland der Fall, als die Bevölkerung mit Mark überflutet wurde und das Vertrauen in die Währung vollständig verlor.


Fazit:

Während der Boom immer ein monetäres Phänomen ist, ist der Abschwung immer ein strukturelles Problem. Strukturelle Probleme können jedoch nicht mit monetären Mitteln gelöst werden.

Neben der Einführung in diesen heute kaum beachteten Ansatz diskutiert Rothbard ebenfalls alternative Erklärungsmodelle, wie das keynesianische, und widerlegt sie in einer für jedermann verständlichen Sprache ohne sich in wirtschaftstheoretischen Details zu verlieren.

Bevor wir uns mit den Ausführungen über die Gründe für die "Große Depression" auseinandersetzen, Teil 3 in Rothbards "America?s Great Depression", möchten wir die augenblickliche Situation ein wenig genauer beleuchten. Wo stehen wir aktuell im Konjunkturzyklus?


 
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23.11.06 15:41
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2531 Postings, 5356 Tage SilberlöweAmerikas große Depression (3/3) Teil 2

Amerikas große Depression (3/3)
Die aktuelle Lage

Seit der letzten großen Inflationskrise in den 1970ern erlebte die westliche Welt einen historisch einmaligen Inflationierungsprozeß, der nur zeitweise ins Stocken geriet. Die Geldmenge M3, jene Geldmenge, die das Geldmengenwachstum am genauesten abbildet, verfünffachte sich in den USA seit 1980 auf heute mehr als 10 Billionen USD. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von knapp 7%. Zur Verdeutlichung des Krisenpotentials seien die entsprechenden Zahlen aus den 1920ern in Erinnerung gerufen. Damals dehnte sich die Geldmenge um rund 6,2% pro Jahr über einen Zeitraum von 8 Jahren um insgesamt 61,8% aus. Heute sind die entsprechenden Zahlen 6,6%, mehr als 20 Jahre und rund 500%, wobei sich das Geldmengenwachstum in den letzten Jahren deutlich beschleunigte und nach aktuellen Berechnungen die 10% Marke bereits durchbrochen hat.

Es war dies die Tat vor allem eines Mannes, der als "legendärer" Chef der Notenbank in die geldpolitischen Geschichtsbücher Eingang findet. Doch diesen Ruhm, mit dem er von den Mainstreammedien, der Politik und vielen Ökonomen bedacht wurde, erntete er vollkommen zu Unrecht. Die Rede ist von Alan Greenspan. Während seiner Amtszeit von 1988 bis Anfang 2006 kam es fast zu einer Verdreifachung der Geldmenge, wobei sich die Druckerpresse in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit einer merklich höheren Auslastung erfreute. Bei dem "legendären" Vorsitzenden der FED handelt es sich also nicht um eine Legende im positiven Sinn, sondern um einen - mit tatkräftiger Unterstützung breiter Bevölkerungsschichten - rücksichtslos agierenden Zentralbanker, der den Wohlstand und die Freiheit der Bürger leichtfertig aufs Spiel setzt. Geradezu fahrlässig reagierte er auf das Platzen der dot.com-Blase im Jahr 2000. Mit einer beängstigenden Geschwindigkeit senkte er die Zinsen von 6,5% auf zunächst 2%, später sogar auf den historischen Tiefststand von 1%. Anstatt den notwendigen Entzug vom Papiergeld (Alkohol) einzuläuten, ertränkte er die halbe Welt in billigstem Fusel.

Alan Greenspan ist übrigens derselbe Mann, der noch 1966 nachdrücklich vor den Gefahren der Inflation auf das Vermögen und damit die Freiheit der Bürger warnte:

"Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müßte die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht wurde (Goldbesitz war in Amerika bis 1976 für Privatleute verboten, Anm. d. Ü.) sind." ("Gold und wirtschaftliche Freiheit", 1966)

Anders gesagt: Wenn das Wertschöpfen und die Wertaufbewahrung durch die Inflationierung des Geldes bewußt untergraben werden, dann verlieren die Bürger mit dem Verlust ihrer Vermögenswerte Stück für Stück ihren Wohlstand und ihre Freiheit. Im Unterschied zu offenen Eingriffen in die Privatsphäre der Bürger, bewerkstelligt die Inflation den Freiheits- und Vermögensverlust - und das ist besonders fatal - schleichend und fast unbemerkt.

Zurück in die Gegenwart. Die oben genannten Zahlen malen ein sehr düsteres Bild von der ökonomischen Großwetterlage. Nicht nur in den USA, sondern in weiten Teilen der Welt. So auch in Europa. Die Europäische Zentralbank (EZB) entwertet den Euro ebenfalls in rasender Geschwindigkeit, wächst doch die Geldmenge im Augenblick mit rund 8 - 8,5% pro Jahr. Das bedeutet eine Halbierung der Geldwerte alle 8½ - 9 Jahre!

Ironischerweise ist es der wirtschaftlichen Öffnung der ehemaligen kommunistischen Welt geschuldet, daß das reinigende Gewitter noch nicht über die USA - und Europa - hereingebrochen ist. Allerdings nur zu den Kosten, daß das heraufziehende Gewitter mittlerweile den Großteil der Welt bedroht und deutlich an Intensität gewonnen hat. So wie sich das verzogene Sommergewitter am nächsten Tag mit erhöhter Wucht entlädt.


Was verursachte die "Große Depression"

Im dritten Teil von "America?s Great Depression" leistet Rothbard einen wichtigen Beitrag zur Trockenlegung der Illusion, wonach die dem Crash von 1929 nachfolgende Politik zu einer Milderung der Krise beigetragen habe. Der damals amtierende Präsident Hoover begann mit seiner freiheitseinschränkenden ein zutiefst kontraproduktives Werk, das sein Nachfolger Franklin D. Roosevelt mit dem "New Deal" noch deutlich ausweitete. Anstatt einer schnellen Kur, wurde der amerikanischen Bevölkerung eine jahrelange wirtschaftliche Krise "verordnet". Mit der Krise als Vorwand, begann die Freiheit der Bürger zu erodieren. Immer mehr Regulierungen machte die Führung eines eigenverantwortlichen Lebens immer schwieriger und schränkten die selbstbestimmte Verwendung des eigenen Vermögens immer weiter ein.

Die Folge? Statt Freiheit und wirtschaftlicher Prosperität machten sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, aber nicht nur dort, Armut und Unfreiheit breit. Noch nie dauerte die Erholung von einem künstlichen Boom solange wie in den 1930ern, denn erst in den Jahren nach Beendigung des 2. Weltkrieges erreichten die USA wieder das Wohlstandsniveau von 1929 - nach einer fast 20jährigen Durststrecke.

"America?s Great Depression" besticht durch seine klare Sprache und liefert einen immens wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsgeschichtsschreibung. Viele der heute im Raum stehenden Politikmaßnahmen stehen noch immer unter falschen Eindrücken über Ursache und Wirkung des Börsencrash von 1929 wie etwa der amtierende Vorsitzende der FED Ben Bernanke. In seinen "Essays on the Great Depression" zeigt er seine Sympathie mit jener Fraktion, die in einer stärkeren Ausweitung der Geldmenge in den 1930ern das Wundermittel für das schnellere Überkommen der Krise sehen; die also dem an einem heftigen Kater leidenden Patienten noch mehr Alkohol einflössen. Für eine nachhaltige Entwöhnung empfiehlt sich die gründliche Auseinandersetzung mit der im vorliegenden Werk sorgfältig ausgeführten Theorien und Ideen.


Aus der Konjunkturzyklustheorie lassen sich folgende Schlüsse auf das Anlageverhalten ableiten"

© Gregor Hochreiter
www.homo-agens.com, www.liberty.li, Den Autor können sie unter gh@liberty.li erreichen.



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23.11.06 15:46
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2531 Postings, 5356 Tage SilberlöweBeispiel Island

In den letzten Jahren eilte die isländische Wirtschaft von einer Rekordnachricht zur nächsten. Explodierende Börsenkurse und eine boomende Wirtschaft katapultierten Island an die Spitze der reichsten Länder Europas. Nun droht dieser wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte ein abruptes Ende. Handelte es sich bei Islands Aufschwung mehr um Schein als Sein?

Am 15. Februar 2006 erreichte der Leitindex der isländischen Börse (ICEX-15) seinen historischen Höchststand von 6925,44 Punkten, nachdem er ein Jahr zuvor bei 3856,84 Punkten und zwei Jahre früher bei 2424,49 Punkten gelegen war. Dies entspricht einer Steigerung von 80% (2005-2006) bzw. 185% (2004-2006). Das Wirtschaftswachstum zählte mit 6,2% sowohl 2004 als auch 2005 zu den höchsten weltweit. Wenn man bedenkt, daß die isländische Wirtschaft 2002 noch um 1,3% schrumpfte, scheint die Erfolgsgeschichte noch eindrucksvoller.

Mit dem Kollaps der Börse, der ICEX-15 verlor in nur zwei Monaten teilweise knapp 25%, ging auch eine scharfe Abwertung der isländischen Krone (ISK) einher. In den 10 Wochen seit dem Höchststand des ICEX-15 verlor die ISK gegenüber dem Euro knapp 25% an Wert (seit dem einjährigen Hoch sogar über 36%), obwohl die isländische Zentralbank die Zinsen auf mittlerweile 10,0% angehoben hat. Vor nicht einmal 2 Jahren, im Mai 2004, lagen die Zinsen bei mickrigen 2,8%. Diese beiden Ziffern geben einen ersten Hinweis auf die Fragilität des isländischen Aufschwungs. Die Indizien deuten darauf hin, daß die Substanz des isländischen Aufschwungs eine geringe ist und daß vielmehr ein kredit-induzierter Boom die vulkanische Insel im Atlantik heimsuchte.

Boom und Rezession ? Die Theorie
Der Großteil der Ökonomen betrachtet Konjunkturzyklen und Wirtschaftswachstum als voneinander nicht trennbare Entwicklungen. Ein höherer Wohlstand sei ohne zyklische Schwankungen nicht denkbar. Allerdings könne die Zentralbank, und je nach ideologischer Ausrichtung auch der Staat, die Wellenbewegungen glätten. Diesem ? monetaristischen bzw. keynesianischen ? Ansatz steht jener der ?Österreichischen Schule der Nationalökonomie? gegenüber, der in Konjunkturzyklen und im Wirtschaftswachstum zwei voneinander unabhängige Phänomene sieht. Letzteres wird durch eine Erhöhung des Kapitalstocks verursacht, wozu eine deregulierte Wirtschaft, niedrige Steuern und ein für ausländische Investoren (FDI) freundliches Investitionsklima gehören. Ersteres Phänomen wird hingegen durch Eingriffe der Zentralbank und der Geschäftsbanken in den Marktzins ausgelöst. Die Absenkung der Zinsen versetzt die Wirtschaft in eine nicht-nachhaltige Aufschwungsphase, die früher oder später zu einem Ende kommen muß. In der allgemeinhin als Übel identifizierten Rezession, werden nur jene Verzerrungen geheilt, die die Wirtschaft in der Phase des künstlichen, und von allen anderen Experten als positiv bewerteten, Booms befiel.

Vereinfacht gesagt läuft ein typischer Konjunkturzyklus wie folgt ab: Die Zentralbank senkt die Zinsen, worauf die Boomphase einsetzt. Abhängig von den externen wie internen Rahmenbedingungen kann sich diese Phase über mehrere Jahre, im Extremfall sogar Jahrzehnte, hinziehen. Dieses Absenken der Zinsen verleitet die Unternehmer, kapitalintensive Projekte zu starten, für die es aber nicht genügend Ersparnisse gibt. Schließlich signalisieren die niedrigen Zinsen den Konsumenten, mehr zu konsumieren und weniger zu sparen. Das Fehlen von zusätzlichen Ersparnissen führt damit früher oder später unweigerlich zu weitverbreiteten Konkursen und zwar genau dann, wenn die Unternehmer den Mangel an Kapital zu spüren bekommen. Um diese Lücke zu schließen, muß die Zentralbank die Zinsen wieder anheben. Entscheidet sie sich nicht dafür, kann einerseits die für die Schließung der Kapitallücke notwendige Erhöhung der Sparneigung der heimischen Bevölkerung nicht erreicht werden bzw. die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes für ausländische Investitionen nicht erhöht werden. Andererseits droht bei Fortführung der Niedrigzinspolitik eine Hyperinflation.

Die Ursachen der Verzerrungen in der Boomphase sind demnach monetärer Natur, d.h. durch die Ausweitung der Geldmenge der Zentral- und Geschäftbanken verursacht, während die heilende Rezession, die strukturellen Verwerfungen kuriert, so sie denn durch Zinssenkungen nicht an ihrer Arbeit gehindert wird. Eine wiederholte Niedrigzinspolitik ist ein hoffnungsloser Versuch, diese Verzerrungen per fiat aus der Welt zu schaffen, die kontraproduktiver nicht sein kann. Diese Politik verschlimmert nur die Situation, genauso wie man einen Kater nicht durch Genuß eines weiteren Biers erfolgreich bekämpfen kann. Im Gegenteil, die Kopfschmerzen werden nur umso schlimmer.

Achterbahnfahrt auf isländisch - Theorie anwenden

Phase 1: Der Auslöser
Im März 2002 begann der jüngste isländische Konjunkturzyklus mit der Absenkung des Leitzinses um 0,5% von 6,7% auf 6,2%. Binnen eines Jahres sank der Zinssatz auf den Tiefstwert von 2,80% und verblieb auf diesem Niveau bis zum 11. Mai 2004 als die Zentralbank eine Erhöhung um 20 Basispunkte auf 3,0% vornahm.

Phase 2: Der Boom
Wie bereits erwähnt, erlebte Island daraufhin eine Phase rasanten Wachstums. Innerhalb von 2 Jahren explodierte das Wirtschaftswachstum förmlich von -1,3% (2002) bis auf 6,2% (2004, 2005). Im selben Zeitraum schoß der ICEX-15 von 1307,04 auf fast 4000 Punkte. Bei dieser Verdreifachung sollte es nicht bleiben und die Börsenhausse setzte sich bis in den Februar 2006 bis zum historischen Höchststand von 6925,44 Punkten fort. Eine Verfünffachung in 4 Jahren. Die Immobilienpreise stiegen verdoppelten sich in diesem Zeitraum und stiegen im vergangen Jahr um knapp 20%. In ungefähr derselben Höhe bewegte sich der jährliche Zuwachs der Geldmenge M3 als Folge der niedrigen Zinsen, wobei der Anstieg vor allem vom exorbitant hohen Kreditwachstum durch die Geschäftsbanken von über 30% getragen wurde.

Phase 3: Der Beginn der Rezession ? Island heute
Fallende Börsen- und Wechselkurse, die hohe kurzfristige Verschuldung, ein Leistungsbilanzdefizit von 20% (!) des BIP und die mittlerweile im zweistelligen Bereich befindlichen Zinsen läuten die baldige und deutliche Verlangsamung des Wirtschaftswachstums ein.

Phase 4: Die Rezession ? Quo vadis Island?
In der Rezession sinkt die Geldmenge und führt so zu einer Liquidierung von unproduktiven Unternehmungen. Die künstlich aufgeblasene Geldmenge implodiert und offenbart derart die strukturellen Verzerrungen der isländischen Wirtschaft. Wenn die Zentralbank nicht durch Zinssenkungen versucht, die heilende Rezession aufzuhalten, könnte sich Island innerhalb relativ kurzer Zeit der Verzerrungen entledigen und, sofern keine wachstumsfeindlichen Politikmaßnahmen beschlossen werden, wieder Fahrt aufnehmen. Die niedrigen Unternehmens- und Einkommenssteuern bilden hiefür eine gute Voraussetzung.

Allerdings werden davor weitverbreitete Konkurse, auch der einen oder anderen Bank, unvermeidbar sein. Reagiert die Zentralbank darauf mit Zinssenkungen, so würde diese Verschleppung nichts Gutes bedeuten. Ein kurzfristiges Strohfeuer könnte dann die trügerische Hoffnung auf einen nachhaltigen Aufschwung nähren, der sich jedoch schon bald als Illusion entpuppen wird. Eine längere Rezession mit langfristig sinkendem Wohlstand ist dann ebenso möglich, die ziemlich sicher mit einer Fortsetzung der inneren und äußeren Geldentwertung begleitet wäre.

Resümee - Dies Island ist eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält
Der bisherige, nahezu idealtypische Verlauf eines Konjunkturzyklus illustriert in seiner Reinheit Ursache und Wirkung des Konjunkturzyklus wie in kaum einem anderen Land. Trotz erheblicher Unterschiede auf der mikro-ökonomischen Ebene und in der quantitativen Bedeutung für die Weltwirtschaft, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß der Fall Island einen Vorgeschmack auf die in den USA mit Riesenschritten nahende Rezession bietet. Schließlich leiden beide Länder an massiven Leistungsbilanzdefiziten und erhöhten nach einer Phase der extremen Niedrigzinspolitik deutlich die Zinsen, während der Euroraum Leistungsbilanzüberschüsse verzeichnet und mit einer deutlich lockeren Zinspolitik operiert. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob die USA denselben Pfad wie Island einschlägt, ob langfristige Vernunft oder kurzfristiger Populismus die Oberhand gewinnt.  

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